{"id":40421,"date":"2022-02-18T23:43:00","date_gmt":"2022-02-18T22:43:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=40421"},"modified":"2025-09-19T09:24:26","modified_gmt":"2025-09-19T07:24:26","slug":"one-pintverkostungspaket","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=40421","title":{"rendered":"One Pint<br>Verkostungspaket"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Dreizehn beeindruckende Biere von One Pint Germany.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, ich verliere die \u00dcbersicht \u2026 Zum Gl\u00fcck im positiven Sinne!<\/p>\n\n\n\n<p>Da steht heute ein Paket im Hausflur, und ich habe nicht die geringste Ahnung, warum.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst, nachdem ich es reingeschleppt habe und auf den Absender schaue, beginnt es mir zu d\u00e4mmern: Da war doch mal ein kurzer Nachrichtenaustausch bei Instagram kurz vor Weihnachten?<\/p>\n\n\n\n<p>Lange muss ich die Timeline zur\u00fcckrollen, aber dann stelle ich fest: Stimmt! Da war mal was: \u201eHallo Volker, ich hoffe dir geht es gut und du geniesst schon die sch\u00f6ne Vorweihnachtszeit &#8230; Gerne wollte ich dir mal ein paar Muster zuschicken. Wohin darf ich das gerne schicken &#8230; ?\u201c, so lautete die Kontaktaufnahme durch den Vertrieb von <a href=\"https:\/\/onepint.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">One Pint Germany<\/a>. Nat\u00fcrlich habe ich meine Adresse gerne \u201erausger\u00fcckt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"326\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-1-1024x326.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40424\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-1-1024x326.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-1-300x96.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-1-150x48.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-1-768x245.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-1.jpg 1333w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>elf verschiedene Dosen und zwei Flaschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das wunderbare Paket heute ist das Ergebnis! Elf verschiedene Dosen und zwei Flaschen \u2013 alles Biere, die ich noch nicht kenne. Es wird mir ein Fest sein, die alle zu verkosten. Eine Verkostung, an denen ich Euch alle weiter unten auch teilhaben lasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Wem war das noch ein Fest? Meinem Enkel. Die Biere waren n\u00e4mlich in Berge von Noppenfolie verpackt. \u201eOh, Opa, ist das die Folie mit den Blasen, die man mit den Fingern zerdr\u00fccken kann? Darf ich?\u201c Und schon war der Bengel stundenlang besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein doppelter Volltreffer also.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein herzlicher Dank daf\u00fcr geht an <a href=\"https:\/\/onepint.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">One Pint Germany<\/a> in Handewitt. Was f\u00fcr eine wunderbare \u00dcberraschung \u2013 und ein klares Statement f\u00fcr das beeindruckende Portfolio, das diese Firma nach Deutschland importiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben3\/OnePintVerkostungspaket\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-4-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40431\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-4-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-4-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-4-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-4-768x769.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-4.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Robinsons Brewery \u2013 Trooper<\/strong>; <strong>To \u00d8l \/ Superfreunde \u2013 To <s>all<\/s> \u00f8l my Superfreunde \u2013 Tandem Thrills \u2013 Hoppy Pilsner Dry Hopped with Ekuanot &amp; Rakau<\/strong>; <strong>Tennent\u2019s \u2013 Beer Aged with Whisky Oak<\/strong>; <strong>D9 Brewing Co. \u2013 Carnaval \u2013 Sour Ale with Passion Fruit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Robinsons Brewery \u2013 Trooper (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00fcber 180 Jahre alte <a href=\"https:\/\/www.robinsonsbrewery.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Robinsons Brewery<\/a> ist aus dem <a href=\"https:\/\/www.robinsonsbrewery.com\/about-us\/the-robinsons-story\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Unicorn Inn<\/a> hervorgegangen und daher auch als Unicorn Brewery bekannt. Seit fast zehn Jahren braut sie f\u00fcr Bruce Dickinson, den S\u00e4nger von <a href=\"https:\/\/www.ironmaiden.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Iron Maiden<\/a>, die Biere der Trooper Reihe. Zun\u00e4chst war es nur ein klassisches Ale unter dem Namen Trooper, mittlerweile aber auch weitere Bierspezialit\u00e4ten, bei denen der Name Trooper dann immer durch die Bezeichnung des Bierstils erg\u00e4nzt wird. In der vor mir stehenden schwarzen Dose findet sich das klassische Trooper, mit dem die erfolgreiche Rock- und Bier-Geschichte 2013 begonnen hat, und nat\u00fcrlich findet sich auf der Dose auch das Maskottchen der Band, Eddie, als Trooper in historischer Uniform und mit Union Jack.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine leuchtend kupferne Farbe und ist glanzfein gefiltert; der kremefarbene und feinporige Schaum h\u00e4lt sich mengenm\u00e4\u00dfig zur\u00fcck, bildet aber eine recht lange haltbare, d\u00fcnne Schicht, die sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst. Der Duft ist angenehm komplex, aber nicht aufdringlich. Weiche malzige Noten paaren sich mit w\u00fcrzigen und herb-fruchtigen Hopfenaromen \u2013 Biskuit trifft Harz und Pampelmusenschale. Der Antrunk ist weich; die Spundung niedrig. Zuerst dominieren die malzigen Eindr\u00fccke, eine kremige S\u00fc\u00dfe und die dazugeh\u00f6renden retronasalen Aromen, dann kommt aber zunehmend der Hopfen ins Spiel. Eine angenehme Bittere macht sich an den Zungenr\u00e4ndern bemerkbar, harzige und w\u00fcrzige Aromen machen sich breit. Im Schluck gewinnt dann endg\u00fcltig der Hopfen. Eine sp\u00fcrbare, leicht adstringierende Bittere (die leichte Elemente aufweist, die charakterlich an Oxidation erinnern), harzige Aromen. Ein sch\u00f6nes Bier zum gleichm\u00e4\u00dfig Vor-sich-hin-Trinken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>To \u00d8l \/ Superfreunde \u2013 To <s>all<\/s> \u00f8l my Superfreunde \u2013 Tandem Thrills \u2013 Hoppy Pilsner Dry Hopped with Ekuanot &amp; Rakau (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist gebraut bei <a href=\"https:\/\/toolbeer.dk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">To \u00d8l<\/a>, einer kleinen und aufstrebenden Brauerei in D\u00e4nemark. Laut eigener Aussage ist die Brauerei eine Vision von Tore Gynther und Tobias Emil Jensen, die 2005 als Hobbybrauer gestartet sind, seit 2010 als Wanderbauer ihre Biere kommerziell verkaufen und in wechselnden Brauereien (meistens der <a href=\"https:\/\/www.proefbrouwerij.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Proefbrouwerij<\/a> in Belgien) gebraut haben und seit 2019 eine eigene Brauerei namens <a href=\"https:\/\/toolbeer.dk\/blogs\/journal\/to-ol-city\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">To \u00d8l City<\/a> ihr eigen nennen, in der sie nicht nur brauen, sondern eine Erlebniswelt rund ums Bier anbieten \u2013 einen \u201ecraft beverage hub\u201c. Die <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/superfreundecraftbeer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Superfreunde<\/a> brauen seit 2015 als Wanderbrauer, haben dabei aber keine Stammbrauerei, sondern brauen mal in Franken (in Kemmern beim <a href=\"https:\/\/brauerei-wagner.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wagnerbr\u00e4u<\/a> oder Breiteng\u00fcssbach beim <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=16316\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brauhaus Binkert<\/a>), mal in Berlin (<a href=\"https:\/\/www.craftzentrum.berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Craft Zentrum Berlin<\/a>), mal in Neum\u00fcnster (<a href=\"https:\/\/www.wittorfer-brauerei.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wittorfer Brauerei<\/a>). Gemeinsam haben sie dieses Bier in D\u00e4nemark eingebraut, und ich schaue es mir nun etwas n\u00e4her an:<\/p>\n\n\n\n<p>Hm, ein Bier mit einem Auftritt, der mich erstmal skeptisch macht. Ich gehe immer sehr vorsichtig an diese knallbunten \u00fcberstylten Dosen heran, bei denen ich erst stundenlang das Kleingedruckte lesen muss, um \u00fcberhaupt zu erfahren, was f\u00fcr ein Bier ich da vor mir habe. Viel Grafik, einige Wortspiele, Phantasienamen, und irgendwo dann der Vermerk: Hoppy Pilsner Dry Hopped with Ekuanot &amp; Rakau. Aha. Also irgendetwas Pilsner\u00e4hnliches. Von der Optik her allerdings schon mal nicht. Hellgelb ist die Farbe, das w\u00fcrde noch passen, aber das Bier ist deutlich tr\u00fcb. Das passt f\u00fcr ein Pilsner ausdr\u00fccklich nicht. Der schneewei\u00dfe und lange haltbare Schaum, der Schluck f\u00fcr Schluck sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst, der passt dann schon wieder eher. Jetzt der Geruch. Herb-fruchtig mit harzigen, etwas kr\u00e4uterigen Aromen im Hintergrund. Keine s\u00fc\u00dfen Tropenfr\u00fcchte, sondern eher Pampelmuse, Bitterorange, Kaktusfrucht und \u00e4hnliches Obst, tendenziell eher unreif und noch etwas gr\u00fcn. Angenehm. Der Antrunk ist pfeffrig-scharf, auf der Zunge wirkt das Bier eher trocken und bitter. Retronasal tauchen die beschriebenen Aromen wieder auf, verschieben sich jetzt aber deutlich ins Herbbittere und in Richtung unreifes, aber nicht zwingend saures Obst. Der Abgang betont dann die Hopfenbittere. Zwar nicht adstringierend oder gar kratzig, aber dennoch intensiv macht sie sich bemerkbar und verst\u00e4rkt eher das Durstgef\u00fchl, anstatt es zu l\u00f6schen. Hochinteressant und mir pers\u00f6nlich sehr zusagend, aber mit einem Pils hat das au\u00dfer von der Grundfarbe und von den Bitterwerten her nicht viel zu tun. Ein sch\u00f6nes Bier, das jedoch unter einer von mir als falsch empfundenen Flagge segelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Tennent\u2019s \u2013 Beer Aged with Whisky Oak (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/tennentcaledonian.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wellpark Brewery<\/a> in Glasgow in Schottland ist fast nur unter ihrem Namen Tennent\u2019s, beziehungsweise <a href=\"https:\/\/tennentcaledonian.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tennent Caledonian Breweries<\/a> bekannt. Manche Quellen behaupten, sie sei 1740 von Hugh und Robert Tennent gegr\u00fcndet worden, das Etikett schreibt aber \u201eWellparkbrewery since 1556\u201c. Wer wei\u00df. Auf alle F\u00e4lle schon ganz sch\u00f6n alt. Die vor mir stehende Flasche enth\u00e4lt nun nicht das normale Tennent\u2019s Lager, das Standard-Bier, mit dem die Brauerei ihren Grundumsatz macht, sondern ein mit Whisky Oak gereiftes Bier.<\/p>\n\n\n\n<p>Bier in einer klaren Flasche \u2013 irgendwie sieht das nicht attraktiv aus. Im ebenso klaren Glas st\u00f6rt mich das dann aber \u00fcberhaupt nicht mehr. Sch\u00f6n kupferfarben leuchtet das blankfiltrierte Bier, und es tr\u00e4gt eine nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig stark ausgepr\u00e4gte, aber lange haltbare, wei\u00dfe Schaumkrone. Der Duft verr\u00e4t schon, um was es hier geht \u2013 ein eher mildes Bier, das die Noten von Whisky und getoasteter Eiche bereitwillig aufnimmt. Zun\u00e4chst bleiben die Whisky-, Vanille- und Holznoten noch recht dezent, nach dem nicht sehr spritzigen, sondern eher weichen Antrunk werden sie aber rasch sehr intensiv. W\u00e4hrend sich das s\u00fc\u00dfliche Bier im Mund verteilt, dampfen retronasal gewaltige Kaskaden von Whisky, Vanille, getoastetem Holz und ein bisschen Biskuit durch die Nase. Fein, fein. Der Schluck ist glatt, es bleibt fast keine Herbe haften, nur die Aromen werden noch ein bisschen kr\u00e4ftiger. Und nach einem kurzen Moment entwickelt sich eine feine alkoholische W\u00e4rme, die ich angesichts von \u201enur\u201c sechs Prozent nicht erwartet h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>D9 Brewing Co. \u2013 Carnaval \u2013 Sour Ale with Passion Fruit (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/d9brewing.com-us.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">D9 Brewing Co.<\/a> ist wie so viele andere US-amerikanische Brauereien den Weg vom Hobbybrauen zur kommerziellen Brauerei gegangen. Neben einer gr\u00f6\u00dferen Produktionsbrauerei, wie die Firma ihre gr\u00f6\u00dfte Niederlassung nennt, verf\u00fcgt sie \u00fcber drei Mikrobrauereien und ein Verteilerzentrum \u2013 alles im Gro\u00dfraum Charlotte in North Carolina.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier kommt in einer quietschbunten, schlanken 355-ml-Dose daher \u2013 das Motiv zeigt, passend zum Namen des Biers, eine in ein buntes Federkost\u00fcm gekleidete T\u00e4nzerin. Das Bier selbst ist eher farblos. Blassgelb, leicht tr\u00fcb und mit zur\u00fcckhaltendem, um nicht zu sagen mickrigen Schaum macht es optisch nicht allzu viel her. Die Nase erschnuppert eine deutliche, aber nicht unangenehme, weil weiche und nicht scharfe S\u00e4ure, die begleitet wird von leicht ledrigen und erdigen Aromen; die im Namen des Biers versprochene Passionsfrucht identifiziere ich lediglich im Hintergrund. Der Antrunk ist spritzig und sp\u00fcrbar sauer, aber auch hier: Eine weiche S\u00e4ure. Diese verteilt sich rasch im ganzen Mundraum und wird mit dem zweiten, dritten Schluck durchaus angenehm. Retronasal bleibt es dabei: Die s\u00e4uerlich-erdigen Aromen dominieren \u00fcber die Passionsfrucht. Bittere oder gar Hopfenaromen sind fast gar nicht zu sp\u00fcren; lediglich ein ganz fein trockenes Gef\u00fchl neben den s\u00e4uerlichen Noten im Abgang deutet ganz leise auf eine vielleicht vom Hopfen kommende Sensorik hin. Ein in sich harmonisches Bier, bei dem ich mir angesichts des Namens lediglich eine etwas intensivere Passionsfruchtkomponente gew\u00fcnscht h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-3-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40429\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-3-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-3-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-3-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-3-768x768.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Enigma Brewery \u2013 Hoptnytized \u2013 Everyday IPA; Stone Brewing Co. \u2013 Hazy IPA; Firestone Walker Brewing Co. \u2013 Union Jack \u2013 West Coast Style IPA; Amundsen Bryggeri \u2013 Ink &amp; Dagger \u2013 Modern Day IPA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Enigma Brewery \u2013 Hoptnytized \u2013 Everyday IPA (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.enigmabrewery.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Enigma Brewery<\/a> verbindet US-amerikanische mit belgischer Braukunst. Ihr Brauer lebte viele Jahre in New York und bringt daher einen entsprechenden Twist in die im belgischen Heusden-Zolder entstehenden Biere. Der unvollst\u00e4ndige Totenkopf (eigentlich nur der Gesichtssch\u00e4del, ohne Unterkiefer und Sch\u00e4deldach) ist zentrales Element in den Bieretiketten dieser Brauerei.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Everyday IPA stammt aus der Hoptynized-Serie der Brauerei. Die Flasche ist ein bisschen unterf\u00fcllt. Nicht, dass es mir um zwei, drei Milliliter mehr Bier ginge, aber ein so gro\u00dfer Kopfraum birgt die Gefahr der Oxidation des Biers \u2013 je nach Qualit\u00e4t des Abf\u00fcllers. Mit einem lauten und vernehmlichen Zischen \u00f6ffne ich die Flasche, auch das vom gro\u00dfen Kopfraum verursacht. Im Glas zeigt sich das Bier hellgelb, leicht tr\u00fcb und mit ziemlich viel recht gro\u00dfblasigem Schaum, der recht rasch an Volumen verliert, dann aber einen stabilen und lange haltbaren Schaumrest ausbildet, der wiederum kr\u00e4ftige Trinkr\u00e4nder im Glas hinterl\u00e4sst. Der Duft ist klassisch f\u00fcr ein India Pale Ale im US-amerikanischen Stil: Bittere, herbe Zitrusfr\u00fcchte. Pampelmuse. Bitterorange. Der Antrunk ist spritzig, und dann auf der Zunge zeigt sich das Bier schlank, trocken und etwas d\u00fcnn. Die Bittere ist sehr pr\u00e4sent, wirkt aber aufgrund des fehlenden Malzk\u00f6rpers kr\u00e4ftiger, als sie vermutlich ist. Retronasal rieche ich erneut Pampelmuse und Bitterorange, vielleicht auch einen Hauch gr\u00fcne Limonen. Der Abgang ist herb bis bitter und etwas eindimensional. Zu der eigentlich sch\u00f6nen und kr\u00e4ftigen Hopfung fehlt diesem Bier der K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Stone Brewing Co. \u2013 Hazy IPA (6,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.stonebrewing.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stone Brewing<\/a>? Da war doch mal was, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Oh, ja, und wie! Greg Koch, der Chef dieser Brauerei, war der Meinung, sich wie ein neureiches Arschloch benehmen zu m\u00fcssen und verscherzte es sich mit gro\u00dfen Teilen der deutschen Brauszene, als er zur Grundsteinlegung seiner Brauereierlebniswelt <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stone Brewing World Bistro &amp; Gardens<\/a> in Berlin mithilfe eines Gabelstaplers einen Felsbrocken auf viele Flaschen deutschen Bieres fallen lie\u00df. Diese arrogante Geste nahmen ihm viele \u00fcbel, und eben diese Personen feixten nur wenige Jahre sp\u00e4ter, als Greg seine millionenteure Brauerei aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden an <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=30768\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BrewDog<\/a> verscherbeln musste. Seine vom US-amerikanischen Markt gepr\u00e4gten Ideen trugen im eher bierkonservativen Deutschland nicht; das ausschlie\u00dfliche Setzen auf Dosenbier kam ein paar Jahre zu fr\u00fch; und im Portfolio seiner Biererlebniswelt fehlten schlicht und einfach ein paar durchtrinkbare Allerweltsbiere f\u00fcr die G\u00e4ste, die sich an die Kreativbierszene noch nicht so recht gew\u00f6hnt hatten \u2013 hier schreckte er mit seinen Extrembieren zu sehr ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hazy IPA, das nun vor mir steht, w\u00e4re vielleicht als Zwischenschritt zu den Extrembieren \u00e0 la Arrogant Bastard durchaus geeignet gewesen:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine hellgelbe Farbe und ist deutlich und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb, und es tr\u00e4gt einen sch\u00f6nen, schneewei\u00dfen Schaum. Der Duft ist bet\u00f6rend \u2013 ein Reigen tropischer Fr\u00fcchte, allen voran reife Ananas, aber auch ein paar Zitrusfr\u00fcchte und etwas Maracuja. Der Antrunk ist spritzig, sogar ein kleines bisschen pfeffrig. Auf der Zunge entwickelt das durchaus schlanke Bier eine deutliche, aber fein ziselierte Bittere und prunkt retronasal noch einmal mit dem Obstkorb vom Wochenmarkt auf Madeira. Der Schluck entwickelt die Bittere weiter, macht sie intensiver, raumf\u00fcllender, aber sie beh\u00e4lt dabei ihre Manieren, bleibt weiterhin fein. Ebenso entwickeln sich auch die Aromen \u2013 die Ananas tritt in den Hintergrund, macht Platz f\u00fcr zitronig-frische Noten, etwas Mango und ein paar Wassermelonenakzente. Ein sch\u00f6nes Bier f\u00fcr einen warmen Sommerabend am See.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Firestone Walker Brewing Co. \u2013 Union Jack \u2013 West Coast Style IPA (7,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.firestonebeer.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Firestone Walker<\/a>, eine in Paso Robles beheimatete, kalifornische Brauerei. Vor vielen, vielen Jahren, es d\u00fcrfte 2011 gewesen sein, habe ich deren genialen Brauer, Matt Brynildson, mal auf der Brau Beviale in N\u00fcrnberg getroffen und mich eine Weile mit ihm unterhalten \u2013 ohne zu wissen, wen ich da vor mir hatte. Ach, was h\u00e4tte ich in der R\u00fcckschau alles f\u00fcr spannende Fragen stellen k\u00f6nnen. Stattdessen haben wir nur fr\u00f6hlich rumgeflachst \u2013 aber immerhin viel Spa\u00df gehabt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Union Jack geh\u00f6rt zum Markenkern der Brauerei. Ein West Coast Style IPA, das noch nicht so stark in die tropenfruchtige Aromenrichtung abdriftet und es gleichzeitig mit der stiltypischen Bittere nicht \u00fcbertreibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die leuchtende orangene Farbe und die feine, gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbung sind \u00e4sthetisch, ebenso der sch\u00f6ne, wei\u00dfe Schaum, der allerdings nur mit einer mittelm\u00e4\u00dfigen Haltbarkeit aufwarten kann. Der Duft ist klassisch f\u00fcr ein dem britischen Original etwas n\u00e4her verhaftetes India Pale Ale: Vor einem Hintergrund herbfruchtiger Pampelmusenaromen dominieren harzige, w\u00fcrzige Hopfennoten. Ein bisschen frisch aufgeschnittenes Nadelholz, fast wie beim Weihnachtsbaumschlagen im Wald, rieche ich. Der Antrunk ist dezent spritzig, und auf der Zunge sp\u00fcre ich zun\u00e4chst einen kr\u00e4ftigen, leicht s\u00e4migen Malzk\u00f6rper, bevor Augenblicke sp\u00e4ter eine deftig-kernige Hopfenbittere zu Tage tritt. Diese bleibt aber weich und samtig, wird niemals kratzig. \u00dcber diesen Sinneseindr\u00fccken entwickeln sich die retronasalen Aromen in sch\u00f6ner Harmonie \u2013 Nadelholz, Fichtennadeln, Baumharz und ein bisschen Pampelmusenschale. Der Schluck ist weich, die Bittere macht sich auch am Gaumen und im Rachen breit, bleibt aber samtig und pr\u00e4sentiert die sich weiter verst\u00e4rkenden retronasalen harzigen Aromen wie auf einem weichen Ordenskissen. Im gleichen Ma\u00dfe, wie diese Eindr\u00fccke sachte abklingen, macht sich eine ganz leichte alkoholische W\u00e4rme bemerkbar und weist unverkennbar auf die zwar nicht beeindruckenden, aber doch sp\u00fcrbaren 7,0% Alkohol hin. Ein rundum stimmiger Genuss!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Amundsen Bryggeri \u2013 Ink &amp; Dagger \u2013 Modern Day IPA (6,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die norwegische <a href=\"https:\/\/www.amundsenbrewery.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Amundsen Bryggeri<\/a> ist mir bisher nur durch ihre Serie \u201eDessert in a Can\u201c bekannt \u2013 alkoholstarke, aromatisierte Biere vom Pastry Stout \u00fcber Sauerbier bis zum Pale Ale. Alles mit intensiven Aromen. Fr\u00fcchte, Erdn\u00fcsse, Popcorn, Kokosnuss, gesalzenes Karamell, Haselnuss \u2013 alles dabei. Was f\u00fcr ein Gegensatz nun das vor mir stehende Modern Day IPA \u2013 gebraut ausschlie\u00dflich mit Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe. Nur 6,5% statt der zweistelligen Alkoholwerte der \u201eDessert in a Can\u201c-Serie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die quietschbunte und grafisch ein bisschen \u00fcberladene Dose birgt ein eher blassgelbes, gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcbes Bier, das zwar einen sch\u00f6nen Schaum entwickelt, der auch feine Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst, aber nur in einem d\u00fcnnen Rest l\u00e4nger h\u00e4lt. Beeindruckend, dass aus eben diesem d\u00fcnnen Rest die Trinkr\u00e4nder \u00fcberhaupt entstehen k\u00f6nnen! Der Duft ist dominiert von feinen Ananas- und Passionsfruchtnoten. Der Antrunk ist spritzig und leitet direkt \u00fcber zu einem \u00fcberraschend d\u00fcnnen Bier. Das direkt vorher getrunkene (und oben beschriebene) Union Jack war bei nur geringf\u00fcgig h\u00f6herem Alkoholgehalt so viel voller und nahrhafter. Auch die Bittere, die sich jetzt entwickelt, wirkt etwas weniger weich, etwas kantiger. Die retronasalen Aromen sind angesichts der Duftwolke beim Einschenken \u00fcberraschend dezent \u2013 die sch\u00f6nen Ananas- und Passionsfruchtaromen sind zwar leicht identifizierbar, aber nicht sehr intensiv. Der Schluck offenbart eine leicht raue Bittere, und zu meiner \u00dcberraschung kommt nun ein Hauch Schwefel (-dioxid, SO<sub>2<\/sub>, also Streichholzaroma) hervor. Nicht unangenehm, aber zu diesem Bier nicht wirklich passend. Da w\u00e4re die umgekehrte Reihenfolge (erst <a href=\"https:\/\/www.amundsenbrewery.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Amundsen<\/a>, dann <a href=\"https:\/\/www.firestonebeer.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Firestone Walker<\/a>) wohl harmonischer gewesen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"854\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-2-1024x854.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40427\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-2-1024x854.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-2-300x250.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-2-150x125.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-2-768x641.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/One-Pint-Verkostungspaket-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>BrewDog vs. Superfreunde \u2013 One More Minute \u2013 India Pale Lager<\/strong>; <strong>Kona Brewing Co. \u2013 Pipeline \u2013 Porter Brewed with Hawaiian Kona Coffee<\/strong>; <strong>Amundsen Bryggeri \u2013 Fruitopia \u2013 Blueberry, Mango, Blackberry &amp; Blood Orange Hyper Smoothie Sour<\/strong>; <strong>Rogue Ales \u2013 Chocolate Stout Nitro<\/strong>; <strong>Rogue Ales \u2013 Dead Guy Ale<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>BrewDog vs. Superfreunde \u2013 One More Minute \u2013 India Pale Lager (5,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das vor mir stehende Bier ist eine Kollaboration zwischen <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=30768\" target=\"_blank\">BrewDog<\/a> und den <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/superfreundecraftbeer\/\" target=\"_blank\">Superfreunden<\/a>. Die schottische Brauerei <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=30768\" target=\"_blank\">BrewDog<\/a> hat sich in Berlin ein zweites Produktionsstandbein aufgebaut, indem sie die vom oben genannten Greg Koch gegen die Wand gefahrene <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\">Stone Brewin<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\">g<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\"> <\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\">B<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\">e<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\">r<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\">l<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\">i<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=24360\" target=\"_blank\">n<\/a> \u00fcbernommen hat. Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/superfreundecraftbeer\/\" target=\"_blank\">Superfreunde<\/a> hingegen sind ein Bierprojekt, das in Berlin gegr\u00fcndet worden ist und mittlerweile nach Hamburg verlegt hat. Zum gemeinsamen Brauen sind die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/superfreundecraftbeer\/\" target=\"_blank\">Superfreunde<\/a> aber wieder zur\u00fcck nach Berlin gereist und haben dieses India Pale Lager entworfen \u2013 ein mit amerikanischen Hopfensorten gebrautes Bier, das aber statt mit einer oberg\u00e4rigen Hefe wie beim India Pale Ale mit einer unterg\u00e4rigen Lagerhefe eingebraut worden ist \u2013 das One More Minute India Pale Lager.<\/p>\n\n\n\n<p>Blassgelb ist dieses Bier, und leicht tr\u00fcb. Das ist jetzt nicht so spannend, aber die Optik wird durch eine sch\u00f6ne und schneewei\u00dfe Schaumkrone gerettet. Und nat\u00fcrlich durch den Berg im Hintergrund auf dem Foto \u2026 Der Duft ist herb. Fruchtig herb, aber die die Fruchtnoten selbst sind nicht so spielerisch fruchtig, wie in den meisten anderen vergleichbaren Bieren, sondern sie kommen in einer harzig-terpenartig wirkenden Einbettung daher, so als habe man das Bier mit den wei\u00dfen, ledrigen H\u00e4utchen (dem Mesokarp, wie der Biologe wei\u00df) zwischen Schale und Fruchtfleisch einer Pampelmuse gebraut. Angenehm! Der Antrunk ist recht weich, greift aber diese eigenartige Herbe direkt auf, leitet sie auf die Zunge, und dort sp\u00fcre ich an den Zungenr\u00e4ndern die Bittere, retronasal die Mesokarp-Aromen. Der Schluck entwickelt die leichte Bittere weiter und verst\u00e4rkt den retronasalen Eindruck noch ein wenig. Ein h\u00f6chst interessantes Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Kona Brewing Co. \u2013 Pipeline \u2013 Porter Brewed with Hawaiian Kona Coffee (5,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fast sechzig Jahre ist es her, dass <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pfKQoDBdim0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Paul Kuhn<\/a> das Lied <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pfKQoDBdim0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eEs gibt kein Bier auf Hawaii\u201c<\/a> geschrieben hat, und bis heute wird es auf Bierfesten, Karnevalsfeiern oder feuchtfr\u00f6hlichen Kegelabenden flei\u00dfig mitgegr\u00f6hlt. Ob es 1963 gestimmt hat, dass es auf Hawaii kein Bier gibt, wei\u00df ich nicht \u2013 2022 stimmt es auf alle F\u00e4lle nicht. Die Bierdose mit dem Coffee Porter vor mir stammt aus der hawaiianischen Brauerei <a href=\"https:\/\/konabrewingco.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kona Brewing<\/a>, die bereits 1994 in Kailua-Kona auf der Big Island Hawaiis gegr\u00fcndet worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist tiefbraun und wenn \u00fcberhaupt (das ist bei dieser Farbe fast nicht mehr feststellbar) nur ganz leicht tr\u00fcb. Der Schaum entwickelt sich nur zur\u00fcckhaltend und mag auch nicht sehr lange halten. Um so sch\u00f6ner ist dann aber der Duft: Feine R\u00f6staromen mit sch\u00f6nen Kaffeenoten und einer nur ganz leichten metallischen Note im Hintergrund. Der Antrunk ist nicht so weich und viskos, wie erwartet, sondern durchaus spritzig. Auf der Zunge entwickelt dieses Bier eine feine R\u00f6stbittere, die begleitet wird von Mokkaaromen, die retronasal sehr sch\u00f6n hervorkommen. Der Abgang ist recht schlank, die Bittere haftet f\u00fcr einen Moment, und w\u00e4hrend sie sanft abklingt, werden auch die Mokkaaromen langsam schw\u00e4cher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Amundsen Bryggeri \u2013 Fruitopia \u2013 Blueberry, Mango, Blackberry &amp; Blood Orange Hyper Smoothie Sour (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und noch ein weiteres Bier von der <a href=\"https:\/\/www.amundsenbrewery.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Amundsen Bryggeri<\/a>. Erneut kein \u201eDessert in a Can\u201c. Stattdessen eine Art Fruchtschaum, der nicht mal mehr im Entferntesten an ein Bier erinnert \u2013 weder optisch noch seitens seiner Aromatik.<\/p>\n\n\n\n<p>In kr\u00e4ftigem Dunkelrot blubbert das Bier fast schon ein wenig z\u00e4hfl\u00fcssig ins Glas. Eine dicke, tr\u00fcbe Pampe, gekr\u00f6nt von gro\u00dfblasigem, rosafarbenem Schaum, der allerdings recht rasch und spurlos zerf\u00e4llt. Der Duft erinnert im ersten Moment an Erdbeerkompott, was ein bisschen \u00fcberrascht, weil Erdbeeren wohl so ziemlich die einzigen Fr\u00fcchte zu sein scheinen, die nicht in diesem Bier verarbeitet worden sind. Bei genauerem Hinriechen werden aber die Brombeeren etwas deutlicher, und auch Mangoaromen glaube ich zu identifizieren. Der Antrunk ist z\u00e4hfl\u00fcssig, und auf der Zunge macht sich sofort eine sehr kr\u00e4ftige S\u00e4ure bemerkbar. Zu sauer f\u00fcr meinen pers\u00f6nlichen Geschmack, aber es passt zum Fr\u00fcchtep\u00fcree. Blutorangenaromen kann ich retronasal identifizieren, und so fehlen mir nur noch die Blaubeeren zu meinem Verkostergl\u00fcck. Die kommen dann nach dem Schluck. W\u00e4hrend die S\u00e4ure des Biers im Rachen langsam abklingt und die Bittere sich gar nicht zeigt, steigen jetzt noch ein paar Blaubeerenaromen auf. Na bitte! Ein Bier f\u00fcr Bierliebhaber, die Bier gar nicht liebhaben, sondern lieber einen Fr\u00fcchtecocktail, ein Smoothie oder ein Sorbet bevorzugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Rogue Ales \u2013 Chocolate Stout Nitro (5,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.rogue.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rogue Ales<\/a> \u2013 eine Brauerei aus Oregon, die 1988 gegr\u00fcndet wurde und im Laufe ihrer abwechslungsreichen Geschichte ihrem Namen Rogue, zu Deutsch Schurke, Ehre machte, als sich herausstellte, dass es mit dem Arbeitsklima und den Arbeitsbedingungen in der Brauerei nicht weit her war, sondern das Personal ausgenutzt und an der Gr\u00fcndung einer Personalvertretung gehindert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chocolate Stout Nitro ist mit Schokolade versetzt und mit Stickstoff statt mit Kohlendioxid unter Druck abgef\u00fcllt. Beim \u00d6ffnen der Dose zischt es kr\u00e4ftig, und ich h\u00f6re, wie sich der Stickstoff entbindet. Beim schnellen Einschenken \u2013 ehe der Effekt verfliegt \u2013 flie\u00dft ein fl\u00fcssiger, brauner Schaum ins Glas. Dort steigen die winzigen Bl\u00e4schen in einem spannenden Schauspiel auf und bilden nach kurzer Zeit eine kremige, beigefarbene Schaumschicht, die bombenstabil auf dem schwarzen, undurchsichtigen Bier thront. Der Duft ist schokoladig und weist sehr sch\u00f6ne Mokkaaromen auf. Ein seidig weicher Antrunk wird von kr\u00e4ftiger, malziger F\u00fclle gefolgt. Retronasal steigen die Schokoladen- und Mokkaaromen in die Nase, gleichzeitig gleitet das Bier kremig \u00fcber die Zunge in Richtung Rachen. Eine sch\u00f6ne Bittere macht sich breit; was ich aber fast gar nicht bemerke, das sind die f\u00fcr ein Stout typischen R\u00f6staromen. Auch der Schluck bleibt samtig und weich, ohne jede Ecke, ohne jede Kante. Die recht rasch abklingende Bittere ist ebenfalls zart und ohne jede Kratzigkeit. Ein Bier statt eines Desserts, gerne aber auch zum Dessert \u2013 bevorzugt zu aromatischem Vanilleeis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Rogue Ales \u2013 Dead Guy Ale (6,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Dead Guy Ale ist so etwas wie das Paradepferd f\u00fcr die Brauerei <a href=\"https:\/\/www.rogue.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rogue Ales<\/a>. Vor fast neun Jahren habe ich es das erste Mal getrunken \u2013 und f\u00fcr mich steht es nach wie vor stellvertretend f\u00fcr den Stil der \u201eechten\u201c India Pale Ales, also der IPAs, die nicht von gef\u00fchlt tausend verschiedenen Modeerscheinungen ver\u00e4ndert und manchmal auch verschlimmbessert worden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Dunkelorangefarben und leicht tr\u00fcb steht es im Glas, gekr\u00f6nt von einer \u00fcppigen Schaumschicht, die ganz leicht beigefarben ist und in ihrer fast schon trocken wirkenden Konsistenz ewig lange h\u00e4lt. Der Duft ist intensiv hopfig und herb, dabei harzig und kr\u00e4uterig-w\u00fcrzig. Ich zerbreche mir den Kopf \u00fcber die Kr\u00e4uternoten \u2013 ist es Rosmarin, den ich da glaube, identifizieren zu k\u00f6nnen? Und dahinter? Ein bisschen \u00e4therischer Basilikum? Auch ein wenig Mandarinenschale finde ich. Sehr ansprechend! Dann kommt der erste Schluck. Weich, aber trotzdem vom ersten Moment an kr\u00e4ftig bitter pr\u00e4sentiert sich das Bier. Die Bittere wird aber von einem kr\u00e4ftigen Malzk\u00f6rper ausbalanciert. Die resultierende Vollmundigkeit gef\u00e4llt sehr und bildet ein stabiles Fundament f\u00fcr eine ganze Kaskade von retronasalen Aromen, die alle den harzigen, terpenartigen Charakter dieses Biers unterstreichen. Im Abgang ist reichlich Bittere vorhanden, aber sie ist weich, geradezu samtig, ohne Ecken und Kanten. Und immer noch sp\u00fcre ich diese sch\u00f6nen, harzigen Aromen, nun noch etwas s\u00fc\u00dflich unterf\u00fcttert, wie frisch aufgeschnittene Orangen \u2013 aber nicht die aus dem Supermarkt, sondern die, die man in Spanien auf dem Markt zu kaufen bekommt. Die fruchtig-aromatisch-s\u00fc\u00dfen, eher kleinen Fr\u00fcchte, die offensichtlich f\u00fcr den Export viel zu schade sind und die man daher im Urlaub genie\u00dfen muss, wo immer man sie bekommt. Ein grandioses Bier und ein ebenso grandioser Abschluss der Verkostungsreihe dieses feinen Bierpakets.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben3\/OnePintVerkostungspaket\/\" target=\"_blank\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Ein herzliches Dankesch\u00f6n geht an <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/onepint.de\/\" target=\"_blank\">One Pint Germany<\/a> f\u00fcr all diese Biere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Dreizehn beeindruckende Biere von One Pint Germany. Ich glaube, ich verliere die \u00dcbersicht \u2026 Zum Gl\u00fcck im positiven Sinne! Da steht heute ein Paket im Hausflur, und ich habe nicht die geringste Ahnung, warum. Erst, nachdem ich es reingeschleppt habe und auf den Absender schaue, beginnt es mir zu d\u00e4mmern: <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=40421\" title=\"One PintVerkostungspaket\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":40424,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3,189],"tags":[],"class_list":{"0":"post-40421","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen","10":"category-unboxing"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40421"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47653,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40421\/revisions\/47653"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/40424"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}