{"id":42219,"date":"2022-11-03T22:13:00","date_gmt":"2022-11-03T21:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42219"},"modified":"2023-01-03T18:42:09","modified_gmt":"2023-01-03T17:42:09","slug":"verkostungspaketder-brouwerij-t-meuleneind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42219","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br>der Brouwerij \u2018t Meuleneind"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Leider finden wir wenig Biere aus den Niederlanden in Ihrer Liste \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eLeider finden wir wenig Biere aus den Niederlanden in Ihrer Liste. Hat das einen Grund?\u201c, so werde ich pl\u00f6tzlich per Messenger angeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ach ja, die Niederlande \u2026 Eine tolle Bierszene hat sich da in den letzten zehn Jahren entwickelt. Ich verfolge es als treuer Abonnent der niederl\u00e4ndischen Zeitschrift <a href=\"https:\/\/biermagazine.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bier!<\/a>, die einmal im Quartal erscheint und mich immer auf dem Laufenden h\u00e4lt. Aber seit der Zeit 2008 bis 2010, als ich ein paar Jahre in den Niederlanden gewohnt habe, ist es schwierig, mit den dort gebrauten Bieren auf dem Laufenden zu bleiben. Zu weit weg ist dieses kleine, sch\u00f6ne L\u00e4ndchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So erkl\u00e4re ich es auch dem Absender der kurzen Nachricht, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jan.dommisse.79\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jan Dommisse<\/a> von der <a href=\"https:\/\/brouwerij-tmeuleneind.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brouwerij \u2018t Meuleneind<\/a>. Nicht jedoch, ohne ihm zu versprechen, dass ich, wenn ich erst im Ruhestand sein und Zeit haben w\u00fcrde, bestimmt auch wieder in die Niederlande k\u00e4me.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber das dauert ihm offensichtlich zu lang: \u201eWann ich ihre Adresse haben k\u00f6nnte, schick\u2018 ich etwas zu, damit Sie schon einen Vorsprung aufbauen k\u00f6nnen\u201c, schreibt er mir.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"445\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-1-1024x445.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42221\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-1-1024x445.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-1-300x130.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-1-150x65.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-1-768x334.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>elf Biere und ein Verkostungsglas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Na, das lasse ich mir nicht zweimal sagen! Schnell ist die Adresse \u00fcbermittelt, und nur wenige Tage sp\u00e4ter steht tats\u00e4chlich ein reichhaltig best\u00fccktes Bierpaket vor der T\u00fcr. Elf verschiedene Flaschen Bier, ein sch\u00f6nes Verkostungsglas der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/brouwerij-tmeuleneind.nl\/\" target=\"_blank\">Brouwerij \u2018t Meuleneind<\/a> und ein ganzer Stapel Bierdeckel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mensch, das wird ein Fest! Ein Verkostungsfest!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben5\/Meuleneind\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42222\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>Halderbergs Quadrupel<\/strong>; <strong>Barrel Project 06\/21 \u2013 Cognac \/ Quadrupel<\/strong>; <strong>Halderbergs Blondje<\/strong>; <strong>Barrel Project 04\/21 \u2013 Brandy + Rum \/ Blond<\/strong>; <strong>Black IPA<\/strong>; <strong>Halderbergs Bombast<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Halderbergs Quadrupel (12,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zw\u00f6lfeinhalb Prozent? Das ist mal eine Ansage \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dick und fett flie\u00dft das Bier ins Glas, aber trotz seiner extremen St\u00e4rke hat es nicht diese Anmutung von dickfl\u00fcssigem Motor\u00f6l, wie viele andere Biere in dieser Leistungsklasse. Auf den ersten Blick wirkt es tiefschwarz, aber bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein dunkles Rubinrot \u2013 eigentlich erst dann zu erkennen, wenn ich das Bier gegen eine helle Lampe halte. In dem Moment wird auch deutlich, dass das Bier leicht tr\u00fcb ist. Der durchaus reichhaltige Schaum, der sich ausbildet, ist leicht br\u00e4unlich gef\u00e4rbt und h\u00e4lt sehr lang. Trinkr\u00e4nder im Glas hinterl\u00e4sst er allerdings nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist nicht ganz so komplex estrig-fruchtig und ins D\u00f6rrpflaumenartige gehend, wie ich es von einem Quadrupel erwartet h\u00e4tte. Stattdessen paaren sich ein paar R\u00f6stnoten mit den \u2013 vorhandenen, aber eben nur schwach ausgepr\u00e4gten \u2013 Fruchtester-Noten. Auch sehr interessant, aber halt anders als sonst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist leicht spritzig und schon recht s\u00fc\u00df, und diese S\u00fc\u00dfe wird dann auf der Zunge noch deutlicher. Durch die R\u00f6staromen wirkt die S\u00fc\u00dfe nicht so klebrig und mastig, wie er ihrer Intensit\u00e4t nach fast schon zu bef\u00fcrchten ist, sondern sie entwickelt eher eine nahrhafte, fruchtige F\u00fclle. Schwarze Kirschen, Trockenpflaumen, Bitterschokolade und etwas Kaffee \u2013 eine komplexe, nicht immer spannungsfreie Aromenf\u00fclle, die sich auch retronasal sehr pr\u00e4sent zeigt. Der Abgang ist ebenfalls recht komplex: Neben der intensiven S\u00fc\u00dfe kommt eine R\u00f6stbittere hervor, die die S\u00fc\u00dfe ausbalanciert, die Schleimh\u00e4ute aber auch etwas aufraut. Sp\u00e4testens jetzt h\u00e4tte das Bier sonst eine zu intensive Klebrigkeit entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Barrel Project 06\/21 \u2013 Cognac \/ Quadrupel (10,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist die Fortsetzung des eben beschriebenen Biers. Das Quadrupel wurde in ein Cognac-Fass gef\u00fcllt und dort ein Jahr reifen gelassen (vom 24. Juli 2020 bis zum 28. Juli 2021). Dann kam es in die Flasche, und von dort in mein Glas.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Optisch unterscheidet es sich vom \u201enormalen\u201c Quadrupel eigentlich nicht. Dieselbe rubinrote Farbe, dieselbe leichte Tr\u00fcbung, derselbe dunkelbeigefarbene Schaum. Auch im Duft ist die \u00c4hnlichkeit noch sehr deutlich: Ein paar dezente R\u00f6staromen, dazu Aromen von dunklen Trockenfr\u00fcchten, besonders Pflaumen und Schwarzkirschen, aber ich meine, nun auch schon feine Weinbrandaromen sp\u00fcren zu k\u00f6nnen, allerdings sehr zur\u00fcckhaltende und unaufdringliche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist f\u00fcr ein so lange im Fass ausgebautes Bier noch \u00fcberraschend spritzig. Keine hohe Spundung, das nicht, aber doch ein feines, erfrischendes Bizzeln. Gepaart mit der nach wie vor intensiven S\u00fc\u00dfe ist das durchaus interessant. Auf der Zunge kommt jetzt auch wenig Holzfassaroma hinzu. Dezent holzige Noten, ein Hauch Vanille, ein paar komplexe h\u00f6here Alkohole. Cognac w\u00fcrde ich nicht von selbst identifizieren, da k\u00e4me ich nicht drauf, aber ich sp\u00fcre doch, dass hier mehr Komplexit\u00e4t vorhanden ist, mehr F\u00fclle, mehr \u00c4therik. Nominell ist der Alkoholgehalt zwei Prozentpunkte niedriger \u2013 aber das w\u00fcrde ich so nicht sp\u00fcren. Vielleicht ist der Anteil h\u00f6herer Alkohole im cognacfassgereiften Bier ein wenig h\u00f6her, so dass dadurch der geringere Alkoholgehalt sensorisch kompensiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und auch hier: Im Abgang ein interessanter Spannungsbogen zwischen intensiver S\u00fc\u00dfe und R\u00f6stbittere, erg\u00e4nzt durch ein ganz leicht raues Gef\u00fchl auf den Schleimh\u00e4uten und schlie\u00dflich, ganz am Ende, durch eine feine alkoholische W\u00e4rme im Hals.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine sehr behutsame Verfeinerung des Ausgangsbiers durch die Fasslagerung. Sehr dezent, sehr sacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Halderbergs Blondje (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u201eBlondchen\u201c macht seinem Namen alle Ehre. Goldgelb steht es im Glas \u2013 leuchtend Blond. Es ist, obwohl nicht filtriert, auch ganz klar. Der gesamte Trub hat sich fest am Flaschenboden abgesetzt und bleibt bei vorsichtigem Einschenken problemlos in der Flasche zur\u00fcck. Der schneewei\u00dfe Schaum gef\u00e4llt auch, und so ist die Optik schon mal vorz\u00fcglich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist s\u00fc\u00dflich, estrig und wirkt fast ein bisschen parf\u00fcmiert-blumig, aber f\u00fcr ein Blond mag das durchaus noch so sein. Noch intensiver d\u00fcrfte es aber nicht sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist weich und zeigt eine fast schon etwas kremige Textur. Auf der Zunge verstetigt sich dies \u2013 das Bier bleibt weich, rund und sehr s\u00fc\u00df, fast schon zuckrig. Hopfenherbe ist nur ganz schwach im Hintergrund zu ahnen und spielt f\u00fcr das sensorische Erleben eigentlich \u00fcberhaupt keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Retronasal kommen die floralen Noten wieder deutlich heraus \u2013 ganz am Ende, wenn das Bier langsam warm wird, bekommen sie einen leicht l\u00f6sungsmittelartigen Charakter und erinnern etwas an Aceton.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schluck ist weich, und der Abgang bleibt nahezu ohne Herbe. Zuckrig und s\u00fc\u00dflich, estrig und floral kling das Bier aus. Ein recht intensives Blumenaroma.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Barrel Project 04\/21 \u2013 Brandy + Rum \/ Blond (8,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hier wieder das Pendant zum vorherigen Bier. Das Blondje reifte in Brandy- und Rum-F\u00e4ssern, und zwar vom 28. Januar 2019 bis zum 20. April 2021, bevor es auf die Flasche gezogen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier hat eine dunkle Kupferfarbe, ist bei vorsichtigem Einschenken ganz klar und tr\u00e4gt einen sich nur zaghaft entwickelnden, wei\u00dfen Schaum. Der Duft ist zun\u00e4chst ebenfalls sehr estrig und parf\u00fcmig-floral, aber nach kurzer Zeit kommen leichte Rum-Aromen hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist weich und leicht viskos. Auf der Zunge wirkt das Bier deutlich schwerer und runder als das nicht-fassgereifte Blondje, zeigt aber ebenfalls viele Ester, die neben den Rumaromen auch eine leichte Tendenz in Richtung L\u00f6sungsmittel und Aceton aufweisen \u2013 letzteres aber so dezent, dass es gerade noch nicht st\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Abgang ist s\u00fc\u00df und schwer, parf\u00fcmig, floral, estrig und leicht an Rum erinnernd. Vom Brandy sp\u00fcre ich nichts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Black IPA (8,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Farbe ist ein ganz, ganz dunkles Rubinrot, fast schwarz. Das Bier ist leicht tr\u00fcb, und es wird gekr\u00f6nt von einer \u00fcppigen, verschwenderischen Schaumschicht. Leicht beigefarben, etwas gro\u00dfblasig und unendlich lange haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist hopfig, kernig und ganz leicht ledrig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Zunge best\u00e4tigt sich der Eindruck: Neben reichlich Hopfen (Simcoe, Nugget, Cascade und Calypso listet das Etikett auf) scheint auch eine belgische Hefe verwendet worden zu sein, die ein paar phenolische, ledrige Aromen liefert. Dazu ein paar feine, leicht r\u00f6stige Akzente \u2013 eine sehr interessante Kombination. Wie die meisten Black IPAs lebt auch dieses vom Kontrast. Aromatische Hopfen, R\u00f6stbittere, spannende Hefesensorik. Nach dem Schluck dann eine lang anhaltende Hopfenbittere und ein Hauch S\u00e4ure. Letztere vom R\u00f6stmalz oder von der Hefe? Ich wei\u00df es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur vom verwendeten Weizen, der sich in der Zutatenliste findet, sp\u00fcre ich nicht so viel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Halderbergs Bombast (9,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Flie\u00dftext auf dem Etikett handelt es sich beim Bombast um \u201eeen stout met koffie en karamel tinten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tiefschwarz sitzt es im Glas, und ich kann nicht feststellen, ob es tr\u00fcb ist oder nicht \u2013 so dunkel ist es. Lediglich der Bodensatz in der Flasche verr\u00e4t es: Tr\u00fcb! Der beigefarbene Schaum ist \u00fcppig und t\u00fcrmt sich hoch auf. Und da bleibt er dann erstmal eine ganze Weile, so dass ich an Frank Zappa denken muss: \u201eI can take about an hour on the tower of power.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist dezent kaffeer\u00f6stig mit einer feinen s\u00e4uerlichen Note, etwas, das sich auch im Antrunk wiederfindet. Eine leichte S\u00e4ure, Kaffeenoten, etwas Schokolade und Kakao. Dazu eine kr\u00e4ftige, aber nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfige R\u00f6stbittere. In dem Ma\u00dfe, wie sich das Bier langsam im Glas erw\u00e4rmt, kommen die Schokoladennoten immer st\u00e4rker zum Vorschein, die S\u00e4ure tritt zum Gl\u00fcck langsam in den Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schluck bringt eine leicht viskose Belegung der Schleimh\u00e4ute mit sich und w\u00e4rmt im Hals ein wenig \u2013 die neun Prozent Alkohol sind diesbez\u00fcglich deutlich sp\u00fcrbar. Auch die S\u00e4ure wird nun wieder etwas pr\u00e4senter, und ich werde den Eindruck nicht los, als sei sie in dieser Intensit\u00e4t nicht beabsichtigt. Sie bringt die Balance sp\u00fcrbar durcheinander.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-3-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42223\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-3-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-3-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>Barrel Project 10\/21 \u2013 Highland Park Peated Whisky \/ Bombast<\/strong>; <strong>Maxi Tripel \u2013 2022 Edition<\/strong>; <strong>Barrel Project 05\/21 \u2013 Teaninich 2010 \/ Tripel<\/strong>; <strong>Halderbergs Russian Imperial Stout<\/strong>; <strong>Russian Imperial Stout \u2013 Rum Raisins Infused<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Barrel Project 10\/21 \u2013 Highland Park Peated Whisky \/ Bombast (10,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erneut das fassgereifte Pendant zum vorherigen Bier. Ein kr\u00e4ftiges und starkes Stout wird in einem richtig kr\u00e4ftig torfigen Whiskyfass gereift \u2013 das klingt spannend. Auch wenn torfige Biere nicht so meins sind \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist tiefschwarz, und anhand des in der Flasche zur\u00fcckbleibenden leichten Bodensatzes identifiziere ich es als \u201enaturtr\u00fcb\u201c, soll hei\u00dfen \u2013 unfiltriert. \u00dcber der schwarzen Fl\u00fcssigkeit steht ein \u00fcppiger, beigefarbener und recht lange haltbarer, leider ein bisschen gro\u00dfblasiger Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft macht schon mal alles klar: Intensive, rauchige Torfaromen, die \u00fcber einem eher bitterschokoladig wirkenden Fundament wabern. Von S\u00e4ure keine Spur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist sehr intensiv. Eine leichte Kohlens\u00e4uresch\u00e4rfe begleitet das intensive Torfrauch-Aroma und begleitet das Bier bis auf die Zunge. Dort gesellt sich zur Sch\u00e4rfe eine leicht viskose Malzigkeit, die R\u00f6staromen, Bitterschokolade, etwas Mokka und viel, viel Torfrauch pr\u00e4sentiert. Eine dezente R\u00f6stbittere ist am Zungenrand zu sp\u00fcren, bleibt aber unauff\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Torfrauch mag, der wird dieses Bier lieben und den Schluck lange im Mund hin und her w\u00e4lzen. Irgendwann muss aber runtergeschluckt werden, und dann trumpfen die retronasalen Aromen noch einmal mit Macht auf. Zur\u00fcck bleibt ein leicht viskoses Gef\u00fchl auf der Zungenwurzel, und nach dem zweiten, dritten Schluck macht sich eine angenehme, dezent spritige W\u00e4rme im Rachen und in der Speiser\u00f6hre breit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Maxi Tripel \u2013 2022 Edition (8,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist sehr sch\u00f6n goldgelb und fast klar. Der Schaum entwickelt sich sehr, sehr \u00fcppig und steht dann auch bombenfest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist estrig und parf\u00fcmig, leicht floral und ein bisschen phenolisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk beginnt mit einer feinen pfeffrigen Sch\u00e4rfe und schiebt dann eine kr\u00e4ftige Bittere nach. Diese findet sich auch auf der Zunge wieder, und in Kombination mit ein paar phenolischen Eindr\u00fccken und den floralen Aromen, die retronasal ebenfalls auffallen, ergibt sich ein interessantes Spannungsfeld. Phasenweise erinnert das Tripel mehr an ein Saison, bleibt aber aufregend und vielschichtig. Auch der Abgang ist von Bittere und Phenolen gepr\u00e4gt, so dass ich auch nach dem Schluck noch ein Weilchen \u201ehinter dem Bier hersp\u00fcren\u201c und f\u00fchlen kann, wie die Bitterkeit sachte abklingt und ganz am Schluss doch noch einmal die floralen Parf\u00fcmnoten aufblitzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Barrel Project 05\/21 \u2013 Teaninich 2010 \/ Tripel (10,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweieinhalb Prozent Alkohol hat dieses Bier w\u00e4hrend der exakt zwei Jahre langen Reifung im Whiskey-Fass der Teaninich Distillery hinzugewonnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist hellbraun und leicht tr\u00fcb; es ist fast ungespundet und nur mit schwungvollem Einschenken l\u00e4sst sich ein Hauch eines altwei\u00dfen Schaums auf das Bier zaubern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist angenehm zur\u00fcckhaltend. Feine Whiskey-Noten, ein bisschen Vanille, aber auch fruchtige, estrige und leicht phenolische Aromen kann ich identifizieren \u2013 \u00e4hnliche Phenole und Ester wie auch im Maxi Tripel, wenn auch hier in eine v\u00f6llig andere Matrix eingebettet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist trotz der kaum vorhandenen Spundung leicht pfeffrig-scharf. Auf der Zunge zeigt das Bier eine deutliche Rests\u00fc\u00dfe, kombiniert mit ebenso deutlichen Whiskyaromen und einer leichten, alkoholischen Sch\u00e4rfe, die die Phenole im Aromenkomplex noch einmal etwas unterstreicht. Retronasal tut sich nicht allzuviel \u2013 ein paar Ester, ein paar Phenole, etwas Whisky und Vanille, aber alles im Vergleich zum orthonasalen Eindruck sehr zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schluck erweist sich als ein bisschen spritig. Der Alkohol wird deutlich sp\u00fcrbar, und zwar sowohl in der Aromatik als auch als deutlich w\u00e4rmender Effekt im Rachen und in der Speiser\u00f6hre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Halderbergs Russian Imperial Stout (10,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist schwarzbraun, leicht tr\u00fcb, und es entwickelt einen \u00fcppigen, feinporigen und ewig lange haltbaren, beigefarbenen Schaum. Der Duft ist malzig-r\u00f6stig mit einer feinen s\u00e4uerlichen Note und ein paar dezenten, phenolischen Komponenten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist angesichts der gewaltigen Schaumberge \u00fcberraschend weich, gar nicht so spritzig, wie erwartet, und pr\u00e4sentiert eine leicht viskose Textur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Zunge wird der volle, runde, viskose Malzk\u00f6rper sehr deutlich. Er geht Hand in Hand mit kr\u00e4ftigen R\u00f6staromen, etwas Mokkaschokolade und einer feinen S\u00e4ure. Retronasal werden die Mokka-Aromen besonders deutlich, aber in deren Gefolge tummeln sich auch wieder ein paar zwar zur\u00fcckhaltende, aber sp\u00fcrbare phenolische Komponenten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schluck unterstreicht noch einmal die Viskosit\u00e4t dieses Biers, bevor dann eine r\u00f6stige Herbe deutlich wird, die gemeinsam mit einer feinen Alkoholnote noch ein Weilchen erhalten bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Russian Imperial Stout \u2013 Rum Raisins Infused (11,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die schwarzbraune Farbe ist stiltypisch; die leichte Tr\u00fcbung ist nur beim Einschenken zu erkennen, weil das Bier sonst zu dunkel ist. Der beigefarbene Schaum entwickelt sich nur sehr zur\u00fcckhaltend, f\u00e4llt rasch zusammen, bleibt dann aber \u00fcberraschenderweise in einer hauchd\u00fcnnen Schicht ewig lange erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft paart r\u00f6stige und kakaoartige Noten mit einer feinen Fruchtnote, die an D\u00f6rrobst und (sic!) Rosinen erinnert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist pfeffrig scharf und gleichzeitig etwas s\u00fc\u00dflich, und auf der Zunge wird die S\u00fc\u00dfe dann ganz intensiv und deutlich sp\u00fcrbar, allerdings ohne dass die bei \u00e4hnlich starken und s\u00fc\u00dfen Bieren oft zu beobachtende, motor\u00f6lartige Viskosit\u00e4t auftritt. Zwar ist die Textur schon etwas cremig, aber nicht klebrig und z\u00e4h.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die S\u00fc\u00dfe auf der Zunge wird von einer kr\u00e4ftigen R\u00f6stherbe erg\u00e4nzt und ausbalanciert, und feine Rum- und Rosinenaromen sind retronasal sp\u00fcrbar. Der Rum bringt auch eine leicht alkoholische Note ins Spiel, die sich sowohl im Aroma zeigt als auch durch einen leicht w\u00e4rmenden Effekt im Hals nach dem Schluck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">R\u00f6staromen und R\u00f6stbittere und Rum- und Rosinen-S\u00fc\u00dfe bilden einen interessanten Kontrast \u2013 ein bemerkenswerter sensorischer Spannungsbogen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-4-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42224\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-4-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-4-300x150.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-4-150x75.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-4-768x384.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Verkostungspaket-der-Brouwerij-\u2018t-Meuleneind-Mini-4.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>der Bierdeckel \u2013 um 180\u00b0 gedreht bietet er eine neue Ansicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben5\/Meuleneind\/\" target=\"_blank\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">Brouwerij \u02bct Meuleneind<br>Moleneindsestraat 21<br>4741 RG Hoeven<br>Niederlande<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Leider finden wir wenig Biere aus den Niederlanden in Ihrer Liste \u2026 \u201eLeider finden wir wenig Biere aus den Niederlanden in Ihrer Liste. 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