{"id":43733,"date":"2023-02-18T23:20:00","date_gmt":"2023-02-18T22:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=43733"},"modified":"2023-08-12T18:47:04","modified_gmt":"2023-08-12T16:47:04","slug":"tauschpaket-aus-roedermarkroedermarkdeu-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=43733","title":{"rendered":"Tauschpaket aus R\u00f6dermark<br \/>R\u00f6dermark<br \/>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine sch\u00f6ne \u00dcberraschung nach der Fahrt mit dem Nachtzug<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einigen Wochen in meiner Pendlerwohnung in Szczecin ging es heute mit dem Nachtzug zur\u00fcck nach Haus. Noch ein bisschen zerknittert von der Fahrt \u00f6ffne ich die Wohnungst\u00fcr, und auf was f\u00e4llt mein Blick als erstes?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Bierpaket aus R\u00f6dermark!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJa, das ist vorgestern erst gekommen\u201c, lacht meine holde Ehefrau. \u201eAlles noch ganz frisch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"821\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-1024x821.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43734\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-1024x821.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-300x240.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-150x120.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-768x616.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>ein netter Willkommensgru\u00df<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was f\u00fcr ein netter Willkommensgru\u00df, auch wenn die zeitliche Koinzidenz mit meiner R\u00fcckkehr vom Absender sicherlich so gar nicht beabsichtigt war. Um so sch\u00f6ner, wenn das dann doch zeitlich so zusammengefallen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben8\/TauschpaketRoedermark5\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neun Bierflaschen, sechs Bierdosen \u2013 das bedeutet f\u00fcnfzehn Mal Biergenuss und f\u00fcnfzehn ausf\u00fchrliche \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"630\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-1024x630.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43735\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-1024x630.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-300x185.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-150x92.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-768x473.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>Heimathafen Erfurter Braumanufaktur \u2013 Weimarer Siechn<\/strong>; <strong>Braukost \u2013 Helles<\/strong>; <strong>Das Bierzimmer \u2013 Braumanufaktur \u2013 Fruity Pils<\/strong>; <strong>lillebr\u00e4u \u2013 pale ale<\/strong>; <strong>Bluephantomcat Homebrew \u2013 Ale That She Wants \u2013 Pale Ale<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Heimathafen Erfurter Braumanufaktur \u2013 Weimarer Siechn (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weimarer Siechn? Das klingt so ein bisschen nach Siechenhaus, also Krankenhaus. Aber angeblich stammt der Name aus dem Nordischen, und siech steht f\u00fcr stark. Die schon seit vielen Jahrzehnten bestehende Gastwirtschaft Siechenbr\u00e4u, f\u00fcr die dieses Bier in der Erfurter Braumanufaktur Heimathafen hergestellt wird, hei\u00dft also \u201eStarkbier\u201c und nicht \u201eKrankenhausbrauerei\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also, dann verkoste ich mal von der mir aus anderen Bierpaketen schon bestens vertrauten Erfurter Braumanufaktur Heimathafen ein f\u00fcr Weimar gebrautes Siechn. Sehr stark ist es mit 5,2% jetzt allerdings nicht \u2013 steuerklassentechnisch ein ganz normales Vollbier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist dunkelbraun, nur leicht tr\u00fcb und entwickelt nicht allzu viel leicht beigefarbenen Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft gef\u00e4llt mir. Mit seinen dezent r\u00f6stigen Noten und einem feinen, dezenten Tupfer Frucht erinnert er mich an frisches D\u00fcsseldorfer Altbier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was soll ich sagen? Der herbe, trockene Antrunk, die feine R\u00f6stigkeit und die recht direkte Bittere auf der Zunge und ein ganz zart dahingehuschter Rauch-Akzent setzen genau diesen Eindruck fort \u2013 ein kerniges Altbier. Retronasal wird der Rauch sogar noch ein bisschen st\u00e4rker, ohne jedoch zu sehr aufzutrumpfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schluck ist von einer kr\u00e4ftigen Bittere begleitet, und rasch macht sich im Rachen eine angenehme Trockenheit breit. Lust auf den n\u00e4chsten Schluck \u2013 hohe Durchtrinkbarkeit. Und bei alledem ein paar sch\u00f6ne Ecken und Kanten aus solider Bittere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das lasse ich mir sehr gerne gefallen! Kerniges Altbier aus Erfurt, f\u00fcr Weimar, in Burgberg, nicht aus D\u00fcsseldorf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Braukost \u2013 Helles (5,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Braukost ist eine winzige Brauerei in Messel, einem Ort, den man eigentlich nur kennt, weil im dortigen Tagebau wunderbare Fossilien gefunden wurden und die Grube daraufhin zum UNESCO Weltnaturerbe ernannt worden ist. Mit Fossilien hat das Bier vor mir aber nichts zu tun \u2013 es ist einfach nur ein klassisches, aber unfiltriertes Helles.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fangen wir mal mit der Optik an: die Farbe ist mittelgelb, das Bier leicht tr\u00fcb. Der Schaum ist feinporig und kremig und h\u00e4lt sich recht lang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann der Duft: Eine malzige, etwas an Kuchenteig erinnernde Grundnote, dar\u00fcber schweben zarte, ganz zur\u00fcckhaltenden Zitrusakzente.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geschmacklich ist das Bier zun\u00e4chst durchaus gef\u00e4llig: Ein spritziger, frischer Antrunk, ein dezent malziger Geschmack auf der Zunge und eine leichte Bittere, die diesen etwas ausbalanciert, damit er nicht zu s\u00fc\u00dflich wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Schluck wird allerdings ein pelziges Gef\u00fchl auf der Zunge und am Gaumen deutlich. Es wirkt bitter und ein bisschen adstringierend und bringt retronasal ein paar Aromen von feuchter Pappe hervor, die an Oxidation denken lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Das Bierzimmer \u2013 Braumanufaktur \u2013 Fruity Pils (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier hat eine sch\u00f6ne, leuchtend gelborangene Farbe und ist dezent tr\u00fcb. Der Schaum entwickelt sich ordentlich, h\u00e4lt aber nicht allzu lange.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Nase sp\u00fcre ich leichte Bitterorangenaromen und ein paar feine Kr\u00e4uteraromen im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der frische Antrunk gef\u00e4llt; auf der Zunge wirkt das Bier dann allerdings sehr hochvergoren mit wenig K\u00f6rper. Die Bittere ist recht pr\u00e4gnant, so dass sich insgesamt ein sehr trockener Eindruck ergibt. Retronasal entwickeln sich noch einmal die Bitterorangenaromen, allerdings nur sehr, sehr schwach. Der anschlie\u00dfende Schluck geht ein wenig ins Leere \u2013 es bleibt eine k\u00f6rperlose Bittere, die den Gaumen trocken macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>lillebr\u00e4u \u2013 pale ale (5,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit kr\u00e4ftig-gelber Farbe, einer leichten Tr\u00fcbung und schneewei\u00dfem, lange haltbarem Schaum macht das Bier schon mal einen guten Eindruck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entgegen dem Versprechen von tropischen Aromen auf dem Etikett rieche ich eher harzige, kr\u00e4uterige Noten und einen Hauch von Kaktusfeigen \u2013 das Bier hebt sich also wohltuend ab vom Obstk\u00f6rbchen-Einerlei der meisten Pale Ales und India Pale Ales heutzutage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist frisch und harzig-herb, ein Eindruck, der sich auch auf der Zunge fortsetzt. Die etwas raue, dabei aber nicht adstringierende, sondern nur knochentrockene Herbe ist angenehm pr\u00e4sent \u2013 offensichtlich sch\u00e4tzt man in Kiel bei lillebr\u00e4u die nordische Herbe. Rests\u00fc\u00dfe ist kaum zu sp\u00fcren. Retronasal geht es mit den dezent s\u00e4uerlichen Kaktusfeigen weiter \u2013 ein Eindruck, der mir gut gef\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Schluck zeigen sich trockene Schleimh\u00e4ute, ein paar Gr\u00fcnpflanzenaromen (Geranienbl\u00e4tter?), eine deutliche und angenehm lang anhaltende Herbe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kerniges Bier, das sehr zum Weitertrinken anregt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Bluephantomcat Homebrew \u2013 Ale That She Wants \u2013 Pale Ale (6,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier hat eine hellbraune Farbe, ist leicht tr\u00fcb und stark \u00fcberspundet. Zwar schie\u00dft nichts aus der Flasche, aber beim Einschenken bilden sich riesige Mengen leicht gelblichen Schaums, und es dauert unendlich lang, bis genug Bier im Glas ist, um verkosten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist ganz leicht s\u00e4uerlich, etwas brotig und hat eine schwache Note nach altem Kleiderschrank auf dem Dachboden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist bizzelig und hat einen ganz leichten s\u00e4uerlichen Stich. Auf der Zunge wirkt das Bier ein bisschen brotig und hefig und etwas dumpf. Retronasal kommt erneut der Dachbodenkleiderschrankgeruch durch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Schluck wird das Bier leicht bitter, aber die Bittere geht eher in die hefige als in die hopfige Richtung, und sie bleibt eine ganze Weile h\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben8\/TauschpaketRoedermark5\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"630\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-1024x630.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43737\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-1024x630.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-300x185.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-150x92.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3-768x473.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>Braukost \u2013 Alt<\/strong>; <strong>Braukost \u2013 Pale Ale<\/strong>; <strong>Knust-Braumanufaktur \u2013 Brown Ale<\/strong>; <strong>Wittorfer Brauerei Neum\u00fcnster \u2013 Trick 17 \u2013 American Pale Ale<\/strong>; <strong>F\u00fcrst Wiacek \u2013 Pilsner Lager<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Braukost \u2013 Alt (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein sch\u00f6nes, kerniges und trockenes Altbier! Sehr gelungen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist mittelbraun, leicht tr\u00fcb, und der dezent beigefarbene Schaum h\u00e4lt sich beachtlich lang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist leicht r\u00f6stig mit ein paar ganz leichten, heuartigen Hopfennoten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist frisch, trocken und spritzig. Auf der Zunge zeigt sich das Bier erfrischend herb, sehr trocken und mit dezenten R\u00f6staromen, die sich retronasal aber durchaus zur\u00fcckhalten und nicht dominieren wollen, sondern Hand in Hand mit ein paar ganz feinen Fruchtakzenten einherkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schluck betont die R\u00f6st- und Hopfenbittere noch einmal, pr\u00e4sentiert \u00fcberraschenderweise nun noch ein paar leichte Karamellaromen und macht die Schleimh\u00e4ute angenehm trocken. Durst! Auf den n\u00e4chsten Schluck!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein sehr sch\u00f6n durchtrinkbares Bier, und ich stimme dem Claim auf dem Etikett zu: \u201eAltbier ohne Schnick Schnack.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Braukost \u2013 Pale Ale (5,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist ebenso kr\u00e4ftig orangefarben wie tr\u00fcb, Schaum hingegen entwickelt es gar nicht \u2013 ich muss schon aus drei\u00dfig Zentimeter H\u00f6he eingie\u00dfen, damit sich wenigstens eine ganz feine Schicht bildet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist hopfig-harzig, ein bisschen kr\u00e4uterig und schwach grasig \u2013 angenehm, auch wenn von der auf dem Etikett versprochenen Fruchtigkeit nicht viel zu sp\u00fcren ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist recht weich; man sp\u00fcrt die extrem niedrige Spundung des Biers sofort. Auf der Zunge dominiert eine kernige Hopfenbittere, die sich breit macht und neben sich keinen Raum l\u00e4sst. Weder finde ich dort eine malzige Rests\u00fc\u00dfe noch irgendwelche retronasalen Aromen, die \u00fcber die Kernsensorik eines kr\u00e4uterig-bitteren Hopfen hinausgingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Schluck wird die Hopfenbittere noch dominanter. Ein Bier, das den Trinker fordert \u2013 wer kompromisslose Bittere nicht mag, der suche sich ein anderes Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Knust-Braumanufaktur \u2013 Brown Ale (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier hatte ich vor fast einem Jahr <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=41133\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">schon einmal bekommen<\/a> \u2013 seinerzeit war es ein wenig s\u00e4uerlich und schmeckte wie kurz vor (oder nach?) dem Umkippen \u2026 Also auf ein Neues!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Farbe ist dunkelbraun, das Bier leicht tr\u00fcb, und der leicht beigefarbene Schaum entwickelt sich nur zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nase ist gepr\u00e4gt von Kakao und Bitterschokolade \u2013 durchaus angenehm. Von der seinerzeitigen S\u00e4ure ist nichts zu sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist recht weich, leicht s\u00fc\u00dflich, und er deutet die Kakao- und Bitterschokoladenaromen erneut an, die sich dann auf der Zunge kr\u00e4ftig retronasal entfalten. Eine dezente Bittere begleitet diese Eindr\u00fccke und wird nach dem Schluck geringf\u00fcgig pr\u00e4senter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt ein angenehm ausgewogenes, sch\u00f6n schokoladiges, aber nicht s\u00fc\u00dfes Brown Ale, das sich gut als Dessertbier eignet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutlich besser als seinerzeit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Wittorfer Brauerei Neum\u00fcnster \u2013 Trick 17 \u2013 American Pale Ale (5,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist kr\u00e4ftig kupferfarben und nur ganz leicht opalisierend. Der altwei\u00dfe Schaum h\u00e4lt sich zur\u00fcck, bleibt dann aber eine recht lange Weile stehen und hinterl\u00e4sst sch\u00f6ne \u201eBr\u00fcsseler Spitzen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist intensiv und angenehm harzig mit feinen, bitteren Fruchtnoten im Hintergrund. Gef\u00e4llt mir gut!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist \u00fcberraschend weich und rund, sehr voll. Auf der Zunge und retronasal kommen zu den harzigen Noten intensive Heuaromen hinzu, die ein paar kr\u00e4uterige Akzente aufweisen \u2013 ganz anders wirkend als orthonasal, als ich am Glas schnupperte. Gleichzeitig sp\u00fcre ich eine mittelstarke Bittere auf der Zunge, begleitet von einer s\u00fc\u00dflichen Mundf\u00fclle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hochinteressant, diese Dissonanz zwischen den sensorischen Erlebnissen von Nase und Mund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Abgang ist das Bier deutlich s\u00fc\u00dflicher als zu Beginn, die Bittere tritt interessanterweise in den Hintergrund, und eine etwas viskose (schleimig klingt zu negativ, seifig auch) Textur belegt s\u00fc\u00dflich die Schleimh\u00e4ute am Gaumen und im Rachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr ungew\u00f6hnlich, aber auch interessant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die Informationen auf der Dose anbelangt: Zum einen ist dort erkl\u00e4rt, woher der Name \u201eTrick 17\u201c stammt \u2013 den brauchen die Brauer angeblich, um genug von den gelegentlich nur schwer zu beschaffenden Hopfensorten zu besorgen. Zum anderen ist darauf hingewiesen, dass der aufgedruckte Code am Dosenboden nicht nur das Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern auch das Abf\u00fclldatum und die verwendeten Hopfensorten umfasst: \u201eSimcoe \/ Citra \u2013 ABF 16\/01\/2023 \u2013 MHD 16\/10\/2023\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorbildlich!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcrst Wiacek \u2013 Pilsner Lager (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Na, mit der Bezeichnung \u201ePilsner Lager\u201c gibt es wenigstens keinen Zank zwischen den Tschechen und dem Rest der Welt. W\u00e4hrend n\u00e4mlich \u00fcberall auf der Welt ein Bier im Stil, wie es 1842 in Plze\u0148 \/ Pilsen entwickelt worden war, als Pilsner bezeichnet wird, bekommt man in Tschechien unter dieser Bezeichnung nur das echte Pilsner, also das Pilsner Urquell. Alle anderen Biere dieses Stils werden als Lager (Le\u017e\u00e1k) bezeichnet. Pilsner Lager passt also auf beiden Seiten \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist goldgelb, dezent und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb, und es entwickelt einen \u00fcppigen Schaum, der allerdings sehr schnell wieder zusammenf\u00e4llt. Letzteres kann allerdings daran liegen, dass ich mein Bierglas im Hotel nicht so gut sp\u00fclen kann wie zuhause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist dezent hopfenaromatisch und heuartig, ein kleines bisschen metallisch und scheint im Hintergrund ganz leicht s\u00e4uerlich zu wirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist mild und weich, und auf der Zunge halten sich malzig-runde und hopfig-herbe Eindr\u00fccke harmonisch die Waage. F\u00fcnf Monate nach Abf\u00fcllung (canned on 18\/10\/2022) und etwas mehr als einen Monat vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum (best before 18\/04\/2023) sind leichte Honigaromen zu sp\u00fcren; die bestimmt urspr\u00fcnglich vorhandene, herbe Frische ist schon etwas verloren gegangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Schluck wir die Hopfenherbe etwas intensiver, deucht mir aber f\u00fcr ein Pilsner immer noch zu gering. Gleichzeitig wird das Honigaroma ein wenig erdig und macht sich nun auch noch retronasal bemerkbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann man noch gut trinken, aber seinen H\u00f6hepunkt hat das Bier schon hinter sich. Da ist das Mindesthaltbarkeitsdatum wohl etwas zu gro\u00dfz\u00fcgig gew\u00e4hlt \u2013 denn eigentlich verspricht dieses, dass das Bier bis zu dem genannten Tag sensorisch unver\u00e4ndert bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben8\/TauschpaketRoedermark5\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"630\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-4-1024x630.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43739\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-4-1024x630.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-4-300x185.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-4-150x92.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-4-768x473.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-4.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\"><strong>Wittorfer Brauerei Neum\u00fcnster \u2013 04321 \u2013 Helles Stadtbier<\/strong>; <strong>Wittorfer Brauerei Neum\u00fcnster \u2013 D. H. Hinselmann \u2013 Dunkles Arbeiterbier<\/strong>; <strong>F\u00fcrst Wiacek \/ Galway Bay Brewery \u2013 Czech Pilsner Lager<\/strong>; <strong>Wittorfer Brauerei Neum\u00fcnster \u2013 Golden Hell<\/strong>; <strong>lillebr\u00e4u \u2013 lager<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Wittorfer Brauerei Neum\u00fcnster \u2013 04321 \u2013 Helles Stadtbier (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Bier, benannt nach der Telefonvorwahl seiner Heimatstadt \u2013 nett! Und ein Stadtbier ist wohl das Pendant zu einem Landbier? Wobei letzteres ja auch kein Bierstil, sondern eher eine frei schwebende Bezeichnung ist \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist kr\u00e4ftig gelb und leicht tr\u00fcb; der wei\u00dfe Schaum ist feinporig, kremig und recht lange haltbar. Es bleiben sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder im Glas.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist kr\u00e4uterig herb mit einer ganz feinen erdigen Note.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem weichen Antrunk folgt ein ebenso weiches Gef\u00fchl auf der Zunge. Ich sp\u00fcre eine feine Bittere und einen eher festen, erdigen K\u00f6rper mit einer zur\u00fcckhaltenden, aber vorhandenen Malzs\u00fc\u00dfe. Retronasal zeigen sich vorwiegend Malzaromen, die ein wenig an Brot- beziehungsweise Sauerteig erinnern, aber \u2013 um Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen \u2013 definitiv nicht s\u00e4uerlich wirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Schluck sp\u00fcre ich eine leichte Hefigkeit, ein bisschen belegte Schleimh\u00e4ute, wie das bei hefigen Bieren h\u00e4ufiger vorkommt. Nicht unangenehm, aber sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt ein eher rundes, volles Trinkbier f\u00fcr den gro\u00dfen Schluck; ich kann mir aber vorstellen, dass es auch recht rasch s\u00e4ttigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Wittorfer Brauerei Neum\u00fcnster \u2013 D. H. Hinselmann \u2013 Dunkles Arbeiterbier (5,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier hat eine wundersch\u00f6ne, tiefrubinrote Farbe und ist klar. Es tr\u00e4gt einen hellbeigefarbenen Schaum, der sch\u00f6n feinporig ist und recht lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist angenehm malzig \u2013 er erinnert an Blockmalz und hat ein paar feine, kr\u00e4uterige Akzente.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem runden und weichen Antrunk folgt ein intensives Malzerlebnis auf der Zunge. S\u00fc\u00dflich, kr\u00e4uterig, rund. So, als h\u00e4tte die Brauerei Blockmalz-Bonbons in hei\u00dfem Wasser aufgel\u00f6st. Eine angenehme, ausgewogene Bittere paart sich mit der gar nicht so intensiven, aber trotzdem pr\u00e4senten S\u00fc\u00dfe und verhindert, dass das Ganze zu mastig oder gar klebrig-bappig wird. Nach dem Schluck erst werden die retronasalen Aromen intensiver \u2013 kr\u00e4uterige Malznoten, eine feine Fruchtigkeit nach \u00fcberreifen dunklen Pflaumen und ein Hauch Honig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein ausgesprochen gelungenes Bier!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Etikett wird ein bisschen rund um das Bier erz\u00e4hlt: \u201eFr\u00fcher tranken die Arbeiter der Tuch- und Lederfabriken in Neum\u00fcnster zur St\u00e4rkung vor der Arbeit gern das dunkle Bier der Brauerei D. H. Hinselmann. Unser \u201aDunkles Arbeiterbier\u2018 soll an diese Tradition erinnern. Wie damals mit einem vollm\u00fcndigen Malzk\u00f6rper und einer feinen Hopfennase. Wir lassen alte Neum\u00fcnsteraner Braukunst wieder aufleben. Man muss es aber nicht unbedingt zum Fr\u00fchst\u00fcck trinken \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann man aber, finde ich und sehe gro\u00dfz\u00fcgig \u00fcber das \u201evollm\u00fcndig\u201c hinweg. Abgesehen davon stimmt n\u00e4mlich bei diesem Bier alles!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcrst Wiacek \/ Galway Bay Brewery \u2013 Czech Pilsner Lager (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und noch ein Pilsner Lager \u2013 diesmal sogar ein tschechisches \u2026 Gebraut in Kollaboration mit der Galway Bay Brewery.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Farbe ist strohgelb, das Bier ist klar, und der Schaum ist schneewei\u00df, \u00fcppig und stabil. Passt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist norddeutsch-typisch hopfig herb mit einer ganz leichten metallischen Note und einem Hauch von Zitrus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist frisch und klar, sch\u00f6n spritzig. Auf der Zunge zeigt sich das Bier schlank, hopfig-herb, aber nicht zu bitter, und retronasal zeigt es ein paar kr\u00e4uterige und heuartige Aromen auf. Ebenso bleibt es beim Schluck: Klar, schlank, frisch. Nur f\u00fcr einen ganz kurzen Moment blitzt ein etwas brotiger Charakter hervor, verschwindet aber sofort wieder, und es bleibt eine feine, mit Heuaromen unterlegte Bittere, die zum n\u00e4chsten Schluck ermuntert. Gelungen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Wittorfer Brauerei Neum\u00fcnster \u2013 Golden Hell (5,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWe support the Wacken Foundation\u201d, steht stolz auf der Dose, und von jeder verkauften Dose gehen 50 Cent an eben diese, um die Rock- und Metalszene zu unterst\u00fctzen. Lobenswert. Hoffentlich schmeckt das Bier dann auch so, damit es bei den Rockern ankommt. Nicht, dass aus der Metal-Pommesgabel dann der gestreckte Mittelfinger wird!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Farbe ist schon ein ganzes St\u00fcck dunkler als \u201eGolden\u201c, aber sei\u2019s drum. Leicht tr\u00fcb ist das Bier, und es baut eine \u00fcppige Schaumkrone auf \u2013 altwei\u00df, fest, lange haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist dezent herb mit feinen, zitronigen Aromen, die aber auch einen Hauch frischer Kiefernadeln&nbsp; mit einschlie\u00dfen. F\u00fcr einen kurzen Moment, man m\u00f6ge es mir verzeihen, riecht das Bier wie Badezusatz. Aber nicht im unangenehmen Sinne!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist spritzig, herb, fruchtig und frisch, und auf der Zunge geht es so weiter: Eine angenehme, pr\u00e4sente, aber nicht zu dominante Hopfenherbe, die frisch-fruchtig wirkt. Ein bisschen Rests\u00fc\u00dfe nur, eine zitronige Frische mit kiefernadelartigen Terpen-Aromen kommt retronasal hinzu, und schon wirkt das ganze sommerlich erfrischend, anregend fruchtig und dabei trotzdem spielerisch leicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Schluck bleibt eine feine Herbe f\u00fcr einen Moment haften, w\u00e4hrend die Zitronen- und Kiefernadelaromen langsam und gleichm\u00e4\u00dfig abklingen. Ein Bier, das ich mir sehr gut f\u00fcr den Fr\u00fchling und Sommer vorstellen kann \u2013 und zwar f\u00fcr den gro\u00dfen Schluck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Passend f\u00fcr das Wacken Rockfestival? Aber selbstverst\u00e4ndlich!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitgen\u00f6ssische Musik des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts, gepaart mit organoleptischer Analyse von G\u00e4rungs- und G\u00e4rungsnebenprodukten der Saccharomyces-Hefen \u2013 Hardrock und Bier!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>lillebr\u00e4u \u2013 lager (5,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Bezeichnung Lager kann man alles M\u00f6gliche assoziieren \u2013 vom billigen Massenprodukt aus der Bierfabrik bis hin zum klassischen Pilsener, das in Tschechien n\u00e4mlich einfach nur Lager genannt wird, weil die Bezeichnung Pilsener dort dem Original aus Plze\u0148 vorbehalten ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier handelt es sich offensichtlich um ein unfiltriertes Wiener Lager. Die hellbraune, ganz leicht ins Orangene changierende Farbe, die deutliche und gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbe und der hellbeigefarbene, feste und unendlich lange haltbare Schaum, der dicke Trinkr\u00e4nder hinterl\u00e4sst, deuten darauf hin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der malzige, ein wenig an Brotkruste erinnernde Duft passt zu diesem Bierstil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist vielleicht ein bisschen zu spritzig f\u00fcr diesen Stil, aber nur ein bisschen. Es folgt ein kr\u00e4ftiger, malziger, durchaus s\u00e4ttigender Eindruck auf der Zunge, begleitet von einer kernigen Bittere. Zu bitter f\u00fcr ein Wiener Lager \u2013 hier geht es \u00fcber die Grenzen dieses Stils hinaus. Einen Vorwurf kann man der Brauerei deswegen aber nicht machen, schlie\u00dflich steht nirgends auf der Flasche, dass es ein Wiener Lager sein soll. Es hei\u00dft immer nur Lager, ohne weitere Zus\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Retronasal ist das Bier ein bisschen fruchtig, bleibt gleichzeitig aber auch etwas brotig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Abgang ist von der kr\u00e4ftigen Bittere gepr\u00e4gt. Malz-, Brot- und Fruchtaromen klingen ab, die Bittere bleibt. Und mit ihr trockene Schleimh\u00e4ute, die nach mehr Bier verlangen. Gerne aber nach Bier, das etwas weniger kr\u00e4ftig und s\u00e4ttigend ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben8\/TauschpaketRoedermark5\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Eine sch\u00f6ne \u00dcberraschung nach der Fahrt mit dem Nachtzug Nach einigen Wochen in meiner Pendlerwohnung in Szczecin ging es heute mit dem Nachtzug zur\u00fcck nach Haus. Noch ein bisschen zerknittert von der Fahrt \u00f6ffne ich die Wohnungst\u00fcr, und auf was f\u00e4llt mein Blick als erstes? 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