{"id":42317,"date":"2022-09-01T22:40:00","date_gmt":"2022-09-01T20:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42317"},"modified":"2023-01-23T06:26:06","modified_gmt":"2023-01-23T05:26:06","slug":"der-tauschhandel-blueht-37sonthofendeu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42317","title":{"rendered":"Der Tauschhandel bl\u00fcht (37)<br>Sonthofen<br>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es geht nichts \u00fcber gute Kollegen am Arbeitsplatz!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim letzten Mal hatte ich schon vermutet, dass es der letzte Tauschhandel war.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber was hatte ich mich get\u00e4uscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute, an meinem letzten Arbeitstag auf dem Dienstposten kommen so viele liebe Kollegen und bringen Abschiedsgeschenke \u2013 nat\u00fcrlich in fl\u00fcssiger Form. Ist ja klar. Kein Kitsch zum an die Wand h\u00e4ngen oder auf den Schreibtisch stellen, keine merkw\u00fcrdigen Staubf\u00e4nger ohne Gebrauchswert, sondern ehrliche und geradlinige Geschenke: Bier!<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders exotisch das Geschenk vom Herrn W., der auf einer multinationalen Ausbildung in Afrika war, und zwar in Ghana. Viele tausend Kilometer haben die drei Flaschen also hinter sich, die er mir in die Hand dr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Neugier ist gro\u00df!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42318\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Guinness Ghana Breweries \u2013 Star (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sch\u00f6ne dunkelgelbe, leicht r\u00f6tlich schimmernde Farbe, ist blank filtriert und entwickelt einen schneewei\u00dfen Schaum, der leider sehr rasch zerf\u00e4llt \u2013 es bleibt nichts \u00fcbrig \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist im allerersten Moment leicht \u201eskunky\u201c, soll hei\u00dfen, das Bier hat einen Lichtgeschmack. Dieses Aroma verfliegt aber sehr schnell und macht dann malzigen und leicht honigartigen Aromen Platz, wie sie f\u00fcr ein gealtertes oder zu warm gelagertes Bier typisch sind. Nach einem Transport \u00fcber tausende von Kilometern entschuldbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig, man merkt eine hohe Spundung (geh\u00f6rt habe ich sie schon beim \u00d6ffnen \u2013 das Zischen war schon sehr laut und intensiv). Auf der Zunge ist das Bier dann eher s\u00fc\u00dflich, leicht malzaromatisch und fast ohne Bittere. Ein paar malzige und honigartige Aromen dr\u00fccken sich verklemmt im Mundraum herum, ehe sie retronasal dann doch erkennbar werden (sie bleiben aber schwach). Der Abgang ist dann recht ereignislos. Der Schluck, ein kurzes Hinterhersp\u00fcren, und dann \u2026 unauff\u00e4lliges Abtreten. Ein Hauch Malzs\u00fc\u00dfe bleibt f\u00fcr einen Moment, aber ebenfalls nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig lange.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ordentliches Zischbier an tropenhei\u00dfen Abenden, das ganz bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Tema Craft Brewery \u2013 Django Brothers Weiss \u2013 Wheat Beer (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die goldgelbe Farbe und die leichte, gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbung sind perfekt stiltypisch. Allerdings entwickelt sich der Schaum nur zur\u00fcckhaltend \u2013 das k\u00f6nnte bei einem Weizenbier durchaus besser sein. Der Duft ist angenehm bananig und von einer leicht herben Note begleitet, die jetzt aber nicht den typischen, hopfigen Grapefruit- oder Mandarinenschalenaromen entspricht, sondern eher an herbe Fr\u00fcchte wie zum Beispiel unreife Khakis erinnert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist angenehm spritzig, ohne \u00fcberspundet zu wirken. Auf der Zunge ist das Bier bizzelig und erfrischend, und retronasal sp\u00fcre ich die Bananenaromen wieder in einer sehr angenehmen Intensit\u00e4t. Eine nur dezente Herbe balanciert das Geschmacksempfinden sch\u00f6n aus. Der Abgang ist weich und mild und klingt sehr harmonisch ab. Sch\u00f6nes Bier.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das Etikett verwirrt mich: Es wird flei\u00dfig darauf herumgeritten, dass es sich hier um ein Wheatbeer handelt, um ein Abweichen von der Norm und ein Angebot f\u00fcr die, die sich dem Status Quo nicht unterwerfen wollen (\u201e\u2026 it\u2019s also the freedom from the norm. It\u2019s beer for those who don\u2019t play by the status quo \u2026\u201c), aber in der Zutatenliste tauchen Weizen oder Weizenmalz gar nicht auf: \u201emalted barley, hops, water &amp; yeast\u201c. Merkw\u00fcrdig \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Accra Brewery \u2013 Club \u2013 Premium Lager (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein leuchtendes Goldgelb und gef\u00e4llt mir gut. Das Bier ist blitzblank filtriert, tr\u00e4gt einen schneewei\u00dfen Schaum und geht dieses Schaumschmucks leider recht rasch verlustig. Der Duft ist typisch f\u00fcr ein Bier, das mit Mais gebraut worden ist: Eine leichte, f\u00fcr mich pers\u00f6nlich immer etwas dumpf wirkende, dezent schwefelnde Note geht mit diesen Bieren fast immer einher. Manchmal wird er auch ein bisschen durch Lichtaroma verst\u00e4rkt, wenn bei Bieren in gr\u00fcnen Flaschen die Hopfensubstanzen vom UV-Licht in Thiole und Merkaptane umgesetzt werden, die ebenfalls einen etwas dumpfen Geruch (\u201eskunky\u201c) verursachen. Hier scheint das ebenfalls der Fall zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig, fast schon leicht scharf, und auf der Zunge sp\u00fcre ich erneut die f\u00fcr Mais typischen Aromen. Die begleitende Hopfenherbe ist nur sehr schwach, so dass das Bier, obwohl es gar nicht so viel Malzs\u00fc\u00dfe zeigt, trotzdem irgendwie zuckrig und s\u00fc\u00df wirkt. Das bleibt auch \u00fcber den Schluck hinweg so, so dass ich zu dem Fazit komme: In der ghanaischen Tropenhitze bestimmt ein sch\u00f6n erfrischendes Bier; an einem k\u00fchlen Herbstnachmittag in Westpommern eher nicht so passend.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Weitere Berichte \u00fcber den Tauschhandel am Arbeitsplatz sind <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=37235\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">von hier aus<\/a> erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Es geht nichts \u00fcber gute Kollegen am Arbeitsplatz! Beim letzten Mal hatte ich schon vermutet, dass es der letzte Tauschhandel war. Aber was hatte ich mich get\u00e4uscht. Heute, an meinem letzten Arbeitstag auf dem Dienstposten kommen so viele liebe Kollegen und bringen Abschiedsgeschenke \u2013 nat\u00fcrlich in fl\u00fcssiger Form. Ist ja <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42317\" title=\"Der Tauschhandel bl\u00fcht (37)SonthofenDEU\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":42318,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-42317","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42317"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42317\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42468,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42317\/revisions\/42468"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/42318"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}