BierPassie Magazine
Het Magazine voor de Bierliefhebber

Miniatur (1)Eigentlich ein schönes Biermagazin, das mit seinen ersten Ausgaben, die seit Dezember 1998 erschienen sind, seiner Zeit weit voraus war: Das BierPassie Magazine. Belgische und – ein wenig – internationale Bierkultur. Spannende Berichte, meistens gut recherchiert, auf Hochglanzpapier, und sehr wertig.

In zwei Sprachen – französisch und niederländisch – erscheint BierPassie einmal pro Quartal, und sein Herausgeber Ben Vinken vermochte es, mich über rund 15 Jahre zu fesseln. Nicht immer war das Lesen der niederländischen Texte einfach, aber immer informativ.

Natürlich nahm Werbung von Anfang an einen großen Teil des Hefts ein – die hohe Druckqualität und das gute Papier müssen finanziert werden, und das geht offensichtlich nicht ausschließlich über den Verkaufspreis. Auch viele gesponserte Artikel fanden sich von Anfang an – Berichte von Brauereibesuchen, die offensichtlich mithilfe der besuchten Brauerei lanciert worden waren, Berichte über neue Bierspezialitäten oder Werbestrategien, die ein wenig kritische Distanz vermissen ließen.

Miniatur (2)Aber – im Gegensatz zu anderen Magazinen – hat Ben Vinken nie ein Hehl daraus gemacht, die Bierwelt in der Gänze erfassen zu wollen, und dazu gehören eben auch die großen Firmen, die Global Player, und ihre kommerziellen Absichten und Ziele. Solange es immer auch Artikel über kleine und kleinste Brauereien gegeben hat, war alles in Ordnung.

Besonders schön für mich immer wieder die Kombination von Bier und gutem Essen, Beer and Food Pairing. Etwas, das im deutschsprachigen Raum erst in den letzten – wenigen – Monaten Aufmerksamkeit bekommt, ist in Belgien schon seit vielen, vielen Jahren üblich. Unübertroffen: Die Kombination Bier und Käse, die sich wie ein roter Faden immer wieder durch die Hefte zieht. Berichte, bei denen schon die Lektüre mir das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ.

Und doch habe ich mein Abonnement Ende 2012 auslaufen lassen.

Auslaufen lassen müssen.

Immer unzuverlässiger wurde die Zustellung des Magazins; immer komplizierter wurde es, als Nicht-Belgier das Abonnement zu verlängern. eMails wurden nicht beantwortet, Rechnungen nicht zugestellt, Lastschriften nicht eingelöst.

Die Website des Magazins ist ein wenig unübersichtlich – viel zu bunt, viel zu wuselig, und die wichtigen Informationen gehen unter im Farben- und Animationsrausch. Hat man endlich das richtige Formular zum Abschließen (oder Verlängern) des Abonnements gefunden, bleibt es ohne Reaktion. Anrufe? Gehen ins Leere. eMails in Englisch oder – zugegebenermaßen holprigem – Niederländisch ebenfalls.

Im Resultat habe ich mit großem Bedauern aufgehört, dieses Magazin regelmäßig zu lesen. Ab und an bekomme ich während einer Bier-Reise durch Belgien ein Heft in die Hand und freue mich, mal wieder durch die Berichte blättern zu können und das Neueste aus der belgischen Bierszene zu erfahren, aber leider nicht mehr regelmäßig.

Schade. Ein perfektes Beispiel, wie ein recht gutes Magazin durch schlechte Kundenbetreuung nur verlieren kann.

BierPassie Magazine
Het Magazine voor de Bierliefhebber
MMC
Antwerpen, 2012

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