{"id":4410,"date":"2016-07-04T23:00:06","date_gmt":"2016-07-04T21:00:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=4410"},"modified":"2022-04-06T06:34:45","modified_gmt":"2022-04-06T04:34:45","slug":"hopper-braeu-ausschankhamburgdeu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=4410","title":{"rendered":"Hopper Br\u00e4u (Ausschank)<br \/>Hamburg<br \/>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p>Zugegeben, die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=923\" target=\"_blank\">Markthalle Neun<\/a> in Berlin hat ein wenig mehr Atmosph\u00e4re als die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.rindermarkthalle-stpauli.de\/\" target=\"_blank\">Rindermarkthalle<\/a> in St. Pauli, aber dennoch ist die Lage letzterer f\u00fcr einen Ausschank einer kleinen lokalen Brauerei gar nicht schlecht. Raus aus der U-Bahn-Station Feldstra\u00dfe, und dann nicht alter Gewohnheit folgend rechts rum, in Richtung Hochbunker, Dom-Gel\u00e4nde oder Millerntor-Stadion, sondern links rum, und schon steht man direkt vor der Halle, ignoriert die gro\u00dfe Reklame f\u00fcr den Edeka-Markt und geht einfach in irgendeinen Eingang rein. Einmal links, einmal rechts, oder umgekehrt, je nachdem, von wo man kommt, und schon steht man davor. Kann man gar nicht verfehlen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"596\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-1-Kopie-1024x596.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40487\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-1-Kopie-1024x596.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-1-Kopie-300x175.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-1-Kopie-150x87.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-1-Kopie-768x447.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-1-Kopie.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Hopper Br\u00e4u Ausschank<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und dann gibt\u2019s frisch gezapftes <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.hopperbraeu.de\/\" target=\"_blank\">Hopper Br\u00e4u<\/a>, Bier einer winzigen Hamburger Brauerei. Den Amerikanischen Traum, zum Beispiel. Ein recht dunkles, hopfig-harziges India Pale Ale, das mit kr\u00e4ftiger Bittere und einem ebenso kr\u00e4ftigen K\u00f6rper, der diese Bittere sauber ausbalanciert, zu \u00fcberzeugen wei\u00df. Eine gut gelungene, klassische Interpretation dieses Bierstils.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder die Weizheit. Ein extra hopfiges Weizen. Leicht und erfrischend, nicht so vollmundig und s\u00e4mig wie die bayerischen Wei\u00dfbiere, sondern eher fruchtig-frisch, perlig-spritzig und mit einer ungew\u00f6hnlichen, aber sehr harmonisch dazu passenden, fruchtigen Hopfennase. Ein sch\u00f6nes Sommerbier.<\/p>\n\n\n\n<p>Und schlie\u00dflich die Dunkle Macht, ein kr\u00e4ftiges Porter mit ausgepr\u00e4gten R\u00f6stnoten und einer feinen, sehr dezenten Rauchnote von einem Hauch Torf-Rauchmalz, das beim Brauen hinzugegeben worden ist. Ein anspruchsvolles Bier, nichts f\u00fcr den schnellen Schluck am Feierabend, zwischen Arbeit und zuhause, sondern eher f\u00fcr den geruhsamen Genuss.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Helle Aufregung habe ich heute aber nicht da\u201c, zuckt Wolf, der hinter der kleinen Theke steht, die Achseln. \u201eLeider habe ich heute nur diese drei Sorten!\u201c Er weist auf die kleinen, leeren Probiergl\u00e4ser, die er mir gegeben hatte: \u201eUnd von welchem m\u00f6chtest Du jetzt ein richtiges Glas voll?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich entscheide mich f\u00fcr das IPA. Eigentlich zu kr\u00e4ftig f\u00fcr den fr\u00fchen Nachmittag, aber wenn es doch so lecker ist \u2026 Ich werde den weiteren Abend schon gut \u00fcberstehen, und wenn nicht, dann geht es halt fr\u00fch ins Bett. Ich habe ja Urlaub \u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"874\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-Mini-2-1024x874.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40489\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-Mini-2-1024x874.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-Mini-2-300x256.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-Mini-2-150x128.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-Mini-2-768x655.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Hopper-Braeu-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>die quietschbunten Zapfh\u00e4hne machen neugierig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und so sitze ich hier an der kleinen Theke inmitten des Trubels der Markthalle und des Einkaufszentrums und genie\u00dfe mein Bier. Ich plaudere mit den zuf\u00e4llig neben mir Sitzenden und dem Barmann und erfahre so einiges \u00fcber die Geschichte dieser kleinen Brauerei. Und ihre Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Begonnen hat alles im Hausbrau-Ma\u00dfstab. Auf einer winzigen Braumaschine, dem Speidel Braumeister, produzierten Sascha Bruns und Lars Grosskurth jeweils so um die f\u00fcnfzig Liter Bier. Und weil es schmeckte, machten sie es immer \u00f6fter und immer professioneller. Schritt f\u00fcr Schritt verfeinerten sie ihre Rezepte, nach einiger Zeit auch mithilfe von anderen Craftbier-Fans, die ihnen halfen, aus mehreren \u00e4hnlichen Bieren das jeweils beste herauszufinden. Und das kam dann in die Flasche. Und zwar in kleine 0,33-l-B\u00fcgelflaschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam die kleine Bar, der kleine Ausschank in der Rindermarkthalle. F\u00fcnf Zapfh\u00e4hne, ein Dutzend Sitzpl\u00e4tze. Und viele, viele Stehpl\u00e4tze. Parallel dazu eine Crowdfunding-Kampagne. Denn immer noch wurde das Bier entweder im Mikro-Ma\u00dfstab gebraut, oder bei befreundeten Brauern, die \u00fcber eine \u201erichtige\u201c Brauerei verf\u00fcgen. Als Gipsy- oder Wanderbrauer also.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Crowdfunding-Kampagne verlief erfolgreich, und mittlerweile wurde auch eine entsprechende Lokation in Bahrenfeld gefunden, in der jetzt gerade, hier und heute, die vorbereitenden Arbeiten laufen, um im Sp\u00e4tsommer oder Fr\u00fchherbst dieses Jahres eine Brauerei zu er\u00f6ffnen. Eine richtige. Eine eigene! Drei\u00dfig Hektoliter Kapazit\u00e4t, wenn ich es richtig aufgeschnappt habe. Mit eigenem Ausschank und mit richtiger Flaschenabf\u00fcllung. Dann wird es so richtig zur Sache gehen, und Hamburg wird eine Brauerei mehr haben!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin schon mal gespannt. Was ich im Moment gerade verkoste, ist vielversprechend. Frisches, leckeres Bier. Stilsicher, ausgewogen, ansprechend, aber nicht stromlinienf\u00f6rmig. Keine anbiedernden One Beer Fits All Rezepte, sondern sch\u00f6ne, individuelle Biere.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Schritt wird nicht einfach. Die leckeren Rezepte an die neue Brauerei anzupassen, wird eine Herausforderung. Ebenso die Flaschenabf\u00fcllung. Hygiene und Konstanz in der Qualit\u00e4t sind gefragt. Neue Vertriebswege m\u00fcssen erschlossen werden, entlang derer das Bier auch schnell und unter halbwegs zumutbaren Bedingungen transportiert und zum Kunden gebracht wird, ohne vorher in der Gluthitze des Sommers zu versauern oder in der Eisesk\u00e4lte des Winters zum Eisbock auszufrieren. Aber das wird schon werden. Ich bin optimistisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum?<\/p>\n\n\n\n<p>Weil die Biere heute so schmecken, wie sie schmecken. So n\u00e4mlich, dass man merkt, dass sich hier jemand um die Biere k\u00fcmmert, der wei\u00df, was er macht, und der wei\u00df, warum er das so macht, wie er es macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was wird dann aus dem Ausschank in der Rindermarkthalle?<\/p>\n\n\n\n<p>Ehrliche Antwort: Ich wei\u00df es nicht. Ich habe vergessen, zu fragen. Aber sch\u00f6n w\u00e4re es, er bliebe und w\u00fcrde auch in Zukunft die Laufkundschaft in der Markthalle auf dieses Bier aufmerksam machen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Ausschank vom <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.hopperbraeu.de\/\" target=\"_blank\">Hopper Br\u00e4u<\/a> in der Rindermarkthalle St. Pauli ist t\u00e4glich von 10:00 bis 21:00 Uhr ge\u00f6ffnet; sonntags ist Ruhetag. Zu erreichen ist er am einfachsten mit der U-Bahn Linie 3, Haltestelle Feldstra\u00dfe, die Rolltreppe hoch und dann gleich links. Auto geht auch, es gibt ein gro\u00dfes Parkhaus, aber: Wozu?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben3\/HopperAusschank\/\" target=\"_blank\">Bilder<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Hopper Br\u00e4u (Ausschank)<br>Rindermarkthalle St. Pauli<br>Neuer Kamp 31<br>20 359 Hamburg<br>Hamburg<br>Deutschland<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Zugegeben, die Markthalle Neun in Berlin hat ein wenig mehr Atmosph\u00e4re als die Rindermarkthalle in St. Pauli, aber dennoch ist die Lage letzterer f\u00fcr einen Ausschank einer kleinen lokalen Brauerei gar nicht schlecht. 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