{"id":15445,"date":"2010-05-09T23:00:10","date_gmt":"2010-05-09T21:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=15445"},"modified":"2024-12-13T17:53:00","modified_gmt":"2024-12-13T16:53:00","slug":"tour-de-bier-2010sesslach-ritterspiele-burgruinen-veteranentreffen7-bis-9-mai-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=15445","title":{"rendered":"Tour de Bier 2010:<br \/>Se\u00dflach \u2013 Ritterspiele, Burgruinen, Veteranentreffen<br \/>7. bis 9. Mai 2010"},"content":{"rendered":"\n<p>Ritterspiele.<\/p>\n\n\n\n<p>Burgruinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Veteranentreffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was diese Begriffe aus der Vergangenheit mit einer <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?cat=64\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tour de Bier<\/a> zu tun haben, fragt Ihr Euch?<\/p>\n\n\n\n<p>Das fragte sich der Chronist auch, bis er dann vom 7. bis 9. Mai 2010 an der mittlerweile siebten <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.tour-de-bier.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?cat=64\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tour de Bier<\/a><\/span> teilgenommen hatte. Und danach war alles ganz klar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben13\/TdB2010\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>7. Mai 2010<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch gemach, beginnen wir, wie es sich geh\u00f6rt, am Anfang, und zwar auf dem Marktplatz in Se\u00dflach. Hier trafen sich am 7. Mai 2010 die etwa vierzig Teilnehmer der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.tour-de-bier.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?cat=64\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tour de Bier<\/a><\/span> zu einem gef\u00fchrten Stadtrundgang durch das historische Zentrum der kleinen mittelalterlichen Stadt. Leider war der Chronist wegen neumodisch so benanntem Starkregen und daraus entstehender Verkehrsstaus nicht rechtzeitig vor Ort, und so sieht er sich im Nachhinein gezwungen, auf Schilderungen aus zweiter Hand zur\u00fcckzugreifen, die besagen, dass die Stadtf\u00fchrung erstens au\u00dferordentlich interessant, zweitens sehr freundlich und fachkundig gewesen sei, dass drittens jeder \u00fcberrascht gewesen sei, zu h\u00f6ren, dass Se\u00dflach auf eine \u00fcber 1200j\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcckblicken kann und seit 675 Jahren Stadtrechte besitzt, und dass schlie\u00dflich, viertens, die schiefe Kirche Se\u00dflachs unbedingt in der Berichterstattung erw\u00e4hnt geh\u00f6re.<\/p>\n\n\n\n<p>Was denn hiermit auch geschehen sei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"751\" height=\"425\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15447\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-1.jpg 751w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-1-150x85.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-1-300x170.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 751px) 100vw, 751px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>das Kommunbrauhaus Se\u00dflach<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>An den Stadtrundgang schloss sich der Besuch des <a href=\"http:\/\/www.sesslach.de\/index.php\/kommunbrauhaus\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kommunbrauhauses<\/a> an. Eine kleine, gepflegte Sudanlage mit viel historischer Technik, eine Malzm\u00fchle im oberen Stockwerk, ein K\u00fchlschiff im hinteren Bereich und separat in einer kleinen Kammer eine Art Labor, das hei\u00dft, ein Nebenraum f\u00fcr die Hefezucht, aber auch als Lager f\u00fcr allerlei Kleinger\u00e4t und Reinigungsutensilien. Blitzeblank war es, egal wohin man auch schaute \u2013 fast schon wirkte es, als ob extra f\u00fcr unseren Besuch noch einmal Reinschiff gemacht worden sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die hier gebrauten Biere werden in F\u00e4ssern abgegeben oder direkt an zwei Gasth\u00f6fe in Se\u00dflach zum Ausschank geliefert, und es wird berichtet, dass an den Tagen, an denen das Bier abgeholt werden kann, wegen des hohen Andrangs Teile der Altstadt abgesperrt werden m\u00fcssen. Ungl\u00e4ubiges L\u00e4cheln auf den Gesichtern der G\u00e4ste, bis wir die Verkehrsschilder in der Ecke stehen sahen: \u201eEinfahrt verboten\u201c, mit dem Zusatz \u201eFrei nur f\u00fcr Bierabholer\u201c. Okay, \u00fcberzeugt!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"746\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15448\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-2.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-2-143x150.jpg 143w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-2-285x300.jpg 285w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Frei nur f\u00fcr Bierabholer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und in der Phantasie des Chronisten entstanden Bilder von sich endlos durch die Altstadt windenden Schlangen von Limousinen, Kombis, Pferdefuhrwerken, Treckern, Lieferwagen und Handkarren, alle nur darauf wartend, von dem edlen Nass zu zapfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem \u201ePlopp!\u201c zerplatzten die abstrusen Phantasien und wurden ersetzt durch ein frisch gezapftes Kommunbr\u00e4u, das dem Chronisten in die Hand gedr\u00fcckt wurde. Ein tiefer Zug von dem hopfenherben Gebr\u00e4u, und die Realit\u00e4t kehrte zur\u00fcck, die da besagte, dass es nun aber h\u00f6chste Zeit sei, das Hotelzimmer zu beziehen und sich f\u00fcr das Abendessen zu r\u00fcsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzteres fand statt im <a href=\"http:\/\/www.sesslach-poertnerhof.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">P\u00f6rtner-Hof<\/a> statt, im sorgf\u00e4ltig restaurierten Stall. Das rohe, aber blitzsaubere Fachwerk und die mit edlem, wei\u00dfem Geschirr und Leinen eingedeckten Tische ergaben einen ansprechenden Kontrast, und der Blick auf die Speisekarte erhellte die Gesichter. Leckere regionale und saisonale Gerichte zu niedrigen Preisen, hier darf man als Gast sich wohlf\u00fchlen \u2013 wenn auch die Bierauswahl eher beschr\u00e4nkt war und neben dem Freudenecker Fischerbr\u00e4u nur Produkte gr\u00f6\u00dferer und uninteressanter Brauereien verzeichnet waren. Aber das Freudenecker passte zum feinen Spargel genauso gut wie zum deftigen Wiener Kalbsschnitzel, und so machte sich denn auch rasch eine \u201egefr\u00e4\u00dfige Stille\u201c im Raume breit.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00e4h wurde diese unterbrochen, als mit einem kr\u00e4ftigen Pochen ein Raubritter in voller R\u00fcstung im Torbogen erschien und uns mit kr\u00e4ftiger Stimme begr\u00fc\u00dfte. Spielte mir meine Phantasie erneut einen Streich, ging sie gar in diesem mittelalterlichen Ambiente mit mir durch? Nein, dieser Ritter schien durchaus real, und er begann, aus der abwechslungsreichen Geschichte des St\u00e4dtchens zu erz\u00e4hlen. Er nahm uns mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte, \u00f6lte von Zeit zu Zeit seine Stimmb\u00e4nder mit einem gewaltigen Zug guten Bieres aus einem nicht minder gewaltigen Holzkrug und schickte sich schlie\u00dflich an, uns auch praktisch in die Gebr\u00e4uche des Mittelalters einzuf\u00fchren: Zwei Jungfern aus unserem Kreise wurden wegen ungeb\u00fchrlichen Benehmens gegen\u00fcber dem Ritter dazu verurteilt, mit einem schweren Stein um den Hals eine Schm\u00e4h- und Schandrunde durch den Saal zu laufen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"425\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15449\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-3.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-3-150x90.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-3-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>der Se\u00dflacher Ritter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Als die Disziplin dergestalt wieder hergestellt war, forderte der Ritter die Mannsbilder im Saal auf, sich nun im edlen Wettstreite zu messen und einen w\u00fcrdigen Vertreter zu finden, der zum Ritter geschlagen werden solle. Vier freiwillige Recken fanden sich, um mutig gegeneinander anzutreten. Ein m\u00e4chtiger Krug Bier musste hinuntergest\u00fcrzt werden, das edle Burgfr\u00e4ulein durch T\u00fccher vor den Launen der Witterung gesch\u00fctzt werden, und schlie\u00dflich mussten die Recken beweisen, dass sie nicht nur trinkfest und f\u00fcrsorglich gegen\u00fcber dem Burgfr\u00e4ulein sein konnten, sondern auch in der Lage, Kraft ihrer Arme dieses im Falle eines Falles tapfer zu verteidigen. Minutenlang stemmten die Ritteramtskandidaten zum Beweis ihrer Kr\u00e4fte den bis zum Rand mit Bier gef\u00fcllten gewaltigen Holzkrug am ausgestreckten Arm, bis feststand, dass dem Knappen Timo von der Waterkant die Ehre geb\u00fchrte, zum Ritter geschlagen zu werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"465\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15450\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-4.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-4-150x98.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-4-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Ritterschlag des Knappen Timo von der Waterkant<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Es hub gewaltiger Jubel unter dem Volk an, und die Diskretion verbietet es dem Chronisten, die folgenden Feierlichkeiten zu Ehren des neu geschlagenen Ritters in allen Details zu beschreiben. Nur etwas sei angedeutet: Solcherlei Fleischberge und unz\u00e4hlige Bierkr\u00fcge, die in den Saal getragen wurden, hatte man in Se\u00dflach angeblich schon lange nicht mehr gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenigstens nicht seit dem Vortage \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben13\/TdB2010\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>8. Mai 2010<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als der Hahn am Sonnabend, dem 8. Mai 2010, kr\u00e4hte, sah man das mittelalterliche Se\u00dflach in aller Stille im Morgennebel daliegen. Erst am sp\u00e4ten Vormittag sammelten sich die ersten Menschen vor ihren H\u00e4usern, aber nach und nach formierten sie sich zu einem gewaltigen Zug durch die Gassen und durch das s\u00fcdliche Stadttor. Hier wartete schon eine gro\u00dfe, neuzeitliche Kutsche, die wie von Wunderhand von mechanischen Pferden getrieben unsere Freunde zur nahegelegenen Frankenmetropole Coburg brachte. Ehrw\u00fcrdig die Kulisse des Stadtschlosses, und genauso ehrw\u00fcrdig die zahlreichen mechanischen Kutschen und benzinfressenden G\u00e4ule, die, obschon seit vielen Jahrzehnten in Diensten ihrer Kutscher und Reiter stehend, liebevoll gepflegt und auf Hochglanz poliert zu einem historischen Wagenrennen starteten. Weit \u00fcber sechzig dieser absonderlichen Gef\u00e4hrte z\u00e4hlte der Chronist und wunderte sich \u00fcber die gar seltsamen Namen dieser Rosse und Streitwagen: M\u00fcnch, BMW und Benelli; Porsche, Jaguar und NSU RO 80; Kharmann Ghia und Opel Blitz; Lancia, Alfa Romeo und Ford Escort; aus allen Teilen des bekannten Erdkreises waren die Teilnehmer angereist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"432\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15451\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-5.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-5-150x91.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-5-300x183.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Veteranenrallye in Coburg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Nachdem die Gespanne unter Fauchen und R\u00f6hren in einer gro\u00dfen Staubwolke verschwunden waren, schickten sich unsere Freunde an, das mittelalterliche Coburg zu erkunden. Es ergab sich, dass just an diesem Tage Markttag war in der Stadt, und die H\u00e4ndler und Bauern der Region unter lautem Geschrei Schweine und Rinder, auch Teile davon, aber auch Brote und Gem\u00fcse, Obst und Gew\u00fcrze und allerlei andere Spezereien feilboten, und auch sorgsam zusammengestellte Schriften \u00fcber das Brauwesen der Region wurden angeboten. Gar manchen Heller lie\u00dfen unsere Freunde hier in der Stadt, bevor sie wieder ihre mechanische Kutsche bestiegen, um weiterzureisen.<\/p>\n\n\n\n<p>In ehemaliges Feindesland f\u00fchrte die wilde Fahrt, ins entfernte Thuringia. Reitende Boten hatte Kunde von unserer mechanischen Kutsche vorausgetragen, und so waren in Ummerstadt die Braukessel bereits gesch\u00fcrt, zahlreiche Schweine geschlachtet und unz\u00e4hlige Brote gebacken worden. Da rauchte die Br\u00e4terei, und der Gerstensaft quoll aus den k\u00fchlen F\u00e4ssern, als wir in die Hofeinfahrt zum <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=16036\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kommunbrauhaus Ummerstadt<\/a> rollten. Die Gl\u00e4ser klirrten, das Fett spritzte, und Lachen, Geschrei und Gesang f\u00fcllten alsbald den Platz vor der Ummerst\u00e4dter Brandwehr. Gar zu vorz\u00fcglich schmeckte es uns, und die Gastfreundschaft der Ummerst\u00e4dter Standeskollegen kannte keine Grenzen. Wie gerne h\u00e4tten wir hier noch Stund\u2018 um Stund\u2018 der V\u00f6llerei gefr\u00f6nt, aber ein strenger Zeitplan mahnte uns, eine weitere mittelalterliche St\u00e4tte zu besuchen, die Burgruine Altenstein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"856\" height=\"425\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15452\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-6.jpg 856w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-6-150x74.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-6-300x149.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-6-768x381.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 856px) 100vw, 856px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>im Kommunbrauhaus Ummerstadt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Hei, wie haben die alten Ritter vom Stein hier edel gehaust \u2013 in drei Himmelsrichtungen schweift der Blick kilometerweit \u00fcber H\u00fcgel und T\u00e4ler, W\u00e4lder und Felder, schier uneinnehmbar schien weiland die Burg auf diesem Felse zu stehen. Und doch, unberechenbare Kr\u00e4fte der Natur hatten dereinst die starke Burg in der Mitte gespalten und nur mehr eine Ruine hinterlassen \u2013 eine Ruine zwar, aber gleichwohl beeindruckend. Gewaltige Quader und Rundb\u00f6gen, Wehrt\u00fcrme und Burggr\u00e4ben zeugten von der Herrschaft derer von Stein \u00fcber die Lande, und der h\u00f6chstgelegene Biergarten Unterfrankens am Rande der Burg bewies wieder einmal, das Macht und Lebensfreude Hand in Hand gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beeindruckt umrundeten wir die alten Gem\u00e4uer und lie\u00dfen uns anschlie\u00dfend von unserer Kutsche ins Tal hinab tragen. Von oben schon hatten wir gesehen, wie verr\u00e4terischer Rauch aufstieg, und siehe da, in Junkersdorf waren ebenfalls die Braukessel angefeuert, und ein gewaltiger Spie\u00df drehte ein junges Lamm \u00fcber dem Feuer. Die Sonne schien \u00fcber die blumen\u00fcbers\u00e4ten Wiesen, die Zicklein sprangen umher, ein kleines B\u00e4chlein murmelte am <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=16696\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kommunbrauhaus Junkersdorf<\/a> entlang \u2013 es war eine Idylle, in der uns Kurt-Maria Adler und seine Mannen willkommen hie\u00dfen. Viel hatte sich getan, seit unserem letzten Besuch, in dem alten, kleinen Brauhaus. Eine neue Malzm\u00fchle war beschafft worden und eine edel gl\u00e4nzende K\u00fchlschlange aus bestem Stahl, und so war es erneut interessant, sich in den R\u00e4umen und Winkeln umzusehen. Der intensive Duft der Maische zog durch das Haus, in den Sonnenstrahlen tanzten die Staubk\u00f6rnchen \u00fcber dem blitzblank polierten K\u00fchlschiff, das Feuer unter dem Kessel knisterte, und die Maischepumpe arbeitete \u00e4chzend vor sich hin. Die Besucher gaben sich beeindruckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und als h\u00e4tte es noch einer Steigerung bedurft, hub ein Sackpfeifenspieler an zu spielen und pr\u00e4sentierte uns seltsame Weisen aus fernen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"945\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15453\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-7.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-7-113x150.jpg 113w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-7-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>im Kommunbrauhaus Junkersdorf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Aber ach, erneut mahnte uns die Uhr, die Kutsche zu besteigen und von dannen zu ziehen, wartete doch im <a href=\"http:\/\/www.roter-ochse-sesslach.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Roten Ochsen<\/a> zu Se\u00dflach noch ein Festbankett auf uns. Der Tag neigte sich, als wir die Sch\u00e4nke betraten, und uns erwartete wahrlich eine fr\u00f6hliche Feier. Erneut bogen sich die Tische unter der nahrhaften Last, auf Tellern, Sch\u00fcsseln, Pfannen und Brettern wurde serviert, was die Region zu bieten hat, und vier fr\u00f6hliche Spielleut\u2018, die \u201eGschrubbdn\u201c, unterhielten die Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"434\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-8.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15454\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-8.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-8-150x92.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/TdB-2010-8-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>die \u201eGschrubbdn\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00f6hliche Kl\u00e4nge, schmetternder Gesang und unge\u00fcbte Koloraturen aus rauen Kehlen zogen \u00fcber die Tische und k\u00fcndeten in der ganzen Stadt vom Einzug dieser fr\u00f6hlichen Gesellschaft. Fr\u00e4nkisches und \u00fcberregionales Liedgut wurde zum Besten gegeben, und erneut zwingt die Diskretion den Chronisten, die Details zu \u00fcbergehen. Nur so viel: Es war ein rauschendes Fest, und heisere Kehlen, spannende Ranzen und dr\u00f6hnende Sch\u00e4del legten am n\u00e4chsten Morgen Zeugnis ab von dem, was sich in Se\u00dflach zugetragen haben muss.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben13\/TdB2010\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>9. Mai 2010<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcde von der geschlagenen Schlacht am B\u00fcfett sammelten sich die Recken und ihre Weibsleut am Sonntagmorgen auf dem Se\u00dflacher Marktplatz. Zwischen <a href=\"http:\/\/www.roter-ochse-sesslach.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rotem Ochsen<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.gasthof-reinwand.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gasthof Reinwand<\/a> standen B\u00e4nke und Tische und boten einen w\u00fcrdigen Rahmen, langsam wieder aus dem mittelalterlichen Erleben aufzuwachen und in die Neuzeit zur\u00fcckzukehren. Kr\u00e4ftiger Kaffee st\u00e4rkte die Glieder und \u00f6ffnete die m\u00fcden Augen, begeistert wurden die letzten Tage Revue passieren lassen. Unausgesprochen herrschte Einigkeit, dass wir uns im n\u00e4chsten Jahr wiedersehen werden, und schon mahnten die schlagenden Kirchenglocken die ersten, weit angereisten Teilnehmer zum Aufbruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Hauch von Wehmut wehte \u00fcber den nun wieder leeren Marktplatz der historischen Gemeinde Se\u00dflach, aber auch Freude \u00fcber eine wundersch\u00f6ne Reise und die Aussicht auf die dann achte <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?cat=64\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tour de Bier<\/a> im Fr\u00fchjahr 2011. Von ganzem Herzen dankt der Chronist namens der aller Teilnehmer den Organisatoren Hans Rolf, Klaus und Jan und \u00fcberbringt hiermit das gemeinsame Lob. Wohlgetan!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben13\/TdB2010\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ritterspiele. Burgruinen. Veteranentreffen. Was diese Begriffe aus der Vergangenheit mit einer Tour de Bier zu tun haben, fragt Ihr Euch? Das fragte sich der Chronist auch, bis er dann vom 7. bis 9. Mai 2010 an der mittlerweile siebten Tour de Bier teilgenommen hatte. Und danach war alles ganz klar. <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=15445\" title=\"Tour de Bier 2010:Se\u00dflach \u2013 Ritterspiele, Burgruinen, Veteranentreffen7. bis 9. 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