{"id":42031,"date":"2022-07-10T22:49:00","date_gmt":"2022-07-10T20:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42031"},"modified":"2022-12-10T09:23:59","modified_gmt":"2022-12-10T08:23:59","slug":"tauschpaket-aus-roedermarkroedermarkdeu-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42031","title":{"rendered":"Tauschpaket aus R\u00f6dermark<br>R\u00f6dermark<br>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Erneut haben spannende und seltene Biere den Weg von R\u00f6dermark ins Allg\u00e4u hinter sich gebracht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Biertausch funktioniert hervorragend.<\/p>\n\n\n\n<p>Wann immer ich unterwegs auf ein interessantes Bier treffe, stelle ich davon eine Flasche an die Seite. Manchmal gelingt mir das h\u00e4ufiger, manchmal seltener. So dauert es dann Tage, Wochen oder vielleicht auch mal ein paar Monate, bis ich einen Karton gef\u00fcllt habe. Dann kommen noch ein paar Bierdeckel hinzu, die ich unterwegs gefunden habe, und vielleicht auch mal ein kleines Bierwerbe-Gimmick \u2013 denn der Empf\u00e4nger des Tauschpakets ist Bierdeckelsammler, und die anderen Gimmicks kann er auf Tauschb\u00f6rsen bestimmt gut gegen Bierdeckel eintauschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Tauschb\u00f6rsen sind es, die ihm immer die M\u00f6glichkeit geben, Biere aus Klein- und Kleinstbrauereien zu finden und in Gegenrichtung auf den Weg zu schicken.<\/p>\n\n\n\n<p>So reisen denn nun schon seit vielen Monaten die Bierpakete zwischen R\u00f6dermark und dem Oberallg\u00e4u hin und her. Heute ist gerade wieder eines angekommen. Zw\u00f6lf verschiedene Flaschen wecken meine Neugier auf das, was sich in ihnen verbirgt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"607\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-1024x607.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42032\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-1024x607.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-300x178.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-150x89.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-768x455.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend, also nach gestillter Neugier, teile ich dann gern \u2013zwar nicht unbedingt das jeweilige Bier, denn das ist dann ja alle, aber zumindest meine<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42034\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Richelbr\u00e4u \u2013 Tr\u00fcffelbier (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eher eine Hobbybrauerei als ein kommerzieller Betrieb, die <a href=\"http:\/\/www.richelbraeu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Richelbr\u00e4u<\/a> im M\u00fcnchner Ortsteil Neuhausen. Ansonsten w\u00e4re es wohl gar nicht m\u00f6glich, in M\u00fcnchen ein Bier zu brauen, zu dem ausdr\u00fccklich auf dem Etikett steht \u201eGebraut nicht nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516\u201c. Ein Bier mit Tr\u00fcffeln. Ich bin sehr gespannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Etikettengestaltung sagt mir jetzt allerdings nicht so wirklich zu. Voller Schlagworte (\u201eSchwein gehabt\u201c, \u201esaugut\u201c) und Informationen, mit denen ich nicht so richtig viel anfangen kann. \u201eRichelbr\u00e4u M\u00fcnchen-Neuhausen\u201c, das ist fast die einzige sachliche Information. Was es mit der Bezeichnung \u201eCasa Nova Biere\u201c auf sich hat? Ein humoristischer Claim, der den M\u00fcnchner Stadtteil Neuhausen ins Italienische \u00fcbertr\u00e4gt. Aber warum? Habe ich heute zu schlechte Laune, oder erschlie\u00dft sich mir der Humor dauerhaft nicht? Keine Ahnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Textbox auf der R\u00fcckseite ist \u2013 f\u00fcr mich! \u2013 nicht so richtig verst\u00e4ndlich: \u201eEs lebe das Tr\u00fcffelschwein und der investigative Journalismus. Das sog. \u201aTr\u00fcffelschwein\u2018 steht hier f\u00fcr Entdeckerlust und Sp\u00fcrsinn im Brauwesen, aber auch f\u00fcr die St\u00e4rkung von unabh\u00e4ngigem Journalismus in einer Demokratie.\u201c Vermutlich alles Gags und Anspielungen f\u00fcr Insider. Es folgt eine Zutatenliste: \u201eGebirgswasser, \u00f6kologisches Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Tr\u00fcffelaroma mit Oliven\u00f6l, getrockneter und frischer Tr\u00fcffel\u201c. Dass so etwas in Bayern gebraut werden darf? Es lebe das Experiment, und ich freue mich auf eben dieses. Hoffentlich schmeckt das Bier dann auch!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist mittelgelb mit einem deutlichen Graustich und einer sehr kr\u00e4ftigen Tr\u00fcbung, so dass es fast schon wie ein Milkshake aussieht. Der Schaum entwickelt sich \u00fcberm\u00e4\u00dfig und bleibt danach auch in festen, trockenen Flocken stehen, insbesondere am Glasinnenrand, wenn das Glas langsam geleert wird. Der Geruch ist hefig und ein bisschen erdig-dumpf, und er wirkt s\u00e4uerlich. Der Antrunk ist sehr spritzig, ebenfalls leicht s\u00e4uerlich, und unmittelbar danach macht sich auf der Zunge eine kratzige Bittere breit, begleitet von recht viel Schaum. Nach einem Moment, wenn das Bier ausgesch\u00e4umt hat, beginne ich, die ersten Aromen wahrzunehmen. Hefe ist wieder dabei, und auch der erdig-dumpfe Geschmack, den ich mal den Tr\u00fcffeln zuordne (obwohl frische Tr\u00fcffel anders riechen und schmecken, aber wer wei\u00df, was der Brauprozess und der Alkohol im Bier diesen Aromen alles \u201eantun\u201c). Der Schluck verst\u00e4rkt die unausgewogene, raue Bittere, und die Aromen werden weniger komplex. Der hefige Eindruck geht deutlich zur\u00fcck, es bleibt eine dumpfe, jetzt auch nicht mehr so erdig, sondern eher muffig wirkende Sensorik zur\u00fcck. Sowohl Bittere als auch Dumpfheit halten verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lange an. Insgesamt zwar originell, aber nicht wirklich gelungen \u2013 Tr\u00fcffel scheinen eine Zutat zu sein, die dem Bier nicht bekommt. Experiment leider gescheitert. Schade. Aber der gute Wille z\u00e4hlt, und jedes Bier in Bayern, das nicht nach dem sogenannten \u201eReinheitsgebot\u201c gebraut ist, ist ein Zeichen! Ein Zeichen gegen die Arroganz der Lobbyisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Fusel \u2013 Schnelles Helles (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es geh\u00f6rt schon Mut dazu, ein Bier Fusel zu nennen, oder? So viel Selbstironie versteht vielleicht nicht jeder Kunde. Aber sicherheitshalber ist das auf der Website der Herstellerfirma <a href=\"https:\/\/fusel.store\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Yanesco GmbH<\/a> ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt: \u201eDer Fusel. &#8212; Der Name Fusel basiert auf dem lateinischen Wort \u201efusilis\u201c, welches flie\u00dfend oder fl\u00fcssig bedeutet. Dies bezieht sich auf den Moment, wenn eines unserer erfrischenden Getr\u00e4nke beim Durchflie\u00dfen des Gaumens ein besonderes Geschmackserlebnis erzeugt. &#8212; Heutzutage wird unter Fusel im deutschen Sprachgebrauch vermehrt die Bedeutung billiger Branntwein oder weniger guter Schnaps verstanden. Selbstverst\u00e4ndlich ist dies nicht auf unsere qualitativ hochwertige Auswahl zu \u00fcbertragen, ein Germanist w\u00fcrde daher von einem Dysphemismus sprechen &#8211; eine absichtlich negative Wortverwendung zur Pointierung der eigentlichen positiven Bedeutung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herkunft der Bezeichnung Fusel ist zwar korrekt erl\u00e4utert, aber die zweite Bedeutung, die Fusel hat, n\u00e4mlich eine Bezeichnung f\u00fcr als geschmacklich unrein empfundene Alkohole und Alkoholgemische wird nicht erw\u00e4hnt. Das w\u00e4re dann vielleicht schon viel zu negativ und w\u00fcrde die Idee des Dysphemismus \u00fcberspannen.<\/p>\n\n\n\n<p>Na, ich bin nicht <strong>\u00fcber<\/strong>spannt, sondern nur <strong>ge<\/strong>spannt. Und zwar darauf, wie\u2019s schmeckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig gelb und deutlich tr\u00fcb; ein leichter Graustich macht es trotz des wei\u00dfen Schaums eher unansehnlich. Der Duft ist dumpf mit einer leicht s\u00e4uerlichen Note. Leider best\u00e4tigt der Antrunk, was die Nase schon vermutet: Das Bier hat einen leichten Stich. Es ist leicht s\u00e4uerlich, wenig frisch und statt eines sauberen, dezenten Malzaromas dumpft es sachte vor sich hin. Hopfenaromen vermag ich keine zu identifizieren. Erdig und ein wenig brackig wirkt es. So, als w\u00e4re es schon seit geraumer Zeit jenseits des Mindesthaltbarkeitsdatums gelandet. Das ist aber nicht der Fall \u2013 ein paar Wochen hat es noch. Zur deftigen Brotzeit und mit ausgepr\u00e4gtem Durst nach einem hei\u00dfen Sommertag trinke ich es aus, aber eine Freude ist es leider nicht. Ein Fusel, wie es der Name verhei\u00dft, ist\u2018s zwar nicht, aber ein Muffel durchaus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hofbrauhaus Wolters \u2013 Wolters Pilsener (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWolters oder wolters nicht?\u201c, lautete der schon in meiner Jugend st\u00e4ndig \u00fcberstrapazierte Witz zum <a href=\"https:\/\/hofbrauhaus-wolters.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wolters<\/a> Pilsener aus Braunschweig. Seit Jahrzehnten habe ich dieses Bier nicht mehr getrunken, und um so sch\u00f6ner ist es, jetzt mal wieder eine Flasche davon vor mir stehen zu haben. Hoffentlich schmeckt es aber auch so gut, wie ich es in Erinnerung habe \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier leuchtet goldgelb in der Sonne, und es ist blank filtriert. Der schneewei\u00dfe Schaum ist sehr feinporig und kremig, und er h\u00e4lt schier ewig. Unter der Schaumdecke verbirgt sich eine feine Hopfennase \u2013 grasige, heuartige Aromen und eine feine, eher neutrale Hopfenbittere glaube ich zu riechen. Der Antrunk ist spritzig und frisch, und der erste Eindruck auf der Zunge sagt mir sofort: So muss ein norddeutsches Pilsener schmecken. Ganz schlank, fast ohne Rests\u00fc\u00dfe, mit einer gut sp\u00fcrbaren, aber dennoch zur\u00fcckhaltende Hopfenherbe, mit heuartigen retronasalen Aromen, und ohne Fisimatenten. Kein metallischer Nachgeschmack, kein Diacetyl, kein Dimethylsulfid, sondern einfach nur klare, geradlinige Hopfencharakteristik. Der Schluck best\u00e4tigt das alles: Die sensorischen Eindr\u00fccke bleiben klar und sauber, keine Fehlgeschm\u00e4cker sind zu sp\u00fcren, und h\u00e4tte dieses Bier noch einen Hauch mehr Hopfenbittere, dann g\u00e4be es die volle Punktzahl. Aber auch so: Die sch\u00f6nen Erinnerungen an die Jugendzeit d\u00fcrfen sch\u00f6n bleiben \u2013 das Bier ist unver\u00e4ndert ein sehr sch\u00f6ner Trinkgenuss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Doggo\u2019s Crazy Brewing \u2013 frisches, unfiltriertes Bier<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was auch immer sich hinter diesem Bier verbergen mag \u2026 Das Etikett l\u00e4sst auf ein Hobbybrauerbier schlie\u00dfen \u2013 aber was f\u00fcr ein Stil? Wieviel Alkohol? Wer dahinter steckt? All diese Fragen bleiben offen. Auch eine gr\u00fcndliche Google-Suche bringt nichts. Also trinken wir v\u00f6llig unvoreingenommen ein \u201efrisches, unfiltriertes Bier\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig dunkelgelb, fast schon ins Hellkupferfarbene \u00fcbergehend. Es ist gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine zwar d\u00fcnne, aber sch\u00f6n kremige Schaumschicht. Der Duft ist eine interessante Melange aus malzigen Kuchenteignoten, aber auch von Orangen- und Holunderbl\u00fcten. Der Antrunk ist frisch und fruchtig, und auf der Zunge dominieren im ersten Moment die schon genannten Bl\u00fctenaromen. Gleichzeitig bildet sich aber ein leicht viskoser Belag auf der Zunge, der die Kuchenteignoten und einen etwas hefigen Geschmack hervorbringt. Letzterer, der Hefegeschmack, findet sich auch nach dem Schluck wieder. Gepaart mit einer leicht adstringierenden Herbe \u00fcberspielt er alle Fruchtnoten und ver\u00e4ndert somit im Abgang den Charakter des Biers v\u00f6llig. Interessant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>K\u00f6nigsbrunner Biermanufaktur \u2013 k\u00f6bi B\u00f6ck \u2013 Schwarzes Bockbier (6,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eInspiriert von den ersten Schritten der Whiskeyherstellung haben wir ein Bockbier entwickelt, das zwischen tiefen Malznoten und fruchtig frischem Hopfen eine facettenreiche Balance findet\u201c, erkl\u00e4rt mir das Etikett.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6n dunkelbraun und nur leicht tr\u00fcb steht das Bier im Glas; der Schaum ist gelblich beige, feinporig und recht lange haltbar. Der Duft ist intensiv malzig, mit leichten R\u00f6staromen, aber zun\u00e4chst sp\u00fcre ich noch nicht vom verwendeten Whiskymalz.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist sehr spritzig, und das Bier sch\u00e4umt im Mund erstmal kr\u00e4ftig auf. Viel sch\u00f6ner w\u00e4re der Genuss, wenn die Kohlens\u00e4ure besser eingebunden w\u00e4re, aber so wirkt das Schaum- und Sprudelverhalten eher wie bei einer frische eingeschenkten Kola. Wenn der Schaum im Mund so weit zusammengefallen ist, dass Geschmack und retronasale Aromen identifiziert werden k\u00f6nnen, kommen kr\u00e4ftige R\u00f6staromen hervor \u2013 etwas Mokka, etwas Bitterschokolade, etwas Muckefuck. Dazu ein dezent s\u00e4uerlicher Biss. Und dann kommt, retronasal nat\u00fcrlich, auch ein wenig torfige Rauchigkeit vom Whiskymalz zum Vorschein. Nur leicht, nur dezent, aber jetzt doch gut sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang wird immer noch von der spritzigen Schaumigkeit und der feinen S\u00e4ure gekennzeichnet, aber auch die Bitterschokoladen- und R\u00f6stkaffeearomen machen sich so sp\u00e4t immer noch bemerkbar. Es verbleibt ein leicht viskoses Gef\u00fchl auf der Zunge; die bitteren Aromen halten ziemlich lange durch, und entlang der Speiser\u00f6hre bis hinunter zum Magen entwickelt sich eine leichte alkoholische W\u00e4rme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wilhelms Hopven \u2013 Weizen \u2013 dasmalzigspritzige (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eF\u00fcr die Wilhelmshaven Brauerei GmbH (\u2026) gebraut in Bremen.\u201c So, so. Da machen sich die Nordlichter jetzt also an den urbayerischen Bierstil heran. Da bin ich mal gespannt, denn da habe ich bisher sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Von \u201erichtig gut gelungen\u201c bis \u201edas soll ein Weizen sein?\u201c war schon alles dabei. Auf geht\u2019s, ich schenke ein!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine faszinierend intensive, orangene Farbe und ist gleichm\u00e4\u00dfig milchig-tr\u00fcb. Beim Einschenken haben sich sch\u00f6ne W\u00f6lkchen gebildet. Der Schaum ist im ersten Moment zwar zur\u00fcckhaltend, aber durchaus ansprechend, zerf\u00e4llt dann aber auf dem Weg vom Balkon in die Wohnung bereits zu unansehnlichen, sp\u00e4rlichen Resten. Im Duft liegt ein Kompromiss: Die beiden Aroma-Lager, also das Bananige vom Isoamylacetat, und das phenolisch-w\u00fcrzige und an Gew\u00fcrznelken Erinnernde vom 4-Vinyl-Gujakol, halten sich die Waage und ergeben eine interessante Melange.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist nicht wirklich spritzig, daf\u00fcr ist die Spundung nicht hoch genug, aber er ist frisch und, wie man im Englischen sagen w\u00fcrde, \u201ecrispy\u201c. Zur\u00fcck\u00fcbersetzt w\u00e4re das \u201eknusprig\u201c, aber das passt beim Bier ja nicht wirklich. Typisch f\u00fcr ein Weizenbier, jedenfalls, dieser erfrischende Eindruck. Auf der Zunge ist das Bier mild und weich. Es changiert zwischen Banane und Gew\u00fcrzen, und es h\u00e4lt sich bez\u00fcglich einer wie auch immer gearteten Hefe-, R\u00f6st- oder Hopfenbittere sehr zur\u00fcck. Eigentlich ist es \u00fcberhaupt nicht bitter, denke ich zun\u00e4chst, bis dann nach dem Schluck doch noch eine feine, dezente Bittere auftaucht, die verhindert, dass das Bier gar zu s\u00fc\u00df wird.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein Weizen \u00fcberraschend weich und samtig, aber dennoch sehr ansprechend. Also ein Bier der \u201erichtig gut gelungen\u201c Kategorie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42035\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Waldstadt Brauerei \u2013 M\u00fcmmelmanns Festbier (5,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oh, Mann, ich habe mir doch immer so viel auf die Ordnung in meinen Bierk\u00fchlschr\u00e4nken eingebildet \u2026 Und jetzt f\u00e4llt mir eine Flasche Osterbier in die H\u00e4nde. Wie lange ist Ostern schon wieder her? Gef\u00fchlt mindestens anderthalb Jahre!<\/p>\n\n\n\n<p>Tja, das M\u00fcmmelmanns Festbier muss beim Hin- und Herschieben der Flaschen irgendwann mal die falsche Abzweigung genommen haben. Aber egal, jetzt wird es verkostet:<\/p>\n\n\n\n<p>Leuchtend orange und nur leicht tr\u00fcb steht es im Glas \u2013 das ist aber dem vorsichtigen Einschenken geschuldet, denn am Boden der Flasche ist noch ein fester Bodensatz erkennbar. Nach etwas Sch\u00fctteln l\u00f6st er sich und k\u00f6nnte nun, teils in kleinen Br\u00f6ckchen, auch noch ins Glas gegossen werden. Mach\u2018 ich aber nicht. Der cremewei\u00dfe Schaum ist \u00fcppig, feinporig bis kremig, und er h\u00e4lt unendlich lang. Selbst als das Glas schon halt leer ist, h\u00e4lt er sich noch wacker und hat bis dahin auch flei\u00dfig dicke Trinkr\u00e4nder im Glas hinterlassen. Der Duft ist klassisch f\u00fcr ein Festbier: Biskuit- und kuchenteigartige Malznoten str\u00f6men intensiv in die Nase, dahinter kommen feine Brotkrustenaromen. Eine deftige, fast schon feiste F\u00fclle, die dieses Aroma verspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk \u00fcberrascht dann: Er ist eher leicht und spritzig. Auch auf der Zunge offenbart das Bier ganz eigene Akzente: Statt einer malzigen Vollmundigkeit dominiert eine kernige Herbe. Zwar ist auch das Malz gut zu sp\u00fcren, aber in erster Linie tobt sich hier der Hopfen aus. Kernig, knackig, bitter. Mir gef\u00e4llt\u2019s. Nach dem Schluck finden dann die Malz- und Hopfenanteile erneut gut zusammen. Runde, malzige F\u00fclle klingt mit Teig- und Brotaromen nach, der Hopfen bolzt noch ein bisschen kantig und kratzb\u00fcrstig im Rachen herum \u2013 beide Anteile geben sich M\u00fche, noch eine Weile lang pr\u00e4sent zu bleiben. Dem Trinker bleibt nach dem Schlucken also noch was. Und das ist in unserer kurzlebigen Zeit doch auch schon etwas, oder?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Eichh\u00f6rnchen \u2013 Hell (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erst kommt die Show, also das Marketing und das Merchandizing (inzwischen ja nur noch \u201eMerch\u201c genannt), dann viele, viele Spr\u00fcche, und irgendwann am Ende \u2026 ach ja, auch noch ein Produkt. Bier in diesem Fall. Aber k\u00f6nnte auch alles andere sein, Hauptsache, viel Reklame und Werbeged\u00f6ns.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist jedenfalls der Eindruck, der sich mir aufdr\u00e4ngt, wenn ich von Eichh\u00f6rnchen lese, der Biermarke aus D\u00fcsseldorf, die offensichtlich mehr Geld mit T-Shirts, Socken, Polohemden und digitaler Kunst in Form von Non-Fungible-Tokens (NFTs) als mit dem Bier machen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Insofern muss ich mich zusammenrei\u00dfen, um m\u00f6glichst vorurteilsfrei an die Verkostung des vor mir stehenden Biers heranzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Glas ist das unfiltrierte Bier hellgelb, und vorsichtig eingeschenkt ist es zun\u00e4chst auch fast blank. Den Bodensatz kann ich problemlos in der Flasche zur\u00fccklassen, er haftet fest am Flaschenboden. Der \u00fcppige Schaum ist schneewei\u00df, h\u00e4lt sich ewig, und beim Trinken bleiben deutliche Trinkr\u00e4nder im Glas zur\u00fcck. Sch\u00f6n! Der Antrunk ist extrem spritzig; das Bier wirkt \u00fcberspundet. Vor lauter Schaumbildung im Mund f\u00e4llt es mir f\u00fcr einen Moment schwer, die Aromatik zu beurteilen. Erst nach einer Weile kann ich kleine Schlucke nehmen, die nicht sofort auf der Zunge aufsprudeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann entdecke ich auch eine milde Malzw\u00fcrze, ein paar angenehme Grapefruit- und Mandarinennoten, die sich retronasal entwickeln, und eine sehr dezente Hopfenherbe. Der Eindruck nach dem Schluck ist angenehm weich, die fruchtigen Noten begleiten den Abgang noch ein wenig, und dann \u2026 passiert nichts mehr. Angesichts der Sprudeligkeit habe ich auch nur begrenzt Lust auf einen sofortigen, zweiten Schluck. Die auf der Website angepriesene \u201eSch\u00fcttigkeit\u201c kann ich nun leider nicht best\u00e4tigen. Trotz Abwesenheit von Fehlaromen und einem angenehmen Aromaeindruck ist das Eichh\u00f6rnchen Hell kein Bier, von dem ich mehr als ein Glas pro Stunde trinken wollen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauerei Mauerbrecher \u2013 Wild Thing Kveik \u2013 Kveik Rauchbier (6,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Etikett gibt sich \u00fcberraschend auskunftsfreudig. Neben den \u00fcblichen und rechtlich vorgeschriebenen Angaben finde ich dort diesen ausf\u00fchrlichen Text: \u201eLokal gebraute Spezialit\u00e4t. \u2013 Ein absoluter Mauerbrecher: Die Kombination aus fr\u00e4nkischer Biertradition und norwegischer Hefe. Das Wort \u201aKveik\u2018 ist einer der vielen norwegischen Begriffe f\u00fcr \u201aHefe\u2018. Bei dieser handelt es sich um eine alte Hefe, welche in traditionellen Farmhouse-Brauereien in Norwegen \u00fcber Generationen weitergegeben wurde, hier aber erst seit Kurzem erforscht wird. Das Bier wird mit dieser Hefe bei besonders warmen Temperaturen fermentiert. So entstehen besondere Aromen von Banane und tropischen Fr\u00fcchten in Kombination mit einem schokoladig-rauchigen Aroma. \u2013 Unser \u201aWild Thing\u2018 \u2013 einfach unwiderstehlich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier funkelt in leuchtend rotbraunem Glanz, nur gegen eine starke Lichtquelle ist eine leichte Tr\u00fcbung zu sehen. Der beigefarbene Schaum ist feinporig, sieht appetitlich aus und h\u00e4lt ewig, so dass er beim Trinken auch sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst. Der durchaus dezente Duft wird gepr\u00e4gt von einer sauberen Rauchnote, die warm und angenehm holzig wirkt; im Hintergrund tauchen dann noch leicht fruchtige Aromakomponenten auf, die sich aber sehr zur\u00fcckhaltend geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und ein bisschen pfeffrig \u2013 recht \u00fcberraschend, da ich das bei einem Rauchbier jetzt nicht unbedingt erwartet h\u00e4tte. Auf der Zunge bleibt eine pfeffrige Sch\u00e4rfe, die sich aber mit einem nun eher die Schleimh\u00e4ute belegenden, viskos wirkenden Effekt paart. Dass gleichzeitig nun auch intensive Raucharomen retronasal sp\u00fcrbar werden, tr\u00e4gt zur Komplexit\u00e4t des Trinkerlebnisses erheblich bei. Auch eine leicht adstringierend wirkende Bittere identifiziere ich \u2013 sie bildet ein bisschen einen Gegenpol zur Viskosit\u00e4t und verhindert, dass das Bier in seiner Textur zu seifig wird. Der Antrunk bringt die Bittere st\u00e4rker nach vorne und macht deutlich, dass die gef\u00fchlte Viskosit\u00e4t nichts mit eventuellen Restzuckern zu tun haben kann \u2013 knochentrocken ist der Eindruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein hochinteressantes Bier!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Papenburger Landbier \u2013 Hell (4,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e\u201aDen Eersten sien Dod, den Tweeten sien Not, den Dr\u00fctten sien Brod \u2013 und den Veerten sien Beer.\u2018 Unter diesem Motto haben sich die Nachbarn Wilhelm und Hermann-Josef in ihr Brauhaus am Splitting zur\u00fcckgezogen, um nach einer unverwechselbaren Rezeptur zu forschen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen &#8211; und schmecken.\u201c So hei\u00dft es auf der Website der Brauerei <a href=\"https:\/\/papenburgerbrauerei.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Bierbrauer TS OHG<\/a>, auch als <a href=\"https:\/\/papenburgerbrauerei.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Papenburger Brauerei<\/a> bekannt. Liest sich nett, auch wenn ich die Geschichten um \u201eunverwechselbare Rezepturen\u201c nicht mehr h\u00f6ren kann \u2013 egal, ob sie erforscht oder hinter uralten Wandpaneelen entdeckt werden \u2026 Aber egal \u2013 es ist ein Bierrezept, und nach diesem Rezept wird das Papenburger Landbier Hell gebraut. Und so schmeckt es:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgelb, kr\u00e4ftig und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb, und es tr\u00e4gt einen feinporig-kremigen, etwas hefig wirkenden, altwei\u00dfen Schaum, der recht lange h\u00e4lt und Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst. Der Duft ist hefebetont und erinnert ein wenig an Kuchenteig oder frisch aufgeschnittenen Hefezopf. Der runde, leicht s\u00e4mige Antrunk unterstreicht den hefigen Charakter, der sich dann auch auf der Zunge deutlich bemerkbar macht. Dezente Malzs\u00fc\u00dfe, intensive, hefige Bittere und ein leicht adstringierendes Gef\u00fchl auf der Zunge sind klassisch f\u00fcr ein unfiltriertes Helles, in dieser Intensit\u00e4t aber ungew\u00f6hnlich. Auch der Abgang ist sehr von der Hefe gepr\u00e4gt. Insgesamt ein sensorisch sehr intensives Bier f\u00fcr gerade mal 4,4% Alkohol.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Ostermann Braumanufaktur \u2013 Keller-Pils naturtr\u00fcb (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/heimatbierversorger.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ostermann Braumanufaktur<\/a> \u2013 eine Biermarke, die sich auf die Tradition der 1920 geschlossenen Schwerter Brauerei Ostermann beruft und ihre Biere in Oelde im <a href=\"https:\/\/www.brau-atelier.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brauatelier Oelde<\/a> brauen l\u00e4sst, welches zu <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=36536\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pott\u2019s gl\u00e4serner Erlebnisbrauerei<\/a> geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kr\u00e4ftig gelbe, leicht und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcbe Bier tr\u00e4gt einen schneewei\u00dfen und ordentlichen Schaum, der sehr lange h\u00e4lt. Der Duft ist klassisch pilsig-herb, ohne Aroma-Fisimatenten, lediglich mit ein paar dezent heuartigen, kr\u00e4uterigen Hopfenaromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und herb, auf der Zunge macht sich sofort eine kernige Bittere breit. Rests\u00fc\u00dfe sp\u00fcre ich keine; das Bier ist hochvergoren und knochentrocken. Und so bleibt es auch nach dem Schluck. Eine kernige Bittere, sehr straight, ohne Spielereien. Die Hopfenbittere ist allerdings sch\u00f6n weich, sie kratzt nicht, sie erzeugt kein adstringierendes Gef\u00fchl \u2013 einfach nur eine saubere Biere. Ein sch\u00f6nes Zischbier f\u00fcr Nerds, die klassische Bittere zu sch\u00e4tzen wissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Privatbrauerei Ustersbach \u2013 Obersch\u00f6nenfelder Helles (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1910 wird im Kloster Obersch\u00f6nenfeld kein Bier mehr gebraut, aber anl\u00e4sslich des 800j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Abtei im Jahr 2011 hat die <a href=\"http:\/\/www.ustersbacher.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Privatbrauerei Ustersbach<\/a> ein Dunkles auf den Markt gebracht, das im Klosterst\u00fcble bis heute ausgeschenkt wird. Seit 2020 wird dieses Bier nun durch das Obersch\u00f6nenfelder Helle erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelb und blank filtriert steht das Bier im Glas; der Schaum ist zur\u00fcckhaltend, schneewei\u00df, aber in Resten so lange haltbar, dass er beim Trinken trotzdem noch, allerdings leichte, Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst. Der Duft ist sehr dezent malzig mit feinen Biskuitnoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der weiche Antrunk verleitet zu gro\u00dfen Schlucken. Auf der Zunge zeigt sich das Bier malzig-s\u00fc\u00df und offenbart eine samtige Textur, die die Schleimh\u00e4ute sachte belegt. Hopfenbittere ist nur ganz entfernt zu sp\u00fcren. \u00c4hnlich dezent und zur\u00fcckhaltend bleibt der Gesamteindruck bis \u00fcber den Schluck hinaus. Retronasal sp\u00fcre ich ein paar leichte Biskuitaromen vom Malz, und die samtige Textur t\u00e4uscht ein bisschen mehr Substanz vor, als tats\u00e4chlich vorhanden ist. Ein gut durchtrinkbares Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben5\/TauschpaketRoedermark2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Erneut haben spannende und seltene Biere den Weg von R\u00f6dermark ins Allg\u00e4u hinter sich gebracht. Der Biertausch funktioniert hervorragend. Wann immer ich unterwegs auf ein interessantes Bier treffe, stelle ich davon eine Flasche an die Seite. Manchmal gelingt mir das h\u00e4ufiger, manchmal seltener. So dauert es dann Tage, Wochen oder <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42031\" title=\"Tauschpaket aus R\u00f6dermarkR\u00f6dermarkDEU\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":42032,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3,189],"tags":[],"class_list":{"0":"post-42031","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen","10":"category-unboxing"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42031","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42031"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42031\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42036,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42031\/revisions\/42036"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/42032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42031"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42031"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42031"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}