{"id":158,"date":"2015-01-08T23:00:56","date_gmt":"2015-01-08T22:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=158"},"modified":"2019-05-12T11:38:52","modified_gmt":"2019-05-12T09:38:52","slug":"38-lahnsteiner-bierseminareine-bierreise-zu-unseren-westlichen-und-oestlichen-nachbarn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=158","title":{"rendered":"38. Lahnsteiner Bierseminar<br \/>\u201eEine Bierreise zu unseren westlichen und \u00f6stlichen Nachbarn\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Von einem verkaterten Beginn des Jahres 2015 konnte \u00fcberhaupt keine Rede sein \u2013 entgegen aller Erwartungen, dass nach einem rauschenden Fest zum Jahreswechsel und zahlreichen guten Vors\u00e4tzen, in 2015 vielleicht nicht mehr so viel zu trinken, etwas weniger Teilnehmer zum Lahnsteiner Bierseminar auftauchen w\u00fcrden, zeigte sich der Schalander der <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/lahnsteiner-brauerei.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Lahnsteiner Brauerei<\/a><\/span><\/span> am 8. Januar 2015 bis fast auf den letzten Platz besetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und es hat sich gelohnt \u2013 wohl keiner der Seminarteilnehmer ging am Ende durstig oder unzufrieden nachhause.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Auftakt gab es \u2013 wie immer \u2013 ein Bier der Lahnsteiner Brauerei, und zwar diesmal das Lahnsteiner Alt. Nichts Exotisches, aber lecker und s\u00fcffig; nicht zum detaillierten Verkosten, sondern um den ersten Durst zu stillen und die Aufmerksamkeit auf die folgenden Biere zu richten und die Sinne zu sch\u00e4rfen. Parallel dazu ehrte Seminarleiter und Brauerei-Eigner Markus Fohr f\u00fcnf Seminarteilnehmer f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Teilnahme \u2013 an f\u00fcnf bis zu sage und schreibe 35 (von bisher 38!) Seminaren haben sie bereits teilgenommen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24674\" aria-describedby=\"caption-attachment-24674\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/LahnsteinerSeminar38\/album\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24674 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-1.jpg\" alt=\"38. Lahnsteiner Bierseminar, \u201eEine Bierreise zu unseren westlichen und \u00f6stlichen Nachbarn\u201c, Bierseminar, Bierverkostung\" width=\"709\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-1.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-1-150x95.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-1-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24674\" class=\"wp-caption-text\">Lahnsteiner Melon<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt war es allerdings an der Zeit, die Reise durch die Geschm\u00e4cker der Bierwelt zu beginnen. Als erstes gab es ein Lahnsteiner Oberg\u00e4riges, das mit H\u00fcll Melon Hopfen gestopft worden war. Das Oberg\u00e4rige bietet sich aufgrund seines milden Charakters hervorragend als Basisbier an, um die Spezifika der modernen Hopfenz\u00fcchtungen wunderbar zur Geltung zu bringen. H\u00fcll Melon ist eine deutsche Neuz\u00fcchtung, eine Kreuzung aus dem schon l\u00e4nger bekannten Cascade-Hopfen aus den USA und dem H\u00fcll Male, also einer m\u00e4nnlichen Hopfenpflanze aus Deutschland. Frische, fruchtige, ein wenig an Ingwer, Koriander, Melonen und Litschis erinnernde Duft- und Geschmacksnoten bringt dieser Hopfen ins Bier, ohne dabei mit einer zu dominanten Bittere den unerfahrenen Biertrinker zu verschrecken. Ein interessantes und fruchtiges Bier, das derzeit unter der Bezeichnung Lahnsteiner Melon in 0,33-l-Flaschen verkauft wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24676\" aria-describedby=\"caption-attachment-24676\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/LahnsteinerSeminar38\/album\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24676 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-2.jpg\" alt=\"38. Lahnsteiner Bierseminar, \u201eEine Bierreise zu unseren westlichen und \u00f6stlichen Nachbarn\u201c, Bierseminar, Bierverkostung\" width=\"709\" height=\"559\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-2.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-2-150x118.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-2-300x237.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24676\" class=\"wp-caption-text\">Verkostung von Bieren der Pracownia Piwa<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun machten wir uns auf in Richtung Osten, und Euer Chronist bekam die M\u00f6glichkeit, drei polnische Biere aus der <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/pracowniapiwa.pl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pracownia Piwa<\/a><\/span><\/span> in der N\u00e4he von Krakau pers\u00f6nlich vorstellen und pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen. Die Bierwerkstatt, das hei\u00dft Pracownia Piwa n\u00e4mlich auf Deutsch, ist von Tomasz Rogaczewski und Marek Bakalarski im Fr\u00fchjahr 2013 erst gegr\u00fcndet haben. Auf einem 10 hl Sudwerk brauen sie seitdem gute Biere, die ihnen aus den H\u00e4nden gerissen werden. Der Verkaufsdruck ist so hoch, dass die beiden schon im Herbst 2014 eine gro\u00dfe Halle an ihre Brauerei angebaut und dort ein neues 25 hl Sudwerk errichtet haben, um die Nachfrage decken zu k\u00f6nnen. Die Biere sind \u201eKultbiere\u201c und nur schwer zu bekommen; in den meisten Getr\u00e4nkem\u00e4rkten ist die Anzahl der Flaschen pro Sorte, die man kaufen darf, auf zwei beschr\u00e4nkt, und so konnten sich die Seminarteilnehmer auch von jeder Sorte lediglich f\u00fcnf Halbliterflaschen teilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle Biere der Pracownia sind wortspielerisch benannt, und den Auftakt machte das \u201eHuncwot\u201c, das bayerische Schimpfwort \u201eHundsfott\u201c, das in Krakau durchaus verstanden wird, lautmalerisch wiedergegeben. Ein kr\u00e4ftig gehopftes American India Pale Ale, das mit sage und schreibe f\u00fcnf verschiedenen Aromahopfen gebraut worden ist: Citra, Amarillo, Centennial, Columbus, Cascade. Mit 14% Stammw\u00fcrze, 5,9% Alkohol und sage und schreibe 75 Bittereinheiten (ein kr\u00e4ftig gehopftes Pils hat gerade einmal 35 Bittereinheiten) forderte es die Seminarteilnehmer ein wenig heraus, aber nach dem ersten, kleinen Schluck \u00f6ffnete sich die gesamte Palette an interessanten Aromen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pracownia ist daf\u00fcr bekannt, auf den Etiketten ihrer Biere nicht nur die \u201etechnischen Daten\u201c anzugeben, sondern auch Schank- und Speiseempfehlungen zum Bier anzugeben. Im Falle des \u201eHuncwot\u201c wie folgt: Rindfleischgerichte, Obst, scharfe Gerichte; Schanktemperatur 10\u00b0 \u2013 14\u00b0.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24677\" aria-describedby=\"caption-attachment-24677\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/LahnsteinerSeminar38\/album\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24677 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-3.jpg\" alt=\"38. Lahnsteiner Bierseminar, \u201eEine Bierreise zu unseren westlichen und \u00f6stlichen Nachbarn\u201c, Bierseminar, Bierverkostung\" width=\"709\" height=\"1059\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-3.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-3-100x150.jpg 100w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-3-201x300.jpg 201w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-3-686x1024.jpg 686w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24677\" class=\"wp-caption-text\">Vorstellung des Huncfot<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es folgte das \u201eHey Now\u201c. Auch hier ein Wortspiel. Als Krakau im dreizehnten Jahrhundert von den Tartaren angegriffen wurde, warnte der Turmbl\u00e4ser die Bev\u00f6lkerung mit einer auf der Trompete geblasenen Melodie, dem \u201eHejna\u0142\u201c. Mitten w\u00e4hrend dieses Warnsignals traf den Bl\u00e4ser jedoch ein Tartarenpfeil in die Brust, und das Lied bracht mittendrin ab. Seitdem wird jeden Tag zur Mittagszeit diese wundersch\u00f6ne Melodie auf dem Kirchturm neben dem gro\u00dfen Marktplatz gespielt, und wie damals mittendrin abgebrochen. \u201eHejna\u0142\u201c spricht sich wie \u201eHey Now\u201c aus, was bei englischsprachigen Touristen w\u00e4hrend der Stadtf\u00fchrung immer zu Begeisterung f\u00fchrt. Das Bier, das sich hinter diesem Namen verbirgt, ist ein American Wheat Beer. Gerade mal 11% Stammw\u00fcrze und 3,8% Alkohol machen es zu einem wunderbaren Session-Bier, von dem man auch gr\u00f6\u00dfere Mengen trinken kann. Die reichliche Hopfengabe (28 Bittereinheiten) und der Weizenzusatz, der das Bier spritzig macht, t\u00e4uschen \u00fcber den geringen Alkoholgehalt hinweg \u2013 es ist eine intensive Geschmackserfahrung, kein Leichtbier. Die Empfehlungen lauten gem\u00e4\u00df Etikett: Gefl\u00fcgel, Fisch, K\u00e4se; Schanktemperatur 9\u00b0 \u2013 12\u00b0.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das dritte Bier aus Polen war das \u201eDwa Smoki\u201c. \u201eSmok\u201c hat im polnischen eine doppelte Bedeutung. Es hei\u00dft entweder Drache oder Schnuller, je nach Kontext. Und da der Drache das Wappentier Krakaus ist, hatten Tomasz und Marke sowieso die Absicht, irgendwann einmal ein Drachenbier zu brauen. Als Tomasz aber am Tag, als er die Rezeptur f\u00fcr das Bier entworfen hat, Vater von Zwillingen geworden ist, war klar: Das Bier wird nicht Drachenbier hei\u00dfen, sondern \u201ezwei Drachen\u201c beziehungsweise \u201ezwei Schnuller\u201c! Es ist ein Wit India Pale Ale, also gewisserma\u00dfen eine Kombination der beiden vorher vorgestellten Biere. Auf Basis eines Witbier entstanden, aber stark und kr\u00e4ftig gehopft wie ein India Pale Ale. Ein kr\u00e4ftiger K\u00f6rper, viel Hopfenbittere und ein komplexes Aroma amerikanischer und englischer Hopfensorten mit fruchtigen und harzigen Noten machen dieses Bier als Begleiter zu Fischgerichten, Kuchen oder chinesischem Essen geeignet. Es hat 14% Stammw\u00fcrze, 5,8% Alkohol und 55 Bittereinheiten und sollte bei 9\u00b0 \u2013 12\u00b0 ausgeschenkt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dieser Ausflug nach Polen wendeten wir uns nun gen Westen. In der N\u00e4he von Oostende, in Ichtegem, gibt es die <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.brouwerij-strubbe.be\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauerei Strubbe<\/a><\/span><\/span>, und wie das unter Brauereien so \u00fcblich ist, wurde ein Gesch\u00e4ft \u00fcber gebrauchte K\u00e4ltekompressoren, das die Lahnsteiner Brauerei mit der Brauerei Strubbe abgeschlossen hatte, mit ein paar K\u00e4sten Bier besiegelt. Drei Biere aus Belgien standen nun also auf dem Plan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erste spaltete die Seminarteilnehmer in zwei Gruppen: Gro\u00dfe Begeisterung und schroffe Ablehnung. Das Ichtegem\u2018s Grand Cru, das in Eichenf\u00e4sser gereift war, wies deutliche Noten von einer wilden Hefe, der Brettanomyces, auf, und auch Milchs\u00e4urebakterien hatten ganze Arbeit geleistet. Die resultierende Aromakombination von feuchter Pferdedecke und balsamicoartiger S\u00e4ure hatte mit dem, was sich ein deutscher Genie\u00dfer unter \u201eBier\u201c vorstellt, so wenig zu tun, dass der eine oder andere richtig verschreckt worden ist. Der Geschmack war allerdings nicht ganz so heftig und ungewohnt \u2013 neben den Holz- und Ledernoten kam noch eine angenehme Rests\u00fc\u00dfe heraus und vers\u00f6hnte manchen Kritiker dann doch noch mit diesem 6,5% starken, dunkelroten Bier.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24678\" aria-describedby=\"caption-attachment-24678\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/LahnsteinerSeminar38\/album\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24678 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-4.jpg\" alt=\"38. Lahnsteiner Bierseminar, \u201eEine Bierreise zu unseren westlichen und \u00f6stlichen Nachbarn\u201c, Bierseminar, Bierverkostung\" width=\"709\" height=\"1073\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-4.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-4-99x150.jpg 99w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-4-198x300.jpg 198w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Seminar-4-677x1024.jpg 677w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24678\" class=\"wp-caption-text\">Ichtegem\u2018s Grand Cru<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Keyte Oostendse Tripel mit 7,7% Alkohol folgte. Herbe, kr\u00e4uterige Noten im Aroma, ja sogar Wacholder wurde identifiziert, wiesen in eine v\u00f6llig andere Richtung. Dazu die helle Farbe \u2013 der Kontrast zum vorherigen Bier h\u00e4tte nicht gr\u00f6\u00dfer sein k\u00f6nnen. W\u00e4re nicht ein hohes Niveau an Gerbstoffen in diesem Bier gewesen, die die Zunge nach dem Schluck recht kr\u00e4ftig belegt haben, h\u00e4tte dieses Bier rundum \u00fcberzeugt. Gebraut worden ist dieses Bier im Jahr 2004 zum ersten Mal, und zwar im Gedenke an die Belagerung Oostendes durch die Spanier von Juli 1601 bis September 1604.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Strubbe w\u00e4re keine echte belgische Brauerei, wenn sie nicht auch noch eine noch st\u00e4rkere Version dieses Bieres anbieten w\u00fcrde, und so konnten wir uns noch an einem Keyte Dobbel-Tripel erfreuen. Oberg\u00e4rig, 9,2% Alkohol, dunkelbernsteinfarben und sehr komplex. Aber in dieser Komplexit\u00e4t keine zu exotischen, keine \u00fcberfordernden Noten, sondern ein rundes sensorisches Erlebnis. Seit 2007 gibt es dieses Bier, und genauso wie die \u201eleichtere\u201c Version soll auch dieses Keyte an die Belagerung Oostendes erinnern. Beide Keyte-Rezepturen gehen \u00fcbrigens auf Rezeptvorschl\u00e4ge der \u00f6rtlichen Bierliebhaber <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.deoostendsebierjutters.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">De Oostendse Bierjutters<\/a><\/span><\/span> zur\u00fcck, die sich zum Ziel gesetzt haben, die belgische Bierkultur in allen ihren Facetten wie Tradition, Lebensstil und Gastronomie zu bewahren und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Abschluss des Seminars ging es aber wieder zur\u00fcck nach Deutschland, in das heimische Lahnstein. Aber nicht, dass nun etwas weniger Progressives in die Gl\u00e4ser gekommen w\u00e4re. Ganz im Gegenteil. Serviert wurde ein Sandelholzbock \u2013 ein helles Bockbier, das mehrere Monate auf Sandelholz-Chips im Fass gereift ist. Das w\u00fcrzige Holz hat seine Aromastoffe in das Bier abgegeben, und bereits beim ersten vorsichtigen Schn\u00fcffeln am Glas setzte es eine unglaubliche Vielfalt von Eindr\u00fccken frei. Frank Michel, Mitarbeiter der Lahnsteiner Brauerei und ausgebildeter Bierbotschafter, kam bei der Vorstellung dieses Bieres ins Schw\u00e4rmen. Vor lauter Begeisterung bei der Beschreibung der verschiedenen Duftnoten kam bei den G\u00e4sten Sorge auf, ob man denn dieses Bier sich nur erriechen d\u00fcrfe, oder ob am Ende auch ein Schluck die Zunge benetzen k\u00f6nne. Aber auch im Geschmack \u00fcberzeugte dieser holzgereifte Bock \u2013 ein kr\u00f6nender Abschluss f\u00fcr das 38. Lahnsteiner Bierseminar!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das n\u00e4chste, also das 39. Bierseminar findet statt am 5. Februar 2015, wie immer im Schalander der Lahnsteiner Brauerei in der Sandgasse in Oberlahnstein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/LahnsteinerSeminar38\/album\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bilder<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Dokumente\/Bier%20erleben%20-%2038.%20Lahnsteiner%20Bierseminar.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemitteilung der Lahnsteiner Brauerei<\/a><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Von einem verkaterten Beginn des Jahres 2015 konnte \u00fcberhaupt keine Rede sein \u2013 entgegen aller Erwartungen, dass nach einem rauschenden Fest zum Jahreswechsel und zahlreichen guten Vors\u00e4tzen, in 2015 vielleicht nicht mehr so viel zu trinken, etwas weniger Teilnehmer zum Lahnsteiner Bierseminar auftauchen w\u00fcrden, zeigte sich der Schalander der Lahnsteiner <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=158\" title=\"38. 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