{"id":43096,"date":"2022-11-22T23:57:00","date_gmt":"2022-11-22T22:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=43096"},"modified":"2023-05-12T19:37:03","modified_gmt":"2023-05-12T17:37:03","slug":"verkostungspaketaus-traubing-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=43096","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br \/>aus Traubing"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wie plant man ein \u00dcberraschungspaket?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e16 kg\u201c steht vorwurfsvoll und mit gro\u00dfen Kugelschreiber-Buchstaben auf das Paket geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe einen f\u00fcrsorglichen Arbeitgeber, der mich f\u00fcr ein paar Jahre ins Ausland versetzt hat, gleichzeitig aber auch darauf achtet, dass es mir dort gut geht. Beispielsweise dadurch, dass ich mir Pakete an eine deutsche Adresse meines Arbeitgebers schicken lassen kann und diese dann von dort abgeholt und zu mir gebracht werden. Einzige Bedienung: Die Pakete d\u00fcrfen nicht schwerer sein als 15 kg, andernfalls m\u00fcssen sie vorher angemeldet werden, damit eine zweite Person mitf\u00e4hrt und tragen hilft. Unsere Mitarbeiter sind offensichtlich nicht so leistungsf\u00e4hig wie die DHL-Bediensteten, die bis zu 32 kg tragen d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wie soll ich ein Paket anmelden, wenn ich ja gar nicht wei\u00df, dass es kommt?<\/p>\n\n\n\n<p>Gedanklich zucke ich mit den Achseln, ignoriere den vorwurfsvollen Schriftzug und freue mich \u00fcber das, was ich dem Paket finde \u2013 n\u00e4mlich eine bunte und reichhaltige Auswahl von interessanten und teils auch seltenen Bieren aus Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"309\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-1024x309.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43098\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-1024x309.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-300x91.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-150x45.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-768x232.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1.jpg 1407w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>f\u00fcnfzehn spannende Biere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein herzlicher Dank geht also an meinen Freund M. aus Traubing, der nun schon zum wiederholten Mal ein solches Paket als sch\u00f6ne \u00dcberraschung auf den Weg gebracht hat. Super!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben7\/VerkostungspaketTraubing2\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"345\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-1024x345.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43100\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-150x50.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2-768x258.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-2.jpg 1263w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Higgins Ale Works \u2013 Basecamp Mild Brown Ale<\/strong>; <strong>Dachsbr\u00e4u \u2013 Weizenbock [2021 \u2013 1 Jahr alt]<\/strong>; <strong>Giesinger \u2013 Festbier<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Higgins Ale Works \u2013 Basecamp Mild Brown Ale (3,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFollow the Flavor Trail \u2026\u201c, hei\u00dft es auf der Dose, untermalt von einem Fu\u00dfabdruck, der eine Hopfendolde und eine \u00c4hre im Profil hat. Ein nettes Logo! Aber m\u00fcsste es bei einem Mild Brown Ale, also einem britischen Bierstil, nicht eigentlich \u201eFlavour\u201c hei\u00dfen? Ach, egal \u2026 Paul Higgins, der Brauer, ist Amerikaner \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig braun und ziemlich klar; der altwei\u00dfe Schaum entwickelt sich zur\u00fcckhaltend und zerf\u00e4llt schnell wieder. Letzteres ist f\u00fcr einen englischen Bierstil aber keine Schande.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schwach. Ich rieche ein paar Malznoten, ein bisschen Brotkruste und etwas Keksteig. Von allem aber nur ein Hauch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und rund, und wenn das Bier auf die Zunge kommt, macht sich sofort ein rundes Malzaroma bemerkbar. Erneut ein bisschen Brotkruste, ein Hauch Schokolade und etwas Kakao. Dazu eine nur ganz leichte Malzs\u00fc\u00dfe. Hopfenbittere finde ich nur sehr wenig; ein bisschen kr\u00e4uteriges Hopfenaroma hingegen schon \u2013 allerdings auch nur dezent.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt h\u00e4lt sich das Bier mit all seinen sensorischen Eigenschaften angenehm zur\u00fcck. Nicht, dass es w\u00e4ssrig wirken w\u00fcrde, aber in seiner dezenten Intensit\u00e4t ist es davon nicht weit entfernt. Auch der Alkoholgehalt ist ja nicht der Rede wert, so dass das Bier in der Summe h\u00f6chst durchtrinkbar wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Brown Ale ist nicht mein Lieblingsstil, aber dieses Bier ist deswegen angenehm, weil es von allem nur sehr wenig einsetzt. Hochwertige Zutaten, aber die Brauer bei <a href=\"https:\/\/higginsaleworks.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Higgins Ale Works<\/a> haben der Versuchung widerstanden, von allen Zutaten gleichzeitig die Charakteristik in den Vordergrund zu schieben. Weniger ist mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Dachsbr\u00e4u \u2013 Weizenbock [2021 \u2013 1 Jahr alt] (7,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Formal ist er ja schon abgelaufen, dieser Weizenbock. Aber wenn eine Brauerei ihre Hygiene im Griff hat, dann sind Starkbiere (und insbesondere Weizenb\u00f6cke) auch weit \u00fcber das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus gut trinkbar. Ja, manchmal entwickeln sie sich sogar positiv weiter und schmecken \u201e\u00fcberlagert\u201c besser als frisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser hier ist seit vier Monaten \u201edr\u00fcber\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weizenbock hat eine hellbraune Farbe, ist leicht und ganz gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb (ich habe ihn aber auch vorsichtig eingeschenkt), und er tr\u00e4gt eine d\u00fcnne und nicht allzu lange haltbare, leicht eierschalenfarbene Schaumschicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist recht dezent und k\u00f6nnte durchaus etwas intensiver sein, aber er geht in die richtige Richtung: Wie es sich f\u00fcr einen Weizenbock geziemt, weist er komplexe Fruchtnoten auf, eine Mischung von unterschiedlichen Estern, die meisten davon gehen in Richtung Aprikose oder \u00fcberreifer Pfirsich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und ist nicht frei von pfeffriger Sch\u00e4rfe. Auf der Zunge zeigt sich einerseits ein voller und runder, s\u00fc\u00dflicher Malzk\u00f6rper, andererseits sp\u00fcre ich aber auch eine leicht adstringierende Herbe \u2013 ob hier wohl die Hefe schon ein wenig autolysiert ist? Oder sind irgendwoher ein paar Gerbstoffe ins Bier gekommen und jetzt schon oxidiert? Aber es ist nur ein dezenter Eindruck, also halb so schlimm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang ist ebenfalls von dieser fast gerbstoffartig wirkenden Herbe gepr\u00e4gt. Einerseits macht sie trockene Schleimh\u00e4ute und damit Lust auf den n\u00e4chsten Schluck, andererseits wirkt sie ein kleines bisschen rau.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Summe aber ein sch\u00f6ner Weizenbock, der vom \u00dcberlagern jetzt vielleicht nicht profitiert hat, dem das lange Lagern aber auch nicht gro\u00df geschadet hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Giesinger \u2013 Festbier (5,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=684\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Giesinger Br\u00e4u<\/a> \u2013 neben der <a href=\"https:\/\/www.augustiner-braeu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Augustiner<\/a> die einzig ernstzunehmende M\u00fcnchner Brauerei. Alles andere ist von Gewinnstreben und Kommerz bestimmt. Das diesj\u00e4hrige Festbier gibt sich auf dem Etikett selbstironisch: \u201eStimmungsvoll so ists, unser Festbier. Und so schmeckt\u2019s. Ganz einfach. Die sensorische Beschreibung von wegen vollmundig, kr\u00e4ftig, voll sonnengereifter Hopfen Aromen und mit einem unterhaltsamen Hauch von gebrannten Mandeln im Abgang k\u00f6nnen wir uns sparen. Es stimmt zwar alles, aber was soll\u2019s: Lassen wir es uns lieber einfach gut gehen und feiern wir die Feste wieder, wie sie fallen. Ach und wie es sich geh\u00f6rt \u2013 stimmungsvoll. Logisch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sch\u00f6ne hellkupferne Farbe, ist ganz blank und tr\u00e4gt einen sehr sch\u00f6nen, altwei\u00dfen Schaum. Der Duft ist kr\u00e4ftig malzig mit ein paar leichten Karamellnoten und einem Hauch von Brotrinde. \u201eMelanoidinig\u201c w\u00fcrde ich ihn irgendwie nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der frische Antrunk leitet \u00fcber zu einem warmen, runden Eindruck auf der Zunge, bei dem das Malz im Vordergrund steht. Zwar sp\u00fcre ich eine feine Hopfenbittere, aber sie h\u00e4lt sich vornehm im Hintergrund und ist einfach nur da, damit das Bier nicht zu mastig wird. Retronasal bestimmen erneut die runden und warmen Malzaromen den Eindruck \u2013 ein bisschen Kuchenteig- und Keks-Aromen kommen hinzu und geben das Gef\u00fchl, dass dieses Bier eine ganze Mahlzeit ersetzen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso rund geht es auch nach dem Schluck weiter. Ein sehr sch\u00f6n ausbalanciertes und warmes, vollmundiges Bier \u2013 genau richtig als Festbier.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"345\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-1024x345.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43105\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-150x50.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3-768x258.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-3.jpg 1263w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Munich Brew Mafia \u2013 Mordsgaudi \u2013 Festbier<\/strong>; <strong>Unser Dorfbr\u00e4u \u2013 Unser Fr\u00fchling \u2013 Kaltgehopftes Wei\u00dfbier<\/strong>; <strong>Unser Dorfbr\u00e4u \u2013 Unser Herbst \u2013 Traditionelles M\u00e4rzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Munich Brew Mafia \u2013 Mordsgaudi \u2013 Festbier (5,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgelb, sch\u00f6n gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und tr\u00e4gt einen recht ordentlichen, kremigen wei\u00dfen Schaum. Der Duft ist leicht fruchtig-zitronig mit einer feinen, w\u00fcrzig-aromatischen Note im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig, weist eine fein pfeffrige Note auf und leitet \u00fcber zu einem runden und trotzdem frischen Eindruck auf der Zunge. Ein bisschen Malzcharakter, eine erneut leicht zitronige Aromafrische dar\u00fcber, und im Hintergrund eine Bittere, die etwas w\u00fcrzig wirkt und fast schon ein paar holzige Noten aufweist. Angenehm. Im Abgang wird die holzig-w\u00fcrzige Note etwas intensiver, erinnert fast schon ein wenig an Wacholder, w\u00e4hrend die fruchtigen Aromen rasch abklingen. Die gegen Ende st\u00e4rker werdende Hopfenbittere h\u00e4lt noch einen Moment an und klingt dann ohne Hast ab \u2013 sie bleibt bis zum letzten Moment angenehm weich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Unser Dorfbr\u00e4u \u2013 Unser Fr\u00fchling \u2013 Kaltgehopftes Wei\u00dfbier (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist ganz hellgelb, fast schon blass, ist nur ganz leicht tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine sch\u00f6ne, reichliche und schneewei\u00dfe Schaumkrone, die auch sch\u00f6n lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist spannend \u2013 einerseits rieche ich die feinen Bananenaromen eines Wei\u00dfbiers, andererseits eine kr\u00e4ftige herb-zitronige Hopfennote. Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist zu spritzig und zu sprudelig, das Bier ist etwas \u00fcberspundet. Das kann nat\u00fcrlich daran liegen, dass es schon ein geraumes Vierteljahr \u00fcber dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist \u2013 es ist ein Fr\u00fchlingsbier vom schon l\u00e4ngst vergangenen Fr\u00fchling \u2026 Auch auf der Zunge bizzelt es kr\u00e4ftig weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Davon abgesehen ist es aber sch\u00f6n leicht, frisch, schlank und hat durch die Hopfennoten eine feine Bittere, die die Fruchtnoten nicht \u00fcberhand nehmen l\u00e4sst. Auch der Abgang gef\u00e4llt \u2013 bleibt es doch bei einer spritzigen Frische und einer sauberen Herbe mit Grapefruit- und Zitronennoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier wie sein Name \u2013 ein sch\u00f6nes, erfrischendes Fr\u00fchlingsbier, das an den ersten Sonnentagen bei milden Temperaturen getrunken geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich trinke es zwei Tage vor Weihnachten \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Unser Dorfbr\u00e4u \u2013 Unser Herbst \u2013 Traditionelles M\u00e4rzen (5,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite Bier vom <a href=\"https:\/\/www.unserdorfbraeu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dorfbr\u00e4u<\/a> \u2013 diesmal noch mit einigen Wochen Puffer bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Aber w\u00e4hrend ich so nach dem MHD schaue, sticht mir etwas anderes ins Auge, n\u00e4mlich die Zutatenliste. Da ist neben Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe auch die Stammw\u00fcrze P 14 aufgelistet. Ganz brav mit Komma abgetrennt, wie die anderen Zutaten auch. Also: Ein ganz besonderes Bier, weil mit Stammw\u00fcrze gebraut.<\/p>\n\n\n\n<p>Zynismus beiseite: Das Bier hat eine sch\u00f6ne dunkelkupferne Farbe mit einem intensiven Rotstich. Es ist fast klar, und der leicht beigefarbene Schaum ist ansprechend kremig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist sehr malzig, erinnert ein bisschen an Kuchenteig und frische Brotkruste. Das l\u00e4sst einen vollen und intensiv-runden Antrunk erwarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber weit gefehlt: Der Antrunk ist erstaunlich spitz und ein bisschen pfeffrig scharf. Rund und voll wird das Bier erst auf der Zunge, wenn sich das Malz etwas beh\u00e4big ausbreitet, brotig und fast schon ein bisschen mastig wird. Die Bittere h\u00e4lt sich sehr zur\u00fcck, selbst nach dem Schluck ist sie nur dezent zu sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein malzbetontes, s\u00e4ttigendes Bier, das durchaus eine Zwischenmahlzeit ersetzen kann. Pers\u00f6nlich ist mir das zu feist, zum Bierstil passt es aber durchaus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"345\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-4-1024x345.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43106\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-4-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-4-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-4-150x50.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-4-768x258.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-4.jpg 1263w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>True Brew \u2013 Gold Rush \u2013 West Coast IPA<\/strong>; <strong>Higgins Ale Works \u2013 Fresh Hop Harvest Cream Ale<\/strong>; <strong>True Brew \u2013 Fest M\u00e4rzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>True Brew \u2013 Gold Rush \u2013 West Coast IPA (6,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist goldgelb, richtig sch\u00f6n leuchtend, und es opalisiert nur ganz leicht, ist also fast klar. Der wei\u00dfe Schaum entwickelt sich gut, f\u00e4llt allerdings rasch wieder zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist angenehm hopfig \u2013 sch\u00f6n w\u00fcrzig und kr\u00e4uterig mit einem Hauch Heu im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist recht weich, und auf der Zunge \u00fcberrascht das Bier: Die Bittere ist sehr stark ausgepr\u00e4gt, aber sie ist weich. Weder kratzig noch kratzb\u00fcrstig, sondern einfach nur weich. Mit der leichten Malzs\u00fc\u00dfe harmoniert diese Art von Bittere ausgezeichnet. Retronasal kommen die kr\u00e4uterigen und w\u00fcrzigen Aromen erneut sehr sch\u00f6n zur Geltung und unterstreichen den hopfigen Charakter dieses Biers noch einmal nachhaltig.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch nach dem Schluck bleibt das Bier weich und aromatisch; die Bittere klingt langsam und gleichm\u00e4\u00dfig ab, ohne dabei die Schleimh\u00e4ute zu trocken zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Blick auf die Zutatenliste l\u00e4sst mich vermuten, warum die Bittere so weich ist: Es wurden ausschlie\u00dflich Cryo-Hopfen verwendet, also Hopfenextrakte, bei denen das Lupulin mit Fl\u00fcssigstickstoff bei rund -30\u00b0C extrahiert wird und somit alle Tannine, die diesen adstringierenden Effekt auf den Schleimh\u00e4uten haben k\u00f6nnten, au\u00dfen vor gelassen werden. Centennial Cryo, Cascade Cryo, Idaho 7 Cryo und Citra Cryo stehen auf dem Dosenetikett.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass eben dieses, das Dosenetikett wegen gef\u00fchlt tausend verschiedener Schrifttypen v\u00f6llig un\u00fcbersichtlich ist und es eine Weile dauert, die wichtigen Informationen von billigen Reklame-Claims (\u201eFuel the Adventure\u201c) zu unterscheiden, ist bei <a href=\"https:\/\/truebrew.co\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">True Brew<\/a> normal, und ich habe mich dazu schon oft lang und ausf\u00fchrlich ausgelassen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Higgins Ale Works \u2013 Fresh Hop Harvest Cream Ale (5,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine dunkelgelbe Farbe, ist leicht tr\u00fcb und entwickelt einen \u00fcppigen Schaum, der \u2013 weil ihn feine Kohlens\u00e4urebl\u00e4schenf\u00e4den n\u00e4hren \u2013 ewig lang h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist ein bisschen grasig, etwas s\u00e4uerlich und zeigt leichte Ledernoten im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Der sehr spritzige und etwas scharfe Antrunk l\u00e4sst sofort eine leichte S\u00e4ure sp\u00fcren, die auf der Zunge noch deutlicher wird. Gleichzeitig macht sich ein erdig-dumpfer Geschmack breit, der sich mit einer unangenehmen Bittere paart. Retronasal treten jetzt die Lederaromen sehr deutlich auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Offensichtlich infiziert und auf den Tag genau zwei Monate vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum bereits umgeschlagen. Schade.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>True Brew \u2013 Fest M\u00e4rzen (6,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig dunkelgelb, fast schon hellkupferfarben, und es ist fast klar. Der Schaum ist im ersten Moment recht sch\u00f6n, f\u00e4llt aber recht schnell wieder zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig, keksartig und weist eine feine S\u00e4ure auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk greift die s\u00e4uerliche Note sofort auf, hinzu kommen ein paar Alterungsaromen. Der Schluck zeigt: Auch dieses Bier ist nicht mehr in Ordnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schaue auf den Boden der Dose und stelle fest: Bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum sind es noch \u00fcber vier Monate \u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"345\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-5-1024x345.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43108\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-5-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-5-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-5-150x50.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-5-768x258.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-5.jpg 1263w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Augustinerbr\u00e4u \u2013 Oktoberfest Bier<\/strong>; <strong>Higgins Ale Works \u2013 Spice Trail \u2013 Pumpkin Ale<\/strong>; <strong>Apostelbr\u00e4u \u2013 Schwarzer Hafer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Augustinerbr\u00e4u \u2013 Oktoberfest Bier (6,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Optisch ein Genuss \u2013 die leuchtend goldgelbe Farbe des blankfiltrierten Biers ebenso wie der schneewei\u00dfe, feinporige und lange haltbare, leise vor sich hin knisternde Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Duft passt: Kr\u00e4ftige Malznoten mit leicht kuchenteig- oder biskuitartigen Noten. Kein Schwefel, also diesbez\u00fcglich deutlich sauberer als das Helle aus gleichem Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und geschmeidig, und auch auf der Zunge gibt sich das Bier sch\u00f6n rund und samtig. Der Malzcharakter dominiert, die Biskuitnoten sind retronasal recht intensiv, Hopfen und Hopfenbittere suche ich fast vergebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck unterstreicht den samtigen Charakter; eine dezente Viskosit\u00e4t l\u00e4sst das Bier noch einen Moment auf den Schleimh\u00e4uten haften und gibt Zeit, den Malzaromen hinterher zu sinnieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kr\u00e4ftiges, aber nicht zu deftiges Bier, das mit seinem intensiven Malzcharakter durchaus s\u00e4ttigend wirkt und von dem ich mir genau aus diesem Grunde nicht wesentlich viel mehr als eine Mass vorstellen kann. Nicht ganz so durchtrinkbar, also. Dennoch sehr, sehr stimmig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Higgins Ale Works \u2013 Spice Trail \u2013 Pumpkin Ale (5,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig dunkelgelb, fast schon orangefarben, und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb. Es entwickelt einen \u00fcppigen, altwei\u00dfen und lange haltbaren Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist s\u00fc\u00dflich und von einer Vielzahl Gew\u00fcrzen gepr\u00e4gt. Ich identifiziere ein bisschen Gew\u00fcrznelke (ausnahmsweise nur ein bisschen; gef\u00fchlt fast alle K\u00fcrbisbiere sind mit viel zu viel Gew\u00fcrznelken \u00fcberw\u00fcrzt \u2013 dieses hier nicht), etwas Honig, eine leichte fruchtige Orangennote und etwas Zimt. Die in der Zutatenliste noch aufgef\u00fchrten Muskatnuss, Kardamom, Ingwer, Piment und Vanille kann ich nicht identifizieren, stelle aber fest, dass die Komposition insgesamt sehr ansprechend ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und etwas pfeffrig scharf, auf der Zunge ist das Bier dann dezent s\u00fc\u00dflich mit den eben schon in der Nase identifizierten Aromen, die sich retronasal sehr sch\u00f6n entwickeln. Auch hier wird die Gew\u00fcrznelke nicht zu dominant.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck kommen die eigentlichen K\u00fcrbisaromen zum Vorschein. Eine gewisse Fruchts\u00fc\u00dfe und das volle, s\u00fc\u00dfliche, ein bisschen an Honig erinnernde, aber auch etwas erdige Aroma des K\u00fcrbis ist zu sp\u00fcren. Sehr angenehm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Apostelbr\u00e4u \u2013 Schwarzer Hafer (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist ganz, ganz dunkelbraun, nicht ganz schwarz, und es ist leicht tr\u00fcb. Der beigefarbene Schaum entwickelt sich \u00fcppig, ist feinporig und kremig und h\u00e4lt ewig. Eeewig!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist eine feine Melange aus bananigen Weizenaromen, einer feinen R\u00f6stnote im Hintergrund und w\u00fcrzigem Malz.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem erfrischend-spritzigen Antrunk folgt eine hauchfeine s\u00e4uerliche Note (von der hohen Kohlens\u00e4urespundung?) und ein frischer, angesichts des Aromas \u00fcberraschend fluider Eindruck auf der Zunge ohne vollmundige Viskosit\u00e4t. Die Bittere ist sehr dezent. Retronasal kommt erneut die interessante Kombination aus bananigen Aromen und R\u00f6stmalzakzenten zum Vorschein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck unterstreicht diese Eindr\u00fccke noch einmal, und er betont auch noch einmal die hauchfeine S\u00e4ure.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Summe spritzig und erfrischend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"345\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-6-1024x345.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43109\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-6-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-6-300x101.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-6-150x50.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-6-768x258.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-6.jpg 1263w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>True Brew \u2013 Short Fuzed \u2013 New England Triple IPA<\/strong>; <strong>Kloster Andechs \u2013 Bergbock Hell [2021 \u2013 2 Jahre alt]<\/strong>;  <strong>Kloster Andechs \u2013 Weizenbock [2021 \u2013 2 Jahre alt]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>True Brew \u2013 Short Fuzed \u2013 New England Triple IPA (10,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das dunkelgelbe, leicht und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcbe Bier tendiert fast schon zu einem Orangeton. Sein Schaum entwickelt sich nur zaghaft und f\u00e4llt rasch wieder zusammen, und ich sinniere, ob das nun am Alkoholgehalt liegt oder daran, dass ich \u2013 Asche \u00fcber mein Haupt \u2013 das Bier zu lange im K\u00fchlschrank habe stehen lassen. Es ist ziemlich genau drei Monate \u00fcber das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist angenehm fruchtig mit deutlichen Mango- und Papaya-Noten und im Hintergrund ein wenig Bienenhonig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und s\u00e4mig. Auf der Zunge wirkt das Bier kremig und reichhaltig, und es entwickelt neben einer deutlich sp\u00fcrbaren Hopfenherbe auch ebenso deutliche, retronasale Aromen &#8211; diesmal eher in Richtung Aprikose und Pfirsich gehend, aber jetzt auch etwas pr\u00e4gnanter als orthonasal, mit einem kr\u00e4ftigen Honig-Akzent.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck setzt diese Aromen-Eindr\u00fccke fort und erg\u00e4nzt sie durch eine mittelstark ausgepr\u00e4gte alkoholische W\u00e4rme, die sich im Hals breitmacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Kloster Andechs \u2013 Bergbock Hell [2021 \u2013 2 Jahre alt] (6,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon seit geraumer Zeit \u00fcber dem Mindesthaltbarkeitsdatum \u2013 aber bei einem soliden Bockbier sollte trotzdem aromatisch noch einiges drin sein, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Im Glas pr\u00e4sentiert sich das Bier dunkelgoldgelb mit einer ganz feinen Tr\u00fcbung, die auf das Alter des Biers hinweist. Der Schaum entwickelt sich \u00fcppig und h\u00e4lt sich wacker ein ganzes Weilchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft wartet mit intensiven Honignoten und einem dezenten Akzent von feuchter Pappe auf \u2013 auch hier wird das Alter des Biers deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk wirkt zun\u00e4chst noch eher frisch, fast schon spritzig, und auf der Zunge entfaltet sich erstmal eine kr\u00e4ftige, s\u00fc\u00dfliche Malznote mit nur dezenter Herbe im Hintergrund. Retronasal dominiert der schon beim Schnuppern am Glas identifizierte Oxidations- und Alterungs-Honig, gibt sich aber durchaus sympathisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst nach dem Schluck kommt der feuchte Karton wieder hervor und verdirbt ein bisschen den bisher gar nicht schlechten Gesamteindruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr interessant, noch gut trinkbar; die Alterungsaromen deutlich sp\u00fcrbar, aber zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Kloster Andechs \u2013 Weizenbock [2021 \u2013 2 Jahre alt] (7,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sch\u00f6ne orangene Farbe, eine gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbung und einen sch\u00f6nen, altwei\u00dfen und sehr kremigen Schaum, der sehr lange h\u00e4lt (weil er von endlosen F\u00e4dchen feinster Kohlens\u00e4urebl\u00e4schen gen\u00e4hrt wird).<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nase wettstreiten Aprikosen- und Bananenaromen um die Vorherrschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem spritzigen Antrunk folgt eine weiche S\u00fc\u00dfe auf der Zunge. Die Kohlens\u00e4ure bizzelt noch ein bisschen nach, und dann kommen retronasal rasch sch\u00f6ne fruchtige Aromen hervor \u2013 auch hier dominieren Aprikose und Banane, wobei die frisch-s\u00e4uerlichen Aromakomponenten die Oberhand gewinnen. Eine gewisse Bittere ist auch zu sp\u00fcren \u2013 sie hat hopfige und hefige Merkmale. Angenehm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck bringt die Bittere etwas st\u00e4rker zum Vorschein; unterstreicht gleichzeitig aber auch noch einmal die retronasalen Aromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist seit einem halben Jahr \u00fcberschritten; das merkt man dem Bier aber absolut nicht an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben7\/VerkostungspaketTraubing2\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wie plant man ein \u00dcberraschungspaket? \u201e16 kg\u201c steht vorwurfsvoll und mit gro\u00dfen Kugelschreiber-Buchstaben auf das Paket geschrieben. Ich habe einen f\u00fcrsorglichen Arbeitgeber, der mich f\u00fcr ein paar Jahre ins Ausland versetzt hat, gleichzeitig aber auch darauf achtet, dass es mir dort gut geht. 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