{"id":42271,"date":"2022-08-22T22:56:00","date_gmt":"2022-08-22T20:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42271"},"modified":"2023-01-15T11:45:52","modified_gmt":"2023-01-15T10:45:52","slug":"tauschpaket-aus-roedermarkroedermarkdeu-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42271","title":{"rendered":"Tauschpaket aus R\u00f6dermark<br>R\u00f6dermark<br>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Bierkarton pendelt weiter \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oh, ist das jetzt schon Bierstress? Ein weiteres Biertauschpaket hat den Weg von R\u00f6dermark ins Allg\u00e4u gefunden. Und dabei habe ich das vorherige Paket doch noch gar nicht zu Ende verkostet \u2026 Ojeh, ojeh! Jetzt muss ich mich aber mal ranhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das Sch\u00f6ne an diesem Bierstress ist ja: Es handelt sich um Eustress und nicht um Distress. Also um positiven Stress, nicht um negativen. Ist so \u00e4hnlich wie mit dem Cholesterinspiegel im Blut \u2013 da gibt es auch gute und schlechte Cholesterine.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"825\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-1024x825.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42273\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-1024x825.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-300x242.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-150x121.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-768x618.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>zw\u00f6lf spannende Biere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich freue mich also, dass der Biertausch wieder so fantastisch funktioniert, sortiere sage und schreibe zw\u00f6lf bunte Flaschen in den K\u00fchlschrank und stelle den leeren Karton parat \u2013 wann immer ich interessante und spannende Biere finden werde, kann ich sie gleich wieder sammeln. Bis der Karton wieder voll ist und sich auf den Weg zur\u00fcck nach R\u00f6dermark macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und bis dahin verkoste ich die Biere und ver\u00f6ffentliche hier dann meine<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben5\/TauschpaketRoedermark3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>und die \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42274\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Birra Castello \u2013 Castello non filtrata<\/strong>; <strong>Birrificio Angelo Poretti \u2013 Tre Luppoli<\/strong>; <strong>Birrificio de Assemini \u2013 ichnusa<\/strong>; <strong>Schwind Br\u00e4u \u2013 Aschaffenburger Festbier<\/strong>; <strong>Eichh\u00f6rnchen \u2013 Hell<\/strong>; <strong>Hopacabana Brewing \u2013 First Day at the Beach \u2013 DDH Session IPA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Birra Castello \u2013 Castello non filtrata (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgelb und nur ganz leicht getr\u00fcbt. Der Schaum entwickelt sich eher zaghaft, bleibt dann in einer d\u00fcnnen Schicht aber ziemlich lang recht stabil. Der Duft ist malzig s\u00fc\u00dflich, weist aber auch ganz leichte, an Gummib\u00e4rchen erinnernde estrige Aromen auf, hinter denen nach einem Moment auch noch eine ganz feine Hefenote aufscheint \u2013 wie B\u00e4ckerhefe, nur viel zur\u00fcckhaltender.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk weist deutlich auf die hohe Spundung hin; er ist ein bisschen kohlens\u00e4urescharf. Die hohe Spundung ist es auch, die den Schaum so lange am Leben h\u00e4lt \u2013 endlose F\u00e4den von kleinen Kohlens\u00e4urebl\u00e4schen steigen auf und n\u00e4hren ihn. Auf der Zunge ist das Bier s\u00fc\u00dflich, fast schon zuckrig, und nur ein paar zur\u00fcckhaltende Malzaromen vermag ich zu identifizieren. Hopfenbittere ist kaum vorhanden, und Malzs\u00fc\u00dfe, fehlende Bittere und hohe Spundung machen das Bier zu einem d\u00fcnnen, bizzeligen Erfrischungsgetr\u00e4nk f\u00fcr hei\u00dfe Tage. Ob unfiltriert oder nicht \u2013 ich glaube, das macht in diesem Fall kaum einen Unterschied.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Birrificio Angelo Poretti \u2013 Tre Luppoli (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelb und glanzfein steht das Bier im Glas; die Schaumkrone dar\u00fcber ist schneewei\u00df und etwas gro\u00dfporig (das erinnert ein bisschen an Seifenschaum), und sie sackt recht rasch in sich zusammen. Der verbleibende Rest ist allerdings sch\u00f6n fest, so dass er beim Trinken feine Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst. Der Duft ist nur schwach ausgepr\u00e4gt. Neben einer allgemein malzigen Note weist er ein paar Brotkrustenaromen auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der sehr spritzige und kohlens\u00e4urescharfe Antrunk leitet zu einem angesichts des Namens \u2013 Tre Luppoli = drei Hopfen \u2013 sehr malzgepr\u00e4gten Gesamteindruck \u00fcber. Milde Malznoten, eine noch gut sp\u00fcrbare Rests\u00fc\u00dfe und eine nur schwach ausgepr\u00e4gte Hopfenbittere r\u00fccken dieses Bier in Richtung eines Exports. Hopfenaromen fehlen auch retronasal in G\u00e4nze; stattdessen auch hier wieder der feine Geruch nach frischer Brotkruste. Nach dem Schluck ver\u00e4ndert sich der aromatische Charakter \u2013 es kommen ein paar an nicht ausgebackenen Brotteig erinnernde Aromen hinzu, die den Nachgeschmack etwas unharmonisch wirken und ihn ins leicht Muffige abdriften lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Birrificio de Assemini \u2013 ichnusa (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellgelb und blank filtriert; der schneewei\u00dfe Schaum ist sch\u00f6n lange haltbar, recht stabil und hinterl\u00e4sst feine Trinkr\u00e4nder. Der Duft ist dezent hopfig, eher in die heuartige und kr\u00e4uterige Richtung gehen, insgesamt aber sehr zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem spritzigen Antrunk folgen eine feine malzige S\u00fc\u00dfe und eine dezente Hopfenherbe auf der Zunge, die allerdings auch erg\u00e4nzt werden durch ein leicht adstringierendes Gef\u00fchl und einen kartonartigen Aromaeindruck, die an Oxidation denken lassen. Der Antrunk unterstreicht die kartonartige Sensorik noch einmal ein bisschen und addiert eine feine metallische Note.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Schwind Br\u00e4u \u2013 Aschaffenburger Festbier (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die kr\u00e4ftige, dunkelgelbe Farbe des blank gefilterten Biers gef\u00e4llt, und zwar besser als der zwar schneewei\u00dfe, aber fast sofort zusammenfallende Schaum. Der Geruch ist malzbetont und weist ein paar kuchen- oder keksteigartige Aromen auf. Der Antrunk zeigt, dass das Bier angenehm spritzig, aber nicht zu hoch gespundet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Zunge wird der keksige Eindruck noch ein bisschen verst\u00e4rkt und es kommen ein paar estrig-fruchtige, blumige Noten hinzu. In der Summe erinnert die Sensorik ein bisschen an ganz hellen und leichten Bl\u00fctenhonig. Erst im Abgang wird eine dezente Bittere sp\u00fcrbar, aber auch hier muss sie sich noch hinter den dominierenden Keks-Aromen einordnen. Ein durchaus ungew\u00f6hnliches, aber schmackhaftes Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Eichh\u00f6rnchen \u2013 Hell (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellgelb und bei vorsichtigem Einschenken fast blank. Der Hefebodensatz des unfiltrierten Biers haftet fest am Flaschenboden. Der Schaum ist schneewei\u00df und ewig lang haltbar. Der Antrunk ist sehr spritzig, eigentlich sogar zu spritzig; das Bier wirkt \u00fcberspundet. Auf der Zunge bizzelt es kr\u00e4ftig nach und ist recht kohlens\u00e4urescharf. Es dauert einen Moment, bis ich wirklich etwas schmecken kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann entdecke ich ein malzbetontes Bier mit nur zur\u00fcckhaltenden Hopfennoten, die ein wenig an Pampelmuse erinnern. Die Hopfenbittere ist nur schwach ausgepr\u00e4gt, und der Abgang ist weich \u2013 angesichts der Spritzigkeit durchaus \u00fcberraschend weich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hopacabana Brewing \u2013 First Day at the Beach \u2013 DDH Session IPA (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mal wieder ein Bier mit chaotischer Bezeichnung. Die Marke? Hopacabana Brewing. Die Firma? Schr\u00f6er &amp; Pecnik GbR. Die Brauerei? Gebraut bei Lessigs Brauwerkstatt. \u201eBier braucht Heimat\u201c, hei\u00dft es manchmal, aber das wird bei solchen Gemengelagen schwierig. Aber egal. Was z\u00e4hlt, ist der Geschmack dieses Erstlingswerks (\u201eUnser erster Batch ist endlich fertig\u201c, hei\u00dft es n\u00e4mlich auf dem Etikett).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist mittelgelb, gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und entwickelt unendlich viel Schaum. Und zwar einen, der nicht nur sch\u00f6n schneewei\u00df ist, sondern der auch unendlich lange h\u00e4lt und dabei fest und flockig wird. Der Duft ist zitronig \u2013 ganz intensiv schon beim Einschenken. Da brauche ich gar nicht gro\u00df am Glas schnuppern, um diesen Zitrusduft wahrzunehmen. In seiner Richtung und Intensit\u00e4t erinnert er mich an das polnische Geschirrsp\u00fclmittel, das ich mir vor wenigen Tagen erst gekauft habe. Strata und Mosaic sind laut Etikett genommen und offensichtlich reichlich in den Tank gestopft worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und spritzig, ohne zu bizzelig zu werden. Auf der Zunge ist das Bier recht trocken, das Gef\u00fchl von S\u00fc\u00dfe kommt eher von den fruchtigen, nun nicht mehr nur an Zitrone, sondern auch ein wenig an Mandarine und Orange erinnernden Hopfenaromen. Die Bittere ist moderat; da habe ich angesichts der intensiven Aromen mehr bef\u00fcrchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck bleibt die Bittere noch einen Moment haften, gibt sich aber kommod. Kein allzu langes Nachh\u00e4ngen, kein Kratzen. Gerade so, dass ich einen leicht trockenen Hals bekomme und es mir nach dem n\u00e4chsten Schluck giert.<\/p>\n\n\n\n<p>Gelungen!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42275\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Birrificio di Messina \u2013 Birra Messina \u2013 Cristalli di Sale<\/strong>; <strong>K\u00f6nigsbrunner Biermanufaktur \u2013 k\u00f6bi BBA \u2013 Bayerisch British Ale<\/strong>; <strong>M\u00fchltaler Brauerei \u2013 Edelm\u00e4rzen<\/strong>; <strong>Theresianer \u2013 Antica Birreria di Trieste \u2013 Premium Lager<\/strong>; <strong>Eichh\u00f6rnchen \u2013 Golden Ale<\/strong>; <strong>M\u00fchltaler Brauerei \u2013 Jubil\u00e4umsm\u00e4rzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Birrificio di Messina \u2013 Birra Messina \u2013 Cristalli di Sale (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier, gebraut mit Salzkristallen. Das macht neugierig.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine dunkelgelbe Farbe und ist leicht und gleichm\u00e4\u00dfig getr\u00fcbt. Der Schaum entwickelt sich durchschnittlich, h\u00e4lt dann aber nicht allzu lang, auch wenn er schon beim Zusammenfallen sch\u00f6ne \u201eBr\u00fcsseler Spitzen\u201c an der Glasinnenseite ausbildet. Der Duft ist sehr dezent; ich muss schon genau hinriechen, um ein paar ins Grasige gehende Noten zu identifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und weist eine feine, pfeffrige Sch\u00e4rfe auf. Auf der Zunge ist das Bier trocken und schlank mit einem feinen mineralischen Charakter. Angenehm. Die Salzkristalle sind also sehr zur\u00fcckhaltend hinzugegeben worden \u2013 gerade so, dass man merkt, dass irgendetwas anders ist, aber nicht so intensiv, dass man sofort wei\u00df, was es sein k\u00f6nnte. Retronasal bleibt das Bier genauso unauff\u00e4llig wie orthonasal \u2013 au\u00dfer einer ganz feinen grasigen Note sp\u00fcre ich da nichts. Oder ist das eine feine Seetang-Note? Nicht, dass mir da meine Einbildung einen Streich spielt, nur weil ich auf dem Etikett gelesen habe \u201eCon sale dei mari di Sicilia\u201c \u2013 \u201eMit sizilianischem Meersalz\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang ist trocken, kernig und macht Durst auf den n\u00e4chsten Schluck. In seiner Schlankheit und dezenten Art mit dem leicht mineralischen Charakter gef\u00e4llt mir das Bier sehr gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>K\u00f6nigsbrunner Biermanufaktur \u2013 k\u00f6bi BBA \u2013 Bayerisch British Ale (6,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie bayerische Interpretation eines dunklen, britischen Ales. Ausgewogene, komplexe Malzaromen treffen auf fruchtige Hopfennoten und ergeben ein Ale f\u00fcr den anspruchsvollen Genuss. Trotz aller Kreativit\u00e4t beh\u00e4lt das Ale seine leichte Trinkbarkeit. Was? Na klar kannst Du noch eines trinken! Prost.\u201c So steht es ermunternd und Appetit machend auf dem Etikett.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist rotbraun, deutlich und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und tr\u00e4gt einen \u00fcppigen, hellbeigefarbenen Schaum, der fast ein wenig so wirkt, als sei das Bier \u00fcberspundet. Der Duft ist eine angenehme Melange aus estrigen Aromen einer oberg\u00e4rigen Hefe, die ein wenig an Erdbeerkompott erinnern, und eher herben Hopfennoten mit Wildfrucht-Anteil \u2013 vielleicht etwas dunkle Stachelbeere.<\/p>\n\n\n\n<p>Der spritzige, fast schon scharf-spitze Antrunk best\u00e4tigt den Eindruck einer leichten \u00dcberspundung. Das ist mehr als nur die bayerische Interpretation eines sonst doch eher nur schwach gespundeten britischen Ales. Auf der Zunge sp\u00fcre ich dann eine sch\u00f6ne runde Malzs\u00fc\u00dfe, gepaart mit einer festen, aber nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Hopfenherbe und vielen retronasalen Aromen, die den orthonasalen Duft gerne aufnehmen. Gar nicht so verkehrt, finde ich, w\u00e4re da nicht das Sch\u00e4umen im Mund. Nach dem Schluck kommt dann endlich der englische Charakter des Biers durch \u2013 eine angenehme, recht neutrale Bittere und die vielen Aromen einer schon stark auf Fruchtaromen getrimmten Hefe. Laut Etikett isst es die BrewMasters Fruit Ale 03.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Etikett muss ich diesbez\u00fcglich eh loben: Alle Zutaten sind sorgf\u00e4ltigst aufgelistet \u2013 Hopfensorten, Malzsorten und der Hefestamm. Brauergeheimnis bleiben \u201elediglich\u201c die Mengenverh\u00e4ltnisse und die verschiedenen Phasen des Brauprozesses. Gut gemacht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>M\u00fchltaler Brauerei \u2013 Edelm\u00e4rzen (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4rzen ist in \u00d6sterreich ein ganz anderer Bierstil als in Deutschland \u2013 insofern wundert es mich, dass dieses (\u00f6sterreichische!) M\u00e4rzen in dunkelgelber Farbe daherkommt, wie sie einem deutschen M\u00e4rzen gut zu Gesichte st\u00fcnde!<\/p>\n\n\n\n<p>Leicht tr\u00fcb ist es, das Bier, und der Schaum ist ein bisschen zur\u00fcckhaltend. Der Duft weist ein paar grasige und leicht blumige Noten auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, aber nicht zu spritzig \u2013 insofern unterscheidet sich dieses \u201eEdelm\u00e4rzen\u201c schon mal wohltuend von den Standard-Industrie-M\u00e4rzen \u00d6sterreichs, die immer ein wenig \u00fcberspundet sind. R\u00fclpsw\u00e4sserchen, halt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Zunge ist das Bier recht schlank und vom ersten Moment an sind die offensichtlich reichlich verwendeten Hopfen deutlich zu sp\u00fcren \u2013 grasig, ein bisschen heuartig und etwas blumig. Dazu eine deutliche, aber nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfige Bittere. Auch sie ist eigentlich f\u00fcr ein \u00f6sterreichisches M\u00e4rzen untypisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so sind dann auch der durchaus angenehm bittere Abgang und die recht lange anhaltenden heuartigen Nachkl\u00e4nge zwar sch\u00f6n, aber nicht stiltypisch. Ein Bier, das mir gut schmeckt, aber als \u00f6sterreichisches M\u00e4rzen viel zu aromatisch, als deutsches M\u00e4rzen viel zu hopfenbetont r\u00fcberkommt. Ein Bier zwischen allen St\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Theresianer \u2013 Antica Birreria di Trieste \u2013 Premium Lager (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig gelb und hat eine ganz leichte K\u00e4ltetr\u00fcbung \u2013 ich bin nach dem Umzug in meine Pendlerwohnung noch nicht zur Feinjustierung des Thermostats im K\u00fchlschrank gekommen. Der Schaum ist sch\u00f6n wei\u00df, und der Duft malzig mit einer feinen Fruchtnote.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist s\u00fc\u00dflich und wirkt spielerisch-blumig \u2013 ein duftiger Eindruck, der sich auf der Zunge verfestigt. Ein bisschen Jasmin, ein bisschen Flieder rieche ich retronasal, w\u00e4hrend gleichzeitig eine feine Malzs\u00fc\u00dfe zu sp\u00fcren ist und die Hopfenherbe sich ganz stark zur\u00fcckh\u00e4lt. Fast wirkt das Bier dadurch schon etwas parf\u00fcmiert, aber nicht im unangenehmen Sinne.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch nach dem Schluck bleiben die duftigen Noten erhalten \u2013 sehr interessant!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Eichh\u00f6rnchen \u2013 Golden Ale (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine dunkelgelbe, fast schon ins Orangene tendierende Farbe, ist ganz leicht tr\u00fcb und tr\u00e4gt einen altwei\u00dfen Schaum, der allerdings nicht allzu lange h\u00e4lt. Der Duft ist herb-fruchtig mit leichten Ankl\u00e4ngen von Mandarinenschalen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der spritzige, fast schon etwas pfeffrig-scharfe Antrunk erfrischt, und auf der Zunge macht sich unverz\u00fcglich eine kernige Bittere breit. Malzs\u00fc\u00dfe suche ich in diesem trockenen, recht hochvergorenen Bier fast vergeblich. Retronasal kommen erneut die herb-fruchtigen Mandarinenschalenaromen hervor; es bleibt sehr hopfenzentriert. Auch nach dem Schluck spielt der Hopfen die erste Geige: Trockene Schleimh\u00e4ute, eine kernige Bittere, ein sch\u00f6n hopfenaromatischer Nachklang mit herben Fruchtaromen. Gelungen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>M\u00fchltaler Brauerei \u2013 Jubil\u00e4umsm\u00e4rzen (5,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf den ersten Blick wei\u00df ich jetzt nicht, wie sich das Jubil\u00e4umsm\u00e4rzen vom Edelm\u00e4rzen unterscheidet. Oder doch? Der Alkoholgehalt ist zumindest etwas h\u00f6her: 5,4% statt 5,0%.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein dunkles Gelb, das fast schon ins R\u00f6tliche, Kupferfarbene \u00fcbergeht. Bei vorsichtigem Einschenken ist das Bier sch\u00f6n klar; der Schaum entwickelt sich nur zur\u00fcckhaltend. Der Duft ist eine Melange aus malzigen, honigartigen Aromen und einer herben, an frisches, noch nicht verschwitztes Sattelleder erinnernden Note.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, auf der Zunge ist der Eindruck dezent malzs\u00fc\u00df und ledrig-herb, und im Abgang zeigt sich ein ganz leicht adstringierender Effekt. Retronasal wird das frische Leder noch einmal deutlich, hinzu kommen auch leicht Honigaromen. Beides wohl leichte Alterungsaromen, denn das Mindesthaltbarkeitsdatum ist drei Monate \u00fcberschritten. Trotzdem aber noch gut genie\u00dfbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben5\/TauschpaketRoedermark3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Der Bierkarton pendelt weiter \u2026 Oh, ist das jetzt schon Bierstress? Ein weiteres Biertauschpaket hat den Weg von R\u00f6dermark ins Allg\u00e4u gefunden. Und dabei habe ich das vorherige Paket doch noch gar nicht zu Ende verkostet \u2026 Ojeh, ojeh! Jetzt muss ich mich aber mal ranhalten. Aber das Sch\u00f6ne an <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42271\" title=\"Tauschpaket aus R\u00f6dermarkR\u00f6dermarkDEU\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":42273,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3,189],"tags":[],"class_list":{"0":"post-42271","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen","10":"category-unboxing"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42271"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42432,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42271\/revisions\/42432"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/42273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}