{"id":39932,"date":"2014-01-11T23:51:00","date_gmt":"2014-01-11T22:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=39932"},"modified":"2022-04-29T17:08:16","modified_gmt":"2022-04-29T15:08:16","slug":"degustationsbier-von-muehlenkoelndeu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=39932","title":{"rendered":"Degustationsbier \u201eVon M\u00fchlen\u201c<br>K\u00f6ln<br>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Feynbier und Bier-Banausen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eVon M\u00fchlen\u201c \u2013 ein Degustationsbier der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=6142\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brauerei zur Malzm\u00fchle<\/a> in K\u00f6ln. Laut Etikett ein \u201eFeynbier mit IOC Champagnerhefe\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man mag sich streiten, ob die Bezeichnung \u201eFeynbier\u201c jetzt eher originell oder albern ist. Man kann sich auch dar\u00fcber streiten, ob der Preis von rund 15.- \u20ac f\u00fcr eine 0,75-Liter-Flasche angemessen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was man offensichtlich aber nicht kann, das ist, sich mit den G\u00e4sten in der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=6142\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Malzm\u00fchle<\/a> \u00fcber den Geschmack des Bieres zu streiten. Die Meinung ist eindeutig, sie l\u00e4sst keinen Streit zu, erstickt ihn im Keim bereits. Sie ist einhellig ablehnend. Egal, wen man fragt, man sieht ein verzogenes Gesicht, ein sp\u00f6ttisches Grinsen, ein abwehrendes Kopfdrehen. Oder man bekommt es klar ins Gesicht gesagt: \u201eDat schmeckt nit!\u201c, \u201eDat is doch keen richtisch Bier!\u201c, \u201eF\u00fcr mich nicht, danke!\u201c, oder, getreu dem K\u00f6lsche Jrundjesetz, Artikel 9: \u201eWat soll d\u00e4 Kwatsch?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst der K\u00f6bes, den wir Anfang Januar 2014 in der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=6142\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Malzm\u00fchle<\/a> fragten, ob sich der Kauf einer Flasche \u201eVon M\u00fchlen\u201c denn lohnen w\u00fcrde, wand sich ein wenig, bis er dann doch Stellung bezog und rundheraus sagte: \u201eMir schmeckt es nicht. Und all den G\u00e4sten, mit denen ich gesprochen habe, auch nicht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach langem Z\u00f6gern und intensivem Studium des Etiketts rang ich mich schlie\u00dflich trotzdem durch, eine Flasche zu kaufen, mit heimzunehmen und den hohen Preis zu ignorieren. Und mittlerweile nat\u00fcrlich auch zu verkosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und? Wie schmeckte es?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spannung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trommelwirbel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fanfare!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und nuuuuuun, das Fazit:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Craft-Beer-Revolution ist in K\u00f6ln offensichtlich noch nicht angekommen. Der K\u00f6lner trinkt K\u00f6lsch und sonst nix. Wie\u00df als ungefiltertes K\u00f6lsch ist schon zu viel des Guten, Altbier trinkt man aus lokalpolitischen Gr\u00fcnden schon gleich \u00fcberhaupt nicht, und alles andere ist doch kein richtiges Bier. Vom \u201eVon M\u00fchlen\u201c ist er \u00fcberfordert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"848\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Degustationsbier-\u201eVon-Muehlen-Mini-1-1024x848.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-39933\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Degustationsbier-\u201eVon-Muehlen-Mini-1-1024x848.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Degustationsbier-\u201eVon-Muehlen-Mini-1-300x248.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Degustationsbier-\u201eVon-Muehlen-Mini-1-150x124.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Degustationsbier-\u201eVon-Muehlen-Mini-1-768x636.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Degustationsbier-\u201eVon-Muehlen-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>edles Etikett, edles Bier, aber keine Kundenakzeptanz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sehr angenehm aromatische, mit leicht weinigen Aromen in der Nase, einem fruchtigen Antrunk auf der Zunge und einer ausgereiften Trockenheit am Gaumen \u00fcberzeugende \u201eVon M\u00fchlen\u201c f\u00e4llt durch das Raster, buhlt vergeblich um Anerkennung, und steht wohl weiterhin als verkannter Ladenh\u00fcter in der Malzm\u00fchle herum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schade.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn es auch mit 15.- \u20ac \u00fcberteuert ist, so ist es doch ein ausgezeichnetes Bier. Gebraut mit einem sp\u00fcrbaren Weizenmalz-Anteil in der Sch\u00fcttung und mit Aromahopfen, vergoren mit Bierhefe und zus\u00e4tzlich mit Champagnerhefe. Das Weizenmalz verleiht dem Bier eine gewisse Spritzigkeit, die Bierhefe seine angenehm fruchtigen Aromen, und die Champagnerhefe seinen trockenen Abgang und die leichte, weinige Pelzigkeit auf der Zunge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu fremd, zu fordernd, zu intellektuell f\u00fcr den K\u00f6lsche Karnevalsjeck? Der Sprung vom Massenk\u00f6lsch zum Verkostungsbier zu gro\u00df? Die N\u00e4he zum Wein zu verst\u00f6rend? Perlen vor die S\u00e4ue, gar?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht wird hier eine Chance vertan, getrieben von zu gro\u00dfem Ehrgeiz? Wegen Missachtung des Artikels 6 des oben schon erw\u00e4hnten K\u00f6lsche Jrundjesetz: \u201eKenne mer nit, bruche mer nit, fott domet!\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich wei\u00df es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ich aber wei\u00df, ist Folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte angesichts des allm\u00e4hlich n\u00e4herkommenden Mindesthaltbarkeitsdatums (31. Mai 2014) der Preis signifikant sinken und aufgrund einer Art Torschlusspanik ein Abverkauf stattfinden, dann bin ich gerne bereit, mir ein halbes Dutzend Flaschen oder mehr zuzulegen, sie gerne auch \u00fcber das MHD hinaus zu lagern und nach und nach zu trinken, zu verkosten, zu genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcnsche mir mehr von solchen Bieren, mehr Akzeptanz und Aufgeschlossenheit der konservativen K\u00f6lsch-Trinker und, bitte, keine \u00fcberh\u00f6hten Preise mehr!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Feynbier und Bier-Banausen \u201eVon M\u00fchlen\u201c \u2013 ein Degustationsbier der Brauerei zur Malzm\u00fchle in K\u00f6ln. Laut Etikett ein \u201eFeynbier mit IOC Champagnerhefe\u201c. Man mag sich streiten, ob die Bezeichnung \u201eFeynbier\u201c jetzt eher originell oder albern ist. 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