{"id":1561,"date":"2015-06-26T23:00:26","date_gmt":"2015-06-26T21:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=1561"},"modified":"2020-05-13T11:31:02","modified_gmt":"2020-05-13T09:31:02","slug":"genuss-bier-pur-bier-purmenschen-biere-attraktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=1561","title":{"rendered":"Genuss bier.pur \/ bier.pur<br \/>Menschen, Biere, Attraktionen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_31461\" aria-describedby=\"caption-attachment-31461\" style=\"width: 332px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-31461\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/bier.pur-Menschen-Biere-Sensationen-1.jpg\" alt=\"Genuss bier.pur \/ bier.pur -Menschen, Biere, Attraktionen, Bier in \u00d6sterreich, Bier vor Ort, Bierreisen, Craft Beer\" width=\"332\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/bier.pur-Menschen-Biere-Sensationen-1.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/bier.pur-Menschen-Biere-Sensationen-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/bier.pur-Menschen-Biere-Sensationen-1-150x113.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/bier.pur-Menschen-Biere-Sensationen-1-678x509.jpg 678w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/bier.pur-Menschen-Biere-Sensationen-1-326x245.jpg 326w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/bier.pur-Menschen-Biere-Sensationen-1-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-31461\" class=\"wp-caption-text\">Genuss bier.pur \/ bier.pur <br \/>Menschen, Biere, Attraktionen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was will dieses Magazin eigentlich? Seit 2007 erscheint <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.genuss-magazin.eu\/bier\/?+GENUSS.bier.pur+&amp;id=2500%2C4474419%2C%2C%2CY2Q9NA%3D%3D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bier.pur<\/a><\/span><\/span> in \u00d6sterreich drei Mal im Jahr, seit 2009 auch mit einer Themenausgabe Deutschland zwei Mal j\u00e4hrlich. Und seit acht Jahren eiert es herum, sitzt zwischen allen St\u00fchlen, begeistert manchmal mit einzelnen Artikeln, entt\u00e4uscht dann wieder mit der Verherrlichung von Gro\u00dfbrauereiprodukten, ruft eine neue Revolution aus, einen Umsturz, eine bahnbrechende Umw\u00e4lzung, eine umwerfende Innovation, und schweigt sich schon in der n\u00e4chsten Ausgabe \u00fcber dieses Thema wieder aus, verfolgt es nicht weiter, sondern tr\u00e4gt es klammheimlich zu Grabe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unl\u00e4ngst hat es einen Wechsel des Chefredakteurs gegeben, auch der Name wurde von <em>Genuss bier.pur<\/em> auf <em>bier.pur<\/em> ge\u00e4ndert. Der d\u00fcmmliche Untertitel, der das ganze Elend der Orientierungslosigkeit, des jedem F\u00e4hnchen in der Bierszene Nachlaufens, der Oberfl\u00e4chlichkeit und des Fehlens einer klaren Linie von Anfang an begleitet hat, also eigentlich doch gar nicht so d\u00fcmmlich, sondern schrecklich treffend formuliert ist, ist geblieben: <em>Menschen \u2013 Biere \u2013 Attraktionen<\/em>. Penn\u00e4ler-Humor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lohnt es sich, es zu lesen? Ich wei\u00df nicht recht. Durchzubl\u00e4ttern, das lohnt sich. Den einen oder anderen Artikel zu lesen, vieles einfach rasch zu verdr\u00e4ngen, das ist in Ordnung. Unl\u00e4ngst ist es geringf\u00fcgig besser geworden. Aber aktuell 5,90 EUR f\u00fcr eine Ausgabe mit f\u00fcnfzig Seiten, einige davon Reklame, viele andere wie Reklame sich lesend? Heftig. Daf\u00fcr m\u00f6chte ich bessere Qualit\u00e4t. Gutes Papier, sehr ordentlicher Druck, das geht in Ordnung. Aber eine Schlussredaktion des fertigen Heftes findet kaum statt. Oder nur unter Zeitdruck. Oberfl\u00e4chlich. Druck- und Setzfehler, verhunzte Internet-Links, und das f\u00fcr diesen Preis?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ach, ich darf aber nicht meckern. Von Beginn an bekomme ich \u00fcber einen Verein das Magazin gratis, und f\u00fcr diesen Preis ist es dann doch schon wieder akzeptabel. Und die eine oder andere Aktion, der eine oder andere Artikel sind ja auch in Ordnung, sogar gut gelungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit einigen Jahren wird regelm\u00e4\u00dfig in der zweiten Jahresh\u00e4lfte eine <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.genuss-magazin.eu\/?id=2500%2C5451586%2C%2C\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bier-pur-Sonderedition<\/a><\/span><\/span> eingebraut, ein Bier, das unter der Marke bier.pur vertrieben wird und nur in recht kleiner Auflage erh\u00e4ltlich ist. Gut gebraut, mit viel Liebe und Sorgfalt seitens des Brauers. Leckere Biere waren in den vielen Jahren dabei, die Ausgabe 2014 war beispielsweise ein Wei\u00dfbier-Doppelbock der Brauerei Ried in Ober\u00f6sterreich. Ein hervorragendes Bier, ohne Zweifel. Ob knapp siebzehn Euro aber f\u00fcr eine 0,75-l-Flasche gerechtfertigt sind? Ich bin mir nicht sicher. Gerade in Bayern, gerade einmal auf der anderen Seite der Grenze, gibt es hervorragende Weizenb\u00f6cke, 0,5 l f\u00fcr rund einen Euro. Das ist ein weniger als ein Zehntel des Preises. Und geschmacklich nicht schlechter. Rechtfertigt die Knappheit des Produktes den Preis? Vor sechs, sieben Jahren vielleicht noch, als mit der bier.pur-Edition etwas Besonderes auf dem Markt erschienen ist. Mittlerweiler aber, im Zuge der Craft-Bier-Welle, gibt es so viele Sondereditionen von so vielen Brauereien, dass die geringe Menge eines Bieres kein Kriterium mehr ist, da m\u00fcsste mehr geboten werden. Holzfassreifung, die w\u00fcrde einen solchen Preis rechtfertigen, oder die Verwendung eines Spezialhopfens, der noch in der Testphase und nicht kommerziell erh\u00e4ltlich ist, vielleicht auch eine jahrelange Lagerung oder, wie beim Eisbock, ein aufw\u00e4ndiger Produktionsprozess.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber zur\u00fcck zur Zeitschrift. In atemraubendem Frontenwechsel werden kommerzielle Biere mit leeren Phrasen beworben, und nach nur einmaligem Umbl\u00e4ttern genau dieses Marketing-Sprech mit Vehemenz und Verve niedergemacht. Beispiel gef\u00e4llig?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgabe 01\/2015, Seite 6: \u201emildes fruchtiges Aroma mit echtem Biergeschmack (&#8230;) feine Malz- und Hopfennoten (&#8230;) mit markanten Geschmackseindr\u00fccken\u201c Geht es noch nichtssagender? M\u00f6chte ich das in einer Fachzeitschrift \u00fcber Bier lesen? Nein, gewiss nicht. Und ich bin mir darin einig mit dem Autor des auf der (\u00fcbern\u00e4chsten) Seite 8 der gleichen Ausgabe folgenden Artikels, dem unter seinem schon von Anbeginn verkrampft lustig wirken sollenden Pseudonym schreibenden <em>Beerlock Shaums<\/em>, der von \u201esprachlichem Banalverkehr\u201c spricht, \u201eohne differenziert qualitativem N\u00e4hrwert\u201c, von Elaboraten, die \u201ewertvollen Platz rauben f\u00fcr wahrhaft wertvolle Informationen\u201c, und der sich \u2013 zu Recht! \u2013 lustig macht \u00fcber \u201eerlesene Spezialit\u00e4ten\u201c, \u201eausgew\u00e4hlte Zutaten\u201c und \u201ehochwertige Rohstoffe\u201c. Leere Floskeln, hohle Phrasen, sehr sch\u00f6n persifliert, aber bereits an den Augen und Ohren der eigenen Redaktion vorbei formuliert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ach, es ist ein Elend. Seine Appelle verhallen, ungelesen, ungeh\u00f6rt. Auf Seite 25 des Heftes ein ganzseitiger Bericht \u00fcber \u201eDesperados. Einzigartigkeit, Spa\u00df und intensives Lebensgef\u00fchl&#8230;\u201c, \u00fcber ein Getr\u00e4nk, das sich \u201erichtet an trendbewusste Zielgruppen, die gerne Neues ausprobieren, Abwechslung m\u00f6gen \u2013 und sich gerne unverwechselbar geben.\u201c Da bin ich aber gespannt, wie das funktioniert, sich mit einem Massenprodukt unverwechselbar zu geben. Individualisten fahren VW Golf oder Opel Astra, oder wie? Und: Nein, diese Seite ist nicht als Reklame gekennzeichnet. Das h\u00e4tte vielleicht noch als Entschuldigung herhalten k\u00f6nnen, f\u00fcr Geld machen wir schlie\u00dflich alles, bewerben auch ein Massenprodukt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also, kurz und schmerzlos. Wir machen dem Ganzen ein Ende. Gelesen wird das Magazin zwar noch, wenigstens in Teilen, aber archiviert? Nein, nicht mehr. Daf\u00fcr ist der Platz im Regal zu schade. Hopp, mit viel Schwung, denn das Kunstdruckpapier ist ziemlich schwer, in die gr\u00fcne Altpapiertonne!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht wird das Magazin ja in naher Zukunft besser, man arbeitet an einem neuen Konzept. Ab sofort erscheint das Magazin sechsmal im Jahr, \u201eschneller getaktet\u201c. Man plant \u201eMehr Aufmerksamkeit. Mehr Reichweite. Mehr \u00fcber Bier.\u201c Ich hoffe: \u201eMehr Sorgfalt im Detail. Tiefergehende Informationen. Gr\u00fcndliche Recherche.\u201c Und ich bef\u00fcrchte: \u201eMehr Marktschreierei. Gr\u00f6\u00dfere \u00dcberschriften. Schrillere Farben. D\u00fcnnerer Inhalt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir werden sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht gibt es ja doch h\u00e4ufiger sachliche, kritische Artikel, so wie seinerzeit in der Ausgabe 03\/2008, als sich ein anderes Pseudonym, <em>Mr. Hophead<\/em>, \u00fcber Gasthausbrauereien auslie\u00df, die sich angesichts ihrer Einfallslosigkeit und ihres oftmals auch schlecht gebrauten, bei weitem nicht braufehlerfreien Biers nicht als Bereicherung, sondern eher als Belastung der Brauszene etablieren. Provokativ, aber gut. Lesens- und bewahrenswert, und heute noch g\u00fcltig. Na, den Artikel werde ich mir dann doch noch aufheben, ihn nicht entsorgen, zu sch\u00f6n sind die Formulierungen von \u201edurch Bakterien bedingten Tr\u00fcbungen\u201c, die \u201emit naturtr\u00fcb nichts zu tun\u201c haben, von der \u201eAndersartigkeit des Bieres\u201c, die \u201enicht von mangelnder Sauberkeit aufgrund von ungen\u00fcgender Reinigung von Anlagen und Tanks herr\u00fchren\u201c darf. Ein Lichtblick!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einer von leider nicht so wirklich vielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Genuss bier.pur \/ bier.pur<br \/>\nMenschen, Biere, Attraktionen<br \/>\n\u00d6sterreichischer Agrarverlag Druck- und Verlagsges. m. b. H. Nfg. KG<br \/>\nWien, 2007 \u2013 2015<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Was will dieses Magazin eigentlich? Seit 2007 erscheint bier.pur in \u00d6sterreich drei Mal im Jahr, seit 2009 auch mit einer Themenausgabe Deutschland zwei Mal j\u00e4hrlich. 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