{"id":2088,"date":"2025-07-30T17:19:00","date_gmt":"2025-07-30T15:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=2088"},"modified":"2025-09-28T15:31:51","modified_gmt":"2025-09-28T13:31:51","slug":"a-la-becassebruesselbel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=2088","title":{"rendered":"\u00c0 la B\u00e9casse<br \/>Br\u00fcssel<br \/>BEL"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Nachtrag 30. Juli 2025:<\/strong> Etwas \u00fcber sieben Jahre liegt mein letzter Besuch in der wunderbaren Bierbar <a href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00c0 la B\u00e9casse<\/a> schon zur\u00fcck. Aber was sind schon sieben Jahre in einer Bar, in der die Zeit stehen geblieben ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist Nachmittag, und wir betreten den noch fast leeren Schankraum. Nichts, aber auch gar nichts scheint sich ver\u00e4ndert zu haben. Weder die rustikalen Holzm\u00f6bel noch die exklusiven und meines Wissens in dieser Form nur hier vom Fass erh\u00e4ltlichen speziellen Lambik-Biere. Und auch nicht der zur\u00fcckhaltende, aber freundliche und aufmerksame Service.<\/p>\n\n\n\n<p>Ach, doch, vielleicht eine Sache: Die romantisch gedimmten Leuchten an den L\u00e4ngsseiten des Raums sind jetzt mit Energiesparlampen best\u00fcckt. Und zwar mit einer Sorte, die einen verbissenen Kampf gegen den am zentralen Schalter installierten Dimmer f\u00fchrt. Die junge Dame regelt jedes Mal, wenn sie am Dimmer vorbeikommt, ein wenig nach. Dreht sie den Knopf nach rechts, wird es ein kleines bisschen zu hell im Raum, und die gem\u00fctliche Atmosph\u00e4re leidet. Also dreht sie auf dem R\u00fcckweg den Knopf wieder ein winziges bisschen nach links. Die Helligkeit stimmt, daf\u00fcr beginnen die Energiesparlampen aber zu flackern. Bei der n\u00e4chsten Runde der n\u00e4chste Versuch. Einen Hauch nach rechts, wirklich nur einen Hauch. Das Flackern erlischt, die Lampen werden hell. Zu hell.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"938\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/A-la-Becasse-Mini-5-1024x938.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47701\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/A-la-Becasse-Mini-5-1024x938.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/A-la-Becasse-Mini-5-300x275.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/A-la-Becasse-Mini-5-150x137.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/A-la-Becasse-Mini-5-768x704.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/A-la-Becasse-Mini-5.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Zu hell? Oder zu dunkel?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Eine gute Stunde verbringen wir hier bei vorz\u00fcglichem Lambik Doux, dem kohlens\u00e4urefreien, ges\u00fc\u00dften und extra f\u00fcr die Bar <a href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00c0 la B\u00e9casse<\/a> bei <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24992\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Timmermans<\/a> hergestellten und auf\u2019s Fass gezogenen Bier. Das Original hat keine Kohlens\u00e4ure, aber einen pH-Wert, mit dem man Wasserkocher entkalken k\u00f6nnte. Mit einer geh\u00f6rigen Portion Kandiszucker bereits \u201eab Werk\u201c ges\u00fc\u00dft, wird die S\u00e4ure \u00fcberdeckt, das Bier bekommt einen v\u00f6llig anderen Charakter, wird mild, sanft geradezu, und offenbart fruchtig-bunte Aromen, die sonst hinter der S\u00e4ure verborgen geblieben w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Feierlich wird es in einen salzglasierten Tonkrug gef\u00fcllt, dazu kommt wie einst ein robustes, unkaputtbares Glas auf den Tisch, das verbl\u00fcffend an das Zahnputzglas heute fr\u00fch im Hotel erinnert. Fertig. So simpel? Ja, aber auch wunderbar traditionell. Und nur hier!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir genie\u00dfen mit allen Sinnen, sp\u00fcren die S\u00fc\u00dfe, die S\u00e4ure, die Aromen und das Heller-Dunkler-Spiel des Dimmers. Und ich sage zu mir selbst: Bitte nicht noch einmal sieben Jahre mit dem n\u00e4chsten Besuch warten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben16\/Becasse\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>\u00c0 la B\u00e9casse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachtrag 18. Juni 2018:<\/strong> Fast drei Jahre sind vergangen, und heute ergibt sich die Gelegenheit, zusammen mit drei Arbeitskollegen nach erledigtem Tagwerk noch im <a href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00c0 la B\u00e9casse<\/a> einzukehren. Ich habe sie vorher noch auf Herz und Nieren gepr\u00fcft: \u201eSeid Ihr bereit f\u00fcr eine wirklich neue Biererfahrung? Jenseits von Veltins und Warsteiner?\u201c Eifriges Nicken, und ihre Neugier war geradezu k\u00f6rperlich zu sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"518\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19254\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-4.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-4-150x110.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-4-300x219.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Lambic Doux<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und trotz der Ank\u00fcndigung sehe ich in erstaunte Gesichter, als der Bembel mit dem stillen, v\u00f6llig ungespundeten Lambic Doux serviert wird. Neugierige, sehr vorsichtige Probeschlucke und dann die schon erwartete Frage: \u201eBist Du Dir sicher, dass das Bier ist?\u201c Oh, und wie sicher ich mir bin. Ich erkl\u00e4re den Hintergrund dieses doch sehr speziellen Bierstils und beobachte, wie sich mit jedem weiteren Schluck die verkniffenen Gesichter entspannen und genussvolle Freude zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel zu lange bleiben wir hier sitzen. Tief entspannt in der ruhigen und von Touristen freien Atmosph\u00e4re. Aufmerksam bedient, verw\u00f6hnt mit leckeren K\u00e4se- und Wurstsorten und verz\u00fcckt von exzellenten und au\u00dfergew\u00f6hnlichen Produkten belgischer Braukunst. Eigentlich ein ganz gro\u00dfes Geschmackskino. Aber sch\u00f6n w\u00e4re es, bliebe es auch weiterhin ein absoluter Geheimtipp, ohne Heerscharen von Ratebeer- und Untappd-Freaks, ohne andere Touristen, ohne Geschrei und \u00dcberf\u00fcllung.<\/p>\n\n\n\n<p>Also, bitte: Nicht weitersagen, wie sch\u00f6n es hier ist. Ich werde es auch f\u00fcr mich behalten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben16\/Becasse\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>\u00c0 la B\u00e9casse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie oft erlebt man als Bierliebhaber die Diskussion mit Otto Normalbiertrinker, wenn man ihm ein hopfenbetontes IPA oder ein schokoladiges Stout vorsetzt. \u201eDas ist ja gar kein richtiges Bier mehr\u201c, hei\u00dft es dann, \u201egeh\u2018 mir weg!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnliches kann aber auch mit hartgesottenen Biertestern passieren, wenn es um belgische Lambics geht. Diese spontanvergorenen, sauren und fast ungespundeten Biere sind von den modernen Craftbieren geschmacklich genauso weit weg, wie diese vom Fernsehbier und Einheitspils. \u201eDas ist ja gar kein richtiges Bier mehr\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem ersten Schreck, also dem ersten Schluck, er\u00f6ffnet sich aber eine v\u00f6llig neue Geschmackswelt, und was bietet sich dann eher an, als viele weitere Schrecke und Schlucke in der anheimelnden Atmosph\u00e4re einer belgischen Lambic-Bar zu trinken?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"429\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19252\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-2.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-2-150x91.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-2-300x182.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>\u00c0 la B\u00e9casse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Das bereits 1877 gegr\u00fcndete <a href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00c0 la B\u00e9casse<\/a>, Zur Schnepfe, ist eine solche Bar, und obwohl sie nur wenige Schritte vom Grand Place in Br\u00fcssel entfernt liegt, ist sie nicht v\u00f6llig von Touristen \u00fcberlaufen, noch nicht zum Disneyland der Bierszene geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die rue de Tabora ist nur eine kleine Gasse, aber selbst in dieser Gasse l\u00e4uft man schnell an dem unscheinbar schmalen Eingang zur <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><a href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">B\u00e9casse<\/a><\/a><\/span><\/span> vorbei. Zwar ist in den Boden ein Messingornament eingelassen, aber davon wird der Durchlass auch nicht breiter. Zehn Meter zwischen den H\u00e4usern durch, und dann ist man in der zweiten H\u00e4userreihe auch schon in der Lambic-Bar.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitloses, einfaches Holzgest\u00fchl, nur wenig Dekoration an den W\u00e4nden \u2013 alles wirkt, als sei es schon immer so. Und in der Tat, sieht man sich die wenigen uralten Photos an der Wand an, die vor vielen Jahrzehnten hier gemacht worden sind, so best\u00e4tigt sich der Eindruck. Hier wurde geputzt, aufger\u00e4umt und gelegentlich repariert, aber sonst eigentlich fast nichts ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"920\" height=\"425\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19251\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-1.jpg 920w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-1-150x69.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-1-300x139.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-1-768x355.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 920px) 100vw, 920px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Blick in den zeitlos-altmodischen Schankraum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Am 13. September 2015 bringt mit der mit etwas rustikalem Humor ausgestattete Kellner eine Probierpalette der angebotenen vier Fassbiere der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24992\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brouwerij Timmermans<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Bier eins, das Lambic Doux, ist v\u00f6llig ohne Rezens, ohne Schaum. Wie ein Glas Apfelmost steht es vor mir, riecht leicht s\u00e4uerlich, schmeckt leicht s\u00e4uerlich. Eine kremige S\u00e4ure, gepaart mit Fruchtnoten und leicht vorbeihuschenden, strengen Aromen, die an Pferdestall, altes Leder oder f\u00fcr einen Moment an die verschwitzten Medizinb\u00e4lle damals im Schulsport erinnern. Klingt schlimm, ist es aber gar nicht, sondern unterstreicht eigentlich nur die Komplexit\u00e4t dieses Getr\u00e4nks. Dieses, fast will es mir gar nicht \u00fcber die Lippen kommen, dieses Biers. Denn, ja, es ist ein Bier. Es ist aus Malz gebraut, es ist auch gehopft und mit Hefe vergoren \u2013 auch wenn es so gar nichts mit \u201erichtigem\u201c Bier gemein hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite Glas, das Lambic Blanc, hat den Hauch einer Schaumkrone, eine ganz leichte Rezens. Frische Koriander- und Orangenschalen-Noten in der Nase und auch auf der Zunge. Dazu eine erfrischende, tja, wie \u00fcbersetzt man jetzt den englischen Begriff crispyness in diesem Kontext, Spritzigkeit, vielleicht? Obwohl, das impliziert eine h\u00f6here Rezens. W\u00f6rtlich Knusprigkeit passt f\u00fcr ein Bier aber auch nicht. Aber man merkt halt eine gewisse Frische, einen gewissen Biss vom Weizen, der hier verbraut wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"756\" height=\"425\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19253\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-3.jpg 756w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-3-150x84.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-3-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/\u00c0-la-B\u00e9casse-Mini-3-678x381.jpg 678w\" sizes=\"auto, (max-width: 756px) 100vw, 756px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Lambic Blanc<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Als drittes das Kriek. S\u00fc\u00dflich und fruchtig. Nicht so mein Fall, da habe ich schon bessere Krieks getrunken. Knochentrockene, komplett ausgegorene, die den Gaumen fordern. Dieses hier ist zu zuckrig, zu fruchtig, erinnert zu sehr an ein Biermischgetr\u00e4nk. Obwohl es, im Gegensatz zu manchen furchterregenden Produkten anderer Brauereien, weder mit Kirschsaftkonzentrat noch gar mit k\u00fcnstlichen Aromen oder S\u00fc\u00dfstoff versehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Als letztes schlie\u00dflich das Bourgognes des Flandres, ein dunkles, nur leicht s\u00e4uerliches Bier, im Holzfass gelagert, und dementsprechend mit holzigen Gerbstoffnoten, einem Wechselspiel zwischen der balsamicoartigen, weichen S\u00e4ure und den rauen Tanninen aus dem Holz. Wunderbar!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach langem \u00dcberlegen entscheide ich mich f\u00fcr das Lambic Blanc zum Weitertrinken, bestelle noch einen knackigen und w\u00fcrzigen Br\u00fcsseler K\u00e4se dazu. Kontraste auf der Zunge. Salzig und ammoniakscharf der K\u00e4se, kremig die Zunge belegend, und mit dem ersten Schluck des sauren Lambic sp\u00fcrt man, wie die Geschmackspapillen wieder freigesp\u00fclt werden, die Koriander- und Orangennoten sich breit machen, nur um beim n\u00e4chsten Bissen wieder der fettigen Textur des K\u00e4ses weichen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>So k\u00f6nnte es ewig weiter gehen, aber irgendwann ist der K\u00e4se aufgegessen, der zweite Tonkrug Lambic Blanc geleert, und auch das <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">B\u00e9casse<\/a><\/span><\/span><\/a><\/span><\/span> beginnt, sich langsam zu leeren. Das Stimmengewirr der bunten G\u00e4steschar durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle Altersklassen wird leiser, man h\u00f6rt noch das eine oder andere Glas klirren, ein kurzes Lachen, und nach und nach kehrt Ruhe ein. Obwohl: Ruhe? Die habe ich auch vorher gefunden. Keine pl\u00e4rrende Musik (Muzak \u2013 ach wie ich sie und diesen Begriff hasse!), kein Geschrei von br\u00fcllsaufenden Touristen, sondern Fr\u00f6hlichkeit, Entspannung und (innere) Ruhe!<\/p>\n\n\n\n<p><em><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><a href=\"http:\/\/www.alabecasse.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00c0 la B\u00e9casse<\/a><\/a><\/span><\/span> ist t\u00e4glich ab 11:00 Uhr durchgehend ge\u00f6ffnet; kein Ruhetag. Es liegt nur wenige Schritte nordwestlich vom Grand Place, ist also am besten zu Fu\u00df zu erreichen, aber auch mit Bus oder Metro ist es nat\u00fcrlich kein Problem. Das Auto hingegen ist definitiv keine Option!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben16\/Becasse\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00c0 la B\u00e9casse<br>rue de Tabora 11<br>1000 Br\u00fcssel<br>Belgien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Nachtrag 30. Juli 2025: Etwas \u00fcber sieben Jahre liegt mein letzter Besuch in der wunderbaren Bierbar \u00c0 la B\u00e9casse schon zur\u00fcck. Aber was sind schon sieben Jahre in einer Bar, in der die Zeit stehen geblieben ist? Es ist Nachmittag, und wir betreten den noch fast leeren Schankraum. 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