{"id":42046,"date":"2022-07-10T22:50:00","date_gmt":"2022-07-10T20:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42046"},"modified":"2022-12-13T08:38:35","modified_gmt":"2022-12-13T07:38:35","slug":"verkostungspaketaus-traubing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42046","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br>aus Traubing"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ich liebe diese Art von \u00dcberraschungspaketen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine nette Bekanntschaft: Man kennt sich vorwiegend aus dem Internet und den sozialen Medien, hat sich aber auch schon mal auf einem Bierfestival getroffen. Man kommt ins Gespr\u00e4ch, verschickt gelegentlich mal ein paar flei\u00dfig gesammelte Kronkorken aus der ganzen Welt, und dann kommt pl\u00f6tzlich als sch\u00f6ne \u00dcberraschung ein Paket mit Bier.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt neun Biere, die meisten davon aus der Umgebung von M\u00fcnchen, also eigentlich gar nicht so weit weg. Und trotzdem: Fast keines davon habe ich schon getrunken. Ganz im Gegenteil, es sind Biere, die ich definitiv verpasst h\u00e4tte, w\u00e4ren sie heute nicht in diesem Paket gewesen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"655\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-1024x655.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42048\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-1024x655.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-300x192.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-150x96.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-768x491.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie sch\u00f6n. Und sogar noch ein kleines Glas selbstgemachte Marmelade ist dabei \u2013 Brombeer und Mirabelle. Ein guter Anlass, zum Fr\u00fchst\u00fcck mal wieder ein paar leckere Croissants zu kaufen!<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Biere anbelangt: Die gibt es nat\u00fcrlich eher nicht zum Fr\u00fchst\u00fcck \u2013 aber eine sp\u00e4tnachmitt\u00e4gliche oder abendliche Verkostung ist ja auch nicht zu verachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben5\/VerkostungspaketTraubing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42049\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Starnberg Br\u00e4u \u2013 Helles (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Helles, das nicht mit einem hellblauen Etikett aufwartet? Und noch nicht mal blau-wei\u00dfe Rauten im Wappen f\u00fchrt? Stattdessen lindgr\u00fcne Farben? Darf sich das \u00fcberhaupt \u201eHelles\u201c nennen? Ich wei\u00df ja nicht \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Dunkelgoldgelb und blank steht das Bier im Glas, und es tr\u00e4gt eine sch\u00f6ne, wei\u00dfe Schaumkrone, die auch lange h\u00e4lt. Die Optik stimmt also schon mal. Der Duft ist malzig mit feinen Biskuitnoten und einem Hauch Schwefel. Passt auch. Ein recht weicher Antrunk, ein weicher und voller malziger Charakter auf der Zunge und am Gaumen und eine nur ganz zur\u00fcckhaltende Herbe \u2013 auch das passt. Sch\u00f6n, dass das Bier zwar mild und s\u00fc\u00df, aber nicht zuckrig wirkt. Ordentlich! Dann noch ein weicher, runder Abgang, und ich will wohl zufrieden sein. Sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Doch halt, was ist das? Ich habe nicht schnell genug ausgetrunken, und jetzt, da das Bier etwas w\u00e4rmer wird (geht ja zur Zeit sehr schnell bei dieser Sommerhitze), sp\u00fcre ich doch eine leichte DMS-Note! Nicht der \u201enormale\u201c Schwefel (Schwefelwasserstoff H2S), sondern Dimethylsulfid. Och, das ist aber schade. So wird der ansonsten wirklich gute Eindruck doch noch ein bisschen geschm\u00e4lert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Starnberg Br\u00e4u \u2013 Kellerbier naturtr\u00fcb (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier haben wir jetzt das hellblaue Etikett, das doch eigentlich stilistisch auf das Helle geh\u00f6rt h\u00e4tte \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgelb, gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und entwickelt nur sp\u00e4rlichen Schaum, der dann leider ganz schnell zusammenf\u00e4llt. Der Duft ist mild, leicht s\u00fc\u00dflich mit einem ganz leicht zitronigen Hauch. Ein spritziger Antrunk mit einer feinen Kohlens\u00e4uresch\u00e4rfe leitet \u00fcber zu einem malzigen, leicht s\u00fc\u00dflichen (und ins Zuckrige gehenden) Eindruck auf der Zunge, den nur eine sehr zur\u00fcckhaltende Bittere begleitet. Der Abgang ist \u00fcberraschend neutral. Blitzschnell verschwindet das Bier, es bleibt eigentlich nichts haften, noch nicht einmal irgendwelche nennenswerten retronasalen Aromen. Geschmacks- oder Braufehler nat\u00fcrlich auch nicht, insofern ist das Bier als Wegzisch-Bier gut geeignet. Nicht aber daf\u00fcr, um sich l\u00e4nger als einen Augenblick daran zu erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wei\u00dfbierbrauerei Hopf \u2013 Wei\u00dfer Bock [2021 \u2013 1 Jahr alt] (7,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kupferfarben und kr\u00e4ftig, gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb. Der Schaum ist sehr kremig, bleibt aber nur in einer ganz d\u00fcnnen Schicht l\u00e4nger erhalten \u2013 die hohe Spundung n\u00e4hrt ihn st\u00e4ndig. Der Duft ist wunderbar fruchtig \u2013 intensive Aprikosenaromen und eine sehr dezente Bananennote im Hintergrund erfreuen die Nase, aber da sind auch noch andere, estrige Fruchtaromen, die an dunkle Fr\u00fcchte, an Mirabellen, an reife Pflaumen und an reife, gelbe Stachelbeeren erinnern. Wundersch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und ein bisschen pfeffrig scharf \u2013 da kommen zur Kohlens\u00e4ure vielleicht noch ein paar Phenole hinzu, die diese pfeffrige Sch\u00e4rfe erzeugen? Auf der Zunge ist das Bier f\u00fcr einen Moment sprudelig, dann aber machen sich s\u00fc\u00dfliche, leicht malzige Eindr\u00fccke bemerkbar, und retronasal dampfen die fruchtigen Ester wieder aus. Ein sch\u00f6nes und komplexes Erlebnis. Hopfen und Hopfenbittere sind eigentlich nicht zu sp\u00fcren, stattdessen ist es die Hefe, die ganz leicht (und nach dem Schluck ein bisschen kr\u00e4ftiger werdend) eine zarte Bittere erzeugt, die daf\u00fcr sorgt, dass das Bier nicht zu klebrig s\u00fc\u00df und damit zu rasch s\u00e4ttigend wird. Ein Hochgenuss.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das, obwohl das Bier \u201eoffiziell\u201c bereits seit rund zwei Monaten abgelaufen ist. Aber ein hygienisch einwandfrei gebrauter Weizenbock kann normalerweise jahrelang gelagert werden und Aromenkomplexit\u00e4t entwickeln. So wie dieser hier!<\/p>\n\n\n\n<p>Irritierend ist lediglich, dass auf dem Etikett von Gew\u00fcrznelkenaroma die Rede ist und ich davon aber auch nicht einmal einen Hauch schmecken oder riechen kann \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Schneider Weisse \u2013 LaBrassBanda \u2013 LoveBeer (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgelb und hat eine kr\u00e4ftige, gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbung. Der Schaum entwickelt sich f\u00fcr ein Wei\u00dfbier nur zur\u00fcckhaltend, ist dann aber lange haltbar und gef\u00e4llt mit seiner kremigen Konsistenz und der altwei\u00dfen Farbe. Der Geruch ist zun\u00e4chst kr\u00e4ftig bananig, nach mehrmaligem Schnuppern kommen dahinter aber phenolisch-w\u00fcrzige Aromen zum Vorschein, die teils an Gew\u00fcrznelken und K\u00fcmmel, teils auch an belgische Saisonhefen erinnern. Erst nach einer Weile, als das Bier schon ein bisschen geatmet hat und w\u00e4rmer geworden ist, kommen ein paar feine Fruchtaromen hervor. Renekloden? Gelbe Stachelbeere?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist erfrischend spritzig und gef\u00e4llt gut, auf der Zunge und im Mundraum vermisse ich aber eine wei\u00dfbiertypische F\u00fclle. Irgendwie wirkt das Bier, als w\u00e4re es ein bisschen runterverd\u00fcnnt \u2013 ein noch nicht wirklich leichtes, aber auch nicht mehr richtig vollmundiges Wei\u00dfbier. Sommerfrisch, aber gnadenlos auf Massengeschmack getrimmt. Keine Ecken, keine Kanten, aber auch kein so richtig eigener Charakter mehr. Ich sp\u00fcre keinen K\u00f6rper, nur eine ganz feine Hefeherbe, und nach dem Schluck ist da eigentlich fast nichts mehr. Ein Hauch Hefeherbe, aber nahezu keine retronasalen Aromen \u2013 weder Banane noch Gew\u00fcrze oder Phenole. Einfach nur zisch \u2013 und weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht soll es ja so sein \u2013 als rundgelutschtes Sommer-Sonne-Sand-und-Strand-Bier. Aber davon gibt es doch schon so viele auf dem Markt \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Etikett wirbt man flei\u00dfig und mit relativ viel Text: \u201eLoveBeer ist eine musikalisch-spritzige Komposition der bayerischen Band LaBrassBanda und Bayerns \u00e4ltester Weissbierbrauerei. Bei diesem naturtr\u00fcben, sommerlich frischen Weissbier geben Geschmacksnoten von Stachelbeere und wei\u00dfer Holunderbl\u00fcte den Ton an. Den Rhythmus und Beat kann man f\u00f6rmlich schmecken. Ein Geschmackserlebnis, das auf dem Gaumen nach Zugabe schreit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Starnberg Br\u00e4u \u2013 Weissbier naturtr\u00fcb (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Optisch perfekt: Die dunkelgelbe Farbe, die sch\u00f6ne und gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbung, der sehr, sehr kremige, leicht altwei\u00dfe Schaum \u2013 das Bier sieht toll aus! Der Duft ist wei\u00dfbiertypisch bananig mit einer ganz feinen Hefenote im Hintergrund. Auch das passt wunderbar. So sind die Erwartungen vor dem ersten Schluck riesengro\u00df. Aber leider \u2026 Sie werden nicht voll erf\u00fcllt. Dem spritzigen, angenehmen Antrunk folgt \u2026 eine gewisse Leere auf der Zunge. Keine Fehlgeschm\u00e4cker oder Fehlaromen, das nicht, aber das Bier huscht \u00fcber die Zunge und durch den Rachen, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die kremige Mundf\u00fclle, die Optik und Olfaktorik erhoffen lassen, fehlt, und das Bier wirkt, als habe man es ein wenig runter verd\u00fcnnt. Es ist immer noch ein grundsolides und ordentlich gebrautes Weissbier, das schon, aber um sich aus dem gutb\u00fcrgerlichen Mittelfeld nach oben abzusondern, fehlt das gewisse Etwas. Trotzdem: Ein sch\u00f6nes Zischbier nach einer langen Wanderung. Fein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42050\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-768x768.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauerei Grohe \u2013 Kleines Helles (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Also, wie ein Helles sieht das jetzt aber nicht aus \u2026 Die Farbe ist ein kr\u00e4ftiges Dunkelgold! Das Bier ist klar, und der wei\u00dfe, kremige Schaum bildet eine sch\u00f6ne Krone, die recht lange h\u00e4lt und sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder im Glas hinterl\u00e4sst. Der Duft ist malzig, hat ein paar Biskuitnoten, und ein paar Honigaromen sp\u00fcre ich auch. Der Antrunk best\u00e4tigt den Verdacht, der angesichts der Bierfarbe und der Honigaromen schon bei mir im Hinterkopf aufkeimte: Das Bier scheint leicht oxidiert zu sein. Trotz grunds\u00e4tzlich angenehmer Sensorik sp\u00fcre ich ein leichtes Adstringieren und eine Aromatik von feuchtem Karton. Der Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt mir, dass ich noch weit mehr als einen Monat Zeit h\u00e4tte, dieses Bier zu trinken \u2026 Nach dem Schluck werden das adstringierende Gef\u00fchl und der feuchte Karton noch ein wenig fortgesetzt; ebenso sp\u00fcre ich eine f\u00fcr ein Helles durchaus beachtliche Bittere, die noch ein Weilchen nachh\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Giesinger Br\u00e4u \u2013 Giesinger Sommer \u2013 A-A-A-Ale (3,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dunkelgelb mit einem Stich ins Orangene steht das Bier im Glas. Es ist kr\u00e4ftig tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine fest, unendlich lange haltbare Schaumdecke, die nicht nur wunderbar kremig ausschaut, sondern auch sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder im Glas hinterl\u00e4sst. Der Duft ist eher zur\u00fcckhaltend, weist ein paar leichte Heunoten und eine frische Fruchtigkeit auf. Die auf dem Etikett versprochenen Erdbeer- und Pfirsicharomen vermag ich nicht zu identifizieren, aber bei der Honigmelone gehe ich mit, die rieche ich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig, und auf der Zunge zeigt das Bier seinen zur\u00fcckhaltenden, angenehm ausbalancierten Malzk\u00f6rper. Eine feine Malzs\u00fc\u00dfe zeigt sich, daneben ist eine deutliche Hopfenherbe nicht zu verleugnen, und nach einem Moment zeigen sich retronasal nun auch ein paar erdbeerige Akzente zus\u00e4tzlich zur Honigmelone. Auch den Pfirsich glaube ich jetzt, zu erahnen, aber deutlich wird er nicht unbedingt. Der Schluck ist zun\u00e4chst unspektakul\u00e4r. Weder kippt das Bier ins W\u00e4ssrige weg, noch kommt eine komplexe Aromatik zum Vorschein. Nein, es ist nur eine ausgewogene Bittere, die gerne einen etwas runderen Malzk\u00f6rper gehabt h\u00e4tte, um sich dran zu st\u00fctzen, die die Schleimh\u00e4ute etwas trocken macht und f\u00fcr Lust auf den n\u00e4chsten Schluck sorgt, und ein feiner Hauch von \u2026 na, jetzt endlich auch dem versprochenen Pfirsich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein feines Bier f\u00fcr den gro\u00dfen Schluck im Sommer, ohne dass es den Genie\u00dfer nach drei, vier Halben schon aus den Puschen haut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>True Brew Brewing Co. \u2013 Favourite Tunes \u2013 Hazy IPA (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Uff, mal wieder eine grafisch v\u00f6llig \u00fcberladene Dosengestaltung. Das zentrale Motiv mit den hei\u00dfen Vinylplatten auf dem alten Plattenspieler ist ja gelungen, originell und ein guter Blickfang, aber warum muss die R\u00fcckseite so gestaltet werden, dass man keine Information mit einem Blick erfassen kann? Es geht los mit der besonders in den USA weit verbreiteten Unart, auch l\u00e4ngere Texte in Versalien zu schreiben und damit die Lesbarkeit schon mal signifikant zu reduzieren. Dann geht es weiter mit unterschiedlichen Schriften und Schriftschnitten, mit wei\u00dfer Schrift auf gelbem Grund und, und, und \u2026 Da hat sich mal wieder ein Praktikant mit den M\u00f6glichkeiten der Computertypographie austoben d\u00fcrfen! Puh!<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck ist das Bier deutlich besser als die Gestaltung der Dose. Kr\u00e4ftig gelb und f\u00fcr ein Hazy IPA erstaunlich wenig tr\u00fcb steht es im Glas, gekr\u00f6nt von einem schneewei\u00dfen Schaumberg, der sich nach einer Weile aber sch\u00f6n setzt und eine feinporige Schaumschicht bildet, die gut aussieht und lange h\u00e4lt. Der Duft ist angenehm fruchtig \u2013 ich rieche Ananas, Mango, Maracuja und etwas Mandarine (in dieser Intensit\u00e4tsreihenfolge), und dahinter folgt noch eine dezent kr\u00e4uterige Note \u2013 Thymian?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist ganz leicht pfeffrig, und auf der Zunge bleibt die kr\u00e4ftige, manchmal regelrecht unangenehme Bittere anderer extrem tr\u00fcber IPAs aus. Stattdessen eine milde Herbe, eine dezente Rests\u00fc\u00dfe und \u2013 vor allem! \u2013 ein paar retronasale Aromen, die das aufnehmen, was der Duft versprochen hat, eine obstige F\u00fclle n\u00e4mlich. Der Schluck setzt das harmonisch fort, offenbart nur eine feine und weiche Hopfenherbe und noch einige Aromen, die den Fruchtcharakter des Biers unterstreichen. Gef\u00e4llt mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorschlag zur G\u00fcte: Schmei\u00dft den Grafik-Praktikanten raus (\u201eirgendwas mit Medien\u201c kann er woanders machen) und fokussiert Euch weiter auf die Harmonie des Trinkerlebnisses!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>True Brew Brewing Co. \u2013 Greetings From \u2026 True Brew \u2013 Fuel the Adventure \u2013 IPA (6,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier wieder, wie schon bei der \u201eFavourite Tunes\u201c-Dose: Eine sch\u00f6ne Dosengestaltung, solange ich nur auf die Vorderseite blicke. Sehr gelungen. Aber die R\u00fcckseite? Erneut ein konfuses Chaos von unterschiedlichen Schriften und Schriftschnitten. Ich begreife es nicht. Die R\u00fcckseite dient nicht als Blickfang f\u00fcr den Verkauf, sondern soll informieren. Hier aber wird mir das Informieren durch albernes \u201eSch\u00f6pfen aus dem Vollen \u2013 wir nehmen, was das Grafikprogramm an Schriften hergibt!\u201c unn\u00f6tig erschwert. Dumm!<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck gilt auch hier: Der Inhalt ist viel besser als die Gestaltung der Dosenr\u00fcckseite.<\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelb und nach langer, aufrechter Lagerung im K\u00fchlschrank fast klar sieht das Bier unter seiner dicken, wei\u00dfen Schaumdecke sehr appetitlich aus. Ein paar sympathische Ananasnoten im Geruch paaren sich mit einer dezenten Kaugumminote \u2013 einem Gemisch aus Hubba-Bubba und vielleicht noch etwas Gletschereis-Aroma. Hochinteressant, und da es sich nur zur\u00fcckhaltend gibt, auch ansprechend, nicht wirklich k\u00fcnstlich wirkend. Welche Hopfensorten zu dieser Aromamelange beigetragen haben, dar\u00fcber l\u00e4sst sich die Dose leider nicht aus. Statt in die Grafikspielerei w\u00e4re der Aufwand besser in eine detaillierte Dokumentation investiert worden \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig weich. Angesichts der Schaummenge h\u00e4tte ich mehr Spritzigkeit erwartet, bin aber zufrieden, denn so kommen die Aromen besser zur Geltung. Auf der Zunge und im gesamten Mundraum kommen (retronasal) die Kaugummi-Aromen kr\u00e4ftiger hervor als im Duft; stattdessen tritt die Ananas zur\u00fcck in die zweite Reihe. Bevor es aber zu k\u00fcnstlich zu wirken beginnt, liefert der Hopfen auch eine leichte Bittere, die das Aromenspiel wieder einf\u00e4ngt und in eine gewisse Struktur einbindet. Der Schluck verstetigt den Eindruck \u2013 die Bittere bleibt zwar zur\u00fcckhaltend, aber sp\u00fcrbar (ungew\u00f6hnlich dezent f\u00fcr ein IPA), und die Kaugummiaromen entwickeln sich langsam weiter in Richtung Bitterorange. Ein interessanter Effekt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben5\/VerkostungspaketTraubing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ich liebe diese Art von \u00dcberraschungspaketen! Eine nette Bekanntschaft: Man kennt sich vorwiegend aus dem Internet und den sozialen Medien, hat sich aber auch schon mal auf einem Bierfestival getroffen. 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