{"id":42351,"date":"2022-09-16T22:21:00","date_gmt":"2022-09-16T20:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42351"},"modified":"2023-01-28T14:09:36","modified_gmt":"2023-01-28T13:09:36","slug":"verkostungspaketaus-hannover-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42351","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br>aus Hannover"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die lieben Freunde aus Hannover!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe keine Ahnung, wo sie immer die Ideen hernehmen, aber jetzt haben sie daf\u00fcr gesorgt, dass mich ein Paket aus Hamm erreicht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Inhalt?<\/p>\n\n\n\n<p>Na klar: <a href=\"https:\/\/www.hammona-braeu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hammona<\/a>-Biere. Aus Hamm. Sagt ja der Name schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Spannend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"780\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-1-1024x780.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42355\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-1-1024x780.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-1-300x229.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-1-150x114.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-1-768x585.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-1-80x60.jpg 80w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>9 x Hammona, 3 x Finne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und damit das Zw\u00f6lfer-Paket auch voll wurde, gab es gleich noch drei Biere der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=28658\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">M\u00fcnsteraner Finne<\/a> mit dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Na, da gibt\u2019s ja wieder was zu verkosten \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben6\/VerkostungspaketHannover5\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42356\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Hammona Braumanufaktur \u2013 Cherry Lady Lager<\/strong>; <strong>Hammona Braumanufaktur \u2013 Hop Mothers Palle Alle \u2013 American Pale Ale<\/strong>; <strong>Hammona Braumanufaktur \u2013 Pils<\/strong>; <strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 Single Hop Lemon Drop<\/strong>; <strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 Helles<\/strong>; <strong>Hammona Braumanufaktur \u2013 Face of West Coast IPA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Braumanufaktur \u2013 Cherry Lady Lager (3,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Etikett zeigt die Zeichnung einer erotisch-f\u00fclligen Dame im schwarzen Badeanzug, die nicht nur rote Lippen und Wangen hat, sondern auch ein rotes Bier in der Hand h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und in der Tat: Das Bier steht leuchtend rot im Glas. Leicht tr\u00fcb ist es, und es mag nicht so recht einen Schaum entwickeln. Der Duft ist ganz fein fruchtig-s\u00e4uerlich, aber an Kirschen h\u00e4tte ich vielleicht nicht als erstes gedacht, obwohl sie auf der Zutatenliste aufgef\u00fchrt sind. Fast h\u00e4tte ich an noch leicht gr\u00fcne Pflaumen gedacht und an einen Hauch Bittermandel oder Marzipan.<\/p>\n\n\n\n<p>Der sehr frische, spritzige Antrunk leitet \u00fcber zu einem ebenso frischen Erlebnis auf der Zunge. Nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig bizzelnd, aber trotzdem frisch und spritzig verh\u00e4lt sich das Bier dort, zeigt eine ganz feine S\u00e4ure und entfaltet retronasal dann auch \u2013 endlich! \u2013 ein paar \u201erichtige\u201c Kirscharomen. Aber die von der leichten Sorte, soll hei\u00dfen, von hellen Kirschen, nicht von den tiefroten und intensiv aromatischen, sondern von den hellroten bis gelben mit ihren leichten, spielerischen Duftnoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine gewisse Rests\u00fc\u00dfe sp\u00fcre ich, und nach dem Schluck bleibt diese S\u00fc\u00dfe ein wenig auf der Zunge, w\u00e4hrend im Rachen die S\u00e4ure sp\u00fcrbar wird und wieder ein paar feine Bittermandeln das Kirscharoma erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein v\u00f6llig anderes Bier als die belgischen Krieks, bei weitem nicht so komplex, aber dennoch sehr angenehm zu trinken. Gerade am Ende eines richtig warmen Herbsttages, der Anfang Oktober noch mal mit 20\u00b0C gegl\u00e4nzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Braumanufaktur \u2013 Hop Mothers Palle Alle \u2013 American Pale Ale (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201ePalle Alle\u201c \u2013 Wenn\u2019s nicht so traurig w\u00e4re, w\u00fcrde ich dr\u00fcber lachen. Aber ich kenne tats\u00e4chlich Menschen, die ein Pale Ale als Palle Alle bestellen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellbraun, kr\u00e4ftig und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und entwickelt einen \u00fcppigen, leicht cremefarbenen Schaum, der ewig lange stehen bleibt und mich von der Verkostung abh\u00e4lt. Irgendwann ist es aber so weit, und ich kann am Bier schnuppern. Zitrusnoten rieche ich, die aber sehr schnell abklingen. Dann kommen ein paar harzige und schlie\u00dflich sehr ledrige Aromen. Letztere sind eigentlich typisch f\u00fcr Brettanomyces-Hefen, von denen ist aber weder auf dem Etikett die Rede, noch w\u00e4ren sie in einem American Pale Ale w\u00fcnschenswert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk best\u00e4tigt aber meinen Eindruck: Intensive ledrige, an alte Pferdedecken erinnernde Aromen. Auf der Zunge ebenfalls ein ledriger Geschmack, und damit nicht genug: Auch ein gewisses adstringierendes Erlebnis ist mit diesem Bier verbunden: Die Zunge wird rau und pelzig. K\u00f6nnen der Schluck und der Abgang da noch etwas Grundlegendes \u00e4ndern? Nein, es bleibt konsequent so: Hier sind Hefen am Werk, die ich in einem American Pale Ale f\u00fcr fehl am Platz halte. Liebhaber eines uralten Orvals m\u00f6gen dieser komplexen Sensorik durchaus etwas abgewinnen k\u00f6nnen, aber dann passt die Zuordnung zu diesem Stil halt nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz allem: Eine interessante organoleptische Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Braumanufaktur \u2013 Pils (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Zeiten, in denen ein Biername Geschichten erz\u00e4hlen muss und deswegen oftmals nicht in eine Zeile passt, ist die Bezeichnung \u201ePils\u201c mit gerade mal vier Buchstaben schon etwas Besonderes geworden. Also kein \u201eHop Devoted, Highly Fermented, Single Hopped and Double Mashed, Cool Fermented and Extensively Matured Crispy Clean Lager of German Origin\u201d, sondern einfach nur \u201ePils\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Glas sieht das Bier genau so aus, wie ein Pils halt aussieht: Goldgelb, nach vorsichtigem Einschenken auch fast klar, und gekr\u00f6nt von einer schneewei\u00dfen, reichlichen und lange haltbaren Schaumkrone, die sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst. Der Duft ist klassisch herb, mit leichten Heunoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist sehr spritzig, das Bier eigentlich schon, wie ich bereits beim Einschenken gemerkt habe, etwas \u00fcberspundet; die Kohlens\u00e4ure ist nicht gut gebunden. Auf der Zunge ist das Bier frisch und herb, sch\u00e4umt aber im Mundraum zu stark, so dass die dezenten retronasalen Aromen (Heu) von der Kohlens\u00e4ure fast v\u00f6llig \u00fcberdeckt werden. Der Abgang ist dann zun\u00e4chst angenehm herb, anschlie\u00dfend ein kleines bisschen metallisch \u2013 was f\u00fcr ein Pils v\u00f6llig in Ordnung ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Charakter \u00e4ndert sich v\u00f6llig, als ich mir nachschenke und der Hefebodensatz mit ins Glas ger\u00e4t. Aus der herben Frische wird eine eher erdige Bodenst\u00e4ndigkeit mit leichten Ankl\u00e4ngen an versengtes Gummi. Es scheint fast, als habe die Hefe bereits mit leichtem Kannibalismus (Autolyse) begonnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 Single Hop Lemon Drop (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier, das kein Bier ist. Eine Prise Haferflocken gen\u00fcgt, um aus einem Bier ein Nicht-Bier zu machen. Jedenfalls in Deutschland, wo die Reinheitsgebot-Taliban ihr Sagen haben. Und so steht auf dem Etikett \u201ealkoholhaltiges Brauereierzeugnis\u201c. Nun ja. Wenn es der Gesetzgeber so will \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das allerdings dort auch steht \u201eAlkohl: 5%vol.\u201c, das hat der Gesetzgeber wohl eher nicht erzwungen. Und die Dudenredaktion gr\u00e4mt sich \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellgelb, fast schon blass, und nur leicht tr\u00fcb. Der schneewei\u00dfe Schaum entwickelt sich reichlich, wirkt fast ein wenig k\u00fcnstlich und h\u00e4lt ewig. Er hinterl\u00e4sst auch dicke Trinkr\u00e4nder im Inneren des Glases. Der Duft ist fruchtig-zitronig und geht fast schon in die Richtung Geschirrsp\u00fclmittel mit Zitronenfrische \u2013 typisch f\u00fcr den noch recht jungen Hopfen \u201eLemon Drop\u201c, der in diesem Bier ausschlie\u00dflich verwendet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist etwas zu spritzig, zu bizzelig, und so sch\u00e4umt das Bier auf der Zunge auch noch kr\u00e4ftig auf. Es dauert eine ganze Weile, bis ich in der Lage bin, neben dem Kohlens\u00e4ure-Feuerwerk noch weitere sensorische Eindr\u00fccke zu verarbeiten. Erfrischend ist es auf alle F\u00e4lle, und die zitronigen Aromen unterstreichen das auch noch doppelt. Insofern ein sch\u00f6nes Bier f\u00fcr warme Sommertage. Dahinter wird aber auch ein leicht kartonartiger, adstringierender Eindruck sp\u00fcrbar, so, also ob das Bier leicht oxidiert w\u00e4re. Er macht das Bier noch nicht ungenie\u00dfbar, st\u00f6rt aber doch ein bisschen. Auch nach dem Schluck ist das noch zu sp\u00fcren, wenn die Schleimh\u00e4ute ein wenig rau werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 Helles (4,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist mittelgelb, die Tr\u00fcbung nur ganz schwach (wenn ich vorsichtig einschenke). Der schneewei\u00dfe Schaum h\u00e4lt allerdings nicht allzu lang. Der Duft ist w\u00fcrzig und honigartig mit leichten Malznoten (Kuchenteig) im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Der spritzige Antrunk wirkt ganz leicht s\u00e4uerlich, und auf der Zunge setzt sich dieser erfrischende Hauch von S\u00e4ure fort. Die Herbe ist ein bisschen st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als ich erwartet habe \u2013 f\u00fcr diesen Bierstil eher ungew\u00f6hnlich. Auch retronasal sind die leichten Honignoten zu sp\u00fcren, und nach dem Schluck bleibt eine f\u00fcr ein Helles ungew\u00f6hnliche Herbe f\u00fcr einen Moment haften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Braumanufaktur \u2013 Face of West Coast IPA (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sch\u00f6n dunkelgelbe, fast schon ins Kupferne reichende Farbe, ist bei vorsichtigem Einschenken fast klar und tr\u00e4gt einen sch\u00f6nen, mittellang haltbaren, wei\u00dfen Schaum. Der Duft ist intensiv hopfig und ganz harzig \u2013 wie frisch abgezupfte Fichtennadeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist pfeffrig scharf, und auf der Zunge macht sich sofort eine deftige, herzhafte Bittere breit, die auch ein bisschen adstringierend wirkt. Zusammen mit den intensiv harzigen Aromen muss ich an Kolophonium denken, empfinde das aber ausdr\u00fccklich als angenehm. Malzs\u00fc\u00dfe ist hinter dem eisernen Zaun aus Hopfen nicht zu erahnen. Der Schluck verst\u00e4rkt die Hopfen- und Harzintensit\u00e4t noch ein wenig, und es bleiben knochentrockene Schleimh\u00e4ute zur\u00fcck, die schrecklichen Durst machen. Ein Bier mit umgekehrter Wirkung \u2013 nicht zum Durstl\u00f6schen, sondern um den Durst mit jedem Schluck zu intensivieren. Letzteres ginge auch mit Salzwasser, w\u00e4re aber nur halb so sch\u00f6n \u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-3-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42357\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-3-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-3-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-aus-Hannover-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 AIMEE\u2019S birthday raspberry milkshake IPA<\/strong>; <strong>Finne \u2013 Helles<\/strong>; <strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 Irish Red Ale<\/strong>; <strong>Finne \u2013 Pils<\/strong>; <strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 Kellerbier<\/strong>; <strong>Finne \u2013 IPA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 AIMEE\u2019S birthday raspberry milkshake IPA (7,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein besonderes Bier, bei einem Kurs entstanden: \u201eEin Milkshake IPA, beim Bierbotschafter Kurs erstmalig getrunken. \u201aPapa, ich m\u00f6chte mein eigenes Bier!\u2018 Was bleibt da anderes \u00fcbrig. Der Papa darf f\u00fcr seine Tochter ein Bier brauen.\u201c So berichtet es das Etikett.<\/p>\n\n\n\n<p>Die hellbraune Farbe des Biers hat, und das liegt angesichts der Zutaten (unter anderem Himbeerenp\u00fcree) ja auch nahe, eine leichte Rosaf\u00e4rbung. Das Bier ist gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb, entwickelt einen sch\u00f6nen, ganz zart rosa gef\u00e4rbten Schaum und duftet intensiv nach Himbeeren. Und nach ein paar herben, harzigen Hopfenaromen dahinter.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem spritzigen Antrunk folgt eine knochentrockene Hopfenbittere auf der Zunge. Wer gedacht hat, dass nach diesem fruchtigen Himbeeraroma nun etwas S\u00fc\u00dfes folgt, wird auf dem falschen Fu\u00df erwischt. Keine Rests\u00fc\u00dfe (wo ist eigentlich der Milchzucker hin, der hinzugegeben worden ist?), nur hochvergorene Hopfenbittere mit Himbeeraromen, die, ihrer S\u00fc\u00dfe beraubt, recht ungew\u00f6hnlich wirken. Aber nicht schlecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so bleibt das Bier auch bis weit nach dem Schluck. Eine Hopfenbittere, wie ich sie lange nicht mehr so intensiv erlebt habe, keine Rests\u00fc\u00dfe, und \u00fcber allem tanzen die Himbeeraromen. Spannend!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Finne \u2013 Helles (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e\u201aEine Finne Helles!\u2018 bestellt der M\u00fcnsteraner auf Masematte, der Geheimsprache M\u00fcnsters, wenn er eine Flasche oder ein Glas Helles m\u00f6chte.\u201c Das Etikett erkl\u00e4rt uns den Namen der M\u00fcnsteraner Finne, also der Brauerei, in der dieses Bier entstanden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellgelb, fast schon ein bisschen bl\u00e4sslich, und es ist nur leicht tr\u00fcb. Der wei\u00dfe Schaum entwickelt sich sch\u00f6n und bleibt in einer d\u00fcnnen Schicht auch recht lang erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig mit feinen Kuchenteig- und Keksaromen. Der Antrunk ist frisch und spritzig, und auf der Zunge zeigt sich dieses Bier sehr ausgewogen. Nicht zu weich und kremig, aber doch sehr gef\u00e4llig mit einer feinen, bizzeligen Note. Hopfenherbe ist kaum zu sp\u00fcren; auch die Hopfenaromen bleiben sehr, sehr zur\u00fcckhaltend. Am ehesten sind noch die teigig-malzigen Aromen retronasal zu sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck sp\u00fcre ich eine sehr feine Bittere, die aber rasch wieder verfliegt. Ein sch\u00f6n durchtrinkbares Bier f\u00fcr den gro\u00dfen Schluck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 Irish Red Ale (6,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie es der Name verlangt, hat dieses Bier eine leicht r\u00f6tliche Farbe. Und es ist bei vorsichtigem Einschenken sch\u00f6n klar! Der leicht beigefarbene Schaum ist nicht allzu lange haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft wird von intensiven Karamellnoten dominiert, dahinter kommen noch ein paar Honigaromen, die aber deutlich unauff\u00e4lliger agieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist trotz einer durchaus sp\u00fcrbaren Kohlens\u00e4uresch\u00e4rfe insgesamt doch weich und rund. Klingt wie ein Widerspruch, ist aber auf der Zeitachse keiner. Erst die Kohlens\u00e4uresch\u00e4rfe, und dann wird es weich und seidig.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Zunge dominiert zun\u00e4chst der Malzk\u00f6rper, aber kurz danach sp\u00fcre ich auch eine leichte Bittere. Nicht zu stark, sondern gerade so, dass die Malzigkeit ein wenig ausbalanciert wird und einer Mastigkeit vorgebeugt wird. Retronasal sind es jetzt die Honigaromen, die st\u00e4rker sind als das Karamell \u2013 eine interessante Umkehr der Intensit\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang bringt die Herbe noch ein wenig st\u00e4rker in den Vordergrund, gleichzeitig belegt das Bier aber auch die Schleimh\u00e4ute ein wenig mit einer leicht seifig wirkenden Textur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Finne \u2013 Pils (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSo wie die Lambertikirche aus M\u00fcnster herausragt, steht das Pils hoch oben bei den beliebtesten Bieren\u201c, l\u00e4sst die M\u00fcnsteraner Finne Brauerei auf dem Etikett verlauten. Klingt recht selbstbewusst.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist auf den ersten Blick klar, und nur, wenn ich das Glas direkt gegen eine Lichtquelle halte, sehe ich, dass es doch ganz leicht opalisiert. Die Farbe ist ein leuchtendes Goldgelb, und der schneewei\u00dfe, reichliche und sehr stabile Schaum steht einem Pils hervorragend zu Gesichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist dezent hopfig. Herbe Noten \u00fcberwiegen, dahinter kommen ein paar Heuakzente hinzu. Sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und frisch, und von Beginn an sch\u00f6n hopfig-herb. Auf der Zunge ist das Bier sehr schlank, fast schon trocken, \u00fcberzeugt mit einer kr\u00e4ftigen, aber nicht zu dominierenden, sehr sauberen Hopfenbittere und bringt retronasal dezente Heuaromen hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck ist frisch, der Abgang sch\u00f6n trocken. Das macht Lust auf den n\u00e4chsten Schluck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Food-Pairing-Empfehlung auf dem Etikett lautet: \u201eCurrywurst, Frikadelle, Gr\u00fcnkohl\u201c, und das unterschreibe ich sofort!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hammona Br\u00e4u \u2013 Kellerbier (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sehr sch\u00f6ne, kr\u00e4ftig braune Farbe mit einem leichten Rotstich. Es ist leicht und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und entwickelt einen sch\u00f6nen und durchaus l\u00e4nger haltbaren, leicht beigefarbenen Schaum. Sieht gut aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig, etwas an Brotkruste erinnernd, weist aber auch recht kr\u00e4ftige harzige Noten auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, und auf der Zunge zeigt das Bier nicht nur eine dezente Malzs\u00fc\u00dfe, sondern erneut einen harzigen Charakter. Sowohl die retronasalen Aromen als auch die leicht adstringierende Textur erinnern an noch frisches Baumharz und an Tannennadeln. Hinzu kommt eine leichte Hopfenbittere. Erst nach dem Schluck dringt das Malz wieder ein wenig st\u00e4rker in die Aromatik vor \u2013 retronasal kommen nun wieder die leicht brotigen Aromen (vom M\u00fcnchner Malz oder vom Cara Amber?) hervor. Es bleibt allerdings auch der etwas raue Eindruck auf den Schleimh\u00e4uten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein Kellerbier ungew\u00f6hnlich herb und harzig \u2013 sehr charaktervoll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Finne \u2013 IPA (6,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Etikett f\u00e4ngt die Geschichte an, wie so oft, wenn es um India Pale Ales geht. Ich runzle innerlich schon die Stirn, aber merke rasch, dass die Erz\u00e4hlung gerade noch die Kurve kriegt und nicht die ebenso abgedroschene wie falsche Pointe mit dem unterlassenen R\u00fcckverd\u00fcnnen am Ziel weiter verbreitet: \u201eEinst gebraut f\u00fcr die Kolonien in Indien und mit viiiel Hopfen f\u00fcr den langen Seeweg aus England haltbar gemacht, ist das India Pale Ale in M\u00fcnster angekommen.\u201c So formuliert ist es nicht ganz falsch. Auch wenn es Stimmen gibt, die behaupten, dass erst die starke Hopfung da war und dann erst der Export nach Indien.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df es nicht, ich war damals noch nicht dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgelb und leicht tr\u00fcb, und es entwickelt reichlich altwei\u00dfen Schaum, der sch\u00f6n stabil ist und ewig lange h\u00e4lt. Und dadurch auch sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder im Glas hinterl\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist klassisch britisch \u2013 kr\u00e4ftige, harzige Hopfenaromen dominieren. Ich habe das Gef\u00fchl, beim Schnuppern in einem von der Sonne beschienenen Kiefernwald zu stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig, aber nicht zu scharf, und auf der Zunge macht sich sofort eine harzige, dezent adstringierende Bittere breit, die aber von einem kr\u00e4ftigen Malzk\u00f6rper begleitet wird. Dieser wiederum ist zwar s\u00fc\u00dflich, aber nicht zuckrig \u2013 gerade recht, um die Hopfenbittere in Schach zu halten und nicht gleicht mastig zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck legt die Hopfenbittere noch mal eine Schippe nach, bleibt dabei aber rund und sauber. Keine Ecken oder Kanten, keine raue Kratzigkeit, nur ein leicht adstringierendes, die Schleimh\u00e4ute trocken machendes Gef\u00fchl. Ein Hauch mehr retronasale Aromatik w\u00e4re jetzt noch sch\u00f6n, aber auch so gilt: So muss ein klassisches India Pale Ale schmecken. Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben6\/VerkostungspaketHannover5\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die lieben Freunde aus Hannover! Ich habe keine Ahnung, wo sie immer die Ideen hernehmen, aber jetzt haben sie daf\u00fcr gesorgt, dass mich ein Paket aus Hamm erreicht hat. Der Inhalt? Na klar: Hammona-Biere. Aus Hamm. Sagt ja der Name schon. 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