{"id":42434,"date":"2022-09-01T22:41:00","date_gmt":"2022-09-01T20:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42434"},"modified":"2023-02-05T10:22:38","modified_gmt":"2023-02-05T09:22:38","slug":"der-tauschhandel-blueht-38sonthofendeu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42434","title":{"rendered":"Der Tauschhandel bl\u00fcht (38)<br>Sonthofen<br>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es geht nichts \u00fcber gute Kollegen am Arbeitsplatz!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlange der Gratulanten am Tag meiner Verabschiedung rei\u00dft nicht ab \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Freudestrahlend bekomme ich einen Sixpack in die Hand gedr\u00fcckt: \u201eIst aus meiner Heimat, aus\u2019m Osten. Sind zwar keine so exotischen Biere, und die kennen Sie vielleicht auch alle schon, aber kommt von Herzen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"898\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-1-1024x898.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42435\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-1-1024x898.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-1-300x263.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-1-150x132.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-1-768x673.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und genau das ist das Wichtigste: Es kommt von Herzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wird dann auch von Herzen verkostet, oder?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben6\/Tauschhandel38\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42436\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>L\u00fcbzer \u2013 Pils<\/strong>; <strong>Wernesgr\u00fcner \u2013 Landbier 1436<\/strong>; <strong><strong>Feldschl\u00f6\u00dfchen \u2013 Urbock \u2013 Starkbier<\/strong>;<\/strong> <strong>Feldschl\u00f6\u00dfchen \u2013 Schlankes<\/strong>; <strong>Wernesgr\u00fcner \u2013 Pils Legende<\/strong>; <strong>L\u00fcbzer \u2013 Urkraft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Feldschl\u00f6\u00dfchen \u2013 Urbock \u2013 Starkbier (7,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist ganz dunkelbraun mit einem r\u00f6tlichen Schimmer \u2013 rubinfarben leuchtet es, wenn ich es vor eine Lampe halte. Es ist klar und tr\u00e4gt reichlich leicht beigefarbenen Schaum, der mittellang haltbar ist. Der Duft ist malzig, er erinnert ganz leicht an Blockmalz, aber minus die intensiven Kr\u00e4uternoten, die dort oft beigemischt sind. Stattdessen finde ich leichte R\u00f6staromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist relativ weich; die Spundung nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig hoch. Auf der Zunge zeigt der Bock eine recht zur\u00fcckhaltende Malzs\u00fc\u00dfe und bietet stattdessen eine ordentliche, leicht r\u00f6stige Bittere feil. Ein dunkler Bock, der nicht klebrig wird, sondern verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch vergoren und dadurch recht schlank wirkt. Retronasal sp\u00fcre ich wieder die Blockmalzaromen, leichte R\u00f6stnoten und ein paar \u00e4therische Tupfer obendr\u00fcber, die das Aromenspektrum interessant und vielschichtig machen. Der Schluck ist glatt, weich rinnt das Bier durch den Rachen, und feine \u00e4therisch-frische und leicht blumige Noten erg\u00e4nzen die r\u00f6stigen Akzente, die auch hier noch gut wahrzunehmen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein dunkler Bock, der nicht so s\u00e4ttigend wirkt wie viele andere und dadurch trotz seiner 7,0% Alkohol erstaunlich durchtrinkbar bleibt. Was gef\u00e4hrlich sein kann!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Feldschl\u00f6\u00dfchen \u2013 Schlankes (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hm, bei der Bezeichnung \u201eSchlankes\u201c muss ich an die uns\u00e4glichen Di\u00e4tbiere denken, die vor zwanzig oder drei\u00dfig Jahren mal Mode waren. Hochvergorene Biere ohne Restzucker, f\u00fcr Diabetiker geeignet und oft mit alkoholfreiem Bier verwechselt, so dass der eine oder andere Autofahrer nach dem Genuss von vier, f\u00fcnf Di\u00e4tbieren gem\u00fctlich zum Wagen wankte und erstaunt war, irgendwie doch nicht mehr richtig fahren zu k\u00f6nnen. \u201eSchlankes\u201c h\u00f6rt sich nicht so missverst\u00e4ndlich an.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist mittelgelb, blitzblank filtriert, und es entwickelt beim Einschenken einen schneewei\u00dfen Schaum, der blitzschnell wieder zerf\u00e4llt. Die Schlankheit, die im Namen steckt, f\u00e4ngt beim Duft schon an. Ich muss n\u00e4mlich schon sehr, sehr genau hinriechen, wenn ich die feinen und schon arg dezenten heuartigen Hopfenaromen \u00fcberhaupt identifizieren k\u00f6nnen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig, und der erste Eindruck auf der Zunge \u2026 nun ja, schlank. Hochvergoren. Knochentrocken. Und ein kleines bisschen adstringieren. Eine mittelstarke Hopfenherbe ist auch zu sp\u00fcren. Und retronasal? Wieder fast nichts. Fast so, als sei mit dem Wegverg\u00e4ren aller Zucker auch jegliche Aromakomponente verschwunden. Ein ganz leicht metallischer Hauch ist vielleicht zu sp\u00fcren, und ein ganz schnell verwehender Heu-Eindruck. Und so bleibt es auch bis \u00fcber den Schluck hinaus. Herb, trocken, leicht adstringierend und ansonsten sehr neutral.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend mir das Niveau der Bittere gef\u00e4llt, fehlt es irgendwie an allem anderen. Kann man Hopfenbitterextrakt, also \u03b1-S\u00e4uren, in Wasser aufl\u00f6sen? Und erhielte man dann ein \u00e4hnliches Getr\u00e4nk, also mal von der Farbe und dem Alkohol abgesehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wernesgr\u00fcner \u2013 Pils Legende (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe? Ein kr\u00e4ftig leuchtendes Gold. Der Glanz? Beeindruckend. Der Schaum? Schneewei\u00df. Der Duft? Eher malzig als pilsig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk? Nicht so frisch, wie erhofft. Der Eindruck auf der Zunge? Immer noch recht malzig und f\u00fcr ein Pils verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig zur\u00fcckhaltend bitter. Die Aromatik? Retronasal ein paar Malz- und Honigaromen, auf der Schleimhaut eine nur dezente Bittere. Der Abgang? Jetzt endlich ein wenig bitter und mit ein paar Heu- und Grasaromen. Endlich ein Hauch Pils \u2013 aber viel zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wernesgr\u00fcner \u2013 Landbier 1436 (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier zeigt eine kr\u00e4ftige, dunkelblonde Farbe, ist klar und tr\u00e4gt eine mittelstark ausgepr\u00e4gte, etwas gro\u00dfblasige Schaumkrone. Der Duft ist rund und malzig mit ein paar sehr dezenten Brotteignoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der runde und sehr weiche Antrunk ist angenehm; auch auf der Zunge ist die Textur weich und fast schon samtig. Runde und malzige F\u00fclle ist zu sp\u00fcren, aber es fehlt ein bisschen an Frische. Die Hopfenbittere ist sp\u00fcrbar, aber zur\u00fcckhaltend, und auch der Abgang ist eher vom Malz als vom Hopfen gepr\u00e4gt. Ein sehr vollmundiges und nahrhaftes Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>L\u00fcbzer \u2013 Urkraft (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine kr\u00e4ftige Kupferfarbe, die dem Namen des Biers alle Ehre macht. Aaaber \u2026 Das Bier ist blank filtriert, und der Schaum f\u00e4llt blitzschnell zusammen, so dass das Bier wie Apfelsaft aussieht. Oh, je! Der Duft ist malzig mit feinen karamelligen Noten und gef\u00e4llt somit besser als die Optik!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist rund und weich, auf der Zunge ist das Bier voll, rund und karamellig; die Malzs\u00fc\u00dfe ist deutlich ausgepr\u00e4gt, wirkt aber nicht mastig, schon angenehm. Die Karamellaromen sind auch retronasal deutlich sp\u00fcrbar, und die Hopfenbittere ist eher dezent. Der Abgang bringt die Herbe einen Hauch st\u00e4rker zum Vorschein; der Malzcharakter bleibt aber das dominierende Element und untermalt alles mit sehr angenehmen Karamellaromen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>L\u00fcbzer \u2013 Pils (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelbe Farbe, glanzfeine Filterung, schneewei\u00dfer Schaum \u2013 sehr pilstypisch. Ein fast nicht wahrnehmbarer Duft \u2013 das ist eher nicht pilstypisch. Erst nach l\u00e4ngerem Aufw\u00e4rmen, Herumschwenken und intensivem Schnuppern rieche ich eine leicht metallische Note und einen Hauch von Heu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und leicht spritzig; auf der Zunge ist das Bier sehr neutral und ausgewogen. Ein Hauch Malzs\u00fc\u00dfe ist zu sp\u00fcren, als echtes Pils k\u00f6nnte es etwas h\u00f6her vergoren und trockener sein. Auch die Hopfenbittere ist sehr zur\u00fcckhaltend und r\u00fcckt dieses Bier stilistisch eher in Richtung Export. Der Abgang bringt dann eine leichte Trockenheit an die Schleimh\u00e4ute, w\u00e4hrend sich ansonsten wenig tut. Ein aalglattes Bier ohne Ecken und Kanten; nichts, an das man sich nach dem Genuss noch erinnert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben6\/Tauschhandel38\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Weitere Berichte \u00fcber den Tauschhandel am Arbeitsplatz sind <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=37235\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">von hier aus<\/a> erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Es geht nichts \u00fcber gute Kollegen am Arbeitsplatz! 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