{"id":36694,"date":"2021-05-06T23:00:00","date_gmt":"2021-05-06T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=36694"},"modified":"2021-05-22T12:07:54","modified_gmt":"2021-05-22T10:07:54","slug":"brewdogald-ipaeasy-india-pale-ale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=36694","title":{"rendered":"BrewDog<br \/>ALD IPA<br \/>Easy India Pale Ale"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine G\u00fcte, was war das f\u00fcr eine Aufregung. Fast schon wissen wir gar nicht mehr, wie alles angefangen hat.<\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.aldi-sued.de\/\" target=\"_blank\">Aldi<\/a> hat wohl mal die Gestaltung seiner Billigbiere zu nah am Stil der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.brewdog.com\/\" target=\"_blank\">BrewDog<\/a>-Biere ausgerichtet, und das wurde in Schottland missbilligend zur Kenntnis genommen. Anschlie\u00dfend hat <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.brewdog.com\/\" target=\"_blank\">BrewDog<\/a> dann <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.aldi-sued.de\/\" target=\"_blank\">Aldi<\/a> auf die Schippe genommen und ein Label kreiert, das die Formensprache des Aldi-Logos aufgenommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich haben sich die beiden gro\u00dfen Player (ja, <a href=\"https:\/\/www.brewdog.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BrewDog<\/a> ist schon lange kein Underdog mehr) zusammengetan, und pl\u00f6tzlich tauchten palettenweise die ALD IPA Dosen im <a href=\"https:\/\/www.aldi-sued.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aldi<\/a> auf. Ein Easy India Pale Ale mit 4,2% Alkohol.<\/p>\n\n\n\n<p>Volumentrinker, Biergenie\u00dfer, Influencer, Blogger, Kenner, Sommeliers und Ahnungslose sprachen und schrieben. Pl\u00f6tzlich waren alle Medien voller Diskussionen. Das Bier wurde gelobt, verteufelt, getrunken, demonstrativ ausgegossen \u2026 Palettenweise wurde es verkauft und manchmal genauso schnell auch weiterverkauft. Als Spekulationsobjekt, nachdem die Aldis in Deutschland leergefegt waren. Manchmal angeboten wie sauer Bier nach dem Prinzip \u201eIch kann\u2019s beim besten Willen nicht trinken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Emotional bewarfen sich Bef\u00fcrworter und Gegner dieser zumindest doch sehr originellen Idee im Cyberspace mit elektronischem Dreck, und der eine oder andere selbst ernannte Bier-Aficionado ma\u00dfte sich gar an, \u00fcber das Bier sensorisch zu urteilen, ohne es getrunken zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sturm im Wasserglas ist abgeflaut, die Wogen haben sich gegl\u00e4ttet, in den Social Media sind derweil schon wieder viele andere S\u00e4ue durchs Dorf getrieben worden. Der richtige Zeitpunkt also, um innezuhalten und das Bier mal so vorurteilsfrei wie m\u00f6glich zu bewerten und die Frage zu beantworten: Ist es ein India Pale Ale? Oder nicht doch geschmacklich verflixt nahe an einem K\u00f6lsch?<\/p>\n\n\n\n<p>Sicherheitshalber probiere ich es aus zwei verschiedenen Gl\u00e4sern.<\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelb und blank strahlt das Bier, nicht die geringste Tr\u00fcbung bricht das Licht des heute zur Abwechslung mal wieder leicht regnerischen Nachmittags. Eine feine, zum sp\u00e4ten Schneefall oben auf den Allg\u00e4uer Bergen passend schneewei\u00dfe Schaumschicht steht aufrecht und fest im Glas und h\u00e4lt sich tapfer viele Minuten lang. Die Nase erschnuppert einen ganz leicht parf\u00fcmigen Hauch, vielleicht ein Tupfer Rose, dar\u00fcber feine Fruchtnoten, etwas Pfirsich, ein bisschen Birne und Ananas und irgendwie auch ein ganz versteckter Duft, der mich an das etwas k\u00fcnstliche Aroma von Multi-Sanostol erinnert. \u201eSa \u2013 no \u2013 stoool\u201c, h\u00f6re ich die hellen Kinderstimmen aus dem Werbespot der sp\u00e4ten sechziger Jahre \u2026 Dann der Antrunk. Frisch und spritzig, die Spundung so hoch, dass sich eine Kohlens\u00e4uresch\u00e4rfe bildet, die die Zunge freir\u00e4umt. Zisch, und das kleine K\u00f6lsch-Glas ist leer. Ein feines, ganz leicht getreidiges Malzaroma, sehr dezent, und eine sch\u00f6ne, aber nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfige Herbe bleiben zur\u00fcck, und beim Ausatmen kommt retronasal noch mal etwas Heu zum Vorschein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-1-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36696\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-1.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>ALD IPA im K\u00f6lschglas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein durchaus bunter Potpourri an Aromen und Geschm\u00e4ckern, aber alles nur ganz, ganz zur\u00fcckhaltend, so dass es dem Volumentrinker, der so ein 0,2-l-K\u00f6lschglas mal eben im Vor\u00fcbergehen weg ext, gar nicht auff\u00e4llt. Ganz im Gegenteil. Glatt und frisch, spritzig und schlank erfrischt das Bier mal so nebenbei.<\/p>\n\n\n\n<p>Behutsamer genossen aus dem Verkostungsglas wird das Bier auch nicht f\u00fclliger. Es ist und bleibt ein Zischbier. Gef\u00e4llig, ein bisschen aromatischer als ein Null-Acht-Fuffzehn-K\u00f6lsch oder ein glattgelutschtes Lager aus einer der gro\u00dfen Brauereien Westfalens, aber auch keine exotische Offenbarung. Otto Normalbiertrinker braucht sich nicht umzustellen, schmeckt aber vielleicht doch einen Hauch mehr Aromen als in seinem Leib-und-Magen-Bier.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-2-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36697\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-2-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-2-768x768.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/BrewDog-ALD-IPA-2.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>ALD IPA im Verkostungsglas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fehlerfrei gebraut, und mehr Easy als India Pale Ale. Damit kann man sich gut f\u00fcr die n\u00e4chste Grillparty eindecken. Schnell gekauft, schnell gek\u00fchlt, schnell getrunken. Und wohl auch schnell wieder durch die Nieren gejagt und biologisch entsorgt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Anmerkung zur Transparenz: Ich habe dieses Bier nicht von <a href=\"https:\/\/www.brewdog.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BrewDog<\/a> oder gar <a href=\"https:\/\/www.aldi-sued.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aldi<\/a> geschenkt bekommen, brauche den Blogbeitrag also nicht als Reklame zu kennzeichnen. Nur falls Fragen aufkommen!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Meine G\u00fcte, was war das f\u00fcr eine Aufregung. Fast schon wissen wir gar nicht mehr, wie alles angefangen hat. Aldi hat wohl mal die Gestaltung seiner Billigbiere zu nah am Stil der BrewDog-Biere ausgerichtet, und das wurde in Schottland missbilligend zur Kenntnis genommen. Anschlie\u00dfend hat BrewDog dann Aldi auf die <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=36694\" title=\"BrewDogALD IPAEasy India Pale Ale\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":36697,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-36694","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36694"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36874,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36694\/revisions\/36874"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/36697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}