{"id":36465,"date":"2021-04-17T23:00:00","date_gmt":"2021-04-17T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=36465"},"modified":"2021-05-01T06:00:58","modified_gmt":"2021-05-01T04:00:58","slug":"suedgipfel%c2%b3-wuerttemberg-vs-badenonline-verkostung-mit-biersommelier-frank-di-marco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=36465","title":{"rendered":"S\u00fcdgipfel\u00b3 \u2013 W\u00fcrttemberg vs Baden<br \/>Online-Verkostung mit Biersommelier Frank Di Marco"},"content":{"rendered":"\n<p>W\u00e4hrend die dunklen Wolken der dritten Welle \u00fcber das Land ziehen und es einsch\u00fcchtern, die zaudernden Politiker einmal mehr zu sp\u00e4t und zu schwach auf CoViD-19 reagieren und die Infektionszahlen be\u00e4ngstigend steigen, ist gar nicht daran zu denken, sich auf ein Bier zu treffen und gemeinsam zu verkosten. Es sei denn, man macht es virtuell, so wie der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/frankdersommelier\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Biersommelier Frank Di Marco<\/a>, der rund zwanzig Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber eingeladen hat, einen Wettstreit zwischen Baden und W\u00fcrttemberg zu entscheiden. Einen Wettstreit in Sachen Bier.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"445\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36467\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-1.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-1-150x94.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>am K\u00fcchentisch ist alles vorbereitet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In drei verschiedenen Stilen, dem einfachen Hellen, dem klassischen Dunklen und dem eigentlich eher in Franken beheimateten Rotbier, treten die Regionen gegeneinander an. Frank leitet uns durch die Verkostung, versorgt uns mit Hintergrundinformationen und moderiert unsere Diskussion, und nach jeder Runde wird abgestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Den Auftakt macht das 4,9%ige Hochdorfer Helle aus der <a href=\"https:\/\/hochdorfer.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hochdorfer Kronenbrauerei<\/a> in Nagold-Hochdorf:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"709\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36469\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-2.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-2-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>KronenBr\u00e4u \u2013 Hochdorfer Helles<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine hellgelbe Farbe, ein blanker Glanz, dar\u00fcber eine \u00fcberraschend \u00fcppige und schneewei\u00dfe Schaumkrone. Eine schwach metallische Note im Duft huscht rasch vor\u00fcber und macht Platz f\u00fcr eher getreidige, fast schon etwas brotige Noten. Auf der Zunge zeigt sich das Bier leicht s\u00fc\u00dflich, ein kleines bisschen kohlens\u00e4urescharf und malzig-mild. Die getreidigen Noten bleiben, changieren ein wenig ins Schweflige, und dann nach dem Schluck bleibt nur eine ganz dezente Bittere, die rasch verschwindet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHohe <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Dokumente\/Newsletter%20-%201903.pdf\" target=\"_blank\">Durchtrinkbarkeit<\/a>\u201c, raune ich meiner holden Ehefrau zu, und Sekunden sp\u00e4ter erkl\u00e4rt Frank \u00fcber den Bildschirm, dass er dieses Bier fr\u00fcher immer gerne als s\u00fcffig bezeichnet hat, nun aber, \u201eauf Volkers Anregung hin\u201c, gerne auch den Begriff der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Dokumente\/Newsletter%20-%201903.pdf\" target=\"_blank\">Durchtrinkbarkeit<\/a> verwendet, als Eindeutschung und leichte Anpassung des englischen Begriffs Drinkability. Zufrieden nicke ich in die Kamera, obwohl gerade hier, bei diesem Bier auch der Begriff S\u00fcffigkeit gepasst h\u00e4tte, denn nach vielen, vielen Diskussionen mit Bierliebhabern bin ich zu der \u00dcberzeugung gekommen, das S\u00fcffigkeit immer auch mit Malzigkeit und einer gewissen Mindest-Vollmundigkeit einhergeht, w\u00e4hrend trockene, hochvergorene Biere, auch wenn sie beliebig gut in gro\u00dfen Mengen trinkbar sind, eher selten als s\u00fcffig bezeichnet werden \u2013 daher <a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Dokumente\/Newsletter%20-%201903.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Durchtrinkbarkeit<\/a>. Losgel\u00f6st vom Malz und der Vollmundigkeit, fokussiert darauf, dass man gerne auch ein zweites oder drittes gro\u00dfes Glas von diesem Bier trinken w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Als zweites Bier folgt <a href=\"https:\/\/www.bauhoefers-schwarzwaldmarie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bauh\u00f6fer\u2019s Schwarzwaldmarie<\/a> Lager Hell, nur echt mit dem Retroetikett, 5,2% Alkohol, dem Schraubverschluss und leider auch mit dem Deppenapostroph:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"709\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36472\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-3.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-3-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-3-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Familienbrauerei&nbsp;Bauh\u00f6fer \u2013 Bauh\u00f6fer\u2019s Schwarzwaldmarie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Noch einen Ticken heller als beim Hochdorfer Hellen ist das Gelb dieses Biers im Glas, genauso klar ist sein Glanz, und etwas geringer die schneewei\u00dfe Schaumkrone. Aber schon beim ersten Schnuppern offenbaren sich gr\u00f6\u00dfere Unterschiede: Harmonische und \u00fcberraschend intensive Fruchtnoten und eine durchaus sp\u00fcrbare Hopfenbittere umschmeicheln die Nase und lassen an ein amerikanisches Pale Ale denken. Der Eindruck best\u00e4tigt sich auch beim Trinken. Feine Aromen von exotischen Fr\u00fcchten und eine leichte Kr\u00e4uterbittere zeigen deutlich, dass dieses Bier hopfengestopft wurde. Die oftmals von der oberg\u00e4rigen Hefe eines Pale Ale zus\u00e4tzlich in das Bier gebrachten estrigen Aromen fehlen zwar, aber gerade dadurch wird das Bier noch klarer und harmonischer. Eine sch\u00f6ne und ausgewogene Bittere schlie\u00dft den Gesamteindruck ab und macht gro\u00dfe Lust auf den n\u00e4chsten Schluck. Ein sehr sch\u00f6nes Bier!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber \u2026 ein gewisses \u201eaber\u201c muss an dieser Stelle sein: Das Bier geht in seiner komplexen Aromatik weit \u00fcber das hinaus, was klassisch ein Helles ausmacht. In einem strengen Wettbewerb m\u00fcsste man urteilen: Ausgezeichnet, aber Thema verfehlt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen Moment geht die Diskussion in Richtung Vor- und Nachteile des Schraubverschlusses. Zwar wird diesmal nicht pauschal gegen den Schraubverschluss polemisiert (\u201eIst Schei\u00dfe, weil \u2026 isso!\u201c), aber die berechtigte Frage kommt auf: Wer braucht bei einem so herrlich durchtrinkbaren Bier und einer 0,33-l-Gr\u00f6\u00dfe eine wieder verschlie\u00dfbare Flasche?<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der nun folgenden Abstimmung (\u201eHaltet mal bitte das von Euch bevorzugte Bier in die Kamera!\u201c) gewinnt die Schwarzwaldmarie deutlich vor dem Hochdorfer Hellen \u2013 Stilkategorie hin oder her.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Runde geht als an \u2026 \u00f6hm, da muss ich \u00fcberlegen \u2026 Baden. Oder? Ich schaue noch mal bei Google nach. Ja, Ulm bei Renchen liegt in Baden, nicht in W\u00fcrttemberg. Am\u00fcsiert blicke ich auf die Landkarte. Da gibt es Baden, da gibt es W\u00fcrttemberg, da gibt es Hohenzollern, die Grenzen sind verwoben, schieben sich ineinander, bilden Anh\u00e4ngsel und Enklaven. Was f\u00fcr ein kleinkariertes Denken sich da offenbart, und wie gut, dass diese Grenzen heute keine wirkliche Rolle mehr spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl, bin ich als \u201eWahl-Bayerisch-Schwabe mit nieders\u00e4chsischen Wurzeln und pan-europ\u00e4ischer Sozialisierung\u201c \u00fcberhaupt befugt, dar\u00fcber zu urteilen, oder halte ich mich da besser, erstens, f\u00fcr wenig kompetent und, zweitens, raus? Bei Twitter entwickelt sich ob dieser meiner Selbsteinsch\u00e4tzung eine Diskussion, die mich von der Verkostung ablenkt, bis mir meine holde Ehefrau den Ellenbogen in die Rippen rammt: \u201eHe, es geht weiter!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und in der Tat, die zweite Runde beginnt, und zwar mit dem 5,6%igen <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=17599\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Waldhaus<\/a> Ohne Filter Dunkel:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"709\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36474\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-4.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-4-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-4-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Waldhaus \u2013 Ohne Filter Dunkel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehr dunkelbraun und leicht tr\u00fcb, mit einer dunkelbeigefarbenen Schaumkrone pr\u00e4sentiert sich das Bier, offeriert einen leichten metallischen Hauch im Duft und danach eine \u00fcberraschend zur\u00fcckhaltende Aromatik. Nur ganz schwach k\u00f6nnen wir Kaffee- und R\u00f6stnoten identifizieren, und auch beim Trinken passiert au\u00dfer einem feinen, durchaus angenehmen adstringierenden Gef\u00fchl auf der Zunge nur wenig mehr. Keine Fehlaromen, stattdessen ganz leichte Andeutungen des verwendeten dunklen und R\u00f6stmalzes, aber von allem irgendwie viel zu wenig. Harmonisch, aber zu d\u00fcnn. Da h\u00e4tten wir gerade von dieser Brauerei einen selbstbewussteren Auftritt des Biers erwartet. Ein sehr zur\u00fcckhaltendes Dunkles.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mal sehen, ob das zweite Dunkle etwas selbstbewusster auftritt \u2013 es ist das 5,2%ige <a href=\"https:\/\/www.alpirsbacher.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alpirsbacher<\/a> Kloster Dunkel:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"709\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36476\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-5.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-5-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-5-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Alpirsbacher Klosterbr\u00e4u \u2013 Kloster Dunkel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kastanienrot und glanzfein leuchtet das Bier im Glas unter seiner beigefarbenen, vielleicht etwas zu grobporigen Schaumkrone. Wir riechen diesmal deutlichere R\u00f6st- und Bitterschokoladenoten, vielleicht sogar einen Hauch Mokka. Der Antrunk ist deutlich runder und voller als beim vorherigen Bier, alles wird markanter und pr\u00e4senter, dabei sch\u00f6n kompakt. Eine R\u00f6stbittere ist gut sp\u00fcrbar, ohne zu dominieren, und sie pr\u00e4gt auch den Abgang ein wenig.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus unserer Sicht der klare Sieger dieses zweiten Duells, und die Abstimmung mit der Flasche vor der Kamera zeigt: Das sehen die meisten anderen auch so. Der Punkt geht nach W\u00fcrttemberg. Gleichstand \u2013 die Schlussrunde muss es also entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir gehen \u00fcber zum Rotbier. Eigentlich ein fr\u00e4nkischer Bierstil. Dort ist er zuhause, dort hat er \u00fcberlebt, als fast niemand mehr Rotbier braute, dort ist er seit einigen Jahren wieder im Kommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir beginnen die Runde mit dem 6,3%igen Mars aus der <a href=\"https:\/\/www.gruibinger.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lammbrauerei Hilsenbeck<\/a>, die unter der Marke <a href=\"https:\/\/www.gruibinger.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gruibinger Bier<\/a> bekannt ist und das Bier mit der Kooperation <a href=\"https:\/\/www.inspirationsbraeu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Inspirationsbr\u00e4u<\/a> trifft <a href=\"https:\/\/www.gruibinger.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gruibinger Bier<\/a> bewirbt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"708\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36478\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-6.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-6-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-6-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Inspirationsbr\u00e4u trifft Gruibinger Bier \u2013 Mars<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier entpuppt sich als eigenwillige Kreation. Sch\u00f6n rot leuchtend und klar steht es im Glas und funkelt in der Abendd\u00e4mmerung; der leicht cremefarbene Schaum bildet eine sch\u00f6ne und recht lange haltbare Schicht. Neugierig schnuppern wir am Glas und sind \u00fcberrascht: Ein paar runde, malzige Noten, etwas Melanoidin, etwas Biskuit, dar\u00fcber aber eine Schicht tropischer Fr\u00fcchte und ein mentholartiger Hauch. Das harmoniert nicht so richtig. Der Schluck best\u00e4tigt unseren Eindruck. Ein volles und rundes Mundgef\u00fchl, warm und weich zun\u00e4chst, honigartig, und dann pl\u00f6tzlich ein k\u00fchler, eisiger Eindruck wie von Menthol oder Gletschereis-Bonbons, der die Harmonie zerrei\u00dft. Wir schauen auf das Etikett. Gebraut ist es mit Wiener Malz, das passt, aber als Hopfen wurde neben Cascade und Tettnanger auch Polaris verwendet, und der ist f\u00fcr die mentholartigen Empfindungen verantwortlich. Nein, wir sind nicht zufrieden und vorverurteilen dieses Bier schon einmal, noch bevor wir das zweite getrunken haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder sollten wir es besser etwas diplomatischer formulieren? Vielleicht so: Der organoleptische Spannungsbogen vom gletschereisbonbonartigen Hopfen zum runden, vollen und fast schon s\u00e4ttigenden Malzcharakter erschlie\u00dft sich uns sensorisch nicht auf Anhieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, das klingt besser und h\u00f6flicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Chat hatte sich schon vor den ersten Verkostungsanmerkungen die Feststellung gefunden: Wenn <a href=\"https:\/\/www.distelhaeuser.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Distelh\u00e4user<\/a> dabei ist, kann es nur gewinnen. Egal, wer der \u201eGegner\u201c ist. Da sind wohl ein paar Regionalpatrioten mit zugeschaltet \u2026 Fast m\u00f6chten wir uns der Meinung nun anschlie\u00dfen, doch warten wir ehrlicherweise ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das letzte Bier f\u00fcr heute, das <a href=\"https:\/\/www.distelhaeuser.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Distelh\u00e4user<\/a> Landbier, ein klassisches Rotbier mit 5,1% Alkohol:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"709\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36479\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-7.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-7-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-7-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Distelh\u00e4user \u2013 Landbier \u2013 Rotbier<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das dunkle und glanzfeine Rot des Biers f\u00e4ngt das letzte Tageslicht ein und nimmt den Rotton des Flaschenetiketts harmonisch auf; dar\u00fcber steht eine Schicht feinporigen, kremigen Schaums. Wir riechen Melanoidinnoten, kr\u00e4ftiges Malz, herben Honig. Die Zunge f\u00fchlt die runde Vollmundigkeit dieses Biers, kr\u00e4ftig und durchaus auch ein bisschen saturierend ist es in seiner F\u00fclle \u2013 hier kann man nicht mehr wirklich von <a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Dokumente\/Newsletter%20-%201903.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Durchtrinkbarkeit<\/a> sprechen, daf\u00fcr ist es doch ein wenig zu m\u00e4chtig. Die Hopfung ist sehr zur\u00fcckhaltend, und selbst im Abgang sp\u00fcren wir statt der \u00fcblichen leicht haftenden Bittere eher eine kr\u00e4ftige Malznote, die \u00fcberraschend lange anh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus unserer Sicht das deutlich bessere Bier im Duell, aber trotz des im Chat von den Claqueuren schon ausgedr\u00fcckten Glaubens an den Erfolg des <a href=\"https:\/\/www.distelhaeuser.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Distelh\u00e4user<\/a> Biers geht die Abstimmung \u00fcberraschend knapp aus. Mit winzigem Vorsprung rettet sich das <a href=\"https:\/\/www.distelhaeuser.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Distelh\u00e4user<\/a> Landbier \u00fcber die Ziellinie, und damit auch Baden. Distelhausen ist ein Ortsteil von Tauberbischofsheim und liegt somit im badischen Teil Mainfrankens, oder so \u2026 Aber dieses Bindeglied zu Franken l\u00e4sst dann auch den Sieg in der Kategorie des Rotbiers, dieses urfr\u00e4nkischen Stils, passend erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"717\" height=\"425\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-8.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36480\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-8.jpg 717w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-8-300x178.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suedgipfel\u00b3-Mini-8-150x89.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>sch\u00f6n war\u2018s<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Punkte f\u00fcr Baden. Ein Punkt f\u00fcr W\u00fcrttemberg. Der S\u00fcdgipfel\u00b3 ist entschieden, die Verkostung vorbei. Sch\u00f6n war\u2019s, und f\u00fcr ein paar Minuten bleiben die Teilnehmer noch online, diskutieren, erz\u00e4hlen, tauschen letzte Gedanken aus. Restetrinken \u2013 die Flaschen und Gl\u00e4ser m\u00fcssen noch geleert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben3\/Suedgipfel3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bilder<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Der Biersommelier. Frank Di Marco<br>Lilienstra\u00dfe 3<br>70 825 Korntal-M\u00fcnchingen<br>Baden-W\u00fcrttemberg<br>Deutschland<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>W\u00e4hrend die dunklen Wolken der dritten Welle \u00fcber das Land ziehen und es einsch\u00fcchtern, die zaudernden Politiker einmal mehr zu sp\u00e4t und zu schwach auf CoViD-19 reagieren und die Infektionszahlen be\u00e4ngstigend steigen, ist gar nicht daran zu denken, sich auf ein Bier zu treffen und gemeinsam zu verkosten. 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