{"id":30741,"date":"2020-03-20T23:00:17","date_gmt":"2020-03-20T22:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=30741"},"modified":"2020-04-09T06:25:42","modified_gmt":"2020-04-09T04:25:42","slug":"von-der-unesco-anerkanntbierbrauen-in-deutschland-wird-immaterielles-kulturerbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=30741","title":{"rendered":"Von der UNESCO anerkannt:<br \/>Handwerkliches Bierbrauen wird in Deutschland immaterielles Kulturerbe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Etwas mehr als drei Jahre seit der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=5915\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anerkennung der Bierkultur in Belgien<\/a><\/span> im Dezember 2016 hat es gedauert, bis die deutschen Brauer, vertreten im <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutschen Brauer-Bund e.V.<\/a><\/span>, nun endlich nachziehen konnten und das <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.unesco.de\/kultur-und-natur\/immaterielles-kulturerbe\/immaterielles-kulturerbe-deutschland\/bierbrauen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">handwerkliche Bierbrauen in Deutschland als immaterielles Kulturerbe<\/a><\/span> der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span> anerkennen lassen konnten. Hurra!<\/p>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_30744\" aria-describedby=\"caption-attachment-30744\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.unesco.de\/kultur-und-natur\/immaterielles-kulturerbe\/immaterielles-kulturerbe-deutschland\/bierbrauen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-30744 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Immaterielles-Kulturerbe-1.jpg\" alt=\"Von der UNESCO anerkannt: Bierbrauen in Deutschland wird immaterielles Kulturerbe, Bier in Deutschland\" width=\"709\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Immaterielles-Kulturerbe-1.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Immaterielles-Kulturerbe-1-300x189.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Immaterielles-Kulturerbe-1-150x95.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-30744\" class=\"wp-caption-text\">Von der UNESCO anerkannt: Bierbrauen in Deutschland wird immaterielles Kulturerbe<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gl\u00fcckwunsch, lieber <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span>, zu dieser Leistung, denn es muss vor drei und vor f\u00fcnf Jahren beide Male richtig geschmerzt und dem Ego gar nicht gut getan haben, als zun\u00e4chst, Anfang 2015, die <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span> den Antrag, das Reinheitsgebot f\u00fcr Bier als immaterielles Kulturerbe anzuerkennen, ablehnte und dann, Ende 2016, die Bierkultur in Belgien eben diese Anerkennung bekam. Zu beidem habe ich mich seinerzeit <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=5915\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ausf\u00fchrlich und kritisch ge\u00e4u\u00dfert<\/a><\/span>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt aber seid auch Ihr, die deutschen Brauer, in den Olymp des immateriellen Kulturerbes aufgestiegen und k\u00f6nnt Euch im Glanze dieses Ruhms sonnen. Stolz vermeldet Ihr dies in einem <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.lahnsteiner-brauerei.de\/_mediafiles\/102-unesco-welterbe-handwerkliches-bierbrauen-in-deutschland.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rundschreiben<\/a><\/span>, das mit gro\u00dfem Verteiler am 20. M\u00e4rz 2020 an Eure Mitglieder versandt und von diesen dann auch ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sch\u00f6n!<\/p>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_30745\" aria-describedby=\"caption-attachment-30745\" style=\"width: 745px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.lahnsteiner-brauerei.de\/_mediafiles\/102-unesco-welterbe-handwerkliches-bierbrauen-in-deutschland.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-30745 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Immaterielles-Kulturerbe-2.jpg\" alt=\"Von der UNESCO anerkannt: Bierbrauen in Deutschland wird immaterielles Kulturerbe, Bier in Deutschland\" width=\"745\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Immaterielles-Kulturerbe-2.jpg 745w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Immaterielles-Kulturerbe-2-300x171.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Immaterielles-Kulturerbe-2-150x86.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-30745\" class=\"wp-caption-text\">das Rundschreiben des Brauer-Bunds<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ach, auch diesmal lohnt es sich, ein wenig genauer hinzuschauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum einen ist der Zeitpunkt der Anerkennung nat\u00fcrlich ung\u00fcnstig: Mitten in der Corona-Krise, mitten im Kampf gegen die Ausbreitung der CoViD-19-Pandemie, haben die Menschen in Deutschland anderes im Sinn als das immaterielle Kulturerbe der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span>, und die Schlagzeilen in den Medien sind von der Pandemie auf Wochen hin gef\u00fcllt. Da haben die deutschen Brauer schon mal einen anerkennenswerten Erfolg errungen, und jetzt interessiert sich niemand daf\u00fcr. Das ist sehr schade, und das tut mir aufrichtig leid f\u00fcr alle, die viel Arbeit und Energie in dieses Projekt gesteckt haben. Auch ich wei\u00df aus eigener Erfahrung, wie frustrierend es ist, monatelang \u201ef\u00fcr die Tonne\u201c gearbeitet zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum anderen betreibt der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span> aber auch mal wieder heftiges Framing. Bewusst missverst\u00e4ndlich formuliert erweckt man den Eindruck, mehr geschafft, mehr errungen zu haben als in Wirklichkeit dahintersteckt. Mehr Schein als Sein. So lautet der fettgedruckte Betreff im Rundschreiben n\u00e4mlich: \u201e<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span> und Bundesregierung erkl\u00e4ren das Bierbrauen in Deutschland zum Immateriellen Kulturerbe\u201c. Das ist vollkommen korrekt und doch gedanklich irref\u00fchrend. Der Leser assoziiert n\u00e4mlich zun\u00e4chst, dass das \u201eBierbrauen in Deutschland\u201c nun immaterielles Kulturerbe ist. Er wei\u00df nichts davon, dass die <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span> verschiedene Listen f\u00fchrt, n\u00e4mlich eine mit weltweitem immateriellem Kulturerbe, und weitere mit jeweils nationalem oder regionalem immateriellem Kulturerbe. Erste und zweite Liga, gewisserma\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend Belgien 2016 mit seiner Bierkultur in die Liste des weltweiten immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden ist (1. Liga), wurde das \u201ehandwerkliche Bierbrauen\u201c lediglich in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland (2. Liga) aufgenommen. H\u00e4tte man den Betreff des Rundschreibens im Passiv und andersherum formuliert (\u201eDas Bierbrauen wurde von <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span> und Bundesregierung zum Immateriellen Kulturerbe in Deutschland erkl\u00e4rt\u201c), dann w\u00e4re die regionale Einschr\u00e4nkung sofort beim ersten \u00dcberfliegen deutlich geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugutehalten muss man dem <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span> nat\u00fcrlich, dass er im Flie\u00dftext des Rundschreibens die regionale Einschr\u00e4nkung eindeutig herausstellt (aber eben auch erst dort). Nach der Aufnahme in die jeweiligen Landeslisten des immateriellen Kulturerbes in Bayern und Sachsen erfolgte nun die \u201eAufnahme des Bierbrauens auf die UNESCO-Kulturerbe-Liste f\u00fcr Deutschland\u201c. Aufstieg von der 3. Liga in die 2. Liga also.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz penibel m\u00fcsste ich zwar noch korrigieren, dass nicht das \u201eBierbrauen\u201c, sondern das \u201ehandwerkliche Bierbrauen\u201c in die Liste aufgenommen worden ist, und dass die gro\u00dfen Industriebrauereien in Deutschland daher keinen Grund haben, sich mit dieser Anerkennung durch die <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span> zu schm\u00fccken. Aber das macht der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span> zum Gl\u00fcck gegen Ende des Rundbriefs schon selbst deutlich, wenn er schreibt: \u201eWir weisen vorsorglich darauf hin, dass das Kulturerbe-Logo nur von den oben genannten Tr\u00e4gerverb\u00e4nden und nur in enger Absprache mit der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span>-Kommission eingesetzt werden darf. Eine Einbindung in Werbung oder Kommunikation von einzelnen Brauereien oder Marken ist untersagt und kann in letzter Konsequenz zur Aberkennung des Status f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gut so. \u00c4hnlich hatte es 2016 der fl\u00e4mische Kultusminister Sven Gatz angesichts des belgischen Erfolgs auch schon formuliert: \u201eSven Gatz warnt Brauer, die zu offensichtlich daraus Profit schlagen wollen, dass die belgische Bierkultur zum immateriellen Kulturerbe ernannt worden ist\u201c, hatte ich ihn <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=5915\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">in meinem Artikel<\/a><\/span> zitiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span> w\u00e4re aber nicht der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span>, wenn er in seinem Schreiben nicht doch noch einen kleinen und inkorrekten Seitenhieb verteilen w\u00fcrde:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Brauerbund hatte bereits vor sieben Jahren erstmals beantragt, das Brauen in Deutschland zum Kulturerbe zu ernennen, war damit aber immer wieder an Widerst\u00e4nden gescheitert\u201c, hei\u00dft es in dem Rundschreiben n\u00e4mlich. Es war allerdings nicht das \u201eBrauen in Deutschland\u201c, das zum Kulturerbe h\u00e4tte ernannt werden sollen, sondern das sogenannte \u201e<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?page_id=369\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reinheitsgebot<\/a><\/span>\u201c: \u201eReinheitsgebot f\u00fcr Bier soll Weltkulturerbe werden. Deutsche Brauer beantragen Aufnahme in UNESCO-Liste\u201c, war die <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/download\/Archiv\/Veranstaltungen\/131202%20PM%20-%20Reinheitsgebot%20f%C3%BCr%20Bier%20soll%20Weltkulturerbe%20werden.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemitteilung<\/a><\/span> seinerzeit \u00fcberschrieben. Die angeblichen \u201eWiderst\u00e4nde\u201c, von denen nun die Rede ist, richteten sich also nicht gegen das Brauen in Deutschland, sondern gegen das sogenannte \u201e<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?page_id=369\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reinheitsgebot<\/a><\/span>\u201c als Lebensmittelvorschrift, aber auch gegen die industrielle Pr\u00e4gung der Bierproduktion: \u201eHier stand die Lebensmittelvorschrift zu sehr im Vordergrund. Wir hatten auch den Eindruck, dass die Bierproduktion inzwischen sehr industriell gepr\u00e4gt ist\u201c, hie\u00df es in der Ablehnung durch die <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/en.unesco.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UNESCO<\/a><\/span>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An die Formulierung dieser Ablehnung m\u00f6chte man beim <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span> allerdings nicht so gerne erinnert werden, besteht doch erstens die Gefahr, dass der Konsument irgendwann vielleicht doch einmal merkt, dass diese Lebensmittelvorschrift nichts mit Reinheit zu tun hat (das Brauwasser kann chemisch vorbehandelt werden, der Hopfen und das Malz d\u00fcrfen selbstverst\u00e4ndlich auf dem Acker gespritzt werden \u2026), und konnte man doch, zweitens, auch dieses Mal wieder nicht darauf verzichten, diesen uns\u00e4glichen Begriff in den Antrag hinein zu formulieren, wenn auch weichgesp\u00fclt und irgendwie doch gar nicht mehr inhaltspr\u00e4gend: \u201eDeutsche Brauereien greifen in der Regel auf das Prinzip des <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?page_id=369\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reinheitsgebotes<\/a><\/span> zur\u00fcck, welches f\u00fcr viele eine identit\u00e4tsstiftende und verbindende Wirkung hat. Die Vorgabe lautet dabei, dass Biere nur aus Wasser, Malz und Hopfen hergestellt und mit Hefe vergoren werden sollen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIn der Regel\u201c hei\u00dft es im Antrag und der Anerkennung, \u201efast alle\u201c macht der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span> in seinem Rundschreiben daraus, und tut nun so, als sei das handwerkliche Brauen, das anerkannt wurde, quasi identisch mit dem Brauen nach dem sogenannten \u201e<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?page_id=369\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reinheitsgebot<\/a><\/span>\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Framing!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch unterschiedliche Formulierungen einer Botschaft bei gleichem Inhalt die Wahrnehmung des Empf\u00e4ngers bewusst zu beeinflussen, das ist in der Tat eine Kunst, die der <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span> meisterlich beherrscht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr meinen ganz besonderen Gl\u00fcckwunsch. Noch aufrichtiger, noch mehr von Herzen kommend als der Gl\u00fcckwunsch zum Eintrag in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Framing? Das beherrscht Ihr wirklich. Hut ab!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Juni 2020 soll die offizielle \u00dcberreichung der Urkunde nun erfolgen. Ganz ohne H\u00e4me und Geh\u00e4ssigkeit w\u00fcnsche ich Euch, lieber <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brauer-bund.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brauer-Bund<\/a><\/span>, dass das auch angesichts der CoViD-19-Pandemie stattfinden kann. Ich dr\u00fccke die Daumen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Etwas mehr als drei Jahre seit der Anerkennung der Bierkultur in Belgien im Dezember 2016 hat es gedauert, bis die deutschen Brauer, vertreten im Deutschen Brauer-Bund e.V., nun endlich nachziehen konnten und das handwerkliche Bierbrauen in Deutschland als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkennen lassen konnten. Hurra! Gl\u00fcckwunsch, lieber Brauer-Bund, zu <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=30741\" title=\"Von der UNESCO anerkannt:Handwerkliches Bierbrauen wird in Deutschland immaterielles Kulturerbe\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":30744,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,22,24],"tags":[],"class_list":{"0":"post-30741","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-meinungen-und-gastbeitraege","8":"category-reinheitsgebot","9":"category-volker-r-quante"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=30741"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30741\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/30744"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=30741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=30741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=30741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}