Die Gläserne Privatbrauerei Schad
Halle
DEU

miniatur-1Betrachtet man den Gasthof Schad, so reicht seine Geschichte zurück bis in die Zeit vor der Wende – nach eigenen Angaben wurde der Gasthof bereits im Jahr 1983 als „Ingo Schad’s Speisegaststätte“ eröffnet. Zehn Jahre später – nun nach der Wende – wurde aus der Speisegaststätte eine Gasthausbrauerei, und 2010 wurde eine gläserne Sudanlage installiert, die sowohl durch ein Fenster von der Straße als auch durch eine Scheibe von der Gaststube aus gut einsehbar ist, so dass man während des Sudes dem Brauer auf die Finger schauen kann. Und seitdem heißt das Restaurant konsequenter- und richtigerweise Die Gläserne Privatbrauerei Schad.

Die Gaststube selbst ist urgemütlich. Unter dicken, dunklen Holzbalken findet man zahlreiche kleine und größere Tische, teilweise in einem größeren Raum, teilweise in kleinen, heimeligen Ecken. Ein großer runder Tisch verfügt über eine Modelleisenbahn, die die Salz- und Pfefferstreuer von einem Gast zum anderen transportieren kann. Oben, zwischen den dunklen Holzbalken befinden sich Bretter, auf denen zahlreiche unterschiedliche Bierflaschen gesammelt sind.

miniatur-2Die Küche ist preiswert und gut – die Portionen sind nicht nur groß, sondern auch schmackhaft, und besonders attraktiv ist das Büffet-Angebot während der Woche in der Mittagszeit. Für gerade 5,90 Euro bekommt man eine wirklich gute Auswahl an warmen und kalten Speisen, einschließlich verschiedener Vorsuppen, Kuchen und Süßspeisen. Da findet sich für jeden Geschmack etwas.

Mit den hier gebrauten Bieren konzentriert man sich zunächst auf die Standard-Palette Hell, Dunkel, Weizen; daneben gibt es aber auch Saisonbiere – während unseres Besuches am 2. Januar 2012 noch den Nikolator Doppelbock, ein sehr dunkles und wirklich starkes Bier mit 16,9° Stammwürze und 8,9 % Alkohol. Lecker!

Alles in allem eine nette, kleine Gasthausbrauerei, die insbesondere auch mit vielen Themenabenden (Krimidinner, Westerndinner und ähnliche unterhaltsame Veranstaltungen) auf sich aufmerksam macht.

Nachtrag 1. September 2016: Laut eine Meldung der Mitteldeutschen Zeitung wurde Die Gläserne Privatbrauerei Schad mittlerweile geschlossen, beziehungsweise nach den ausgewiesenen Betriebsferien nicht mehr eröffnet. Offensichtlich hatte sich der gewünschte wirtschaftliche Erfolg nicht eingestellt, und bereits Ende 2015 war das Sudwerk demontiert worden. Nicht mehr Schad, sondern Schade!

Bilder

Die Gläserne Privatbrauerei Schad
Reilstraße 10
06 114 Halle
Sachsen Anhalt
Deutschland

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.