{"id":42461,"date":"2022-12-21T22:19:00","date_gmt":"2022-12-21T21:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42461"},"modified":"2023-02-09T07:12:11","modified_gmt":"2023-02-09T06:12:11","slug":"verkostungspaketder-browar-sarabandawarszawapol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42461","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br>der Browar Sarabanda<br>Warszawa<br>POL"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>sechs spannende Biere aus Warschau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tja, es hat nicht lange gedauert, bis es sich rumgesprochen hat, dass ich jetzt in Polen arbeite und zwischen Deutschland und Polen pendele.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKannst Du mir mal Deine Adresse geben?\u201c, hie\u00df es im Messenger, und der Einfachheit halber gab ich die Adresse meiner Arbeitsst\u00e4tte an, eine Kaserne in Stargard.<\/p>\n\n\n\n<p>Ach, wenn ich doch nur gewusst h\u00e4tte, was das f\u00fcr eine Herausforderung f\u00fcr den armen Menschen vom Kurierdienst ist \u2026 Offensichtlich traut er sich nicht, das Paket einfach bei der Wache abzugeben und sich darauf zu verlassen, dass es am n\u00e4chsten Morgen an mich weitergereicht wird. Stattdessen ruft er mich nach Feierabend an. \u201eIch habe da ein Paket f\u00fcr Sie, kann ich Ihnen das vor der Kaserne \u00fcbergeben?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin schon auf dem Heimweg, und etwas missmutig drehe ich um. Zum Gl\u00fcck waren es erst zwei oder drei Kilometer, die ich gefahren bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber der Missmut legt sich rasch. Ein sorgf\u00e4ltig verklebtes Paket mit interessanten Bieren \u2013 da kann man nicht b\u00f6se sein. Auch nicht auf den armen Tropf vom Kurierdienst. Er wei\u00df es wohl nicht besser, und er ist freundlich und hat gewartet, bis ich zur\u00fcckgekommen bin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"496\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-1-1024x496.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42464\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-1-1024x496.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-1-300x145.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-1-150x73.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-1-768x372.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>sechs bunte Sarabanda-Dosen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt aber ab nachhause, ein scharfes Messer geschnappt und neugierig in das Paket geschaut. Sechs bunte Dosen der kleinen <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Browar.Sarabanda\" target=\"_blank\">Wanderbrauerei Sarabanda<\/a> aus Warschau.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit August 2021 braut <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/madbartapx\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bartosz Urbaniak<\/a> unter diesem Namen seine Biere, zun\u00e4chst bei GME Restauracje, besser bekannt als <a href=\"http:\/\/www.browarmaryensztadt.pl\/pl\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Browar Maryensztadt<\/a>, und etwas sp\u00e4ter dann bei der Grupa Piwowarska Ksi\u0105\u017cenice, bekannt als <a href=\"http:\/\/przetworniachmielu.pl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Przetw\u00f3rnia Chmielu \u2013 Craft Brewery<\/a>. Zwei der sechs Dosen sind noch in Maryensztadt entstanden, die anderen vier schon in Ksi\u0105\u017cenice.<\/p>\n\n\n\n<p>Prima, machen wir uns also an die Verkostung!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben6\/Sarabanda\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"345\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-2-1024x345.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42465\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-2-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-2-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-2-150x50.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-2-768x258.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-2.jpg 1263w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Black Celebration \u2013 Foreign Extra Stout<\/strong>; <strong>Back in Black \u2013 Black IPA<\/strong>; <strong>Back to the Roots \u2013 Hoppy Pils<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Black Celebration \u2013 Foreign Extra Stout (6,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist eines der in Ksi\u0105\u017cenice gebrauten Biere.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist tiefschwarz, und ich muss mir beim Einschenken ganz viel M\u00fche geben, um zu erkennen, dass es nicht ganz klar ist, sondern eine leichte Tr\u00fcbung aufweist. Der Schaum ist hellbraun, entwickelt sich \u00fcppig und bleibt auch sehr lange stehen. Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft \u00fcberrascht: Ich erwarte Mokka- und Kaffeearomen und werde stattdessen mit intensiven Kakao- und Vanillenoten \u00fcberflutet. Eine gro\u00dfe \u00dcberraschung, aber eine sch\u00f6ne \u2013 der Duft gef\u00e4llt gut!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk zeigt eine ganz dezente Viskosit\u00e4t und eine feine Spritzigkeit. In dem Moment, wo das Bier auf die Zunge trifft, explodiert eine kr\u00e4ftige R\u00f6stbittere. Aber auch hier. Keine typischen R\u00f6stkaffee-, Mokka- oder Muckefuck-Aromen, sondern in erster Linie bitterer Kakao mit spielerisch dar\u00fcber t\u00e4nzelnder Vanille. Erst ein bisschen sp\u00e4ter, als das Bier schon beginnt, warm zu werden, gesellen sich feine Mokkaaromen dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>So heftig, wie die Bittere ist \u2013 sie ist nicht kratzig. Kernig und dominant, dass ja, aber sie hat Samthandschuhe an, mit denen sie auf die Geschmacksknospen der Zunge einpr\u00fcgelt. Retronasal erfreue ich mich gleichzeitig an den Kakaoaromen, und dann, nach dem Schluck, dann kommt endlich etwas Kaffee hinzu und rundet den Eindruck ab.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein \u201enur\u201c 6,8%iges Bier eine sehr sch\u00f6ne Geschmacks- und Aromenf\u00fclle und mit seiner leichten Viskosit\u00e4t auch mit einem sch\u00f6nen Mundgef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p>Gelungen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Back in Black \u2013 Black IPA (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Bier ist ebenfalls in Ksi\u0105\u017cenice gebraut.<\/p>\n\n\n\n<p>Es hat eine tiefschwarze Farbe, ist tr\u00fcb (so weit man das erkennen kann) und entwickelt einen ordentlichen, beigefarbenen Schaum, der sich auch recht wacker h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geruch ist eine Melange aus herben Hopfennoten, R\u00f6stbittere und einer erdigen Note, die mir pers\u00f6nlich nicht ganz so behagt, weil sie mit den anderen Duft-Elementen nicht harmoniert. \u201ezi\u00f3\u0142owo-ziemiste\u201d lese ich auf dem Etikett der Dose, \u201ekr\u00e4uterig-erdig\u201c, und der Begriff trifft es ganz gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist \u00fcberraschend spritzig und ein bisschen pfeffrig-scharf. Auf der Zunge und im Mund zeigt das Bier einen schlanken K\u00f6rper und eine ausgepr\u00e4gte Bittere, die von einem Lakritz-Aroma belgeitet wird, und zwar von einem salmiakscharfen, wie es die Skandinavier und Niederl\u00e4nder m\u00f6gen, nicht von so einem s\u00fc\u00dflichen Kram, wie wir es in Form von Lakritz-Schnecken kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Lakritz-Aroma verl\u00e4ngert sich auch \u00fcber den Schluck hinaus und erg\u00e4nzt die kombinierte R\u00f6st- und Hopfenbittere, die eine Weile am Gaumen h\u00e4ngen bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Back to the Roots \u2013 Hoppy Pils (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diesmal ein Bier aus Warszawa, aus der Browar Maryensztadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wow, was f\u00fcr eine Aromenexplosion! War es Intuition, dass wir in unserem \u00dcbermut morgens um zehn Uhr diese Dose aufgemacht und dazu zwei hauchfeine Streifen Rehfilet auf den Kontaktgrill geworfen haben? Rosa gebratenes Rehfilet, nur mit etwas Salz und grob geschrotetem Pfeffer, und dazu dieses wunderbare Pils. Kann es am ersten Festtag ein besseres Fr\u00fchst\u00fcck geben?<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich ist das Bier ja f\u00fcr ein Pils etwas zu dunkel. Und auch die Tr\u00fcbung passt ja eigentlich nicht, denn klassischerweise ist ein Pils filtriert. Aber abgesehen davon ist eigentlich alles richtig. Der schneewei\u00dfe Schaum, der intensive, gr\u00fcnhopfige Geruch mit Aromen von frischem Heu, w\u00fcrzigen Wiesenkr\u00e4utern und einem Hauch Zitrusfrucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der spritzige, frische Antrunk. Die frische Herbe auf der Zunge, gepaart mit einem feinen Malzk\u00f6rper, ganz zur\u00fcckhaltend, mit nur einem Hauch Rests\u00fc\u00dfe. Retronasal wieder dieses Meer aus Hopfenaromen, in das ich eintauchen und in dem ich schwimmen m\u00f6chte (und olfaktorisch ja auch kann!).<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck diese feine Herbe, die den Gaumen dezent trocken macht und Lust auf den n\u00e4chsten Schluck sch\u00fcrt, w\u00e4hrend zeitgleich die Hopfenaromen noch unendlich lange \u201eausdampfen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ach, so darf, so muss ein Fr\u00fchst\u00fccksbier schmecken. Und dazu dann das feine Rehfilet \u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"345\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-3-1024x345.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42466\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-3-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-3-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-3-150x50.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-3-768x258.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Verkostungspaket-der-Browar-Sarabanda-Mini-3.jpg 1263w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Precious \u2013 Oat Cream IPA<\/strong>; <strong>The Wops \u2013 DDH IPA<\/strong>; <strong>Liquid Forms \u2013 Fruit Sour<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Precious \u2013 Oat Cream IPA (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir kehren zur\u00fcck nach Ksi\u0105\u017cenice.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hell- bis mittelgelb, kr\u00e4ftig tr\u00fcb und tr\u00e4gt einen \u00fcppigen, fest und flockig werdenden, schneewei\u00dfen Schaum, der ewig lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist herb und weist intensive, etwas unreif wirkende Maracujanoten auf, deren s\u00e4uerlicher Charakter schon beim Schnuppern das Wasser im Mund zusammenlaufen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist dann \u00fcberraschenderweise gar nicht sauer, sondern kernig-herb mit nur einem ganz feinen s\u00e4uerlichen Stich, der fast nicht wahrnehmbar ist. Eine gro\u00dfe Diskrepanz zwischen olfaktorischem und gustatorischem Eindruck. Aber es ist keine Bittere, die ewig lang anh\u00e4lt und alle Schleimh\u00e4ute \u201ezu macht\u201c, sondern eine, die aus dem knochentrockenen Charakter des Biers ohne sp\u00fcrbare Rests\u00fc\u00dfe herr\u00fchrt. Sehr interessant.<\/p>\n\n\n\n<p>Retronasal sind die Maracujaaromen deutlich milder als orthonasal, stattdessen entwickelt sich das ein bisschen in Richtung Kumquat, aber auch hier die eher unreife, nicht so s\u00fc\u00dfe Version.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schuck baut sich die Bittere schnell ab und mit einem f\u00fcr ein so trockenes Bier \u00fcberraschend seidigen Abgang endet der Trinkspa\u00df. Mal etwas durchaus anderes!<\/p>\n\n\n\n<p>Von den laut Etikett zu erwartenden \u201ecitrusy, tropical taste and aroma\u201c sp\u00fcre ich wenig bis nichts, bin aber nicht ungl\u00fccklich, denn von den Obstk\u00f6rbchen-Bieren gibt es schon genug auf dem Markt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>The Wops \u2013 DDH IPA (6,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und wieder Ksi\u0105\u017cenice.<\/p>\n\n\n\n<p>The Wops? Was immer das hei\u00dfen soll. Hoffentlich keine Anspielung auf das Schimpfwort f\u00fcr Italiener, insbesondere Neapolitaner, als das das Wort \u201eWop\u201c fr\u00fcher einmal gebraucht wurde \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellgelb, milchig tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine wei\u00dfe, flockige und ewig haltbare, \u00fcppige Schaumkrone.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist herb, erinnert ein bisschen an gelbe Pampelmusen mit einem Spritzer Zitrone und wirkt knochentrocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist leicht spitz, zeigt einen Hauch pfeffrige Sch\u00e4rfe und geht dann \u00fcber in einen trockenen, ausgewogen herben und samtigen, keinesfalls kratzigen Bittereindruck mit retronasalen Pampelmusennoten. Keine Rests\u00fc\u00dfe ist zu sp\u00fcren, das Bier ist knochentrocken \u2013 genau so, wie es der Duft bereits versprochen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Sch\u00f6ne dabei ist aber, dass bis weit \u00fcber den Schluck hinaus die Bittere blitzsauber bleibt. Keine kratzigen, rauen Sinneseindr\u00fccke, kein adstringierender Effekt. Einfach nur eine klare Bittere. Und die nicht zu knapp, insbesondere, da sie vom unver\u00e4ndert knochentrockenen Finish untermauert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Liquid Forms \u2013 Fruit Sour (5,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem letzten Bier aus diesem Paket geht es wieder zur\u00fcck nach Warszawa, zur Brauerei Maryenstadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist pinkfarben, milchig tr\u00fcb und entwickelt einen sch\u00f6nen, zartrosafarbenen Schaum, der auch recht lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist fein s\u00e4uerlich und fruchtig und l\u00e4sst sofort das Wasser im Mund zusammenflie\u00dfen. Feine Noten von roten Johannisbeeren sowie von einer weiteren Frucht. Mir kommt es aus meiner Kindheit so bekannt vor, und als ich auf die Zutatenlisten schaue, f\u00e4llt es mir wieder ein: Stachelbeeren. Die dunkelroten, die saftig und s\u00fc\u00df im Garten meiner Gro\u00dfeltern im Nachbardorf wuchsen. Was haben wir Jungs uns vor \u00fcber 50 Jahren die Haut und die Klamotten zerkratzt, nur damit uns keine einzige von diesen leckeren Fr\u00fcchten entging!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist kr\u00e4ftig sauer und ohne Rests\u00fc\u00dfe, was die Aromen im ersten Moment sehr verfremdet. Auch hier kommt wieder die rote Johannisbeere als erstes zum Vorschein, aber die dunkle Stachelbeere folgt diesmal auf dem Fu\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Zunge macht sich die S\u00e4ure sehr intensiv, sehr heftig bemerkbar \u2013 das ist eigentlich weit jenseits dessen, was ich im Bier mag. Aber es sind wohl die Kindheitserinnerungen, die jetzt dominieren und mich das Bier trotzdem goutieren lassen. Feine Johannisbeer- und Stachelbeeraromen wehen mir retronasal durch die Nase, w\u00e4hrend ich gleichzeitig ob der heftigen S\u00e4ure eine Grimasse ziehe und mir der Speichel aus allen Poren im Mundraum flie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck kostet fast ein bisschen \u00dcberwindung, aber welch\u2018 \u00dcberraschung: Die S\u00e4ure klingt rasch und blitzsauber ab, f\u00fcr einen Moment sp\u00fcre ich noch die Fruchtaromen, und dann hat der Spuk auch schon ein Ende. Nichts h\u00e4ngt nach, lediglich der Speichelflu\u00df dauert noch ein wenig an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben6\/Sarabanda\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Browar Sarabanda<br>ulica Sarabandy 103A<br>02-868 Warszawa<br>Polen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>sechs spannende Biere aus Warschau Tja, es hat nicht lange gedauert, bis es sich rumgesprochen hat, dass ich jetzt in Polen arbeite und zwischen Deutschland und Polen pendele. \u201eKannst Du mir mal Deine Adresse geben?\u201c, hie\u00df es im Messenger, und der Einfachheit halber gab ich die Adresse meiner Arbeitsst\u00e4tte an, <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42461\" title=\"Verkostungspaketder Browar SarabandaWarszawaPOL\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":42464,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3,189],"tags":[],"class_list":{"0":"post-42461","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen","10":"category-unboxing"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42461","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42461"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42461\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42467,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42461\/revisions\/42467"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/42464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}