{"id":44207,"date":"2023-03-10T23:55:00","date_gmt":"2023-03-10T22:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=44207"},"modified":"2023-10-08T17:08:11","modified_gmt":"2023-10-08T15:08:11","slug":"verkostungspaketdoctah-cerveza-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=44207","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br \/>Doctah Cerveza"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kurz vor der Abreise noch angekommen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Koffer sind gepackt, es geht f\u00fcr viele Wochen in meine Pendlerwohnung nach Szczecin. Quasi Sekunden vor dem Aufbruch klingelt noch der Paketbote und bringt ein Verkostungspaket von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/people\/Doctah-Cerveza\/100063539320172\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.facebook.com\/people\/Doctah-Cerveza\/100063539320172\" target=\"_blank\">Doctah Cerveza Brewing<\/a>, der Hausbrauerei des Herrn Jens W.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOh, wie sch\u00f6n\u201c, denke ich einerseits. Und andererseits: \u201eMist, ausgerechnet jetzt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-1-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44209\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>sieben hausgebraute Bierspezialit\u00e4ten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine kurze Info per Messenger an Jens, dass das Paket angekommen ist, die Verkostung aber fr\u00fchestens an Ostern beginnen kann, und ein entschiedener Schubs mit dem Fu\u00df, der das Paket in die Waschk\u00fcche bef\u00f6rdert. Da ist es k\u00fchl und dunkel, da k\u00f6nnen die Biere die n\u00e4chsten vier Wochen gut auf mich warten, ohne zu verderben.<\/p>\n\n\n\n<p>Tja, so ist das manchmal. Da passen die Zeitlinien einfach nicht zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitsprung!<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt ist es soweit, ab jetzt wird verkostet! Und ich kann mich neben den Aromen auch an den f\u00fcr ein Hausbr\u00e4u sehr originell gestalteten Etiketten und den wortspielerischen Biernamen erg\u00f6tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben8\/DoctahCerveza3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-2-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44210\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-2-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-2-768x767.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Brudis from another Muddi \u2013 Lemberger Saison; Smoking Banana \u2013 Rauchweizenbock Dunkel; Ram in the Woods \u2013 Dunkler Bock \u2013 gestopft mit Kirschholz; Pump Kin Pao \u2013 Asiatic Pumpkin Ale<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brudis from another Muddi \u2013 Lemberger Saison (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig und leuchtend rot, leicht und gleichm\u00e4\u00dfig getr\u00fcbt und leider etwas \u00fcberspundet. Eine viel zu \u00fcppige Schaumdecke baut sich auf, und da der Schaum sehr stabil ist, dauert es ewig, bis das Glas eingeschenkt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geruch ist leicht erdig, erinnert fast ein wenig an Rote Bete, hat aber auch ein paar fruchtig-blumige Akzente. Vielleicht Hibiskus?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig (was jetzt keine \u00dcberraschung ist), weist eine feine S\u00e4ure auf, und auf der Zunge entwickelt das Bier ein sch\u00f6nes Wechselspiel zwischen dezenter S\u00e4ure, einem Hauch Rests\u00fc\u00dfe und einer feinen Bittere. Alles wird durch die erneut sp\u00fcrbaren, leicht erdigen Aromen erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck kommen zu den erdigen, kr\u00e4ftigen Aromen noch ein paar feine Phenole hinzu \u2013 und zwar nicht die Art, die das Bier medizinisch schmecken lassen, sondern die, die dem Bier einen kernigen, etwas rauen und ungest\u00fcmen Charakter verleihen. Auch eine feine, dezente alkoholische W\u00e4rme ist im Hals zu sp\u00fcren \u2013 was angesichts eines angegebenen Alkoholgehalts von gerade einmal 5,5% etwas \u00fcberrascht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Smoking Banana \u2013 Rauchweizenbock Dunkel (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dunkel? Fast schwarz ist dieser Rauchweizenbock. Oder zumindest gaaanz dunkelbraun. Kr\u00e4ftig tr\u00fcb ist er auch, und es bildet sich eine sch\u00f6ne, reichliche, aber nicht \u00fcbertriebene Schaumkrone, die beigefarben und feinporig \u00fcber dem Bier thront, bis sie nach einigen Minuten zusammenf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist phenolisch-rauchig und nicht allzu dominant. Pr\u00e4gnant, aber er l\u00e4sst noch ein wenig Raum f\u00fcr Aromen von \u00fcberreifer Banane. Der Name des Biers passt also schon mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist zun\u00e4chst sehr dunkelweizentypisch \u2013 runde und volle Malzaromen, etwas Banane, eine feine R\u00f6stigkeit. Kaum auf der Zunge, entfalten sich aber die Raucharomen, und zwar deutlich intensiver und direkter als noch im Duft. Im Nu f\u00fcllt sich der Mund-Rachen-Raum mit deftigen, phasenweise fast etwas fettig-kohligen Raucharomen. Hinzu kommt eine leichte Bittere, die einen ganz schwachen ins Angebrannte gehenden Charakter aufweist, dabei aber nicht unangenehm wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bananenaromen sind in dieser Phase fast nicht mehr zu sp\u00fcren; es ist wohl eher die Erinnerung, die ich sensorisch mit r\u00fcbergerettet habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck sp\u00fcre ich f\u00fcr einen kurzen Moment eine Art Kohle-Geschmack \u2013 eine kohlige Bittere, die mich an zerkaute Aktivkohletabletten erinnert. Aber nur f\u00fcr einen Moment, und auch nicht allzu intensiv. Stattdessen ein dezent fettiges Raucharoma und nun auch wieder etwas \u00fcberreife Banane. Und eine feine alkoholische W\u00e4rme im Hals.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Ram in the Woods \u2013 Dunkler Bock \u2013 gestopft mit Kirschholz (6,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine tiefdunkelbraune Farbe und ist kr\u00e4ftig tr\u00fcb, so dass es ein bisschen kremig ausschaut. Der beigefarbene Schaum h\u00e4lt ein Weilchen und gef\u00e4llt mit seiner Feinporigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft wird von Dunkelmalzaromen dominiert \u2013 ein bisschen kr\u00e4uterig, ein bisschen an Blockmalz erinnernd. So, wie es sich f\u00fcr einen dunklen Bock geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist malzig s\u00fc\u00df und holzig-adstringierend gleichzeitig. Sehr interessant. Auf der Zunge bleibt die Malzs\u00fc\u00dfe durchaus pr\u00e4gnant, wird aber trotzdem von einer holzigen, adstringierenden Bittere getoppt. Ein paar Aromen von \u00fcberreifen Pflaumen sp\u00fcre ich, ebenso ein bisschen Vanille, etwas ger\u00f6stetes Holz.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck hinterl\u00e4sst das Bier raue Schleimh\u00e4ute im Mund- und Rachenraum. Sie paaren sich mit einer kernigen, leicht brenzligen Bittere, die jetzt an ger\u00f6stete Kakaobohnen zu erinnern beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr robust, das alles. Kein Bier f\u00fcr den gro\u00dfen Schluck, und auch kein Bier f\u00fcr Menschen, die eher die dezenten sensorischen Erfahrungen bevorzugen. Die Boomer-Generation w\u00fcrde sagen \u201eEin Bier f\u00fcr echte M\u00e4nner\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Pump Kin Pao \u2013 Asiatic Pumpkin Ale (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellbraun und nur leicht tr\u00fcb. Aber was ihm an Tr\u00fcbung fehlt, macht es durch \u00fcppigen und lange haltbaren Schaum wieder wett, so dass es ewig dauert, bis das Glas ganz eingeschenkt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist vordergr\u00fcndig etwas erdig-fruchtig, aber im Hintergrund verbergen sich noch ein paar mehr interessante Akzente: Ein feiner Hauch zitroniger Frische, wie von Melisse. Ein Tupfer Gew\u00fcrznelke. Eine Note, die etwas an Bambus erinnert, aber nicht dessen komplex-erdige Tiefe erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und frisch. Mit dem Auftreffen des Biers auf die Schleimh\u00e4ute im Mund ist die Spritzigkeit schlagartig vorbei; stattdessen bildet sich ein pelziges, leicht adstringierendes Gef\u00fchl aus. Ist das Bier oxidiert, oder enth\u00e4lt es (vom K\u00fcrbis oder wovon auch immer) viele Gerbstoffe? Die raue Bitterkeit, die insbesondere an den Zungenr\u00e4ndern sehr deutlich wird, k\u00f6nnte aus beiden Gr\u00fcnden so pr\u00e4sent sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck pr\u00e4sentiert dann retronasal dezente K\u00fcrbisaromen (aha, endlich!), und die pelzige Rauheit breitet sich bis in den tiefen Rachen aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"341\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-3-1024x341.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44211\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-3-1024x341.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-3-300x100.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-3-150x50.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-3-768x256.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Verkostungspaket-Doctah-Cerveza-Mini-3.jpg 1277w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Billy Blonka \u2013 Blueberry Tonka IPA; Fun in the Snow \u2013 Pastry White Stout; Robohop \u2013 New England IPA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Billy Blonka \u2013 Blueberry Tonka IPA (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wow, die Blaubeeren machen einen gewaltigen Eindruck. Auf alle F\u00e4lle dominieren sie Farbe und Duft. Kr\u00e4ftig violett steht das tr\u00fcbe Bier im Glas, und dar\u00fcber w\u00f6lbt sich eine \u00fcppige, allerdings sehr gro\u00dfblasige, rosafarbene Schaumschicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon beim Einschenken rieche ich gewaltige Blaubeer-Aromen. Sp\u00e4ter dann, wenn der Schaum sich gesetzt hat, kommen leicht s\u00e4uerliche und ein paar erdige Akzente hinzu. Ich glaube, ein bisschen Leder zu riechen, aber nicht im Sinne von Brettanomyces, sondern frisches Leder, das noch nicht durchgeschwitzt worden ist, und ganz im Hintergrund auch die leicht muffigen Aromen der Tonka-Bohne. Wobei ich ehrlich sagen muss: Fruchtig-s\u00e4uerlich-s\u00fc\u00dfe Blaubeere und erdig-dumpfe Tonka-Bohne, das geht nicht gut zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist s\u00e4uerlich, auf der Zunge ist der erste Eindruck ebenfalls s\u00e4uerlich. Dann kommt aber eine kr\u00e4ftige erdige Note hinzu und leider auch etwas Butters\u00e4ure. Die kann ja in geringen Konzentrationen ein Bier schon killen. Was sie hier leider auch tut.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, das harmoniert leider alles nicht. Sehr schade. W\u00e4re originell gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachtrag: Ob da k\u00fcnstliche Aromen mit im Spiel waren? Rund eine Stunde nach meiner Verkostung steht das Glas mit einem kleinen Restschluck in der K\u00fcche an der Sp\u00fcle, und die ganze K\u00fcche ist mit intensivem Blaubeerduft gef\u00fcllt. Das ist doch nicht normal?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Fun in the Snow \u2013 Pastry White Stout<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Leider ist auf dem etwas feucht gewordenen Etikett der Alkoholgehalt nicht lesbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist leuchtend gelb und nur ganz leicht tr\u00fcb; man muss schon genau hinsehen oder das Glas gegen das Licht halten, um das leichte Opalisieren zu erkennen. Der \u00fcppige Schaum ist schneewei\u00df, recht gro\u00dfblasig und trotzdem sehr lange haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist irgendwie estrig und fruchtig, ohne dass ich das einer bestimmten Richtung zuordnen k\u00f6nnte. Eine leichte Sch\u00e4rfe (Ingwer?) ist auch zu sp\u00fcren \u2013 aber alles wirkt recht k\u00fcnstlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist sehr spritzig und bizzelig, ein bisschen scharf, und auf der Zunge sch\u00e4umt das Bier erstmal kr\u00e4ftig auf. Es bilden sich erneut die estrigen und fruchtigen, etwas k\u00fcnstlich wirkenden Aromen aus. Phasenweise erinnern sie an Brausepulver von vor f\u00fcnfzig Jahren, als eigentlich alles in unserer Kindheitswelt knallbunt und total k\u00fcnstlich aussah, roch und schmeckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Malz- oder Hopfencharakter kann ich kaum identifizieren \u2013 vielleicht ist ein Teil der zuckrig wirkenden Rests\u00fc\u00dfe dem Malz zuzuordnen. Bittere kommt aber auf der Zunge fast gar nicht, im Rachen nach dem Schluck nur ganz leicht zu Tage.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein merkw\u00fcrdiges Bier, aus dem ich nicht schlau werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Robohop \u2013 New England IPA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine rotgoldene Farbe, ist nach monatelanger, ruhiger Lagerung im K\u00fchlschrank fast ganz klar (New England???) und tr\u00e4gt eine \u00fcppige, feste Schaumdecke, die sich sehr lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist fruchtig, pr\u00e4sentiert ein paar Noten von reifen, roten \u00c4pfeln und dahinter eine leicht erdige Note (so, als h\u00e4tten die roten \u00c4pfel schon ein paar braune Stellen).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist sehr sprudelig und bizzelig, Auf der Zunge ist das Bier weich und malzig, wirkt eher wie ein heller, bayerischer Bock, und l\u00e4sst sowohl eine kr\u00e4ftige Hopfenbittere wie auch die typischen New-England-IPA-Aromen vermissen. Stattdessen leicht spritige Noten, die sich nach dem Schluck auch in einer gewissen alkoholischen W\u00e4rme im Hals fortsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt muss ich nat\u00fcrlich zugeben, dass das Bier Monate in meinem K\u00fchlschrank gestanden hat, weil ich nie zuhause war, um es zu verkosten. Vielleicht ist es einfach nur \u00fcberaltert. Aber \u2026 auf eine merkw\u00fcrdige Weise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben8\/DoctahCerveza3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Kurz vor der Abreise noch angekommen. Die Koffer sind gepackt, es geht f\u00fcr viele Wochen in meine Pendlerwohnung nach Szczecin. Quasi Sekunden vor dem Aufbruch klingelt noch der Paketbote und bringt ein Verkostungspaket von Doctah Cerveza Brewing, der Hausbrauerei des Herrn Jens W. \u201eOh, wie sch\u00f6n\u201c, denke ich einerseits. Und <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=44207\" title=\"VerkostungspaketDoctah Cerveza\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":44209,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3,189],"tags":[],"class_list":{"0":"post-44207","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen","10":"category-unboxing"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44207"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44386,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44207\/revisions\/44386"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/44209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}