{"id":44295,"date":"2023-09-26T07:12:00","date_gmt":"2023-09-26T05:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=44295"},"modified":"2023-10-22T07:40:50","modified_gmt":"2023-10-22T05:40:50","slug":"beertastingcommunity-awardaustria-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=44295","title":{"rendered":"Beertasting<br \/>Community Award<br \/>Austria 2023"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Austrian Beer Challenge erstmals auch mit einem Publikumsvoting<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bierig.org\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bierig.org\/\" target=\"_blank\">BierIG \u2013 Interessengemeinschaft der Bierkonsumenten<\/a> in \u00d6sterreich f\u00fchrt schon seit rund zwanzig Jahren die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bierig.org\/Award-AustrianBeerChallenge\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bierig.org\/Award-AustrianBeerChallenge\" target=\"_blank\">Austrian Beer Challenge<\/a> durch. Urspr\u00fcnglich war dies mal ein Wettbewerb f\u00fcr Hausbrauer und nannte sich Staatsmeisterschaft \u2013 mittlerweile ist er zu einem \u00f6sterreichweiten Wettbewerb auch f\u00fcr kommerzielle Brauereien geworden. Wer hier einen Preis absahnt, und zwar egal ob Hobbybrauer oder kommerzielle Brauerei, darf stolz sein \u2013 hat sein oder ihr Bier doch im Kreis von ausgebildeten und hoch qualifizierten Verkostern re\u00fcssiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"672\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-1-1024x672.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44297\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-1-1024x672.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-1-300x197.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-1-150x98.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-1-768x504.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>zw\u00f6lf zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte und aufw\u00e4ndig anonymisierte Bierproben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>2023 kommt nun erstmals ein Publikumsvoting hinzu. Zw\u00f6lf zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte und aufw\u00e4ndig anonymisierte Bierproben werden per Post an Verkoster und Bierinteressierte versandt, die im Zeitraum eines Monats (vom 2. September bis zum 1. Oktober 2023 \u2013 jeweils einschlie\u00dflich) die Biere verkosten und ihre Bewertung \u00fcber den auf jede Flasche aufgedruckten Barcode in der <a href=\"https:\/\/beertasting.app\/de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/beertasting.app\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BierTasting App<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.kalea.com\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.kalea.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Firma Kalea<\/a> hinterlegen. Jede \u00f6sterreichische Brauerei darf dabei nur ein einziges Bier einreichen, so das Brauereien mit einem gro\u00dfen oder kleinen Produktportfolio gleiche Chancen haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"986\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-2-986x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44298\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-2-986x1024.jpg 986w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-2-289x300.jpg 289w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-2-144x150.jpg 144w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-2-768x798.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Community-Award-2023-Mini-2.jpg 1134w\" sizes=\"auto, (max-width: 986px) 100vw, 986px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Auf geht\u2019s!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich habe mein Verkostungspaket aus Gr\u00fcnden erst am 26. September 2023 bekommen \u2013 recht sp\u00e4t also, aber es ist noch gen\u00fcgend Zeit, alle zw\u00f6lf Biere in Ruhe zu verkosten und zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf geht\u2019s, und ich freue mich, Teil der Publikumsjury zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben8\/CommunityAward2023\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Kalea GmbH<br>Biberngasse 31<br>5020 Salzburg<br>\u00d6sterreich<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">BierIG \u00d6sterreich<br>Dietraching 24<br>5271 Moosbach<br>\u00d6sterreich<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"363\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Community-Award-2023-Mini-3-1024x363.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-44324\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Community-Award-2023-Mini-3-1024x363.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Community-Award-2023-Mini-3-300x106.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Community-Award-2023-Mini-3-150x53.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Community-Award-2023-Mini-3-768x272.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Community-Award-2023-Mini-3.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 54 \u2013 Pils German Style<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein sch\u00f6nes Goldgelb; das Bier ist blankfiltiert. Der Schaum entwickelt sich \u00fcppig, ist feinporig, aber nicht kremig, sondern wirkt eher \u201etrocken\u201c. Er ist schneewei\u00df und h\u00e4lt sehr lang.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist angenehm hopfig mit feinen Heunoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem spritzigen Antrunk folgt ein frischer, schlanker Eindruck auf der Zunge. Eine nur leichte Malzs\u00fc\u00dfe, eine gut sp\u00fcrbare Hopfenbittere und eine mittelstarke Spundung erg\u00e4nzen sich recht gut. Retronasal kommt erneut der heuartige Charakter hervor, begleitet von ein paar dezenten Schwefelnoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck zeigt sich das Bier unver\u00e4ndert schlank; die Bittere klingt rasch ab, und f\u00fcr einen kurzen Moment sp\u00fcre ich noch den ganz leicht schwefligen, etwas skunky wirkenden Hauch. Die Schleimh\u00e4uten zeigen sich angenehm trocken, so dass Lust auf den n\u00e4chsten Schluck entsteht. Gut durchtrinkbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 30 \u2013 M\u00e4rzen Austrian Style<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sch\u00f6ne goldgelbe Farbe und ist klar. Der \u00fcppige und schneewei\u00dfe Schaum zerf\u00e4llt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig rasch, hinterl\u00e4sst dabei aber sch\u00f6ne Schaumr\u00e4nder im Glas.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig mit Biskuitnoten und einem Hauch von Honig im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich, dezent s\u00fc\u00dflich und leitet \u00fcber zu einem ebenfalls leicht s\u00fc\u00dflich wirkenden Eindruck auf der Zunge. Auch hier sind Honignoten sp\u00fcrbar, die jetzt auch den Biskuitcharakter \u00fcberdecken. Die Hopfenbittere ist sehr zur\u00fcckhaltend, man muss sie schon mit der Lupe suchen. Trotzdem wirkt das Bier nicht zu malzig und s\u00fc\u00df, sondern kommt durchaus noch relativ schlank daher.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck zeigt zweierlei: Herbe ist wirklich kaum zu finden, aber der Honigcharakter manifestiert sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 46 \u2013 M\u00e4rzen Austrian Style<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein sch\u00f6nes Goldgelb; das Bier ist klar. Der Schaum entwickelt sich nur zaghaft und f\u00e4llt anschlie\u00dfend blitzschnell wieder zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geruch ist sehr zur\u00fcckhaltend. Ein Hauch Malz ist zu sp\u00fcren, mit einem leichten Akzent nach Kuchenteig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist sehr spritzig, fast schon scharf und zeigt eine feine, milde S\u00fc\u00dfe. Auf der Zunge wirkt das Bier ein bisschen zuckrig, und dahinter verbirgt sich eine sanfte, sehr dezente Herbe. Retronasal bietet das Malz erneut einen Hauch von Kuchenteig auf, aber das war es dann auch schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck folgt ein leicht viskoses Gef\u00fchl auf den Schleimh\u00e4uten \u2013 schleimig oder seifig w\u00e4re zu viel gesagt und zu negativ, aber es geht leicht in diese Richtung. Trotz des hohen Kohlens\u00e4uregehalts wirkt das Bier in seiner Textur also ein wenig \u201ebasisch\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt ein aromatisch sehr zur\u00fcckhaltendes Bier, dessen Sensorik eher von der Textur und der Kohlens\u00e4uresch\u00e4rfe gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 50 \u2013 Helles<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine sch\u00f6ne goldgelbe Farbe, die, weil das Bier gefiltert ist, besonders ins Auge sticht, und ein \u00fcppiger, schneewei\u00dfer und lange haltbarer Schaum machen das Bier optisch zum Genuss.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geruch ist leicht hopfig-bitter mit einer metallischen Note.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auf der Zunge ist das Bier \u00fcberraschend bitter f\u00fcr ein Helles. Der nur dezent malzige K\u00f6rper, die metallische und kr\u00e4ftige Bittere und die Spritzigkeit st\u00fcnden einem deutschen Pils gut zu Gesichte, sind f\u00fcr ein Helles aber an der \u00e4u\u00dfersten Grenze des aus meiner Sicht Erlaubten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichwohl: Die Aromen sind sauber, die retronasalen Akzente fein kr\u00e4uterig und ganz leicht biskuitartig, der Abgang sauber und sachte abklingend. Insofern ein sch\u00f6n durchtrinkbares Bier, bei dem mich einzig die recht hohe Spundung davon abh\u00e4lt, das Glas nach den Verkostungsnotizen einfach wegzuexen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 38 \u2013 Helles<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier wirkt einen Hauch dunkler als die vorherigen, aber das liegt wohl vor allem an der leichten und gleichm\u00e4\u00dfigen Tr\u00fcbung. Also: Dunkelgoldgelb. Dazu kommt ein \u00fcppiger, aber nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig lange haltbarer Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist sehr, sehr zur\u00fcckhaltend. Ich sp\u00fcre eigentlich nur einen Hauch Malz \u2013 simples Pilsner Malz, so wie es riecht, wenn ich es vor dem Schroten leicht befeuchtet habe, damit es nicht so staubt und die Spelzen nicht brechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und ebenfalls mild und zur\u00fcckhaltend. Auf der Zunge bleibt das Bier weich und zur\u00fcckhaltend. Ein dezenter Malzcharakter bringt eine feine S\u00fc\u00dfe, eine Hopfenbittere ist nur bei aufmerksamem Hinschmecken zu sp\u00fcren und h\u00e4lt sich ansonsten v\u00f6llig unbemerkt im Hintergrund. Retronasal sp\u00fcre ich einen ganz leicht brotigen Hauch \u2013 aber brotig nicht im Sinne von kernigem Roggenbrot, sondern von frisch aufgeschnittenem, simplem Mischbrot, so wie es f\u00fcr einen Dumpingpreis im Supermarkt verkauft wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck kommt f\u00fcr einen kurzen Moment eine schwach estrig-fruchtige Note hervor, blitzt aber nur kurz auf. Dann klingt das Bier rasch und spurlos ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle, aber wirklich alle sensorischen Eigenschaften liegen haarscharf \u00fcber der Wahrnehmungsschwelle. Die holde Ehefrau neben mir bezeichnet es als \u201eBier, das gut geeignet ist, einen Anf\u00e4nger, der eigentlich gar kein Bier mag, an Bier heranzuf\u00fchren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Von allem sehr wenig, das aber sch\u00f6n ausbalanciert. Kann man so machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 52 \u2013 Helles<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein sch\u00f6nes Goldgelb; das Bier ist blank filtriert. Der Schaum entwickelt sich zwar reichlich und gut, f\u00e4llt aber blitzschnell wieder zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist nur schwach ausgepr\u00e4gt. Ein paar zur\u00fcckhaltende, eher neutrale Malznoten und ganz im Hintergrund ein Hauch, der mich an den alten Holzschrank auf dem Dachboden meiner Eltern erinnert (Nonenal? Was w\u00fcrde der Chemiker sagen?).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und nicht allzu spritzig. Auf der Zunge dominiert zun\u00e4chst das Malz mit einem feinen, brotigen Charakter, aber auch mit etwas eher s\u00fc\u00dflichem Biskuit. Die Bittere ist zur\u00fcckhaltend und nur an den Zungenr\u00e4ndern und hinten am Gaumen sp\u00fcrbar. Retronasal sp\u00fcre ich ein paar teigige Aromen \u2013 so, als wenn ich bei einem simplen Wei\u00dfmehlbr\u00f6tchen den wei\u00dfen Teig aus dem Inneren rausknibbele und pur vorweg esse. So, wie es Kinder gerne machen. Aber nur ganz schwach.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang ist ebenso weich wie der Antrunk; die Hopfenbittere traut sich auch jetzt nicht so recht nach vorne. Alle Aromen, die eh schon nur zur\u00fcckhaltend sind, klingen rasch ab, und Augenblicke nach dem Schluck bleibt die Frage: War da was?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich nehme noch einen Schluck und stelle fest: Da war nur wenig. Ein sehr zur\u00fcckhaltendes Bier, ein angemessener Begleiter f\u00fcr Gelegenheiten, wo man nur nebenbei trinken m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt kommt aber noch ein Nachtrag: Nach ein paar Minuten des Aufw\u00e4rmens und des \u201eAtmens\u201c entwickelt dieses Bier retronasal ein paar weinige Aromen \u2013 milder, s\u00fc\u00dflicher Wei\u00dfwein. Das passt nicht so wirklich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 40 \u2013 Zwickel \/ Kellerbier<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sch\u00f6ne Kupferfarbe und ist leicht und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb. Der dezent beigefarbene Schaum entwickelt sich reichlich, h\u00e4lt allerdings nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig lang.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist stark malzbetont mit leicht brotigen Noten und erinnert ein wenig an ein Wiener Lager oder ein klassisches, deutsches M\u00e4rzenbier. Im Hintergrund sp\u00fcre ich noch eine leicht erdige Note \u2013 wie frische Blumenerde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, angenehm rezent, und auf der Zunge setzt sich die feine Rezens unver\u00e4ndert fort. Das Malz bringt einen vollen, runden K\u00f6rper mit, offeriert eine s\u00e4mige S\u00fc\u00dfe und macht retronasal wieder mit brotigen (Roggenbrotkruste) Aromen auf sich aufmerksam. Die dezent erdige Note im Hintergrund ist auch hier wieder zu sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bittere ist zur\u00fcckhaltend; sie wird erst nach dem Schluck etwas deutlicher sp\u00fcrbar, ohne jedoch dominant zu werden. Sie klingt langsam und gleichm\u00e4\u00dfig ab, und es bleibt ein etwas zu lange haftender, etwas viskoser und brotiger Malzcharakter zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Summe sehr s\u00e4ttigend \u2013 ein Bier ersetzt eine Mahlzeit, nach zwei Bieren w\u00fcrde ich mich saturiert f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 32 \u2013 Pils German Style<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellgelb und gleichm\u00e4\u00dfig leicht tr\u00fcb. Der Schaum ist schneewei\u00df, f\u00fcr ein Pils angemessen reichlich, aber er h\u00e4lt nicht lang genug.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist leicht blumig und parf\u00fcmig, mit dezenten Rosennoten (Geraniol?).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig, frisch und fast schon pfeffrig scharf. Auf der Zunge ist das Bier schlank mit einer pr\u00e4senten, aber nicht zu dominanten Bittere, und es \u00fcberrascht auch retronasal mit ausgepr\u00e4gt blumigen Aromen \u2013 erneut Rosenbl\u00e4tter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck klingt die Bittere rasch und gleichm\u00e4\u00dfig ab, aber der blumige Rosenduft bleibt noch ein Weilchen haften und \u201edampft\u201c nur ganz langsam aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 44 \u2013 M\u00e4rzen Austrian Style<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgoldgelb, blank filtriert und tr\u00e4gt eine \u00fcppige, wei\u00dfe Schaumkrone. Der Schaum wirkt fest und h\u00e4lt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lang.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist sehr zur\u00fcckhaltend \u2013 ein Hauch von kr\u00e4uterigem Hopfen und ein Hauch von hellem Malz. Aber wirklich nur jeweils ein Hauch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und recht rezent. Auf der Zunge wirkt das Bier leicht zuckrig-s\u00fc\u00dflich; eine Hopfenbittere suche ich fast vergeblich. Retronasal glaube ich, einen Hauch reifer, roter \u00c4pfel zu sp\u00fcren; nach dem Schluck wird dieser Eindruck ein bisschen st\u00e4rker. Ansonsten bleibt das Bier sehr neutral und zur\u00fcckhaltend; eine Bittere entwickelt sich auch am Gaumen fast gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier f\u00fcr den gro\u00dfen Schluck nebenher.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleiner Nachtrag: Nach dem Aufw\u00e4rmen und \u201eAtmen\u201c im Glas wird das Bier noch sehr kr\u00e4ftig estrig und bekommt fruchtige Gummib\u00e4rchenaromen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 36 \u2013 M\u00e4rzen Austrian Style<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig dunkelgoldgelb und blank filtriert. Der Schaum entwickelt sich \u00fcppig, f\u00e4llt aber rasch zusammen. Immerhin hinterl\u00e4sst er sch\u00f6ne \u201eBr\u00fcsseler Spitzen\u201c im Glas.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist schwach malzig und ein bisschen muffig-phenolisch \u2013 letzteres aber nur ganz, ganz leicht. Er erinnert fast ein bisschen an nicht-parf\u00fcmiertes Sp\u00fclmittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist sehr spritzig; das Bier sehr hoch (zu hoch \u2026) gespundet. Auf der Zunge ist es dezent-malzig, mit einer zur\u00fcckhaltenden, aber sp\u00fcrbaren Rests\u00fc\u00dfe. Die Bittere ist nur schwach ausgepr\u00e4gt und wird eigentlich erst mit dem Schluck richtig sp\u00fcrbar. Dominierend ist eher die Spritzigkeit, die quasi schon eher eine Kohlens\u00e4uresch\u00e4rfe ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch nach dem Schluck bleibt diese Kohlens\u00e4uresch\u00e4rfe noch f\u00fcr einen Moment dominierend. Mit ihrem Abklingen kommen dann retronasal die feinen Malzaromen wieder hervor \u2013 leicht in Richtung Biskuit gehend. Die unver\u00e4ndert schwache Bittere macht aber immerhin angenehm trockene Schleimh\u00e4ute, die wiederum den Durst auf einen weiteren Schluck versuchen, anzufachen, daran aber wegen der zu hohen Spundung scheitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach weiterem Aufw\u00e4rmen des Biers im Glas kommen noch leichte Aromen von gr\u00fcnen \u00c4pfeln (Acetaldehyd?) hervor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 48 \u2013 M\u00e4rzen Austrian Style<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist goldgelb, blank gefiltert und tr\u00e4gt eine \u00fcppige, schneewei\u00dfe Schaumschicht, die nach ein paar Minuten trocken und flockig wirkt, aber eisern stehen bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist dezent hopfig-herb, ganz leicht metallisch und weist unmittelbar nach dem \u00d6ffnen der Flasche f\u00fcr einen ganz kurzen Moment einen \u201eskunky\u201c Hauch auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist nicht so spritzig, wie die entstandene Schaummenge vermuten lie\u00df. Das Bier wirkt vom ersten Moment an ein wenig dumpf und weist leichte Aromen nach feuchtem Karton auf, die in Richtung Oxidationsgeschmack deuten. Die dezente Malzs\u00fc\u00dfe und die sehr leichte Hopfenherbe k\u00f6nnen sich dahinter nicht so recht entfalten. Auch nach dem Schluck bleibt es bei diesen Kartonaromen, und es gesellt sich ein \u2013 \u00fcberraschend f\u00fcr diesen Bierstil \u2013 leicht spritiges W\u00e4rmegef\u00fchl in der Speiser\u00f6hre hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bierprobe 42 \u2013 Helles<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist goldgelb, fast blank (nur beim Gegen-das-Licht-Halten wirkt es ganz leicht opalisierend), und tr\u00e4gt eine sch\u00f6ne, schneewei\u00dfe Schaumschicht, die recht rasch gro\u00dfporig wird und dann in sich zusammensackt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist dezent malzig mit einer zur\u00fcckhaltenden Kuchenteignote.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist rund und zwar zur\u00fcckhaltend, aber dennoch malzbetont. Auf der Zunge wirkt das Bier ebenfalls angenehm rund und weich, der Malzcharakter steht unver\u00e4ndert im Vordergrund, und auch die schwachen Kuchenteig- oder Biskuitaromen zeigen sich retronasal erneut. Eine Hopfenbittere ist zwar zu sp\u00fcren, aber nur sehr zur\u00fcckhaltend und eigentlich erst nach dem Schluck am Gaumen, wo sich eine feine Trockenheit auf den Schleimh\u00e4uten entwickelt, die Lust auf den n\u00e4chsten Schluck macht. Angenehm; das f\u00f6rdert die Durchtrinkbarkeit. Ein Bier eher f\u00fcr den gro\u00dfen Schluck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Austrian Beer Challenge erstmals auch mit einem Publikumsvoting Die BierIG \u2013 Interessengemeinschaft der Bierkonsumenten in \u00d6sterreich f\u00fchrt schon seit rund zwanzig Jahren die Austrian Beer Challenge durch. Urspr\u00fcnglich war dies mal ein Wettbewerb f\u00fcr Hausbrauer und nannte sich Staatsmeisterschaft \u2013 mittlerweile ist er zu einem \u00f6sterreichweiten Wettbewerb auch f\u00fcr <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=44295\" title=\"BeertastingCommunity AwardAustria 2023\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":44298,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3,189],"tags":[],"class_list":{"0":"post-44295","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen","10":"category-unboxing"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44295"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44295\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44325,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44295\/revisions\/44325"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/44298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}