52. Lahnsteiner Bierseminar
„Oktoberfest“

Oktober ist Oktoberfestzeit – welches Bier könnte da ein Bierseminar besser starten als das Fest-Export der Lahnsteiner Brauerei. Dieses an sich bereits süffige und vollmundige Bier fand seine Fortsetzung im „Süßen Bengel“, einem bierähnlichen Getränk, das die Brauerei für einen Kunden braut und das nicht nur süffig und vollmundig sondern auch malzig-süß und karamellig schmeckt. Frei nach dem Kunden ist es ein „echtes Mädchenbier“.

Für Mädchen und Jungen konzipiert ist die „Loreley Cola“ unter dem Motto „Drink the Rock“. Diese Cola, hergestellt und vertrieben vom Victoria Brunnen in Lahnstein, schickt sich nun an, in der Region dem Branchenführer aus dem fernen Atlanta Paroli zu bieten. Farblich und auch in einigen Aromaten kommt sie dem „Mädchenbier“ fast gleich und diente den Teilnehmern ein wenig zum „Verdünnen“.

Um den Abend nicht zu süß werden zu lassen gesellten sich nun zwei hopfenbetonte Biere aus der Brauerei Camba Bavaria in die Runde – sozusagen zur Verabschiedung des Sommerhalbjahres: RHGB (ReinHeitsGebotsBier) und Melon Flash.

Angeregtes Verkosten: Dr. Markus Fohr und Stammgast André Krause
Angeregtes Verkosten: Dr. Markus Fohr und Stammgast André Krause

Beide Biere liefern für sich selbst schon eine Attraktion – eine größere jedoch sollte ihnen nachfolgen. Zu diesem Zweck dienten weitere Biere aus der Serie „Biere der Weltmeister“. Diese hatte auf einem der vergangenen Seminare mit dem „Weltmeisterbier“ von Karl Schiffner begonnen, der 2009 als erster überhaupt den Titel „Weltmeister der Sommeliers für Bier“ errang. Ihm folgten 2011 Sebastian Priller-Riegele, 2013 Oliver Wesseloh und 2015 Simonmattia Riva. Wesseloh eröffnete kürzlich in Hamburg seine „Kreativbrauerei Kehrwieder“ und so gelangten die Teilnehmer in den Genuss, einige der ersten dort gebrauten Biere zu verkosten. Mehr dazu unter www.kreativbrauerei.de.

„Prototyp“ ist als „India Pale Lager“ eine untergärige Interpretation des berühmten britischen „India Pale Ale“. Eine eigene Interpretation ist auch das „Westwind Saison“ – in diesem Fall jedoch eines belgischen Bierstils. Wieder zurück nach England führt die „Shipa“-Serie. Dabei handelt es sich um ein Single Hop India Pale Ale dessen Basisrezept gleich bleibt, das aber bei jeder Edition mit nur einem wechselnden Hopfen gebraut wird – hier mit dem „HBC 431“.

Den Ausklang des Abends lieferte ein göttlicher Donnerschlag aus einer ebenfalls sehr jungen Brauerei. Unter dem Motto „Beer of the Gods“ brauen Hendrik und Helge Pahl seit 2016 Craftbiere aus Wacken, dem „durstigsten Dorf der Welt“ und Heimat des berühmten Hardrock-Festivals. Die Biere sind Craftbiere im ursprünglichen Sinn: Stark, geschmackvoll, naturbelassen und weder filtriert noch pasteurisiert.

miniatur-2Der „cräftige“ Donnergott Thor besitzt zwei Ziegenböcke, Tanngnjostir und Tanngrisnir geheißen. Sie ziehen seinen Wagen und führen ihn durch die neun Welten. Tanngnjostir bedeutet „Zähneknisterer“ und Tanngrisnir „der mit den Zähnen Knirschende“. Zusammen mit den polternden Wagenrädern kündigen ihre Laute das herannahende Gewitter an, wenn Thor seinen Hammer schwingt. Empfehlung der Brauerei: „Trinkt mit Umsicht und meidet den Donnerschlag!“ Weitere Informationen gibt es unter www.wacken.beer.

Wacken Weizendoppelbock ist ein mächtiges Bier – fast wie das herannahende Gewitter. Kupferbraun bis ins dezente Schaumhäubchen und mit einer kräftigen Trübung fließt es ins Glas. Bereits im Duft offenbart sich ein wenig Rauchmalz flankiert von süßen Malznoten und reifer Banane. Für die Fruchtnoten zeichnet eine spezielle Weizenbierhefe verantwortlich.

Aromatisch liefert sich der malzige, fruchtige und süffige Bierkörper ein reizvolles und ausdauerndes Duell mit einer sanften Spritzigkeit und genauso deutlichen wie harmonischen Rauch- und Bitternoten. Ein spannendes und mächtiges Nippbier, das Lust auf weiteres Nippen erweckt. Lust erweckt es auch auf ihm ebenbürtige Speisen wie würzige Kartoffelcremesuppe, Geräuchertes, Gegrilltes, Wild und zum krönenden Abschluss würzigen, Rauch- oder Rotschmierkäse.

Autor: Markus Fohr
(Pressemitteilung der Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG)

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