{"id":42718,"date":"2022-09-01T22:42:00","date_gmt":"2022-09-01T20:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42718"},"modified":"2023-03-07T08:03:53","modified_gmt":"2023-03-07T07:03:53","slug":"der-tauschhandel-blueht-39sonthofendeu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=42718","title":{"rendered":"Der Tauschhandel bl\u00fcht (39)<br>Sonthofen<br>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es geht nichts \u00fcber gute Kollegen am Arbeitsplatz!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In die Gratulantenschlange anl\u00e4sslich meines Abschieds reiht sich jetzt eine breit grinsende Gruppe von lieben Mitarbeitern aus dem Stab ein. Mit zwei gro\u00dfen Holzkisten stehen sie da. Edel schauen die Kisten aus, das Holz ist gefl\u00e4mmt, die Kisten sind mit Holzwolle gef\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Holzwolle steckt \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 na, was wohl?<\/p>\n\n\n\n<p>Bier nat\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Vierundzwanzig Flaschen und Dosen, teils aus der Region, teils von weit her. Eine bunte Mischung aus Alltagsbieren und besonderen Spezialit\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"915\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-915x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42720\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-915x1024.jpg 915w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-268x300.jpg 268w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-134x150.jpg 134w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1-768x859.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 915px) 100vw, 915px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Flasche sticht besonders heraus, tr\u00e4gt sie doch ein Foto von mir auf dem Etikett. Das liebe Schreiben dazu:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSehr geehrter Herr Oberst Quante, anbei mein Lieblingsbier, das nie jemand mit mir trinken m\u00f6chte. Ein kleines Dankesch\u00f6n f\u00fcr die Zeit unter Ihrer guten F\u00fchrung. Herzliche Gr\u00fc\u00dfe, \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie liebe Frau A.\u201c, denke ich mir und freue mich \u00fcber diese eine Flasche ganz besonders. Aber auch alle anderen sind es nat\u00fcrlich wert, verkostet zu werden. Selbstredend!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben6\/Tauschhandel39\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42722\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Nieheimer B\u00fcrgerbrauzunft \u2013 B\u00fcrgerbier dunkel<\/strong>; <strong>B\u00f6llberger \u2013 Kellerbier Dunkel<\/strong>; <strong>Rothaus \u2013 Tannenz\u00e4pfle Pils<\/strong>; <strong>Hasser\u00f6der \u2013 Premium Pils<\/strong>; <strong>Familienbrauerei Schwarzbr\u00e4u \u2013 Marie Hausbrendel Hell<\/strong>; <strong>K\u00f6ssel Br\u00e4u \u2013 Schwarze Madonna \u2013 Mariahilfer Stout<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Nieheimer B\u00fcrgerbrauzunft \u2013 B\u00fcrgerbier dunkel (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer in Deutschland was auf sich h\u00e4lt, trinkt Bier aus der lokalen Gasthausbrauerei oder einen kleinen Dorfbrauerei, die von einer Gruppe bierbegeisterter B\u00fcrger aus Spa\u00df am Brauen betrieben wird. Um eine solche Vereinsbrauerei handelt es sich bei der Nieheimer B\u00fcrgerbrauzunft, die 2009 gegr\u00fcndet worden ist und \u00fcber hundert Mitglieder z\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcblicherweise wird in solchen Brauereien \u2013 Gasthaus- oder Vereins- \u2013 das klassisch deutsche Biertriplett gebraut: Hell, Dunkel und Weizen. Insofern passt die Flasche vor mir ins Bild \u2013 eine 1-Liter-B\u00fcgelflasche mit dunklem B\u00fcrgerbier.<\/p>\n\n\n\n<p>Dunkelkupferfarben steht das Bier im Glas, fast schon braun, und \u00fcberraschenderweise sieht es blitzblank aus. Das Etikett behauptet zwar \u201ekellertr\u00fcb\u201c, aber von der Tr\u00fcbe ist wahrscheinlich schon beim h\u00e4ndischen Abf\u00fcllen der Flasche aus dem Tank oder Fass nichts \u00fcbriggeblieben, und der winzige Rest haftet nach einigen Tagen aufrecht im K\u00fchlschrank wohl am Boden der Flasche. Ist ja auch gut so: Um so sch\u00f6ner sieht das Bier mit seiner feinen, beigefarbenen Schaumkrone dann aus. Der Duft ist malzig, leicht brotig und pr\u00e4sentiert ein paar dezente R\u00f6staromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der spritzige Antrunk gef\u00e4llt, und auf der Zunge breiten sich rasch die klassischen Aromen von reichlich verwendetem Wiener oder M\u00fcnchner Malz aus. Kr\u00e4ftig, aromatisch, brotig, ein bisschen frische Brotkruste, und das Ganze leider so intensiv, dass es ein wenig mastig ger\u00e4t. Ein Hauch weniger h\u00e4tte der Durchtrinkbarkeit dieses Biers gut getan. Es schmeckt zwar auch so recht gut, aber es s\u00e4ttigt sehr schnell \u2013 und da ist eine 1-Liter-Flasche eine echte Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch nach dem Schluck dominieren die Malzaromen. Eine ordentliche S\u00fc\u00dfe, noch nicht zuckrig oder gar klebrig, ist auch im Rachen noch sp\u00fcrbar; die erwartete Hopfenbittere bleibt sehr, sehr dezent. Ganz zum Schluss wird noch eine etwas r\u00f6stig verbr\u00e4mte Pappkartonnote sp\u00fcrbar. Vielleicht ein kleines Zugest\u00e4ndnis an einen nicht fachgerechten Transport quer durch die Republik. Wer wei\u00df? Richtiger Alterungs- oder Oxidationsgeschmack ist es noch nicht, aber es geht ein wenig in diese Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>B\u00f6llberger \u2013 Kellerbier Dunkel (5,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>B\u00f6llberger \u2013 eine Biermarke der Lebenshilfe Halle, die mit Unterst\u00fctzung der Reichenbrand-Brauerei Bergt aus Chemnitz mehrere Biere braut. Wie alle Lebenshilfevereine versucht auch die Lebenshilfe Halle, Menschen mit Einschr\u00e4nkungen in ein normales, auch produktives Leben zu integrieren und sie in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. W\u00e4hrend viele Lebenshilfe-Werkst\u00e4tten mit Holz, Stoffen, Stein oder Metall arbeiten, wird in Halle mit Hopfen und Malz gewerkt. Und so entstehen hier mehrere Sorten Bier. Neben dem vor mit stehenden Kellerbier Dunkel auch noch Pils, Kellerbier Hell, Bock, M\u00e4rzen und Pale Ale. Gute Sache!<\/p>\n\n\n\n<p>Die dunkelbraune, an Kastanien erinnernde Farbe des nur leicht tr\u00fcben Biers gef\u00e4llt mir ebenso gut wie der kremige und ewig lang haltbare, beigefarbener Schaum. Eine sehr ansprechende Optik. Der Duft ist dezent r\u00f6stig mit einer leichten Kakaonote. Der Antrunk ist f\u00fcr ein Bier dieses Stils \u00fcberraschend spritzig, auf der Zunge gibt sich das Bier dann aber rasch wieder zahm. Intensive Malzaromen, eine feine Brotigkeit und ein kleines bisschen Karamell erg\u00e4nzen die eben schon erschnupperten Kakaonoten, und auch eine feine Bittere macht sich bemerkbar, bleibt aber h\u00f6flich und zur\u00fcckhaltend. Der Schluck ist deutlich geschmeidiger als der Antrunk, und offeriert den Kakao in sehr gro\u00dfz\u00fcgiger Manier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Rothaus \u2013 Tannenz\u00e4pfle Pils (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelb und blank filtriert strahlt das Bier im Glas. Der optische Eindruck wird ein bisschen getr\u00fcbt, weil der Schaum untypisch f\u00fcr ein Pils zu zur\u00fcckhaltend und dann auch noch nicht einmal lange haltbar ist. Der Duft ist leicht malzig mit sch\u00f6nen Honignoten; der Hopfen h\u00e4lt sich eher zur\u00fcck und gibt h\u00f6chstens noch ein paar ganz feine Heuaromen hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist angenehm spritzig, nicht zu viel und nicht zu wenig. Auf der Zunge dominiert wieder der Malzcharakter, w\u00e4hrend sich die Hopfenbittere im Hintergrund h\u00e4lt. Retronasal sp\u00fcre ich malzige Keksaromen und eine \u2013 nun etwas schw\u00e4chere \u2013 Honignote. Auch im Abgang ist das Bier eher malzbetont, zeigt eine gewisse F\u00fclle und l\u00e4sst eine pilstypische Hopfenbittere fast ganz vermissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr sch\u00f6nes und durchtrinkbares Bier, aber nicht wirklich stiltypisch f\u00fcr ein Pilsner \u2013 es geht eher in Richtung Export. Finde ich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hasser\u00f6der \u2013 Premium Pils (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein sch\u00f6nes Goldgelb, aber wenn ich das Bier gegen das Licht halte, sehe ich einen ganz feinen Schleier. Noch lange keine Tr\u00fcbung, aber das Bier gl\u00e4nzt nicht mehr. Sollte bei einem blank filtrierten Industriebier eigentlich nicht passieren \u2013 zumal das Mindesthaltbarkeitsdatum noch fast vier Wochen entfernt ist und das Bier durchg\u00e4ngig gek\u00fchlt gelagert war. Aber egal, es ist ganz leicht opalisierend. Der Schaum ist eher zur\u00fcckhaltend und f\u00e4llt recht rasch zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist nur schwach ausgepr\u00e4gt, ein Hauch Hopfen ist zu sp\u00fcren, daneben aber auch eine leicht metallische Note und ein klitzekleines Bisschen nasser Karton. Also doch schon gealtert?<\/p>\n\n\n\n<p>Der spritzige Antrunk ist in Ordnung, aber auf der Zunge best\u00e4tigt sich der Alterungsverdacht erneut: Ganz dezent sp\u00fcre ich die etwas dumpfe Kartonnote. Noch nicht wirklich st\u00f6rend, aber schon vorhanden. Das nimmt dem Bier erheblich die Frische. Auch die Bittere, die mittelstark ausgepr\u00e4gt ist, wirkt nicht mehr 100%ig sauber, was insbesondere nach dem Schluck auff\u00e4llt. Schade.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt wird es bestimmt wieder Stimmen geben, die mir vorwerfen, ein altes Bier getrunken zu haben. Mag sein, aber es war, abgesehen vom Transport hierher, durchgehend k\u00fchl und dunkel gelagert, und das MHD ist noch nicht erreicht \u2013 letzteres hei\u00dft, die Brauerei garantiert unver\u00e4nderte Qualit\u00e4t und sensorische Stabilit\u00e4t bis zu diesem Datum. Das ist hier nicht der Fall. Und dass \u201edie armen Brauereien\u201c gezwungen seien, \u00fcberm\u00e4\u00dfig lange Mindesthaltbarkeitsdaten anzugeben, weil das der Handel so will, kann keine Ausrede sein. In diese Haltbarkeitsspirale haben sich die gro\u00dfen Brauereien ganz allein hineinman\u00f6vriert!<\/p>\n\n\n\n<p>Ach, und \u00fcbrigens: Bin ich der einzige, der diese plumpe, fast halslose Flasche h\u00e4sslich findet?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Familienbrauerei Schwarzbr\u00e4u \u2013 Marie Hausbrendel Hell (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine goldgelbe Farbe und ist blankfiltriert; der Schaum ist schneewei\u00df und baut sich sch\u00f6n auf. Das gef\u00e4llt. Der Duft ist dezent malzig und erinnert ein wenig an Keksteig, insgesamt bleibt er aber sehr zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist angenehm frisch und relativ neutral. Auf der Zunge zeigt sich das Bier weich und ausgewogen, der Malzcharakter ist deutlich, w\u00e4hrend der Hopfen sich stark zur\u00fcckh\u00e4lt und nur eine ganz, ganz feine Bittere zeigt, die nur bei bewusstem Hinschmecken sp\u00fcrbar wird. Auch retronasal bleibt die Sensorik dezent und vorwiegend malzig-keksartig. Der unauff\u00e4llige Abgang klingt rasch und neutral ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>K\u00f6ssel Br\u00e4u \u2013 Schwarze Madonna \u2013 Mariahilfer Stout (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hm, um so richtig in der Stout-Liga mitspielen zu k\u00f6nnen, da fehlen diesem Bier noch ein paar Farbwerte. Ganz dunkelbraun statt richtig schwarz ist es. So \u201ehell\u201c sogar, dass ich problemlos erkennen kann, dass es relativ tr\u00fcb ist. Leider bildet sich auch kein richtiger Schaum. Ein paar beigefarbene Bl\u00e4schen, und das ist es dann. Ich meine, ich erwarte ja keine steifgeschlagene Sahne wie bei einem mit Nitro-Mischgas gezapften Stout, aber ein bisschen mehr h\u00e4tte es schon sein d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft hingegen ist sehr angenehm. Frische R\u00f6staromen mit einer feinen Karamellnote unterlegt \u2013 das gef\u00e4llt mir sehr gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Antrunk und der erste Eindruck auf der Zunge gefallen mir \u2013 die sch\u00f6nen R\u00f6stnoten bleiben erhalten, und nur eine recht weiche, wenn auch durchaus pr\u00e4gnante Bittere gibt dem Bier ein paar Ecken und Kanten. Retronasal erneut die R\u00f6st- und Karamellaromen, und im Abgang eine recht samtig wirkende Bittere. Fein!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es bleibt nach dem Schluck eine gewisse Ratlosigkeit: Auf der Zutatenliste steht R\u00f6stgerste neben Gerstenmalz. Und das, obwohl Eisenberg im Bayern liegt, das unver\u00e4ndert von den Reinheitsgebots-Taliban regiert wird. Wie das?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-3-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42724\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-3-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-3-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-3-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-3-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Der Hirschbr\u00e4u \u2013 Doppel-Hirsch \u2013 Allg\u00e4uer Doppelbock<\/strong>; <strong>Gr\u00e4flich zu Stolberg\u2019sche Brauerei Westheim \u2013 Westheimer Premium Pilsener<\/strong>; <strong>Soproni \u2013 Klasszikus \u2013 Vil\u00e1gos S\u00f6r<\/strong>; <strong>R\u00f6hrlbr\u00e4u Straubing \u2013 Straubinger Weisse Original<\/strong>; <strong>Der Hirschbr\u00e4u \u2013 Allg\u00e4uer H\u00fcttenbier<\/strong>; <strong>Engelbr\u00e4u \u2013 Feierobed-Bier<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Der Hirschbr\u00e4u \u2013 Doppel-Hirsch \u2013 Allg\u00e4uer Doppelbock (7,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist wundersch\u00f6n: Ein tiefes Dunkelbraun mit einem leuchtend roten Schimmer. Rubinrot. Dabei klar und mit einer d\u00fcnnen Schicht beigefarbenen Schaums bedeckt. Der Duft ist intensiv malzig, mit feinen R\u00f6stakzenten, die sich aber nicht in den Vordergrund spielen, sondern dem Aroma nur etwas Komplexit\u00e4t verleihen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich, rund und voll, und ebenso verh\u00e4lt sich das Bier auch auf der Zunge. Es ist intensiv malzig, sp\u00fcrbar karamellig und zeigt erneut ganz leichte R\u00f6stakzente. Sehr nahrhaft wirkt es, fast schon ein bisschen feist, aber \u00fcberraschenderweise bleibt es trotzdem aufgrund einer sch\u00f6n ausgepr\u00e4gten Herbe gut durchtrinkbar. Nach dem Schluck bleibt die Malzigkeit noch ein wenig im Rachen haften, und die sch\u00f6nen Karamell- und Dunkelmalzaromen klingen noch sehr harmonisch nach. Wie sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Gr\u00e4flich zu Stolberg\u2019sche Brauerei Westheim \u2013 Westheimer Premium Pilsener (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist goldgelb, blitzblank filtriert und entwickelt reichlich schneewei\u00dfen und lange haltbaren Schaum, der beim Trinken auch sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst. Der Duft ist hopfig, leicht metallisch und hat ein paar heuartige Noten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der frische, spritzige Antrunk ist angenehm und pilstypisch, ebenso der schlanke und hopfig-herbe Eindruck auf der Zunge. Retronasal sind erneut die feinen Heuaromen zu sp\u00fcren. Der Abgang ist ebenfalls angenehm schlank und dezent hopfig, auch wenn f\u00fcr mich pers\u00f6nlich die Bittere durchaus etwas pr\u00e4gnanter sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Soproni \u2013 Klasszikus \u2013 Vil\u00e1gos S\u00f6r (4,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dunkelgoldgelb, fast schon rotgolden, und blank filtriert pr\u00e4sentiert sich dieses Bier. Der sch\u00f6ne, schneewei\u00dfe Schaum hat nur mittlere Haltbarkeit, hinterl\u00e4sst aber sch\u00f6ne \u201eBr\u00fcsseler Spitzen\u201c im Glas. Der Duft ist ganz leicht s\u00fc\u00dflich und geht ganz dezent in Richtung reifer, roter \u00c4pfel.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und frisch. Auf der Zunge zeigt sich das Bier recht schlank mit einer ganz leicht adstringierenden Bittere; letzteres ein Eindruck, der sich nach dem Schluck noch ein wenig in den Vordergrund schiebt. Aber, wie gesagt: Ganz leicht nur. Retronasal sp\u00fcre ich feine, biskuitartige Malzaromen, w\u00e4hrend die Rote-Apfel-Noten fast ganz verschwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ausgewogenes und schlankes Bier f\u00fcr den unachtsamen Genuss nebenbei, wenn es eher darum geht, den Durst zu stillen, anstatt sich mit dem Bier eine Weile lang zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>R\u00f6hrlbr\u00e4u Straubing \u2013 Straubinger Weisse Original (5,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Bierbeschreibungen und Verkostungsnotizen findet man h\u00e4ufig die Kennzeichnung \u201ebernsteinfarben\u201c. Das l\u00e4sst mich immer ratlos zur\u00fcck, denn nach vielen Jahren in Polen und in der N\u00e4he der Ostseek\u00fcste habe ich eins gelernt: Bernstein gibt es von fast gl\u00e4sern-farblos bis zu fast schwarz in allen m\u00f6glichen Schattierungen. Wie sonst h\u00e4tte das verschollene Bernsteinzimmer denn seine Faszination bekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Vor mir steht nun ein Glas mit \u201etraditionell bernsteinfarbenem Hefeweizen\u201c, wie es das Etikett festzustellen wei\u00df. Ich finde, das Bier hat eine kr\u00e4ftig braune Farbe und umgehe die Vieldeutigkeit der Bernsteinfarbe in gro\u00dfem Bogen. Selbstredens ist es auch kr\u00e4ftig tr\u00fcb und entwickelt einen sch\u00f6nen Schaum. Der Duft ist fruchtig, warm und weich, und er erinnert an reife Aprikosen, an Zwetschgen und an dunkle Stachelbeeren. Sehr sch\u00f6n und in seiner F\u00fclle sehr harmonisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem spritzigen Antrunk folgt ein rundes und f\u00fclliges Mundgef\u00fchl, das gleichzeitig retronasal erneut mit den vielf\u00e4ltigen Aromen zumeist dunkler Fr\u00fcchte zu erfreuen wei\u00df. Sehr sch\u00f6n komplex, und dennoch in sich stimmig und sorgf\u00e4ltig aufeinander abgestimmt. Hopfenaromen sind gar nicht, Hopfenbittere kaum zu sp\u00fcren. Nach dem Schluck, der insgesamt recht rasch und sauber abklingt, sinniere ich noch f\u00fcr einen Moment den letzten Aromen hinterher \u2013 die Zwetschge h\u00e4lt am l\u00e4ngsten durch und wird ganz am Ende noch mit feinen Aromen \u00fcberreifer Bananen kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Gelungen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Der Hirschbr\u00e4u \u2013 Allg\u00e4uer H\u00fcttenbier (5,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6n goldgelb und blank filtriert leuchtet das Bier im Glas; der schneewei\u00dfe Schaum bildet eine sch\u00f6ne Krone. Der Duft ist malzig und weich und weist ein paar feine Honignoten auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Antrunk schon sp\u00fcre ich eine malzige Rests\u00fc\u00dfe, die auf der Zunge dann sehr in den Vordergrund tritt. Sehr rund, sehr mild, sehr s\u00fc\u00dflich. Retronasal sp\u00fcre ich wieder die Malzaromen und die Honignoten, die dem Bier seinen runden Charakter verleihen. Die Hopfenherbe ist nur schwach sp\u00fcrbar, und eigentlich auch erst nach dem Schluck. Ein Bier, wie es im Oberallg\u00e4u geliebt wird: S\u00fc\u00dflich und weich, sehr gef\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Engelbr\u00e4u \u2013 Feierobed-Bier (5,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier zum Feierabend. Sehr passend. Ich komme gerade m\u00fcde von der Arbeit und freue mich auf das Bier, das den Feierabend einl\u00e4utet.<\/p>\n\n\n\n<p>Kr\u00e4ftig gelb steht das Bier im Glas und weist eine leichte K\u00e4ltetr\u00fcbung auf. Es stand wohl zu weit hinten im K\u00fchlschrank, direkt an der eiskalten R\u00fcckwand. Der Schaum ist wei\u00df, allerdings nicht sehr \u00fcppig und h\u00e4lt auch nicht allzu lang. Der Duft ist malzig und ganz leicht brotig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der recht weiche Antrunk ist rund, und auf der Zunge nimmt das Bier sofort die brotigen Noten aus dem Duft auf. Hopfenbittere ist nur ganz dezent zu sp\u00fcren; vorwiegend sind es eine leichte Malzs\u00fc\u00dfe, die brotige F\u00fclle (auch retronasal) und eine ordentliche Vollmundigkeit. Ein Feierabendbier, das in Teilen auch das Abendbrot ersetzen m\u00f6chte?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck wird die Malzs\u00fc\u00dfe noch ein bisschen deutlicher und die Brotaromen werden durch eine paar sch\u00f6ne, runde Honignoten erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-4-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42726\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-4-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-4-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-4-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-4-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-4-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-4.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Schinner \u2013 Urstoff \u2013 Helles Vollbier<\/strong>; <strong>Brauwerk Allg\u00e4u \u2013 Helles<\/strong>; <strong>Bayreuther Bierbrauerei \u2013 Aktien Landbier Fr\u00e4nkisch Dunkel<\/strong>; <strong>Brauwerk Allg\u00e4u \u2013 Kellerbier<\/strong>; <strong>Brauerei Clemens H\u00e4rle \u2013 Von Hier \u2013 Helles Bier<\/strong>; <strong>Miller \u2013 High Life<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Schinner \u2013 Urstoff \u2013 Helles Vollbier (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelbe Farbe, blanker Glanz, wei\u00dfer Schaum \u2013 das Bier schaut gut aus, die Optik stimmt. Und was ist mit der Olfaktorik, dem Duft? Ich schnuppere kurz am Glas \u2026 nichts! Hm, wirklich nichts? Ich schnuppere l\u00e4nger, schwenke das Glas ein wenig, schnuppere noch mal. Ja, doch, ein kleines bisschen Duft ist schon da, wenn auch nicht viel. Feine Malznoten, ein kleines bisschen Keksteig, eine dezente S\u00fc\u00dfe. Alles aber ganz, ganz schwach.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, leicht spritzig, und auf der Zunge gibt sich das Bier erstmal \u00e4hnlich zur\u00fcckhaltend wie beim Duft. Ich muss schon genau hinschmecken. Eine leichte Malzs\u00fc\u00dfe ist da, ein Hauch von retronasalen Kuchenteigaromen, eine ganz entfernte Ahnung von Hopfenherbe \u2013 aber auch das alles nur ganz schwach. Nicht, dass das Bier w\u00e4ssrig wirken w\u00fcrde, das nicht, aber doch sehr, sehr zur\u00fcckhaltend. Und so bleibt es auch \u00fcber den Schluck hinweg. Erst ganz am Schluss kommt ein bisschen W\u00fcrze, die ein bisschen brotig wirkt und dann, endlich, endlich, auch noch ein paar Malzaromen hervorzaubert. In der Summe also ein sich recht unauff\u00e4llig gebendes Zischbier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauwerk Allg\u00e4u \u2013 Helles (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist schon fast blassgelb; die Tr\u00fcbung ist fein und gleichm\u00e4\u00dfig; der Schaum h\u00e4lt sich sehr zur\u00fcck. Der Duft ist malzig mit feinen Teigaromen und einem leichten Honigakzent.<\/p>\n\n\n\n<p>Der spritzige und pfeffrig-scharfe Antrunk gef\u00e4llt zun\u00e4chst. Auf der Zunge wirkt die Malzs\u00fc\u00dfe dann allerdings ein wenig dumpf und l\u00e4sst es an Frische vermissen. Leichte Honigaromen, erdige Akzente und ein Hauch von S\u00e4ure erinnern an gealtertes Bier, obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum noch deutlich (einen ganzen Monat) in der Zukunft liegt. Retronasale Aromen und der Abgang f\u00fcgen sich nahtlos in den Gesamteindruck ein: Ein respektables Bier, das aber trotz durchg\u00e4ngiger K\u00fchlung vorzeitig gealtert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bayreuther Bierbrauerei \u2013 Aktien Landbier Fr\u00e4nkisch Dunkel (5,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kr\u00e4ftig braun, ganz leicht tr\u00fcb und mit einem dezent beigefarbenen Schaum pr\u00e4sentiert sich das Bier. Der Geruch geht leicht in Richtung R\u00f6stmalz, bleibt aber dezent. Der weiche Antrunk und der malzige Eindruck auf der Zunge lassen das Bier weich und fast schon samtig erscheinen; nur eine leicht R\u00f6st- und Hopfenbittere balanciert den Malzeindruck ein wenig aus. Der Abgang bleibt weich und rund. Retronasal bleibt ein wenig R\u00f6stmalzcharakter, und mit der angenehmen, nicht mastig wirkenden Vollmundigkeit ergibt sich ein sch\u00f6n harmonischer Gesamteindruck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauwerk Allg\u00e4u \u2013 Kellerbier (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hell kupferfarben und \u00fcberrascht damit, dass es fast klar ist. Immerhin ist es ein unfiltriertes Kellerbier, aber offensichtlich hat sich der Bodensatz so fest in der Flasche abgesetzt, dass das Bier im Glas jetzt wirklich nur leicht opalisiert. Der feinporige, kremig wirkende und etwas beigefarbene Schaum h\u00e4lt sich zur\u00fcck \u2013 ein bisschen mehr w\u00e4re schon sch\u00f6n gewesen. Der Duft ist w\u00fcrzig und malzig, und er weist ein paar harzig wirkende Honigaromen auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und spritzig, fast schon ein bisschen scharf, und auf der Zunge dominiert zun\u00e4chst mal der kr\u00e4ftige, w\u00fcrzige Malzk\u00f6rper, der die Noten aus dem Geruch aufnimmt und weiterentwickelt. Auch der harzige Waldhonig wird hier noch deutlich. Gleichzeitig sp\u00fcre ich aber auch eine robuste Herbe, die sowohl hopfige als auch leicht ins Hefige gehende Noten aufweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies setzt sich auch nach dem Schluck im Abgang fort. Ein kerniges, durchaus deftiges Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauerei Clemens H\u00e4rle \u2013 Von Hier \u2013 Helles Bier (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine kr\u00e4ftig gelbe Farbe, ist deutlich und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb, und es tr\u00e4gt eine sch\u00f6ne, kremige und schneewei\u00dfe Schaumkrone, die auch recht lange h\u00e4lt. Der Duft ist dezent malzig und weist ein paar spielerische Bl\u00fctenhonig-Noten auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und frisch, und auf der Zunge zeigen sich sowohl Malz- als auch Bl\u00fctenhonig-Charakter in \u00e4hnlicher Weise wie im Duft. Eine dezente Herbe (die vielleicht auch ein wenig von der Hefe kommt) balanciert die Malzs\u00fc\u00dfe aus. Der Abgang ist zun\u00e4chst weich und malzaromatisch, dann aber produziert das Bier eine (alkoholische?) W\u00e4rme im Hals, die f\u00fcr ein lediglich f\u00fcnfprozentiges Bier sehr ungew\u00f6hnlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Miller \u2013 High Life (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier f\u00fcr den schnellen Zisch, wenn man echten (!) Durst hat und das Bier eiskalt ist. Dann geht\u2019s. Sonst nicht. Der Claim \u201eThe Champagne of Beers.\u201c ruft bei mir h\u00f6chstens Lachsalven hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelb und blitzblank gefiltert steht das Bier im Glas, gekr\u00f6nt von einem schneewei\u00dfen, flockigen und ewig lange haltbaren Schaum, der sehr k\u00fcnstlich aussieht. Der Duft ist dezent malzig mit einer leicht erdigen Note (vom Mais?).<\/p>\n\n\n\n<p>Der frische und spritzige Antrunk leitet \u00fcber zu einem ebenso frischen, leicht s\u00fc\u00dflichen und kaum herben Eindruck auf der Zunge. Retronasal tut sich nicht viel, h\u00f6chstens ein paar dezente Malznoten, aber auch die nur beim genauen Hinriechen. Der Schluck ist dementsprechend ebenfalls unauff\u00e4llig. Zisch und weg. Selbst ein ganzer Liter ist so in Windeseile verschwunden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-5-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42728\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-5-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-5-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-5-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-5-768x513.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-5-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Der-Tauschhandel-blueht-Mini-5.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Brauerei Clemens H\u00e4rle \u2013 Clemens ohne Filter<\/strong>; <strong>Brauerei Clemens H\u00e4rle \u2013 #bierforfuture<\/strong>; <strong>Brouwerij van Steenberge \u2013 Gulden Draak \u2013 Classic \u2013 das authentische dunkelrote Tripel<\/strong>; <strong>Brauwerk Allg\u00e4u \u2013 Sommerpils<\/strong>; <strong>BernardiBr\u00e4u \u2013 Gr\u00fcntengurglar \u2013 Kellerbier<\/strong>; <strong>Einbecker Brauhaus \u2013 Brauherren Pils<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauerei Clemens H\u00e4rle \u2013 Clemens ohne Filter (5,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Etikett behauptet, die Farbe sei dunkelblond \u2013 ich empfinde sie schon als helles braun. Das Bier ist sch\u00f6n gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine dezente, haltbare und leicht beigefarbene Schaumkrone. Der Duft ist malzig, leicht s\u00fc\u00dflich und geht in die Richtung von Malzbonbons.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist angenehm weich und rund. Auf der Zunge ist das Bier malzbetont, leicht s\u00fc\u00dflich und recht vollmundig; die niedrige Spundung unterstreicht diesen Eindruck. Ein paar Karamellnoten sind sp\u00fcrbar und erg\u00e4nzen den Gesamteindruck sehr harmonisch. Auch nach dem Schluck bleiben die karamelligen Akzente weitgehend erhalten, und nur eine sehr geringe Herbe ist im Abgang sp\u00fcrbar. Ein warm und voll wirkendes Bier, das trotzdem nicht mastig wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauerei Clemens H\u00e4rle \u2013 #bierforfuture (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine hellgelbe Farbe, ist kr\u00e4ftig und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine feste, schneewei\u00dfe Schaumkrone, die sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst. Der Duft ist malzig mit ein paar feinen, s\u00fc\u00dflichen und ganz leicht getreidig wirkenden Noten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, leicht kohlens\u00e4urescharf, und auf der Zunge wirkt das Bier durchaus ausgewogen \u2013 eine leichte Malzs\u00fc\u00dfe paart sich mit einer feinen Hopfenherbe, was das Bier gut trinkbar macht. Retronasal sp\u00fcre ich neben der Malzs\u00fc\u00dfe und den Getreidenoten einen Hauch von Kaugummiaroma, der fast ein bisschen an Gletschereisbonbon erinnert. Der Abgang ist dann mild, kaum herb und leicht s\u00fc\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brouwerij van Steenberge \u2013 Gulden Draak \u2013 Classic \u2013 das authentische dunkelrote Tripel (10,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist in der Tat dunkelrot. Mit einem leichten Braunstich und einer feinen, gleichm\u00e4\u00dfigen Tr\u00fcbung. Der leicht beigefarbene Schaum entwickelt sich sehr \u00fcppig, ist zun\u00e4chst sch\u00f6n anzusehen, wird dann aber rasch gro\u00dfblasig. Er h\u00e4lt sich aber trotzdem weiter sehr lang und hinterl\u00e4sst beim Trinken auch feine \u201eBr\u00fcsseler Spitzen\u201c im Glas. Der Duft ist malzig, ein bisschen melanoidinig und hat ein paar fruchtige Akzente, die ein wenig an dunkle Fr\u00fcchte, insbesondere an Datteln erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist ein bisschen zu bizzelig, und auch auf der Zunge sch\u00e4umt das Bier etwas zu stark auf \u2013 die Kohlens\u00e4ure ist leider nicht so sch\u00f6n gebunden. Dann aber wird es auf der Zunge malzig-s\u00fc\u00df, weich und rund. Volle und warme Malzaromen paaren sich mit den retronasalen Aromen dunkler Fr\u00fcchte, und eine feine Bittere untermalt das Ganze. Die Bittere ist es auch, die nach dem Schluck sachte in den Vordergrund dr\u00e4ngt und verhindert, dass das Bier zu mastig oder gar klebrig wirkt. Ein paar dunkle Fruchtaromen, nun eher an \u00fcberreife Pflaumen erinnernd, bleiben noch eine ganze Zeitlang sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauwerk Allg\u00e4u \u2013 Sommerpils (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine ganz helle, fast schon blass wirkende gelbe Farbe und ist leicht und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb. Der Schaum ist schneewei\u00df, entwickelt sich aber nur zur\u00fcckhaltend und mag auch nicht allzu lange halten. Das Bier entwickelt einen leichten Hopfenduft mit klassischen Heuaromen und einem Hauch Zitrus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist spritzig und leicht pfeffrig-scharf; auf der Zunge ist das Bier frisch, dezidiert herb, aber nicht bitter, und eine leichte Rests\u00fc\u00dfe balanciert die Hopfenherbe sch\u00f6n aus. Retronasal sp\u00fcre ich vorrangig wieder die Heu- und Zitrusnoten und dahinter einen leichten Hauch blumigen Honigs. Letzterer k\u00f6nnte vielleicht schon deshalb entstanden sein, weil das Bier hart an der Grenze des Mindesthaltbarkeitsdatums ist \u2013 Sommerpils sollte man nicht im November trinken, auch wenn das Wetter noch dazu einl\u00e4dt \u2026 Der Abgang bringt die Hopfenherbe ein bisschen nach vorn und macht die Schleimh\u00e4ute ganz leicht rau, so dass Verlangen nach dem n\u00e4chsten Schluck entsteht. Fein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>BernardiBr\u00e4u \u2013 Gr\u00fcntengurglar \u2013 Kellerbier (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das hellgelbe Bier ist, wie es sich f\u00fcr ein Kellerbier geziemt, leicht und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb, und es entwickelt einen sch\u00f6nen, schneewei\u00dfen Schaum. Der Duft ist leicht malzig, und dar\u00fcber legt sich ein Hauch floraler Hopfenaromen, der, wenn das Bier sich langsam erw\u00e4rmt, fast schon parf\u00fcmig-duftig wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich, die Spundung nicht allzu hoch. Auf der Zunge dominiert eine weiche Vollmundigkeit; rund und fast schon leicht s\u00e4mig flie\u00dft das Bier \u00fcber die Zunge. Eine dezente, aber doch pr\u00e4sente Hopfenherbe und heuartige, leicht florale Hopfenaromen begleiten das Aromenspiel. Im Abgang tritt die Bittere ein wenig st\u00e4rker hervor, ohne jedoch zu kernig oder gar dominant zu werden. Ein rundes, durchtrinkbares und im klassischen Sinne \u201es\u00fcffiges\u201c Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Einbecker Brauhaus \u2013 Brauherren Pils (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine leuchtend gelbe Farbe, ist blitzblank filtriert und tr\u00e4gt eine sch\u00f6ne und schneewei\u00dfe Schaumkrone. Der Duft zeugt mit einem schnell verfliegenden Hauch Lichtgeschmack von der gr\u00fcnen Flasche, wird dann aber hopfig-herb mit einer feinen metallischen Note.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und spritzig, auf der Zunge ist das Bier sehr schlank und mit einer durchaus pr\u00e4gnanten Hopfenbittere, die ich aber von fr\u00fcher her irgendwie intensiver in Erinnerung habe. Trotzdem angenehm. Der Abgang ist sauber, frisch und hopfig-bitter, ohne dass die Bittere nachh\u00e4ngen oder adstringierend die Schleimh\u00e4ute aufrauen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sch\u00f6nes norddeutsches Zischbier f\u00fcr den Sommer.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben6\/Tauschhandel39\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Weitere Berichte \u00fcber den Tauschhandel am Arbeitsplatz sind <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=37235\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">von hier aus<\/a> erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Es geht nichts \u00fcber gute Kollegen am Arbeitsplatz! In die Gratulantenschlange anl\u00e4sslich meines Abschieds reiht sich jetzt eine breit grinsende Gruppe von lieben Mitarbeitern aus dem Stab ein. 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