{"id":45114,"date":"2023-06-26T22:42:00","date_gmt":"2023-06-26T20:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45114"},"modified":"2024-03-29T18:13:33","modified_gmt":"2024-03-29T17:13:33","slug":"verkostungpaketlahnsteiner-craftbiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45114","title":{"rendered":"Verkostungpaket<br \/>Lahnsteiner Craftbiere"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine Traditionsbrauerei wird cool!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLiebe Bierfreunde, in den letzten Monaten und Jahren haben wir immer einmal wieder auf unserer 50 l Kreativbrauerei gebraut: Im Rahmen von Braukursen, Schulungen, Veranstaltungen, oder wenn wir einfach Lust drauf hatten. Dabei haben wir das eine oder andere Rezept ausproBIERt, es nochmals so oder so \u00e4hnlich proBIERt oder auch nicht. In jedem Fall entstanden daraus sechs neue Rezepte, die aus unserer Sicht so perfekt sind wie sie jetzt sind. Nun wollen wir einem kleinen Kreis unserer Freunde die Gelegenheit bieten die sechs Biere zu proBIERen und mit zu entscheiden, welches das beste ist und auf den Markt kommen sollte. So entstand die Brewmasters Selection 2023 \u2013 die erste \u00fcberhaupt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"494\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-1-1024x494.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45116\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-1-1024x494.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-1-300x145.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-1-150x72.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-1-768x371.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>sechs Biere in winziger Auflage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Das war der Text, durch den ich auf die Biere der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=4348\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lahnsteiner Brauerei<\/a> aufmerksam wurde. Nur rund hundert 0,33-l-Flaschen pro Sud sind es \u2013 bedingt durch die winzige Ausschlagsmenge des kleinen Sudwerks.<\/p>\n\n\n\n<p>Tja, da kann ich nat\u00fcrlich nicht lange widerstehen und muss die Biere so schnell wie m\u00f6glich verkosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben10\/LahnsteinerCraftbiere\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45117\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Lahnsteiner-Craftbiere-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Ullis Tripel; Rohminator Tripel; Caramba Caracho Mega IPA; Porter RC; Honigbier BC; Ullis Dubbel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Lahnsteiner Craftbiere \u2013 Ullis Tripel (9,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Selbst f\u00fcr ein Tripel, das ja durchaus alkoholstark sein darf, sind 9,8% Alkohol schon eine Ansage! Wow!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist leuchtend orange, sch\u00f6n gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und tr\u00e4gt einen leicht gelblich schimmernden, \u00fcppigen Schaum, der ewig lang h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist estrig-fruchtig mit Noten, die an Aprikosen, Mirabellen und \u00fcberreife Pfirsiche erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist angenehm weich, und auf der Zunge macht sich eine weiche S\u00fc\u00dfe breit. Retronasal werden die Fr\u00fcchte etwas herber, weniger s\u00fc\u00df, und es mischt sich neben einer feinen alkoholischen Note auch ein phenolischer Hauch in das olfaktorische Erlebnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz sachte entwickelt sich nun auch eine leichte Bittere, die eher hefig als hopfig wirkt und sich nach dem Schluck noch ein wenig fester etabliert. Gleichzeitig entwickelt sich tief im Rachen und in der Speiser\u00f6hre eine feine alkoholische W\u00e4rme, die aber nicht spritig wirkt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Lahnsteiner Craftbiere \u2013 Rohminator Tripel (13,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Uff! Sprach ich im Bier oben von \u201ealkoholstark\u201c? Im direkten Vergleich wirkt das Tripel nun fast schon wie ein Leichtbier! Wenden wir uns also dem Rohminator Tripel mit 13,5% Alkohol zu!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Etikett erz\u00e4hlt uns eine nette Geschichte: \u201eNaturtr\u00fcbes oberg\u00e4riges Starkbier nach dem Vorbild eines Strong Blonde. Kann man den hellen Doppelbock Martinator noch st\u00e4rker brauen? Aus dieser Bieridee des Lahnsteiner Braumeisters Henrik Rohmann und seines Chefs Dr. Markus Fohr entstand 2016 der erste Megabock Rohminator. Kann man einen Rohminator oder ein Tripel noch st\u00e4rker brauen? Aus dieser Bieridee braute 2022 der Dritte im Bunde, Brauer Ulli Hastenplug, den ersten Rohminator Tripel: Gef\u00e4hrlich hell, mit fruchtig-wuchtiger Aromatik und knackiger Bittere. Noch Fragen? Nach diesem Genuss ganz sicher nicht mehr \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgelb, leicht tr\u00fcb und entwickelt \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel Schaum \u2013 zum Gl\u00fcck erst beim Einschenken und nicht schon direkt nach dem \u00d6ffnen der Flasche! So gelingt es mir, den \u00fcberquellenden Schaum abzutrinken und die Arbeitsplatte in der K\u00fcche nicht zu verkleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist s\u00fc\u00dflich, wirkt ein bisschen kremig und zeigt im Hintergrund ein paar gr\u00fcne Hopfenaromen, die in eine grasige, heuartige Richtung gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und s\u00fc\u00dflich. Auf der Zunge wirkt das Bier im ersten Moment zuckrig. Die Rests\u00fc\u00dfe ist gewaltig, geradezu schon klebrig. Dann macht sich an den Zungenr\u00e4ndern beginnend eine deutliche Bittere bemerkbar, die aber immer in zweiter Reihe hinter der Malzs\u00fc\u00dfe bleibt. Retronasal sp\u00fcre ich eine spannende Mischung aus zuckrig-s\u00fc\u00dfen, \u00fcberreifen Morellen und feinen phenolischen Aromen, wie ich sie sonst gerne in belgischen Saisons entdecke.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck gewinnt der Zucker aber wieder die Oberhand. Mund und Rachen werden s\u00fc\u00df und klebrig, und gleichzeitig entwickelt sich eine angenehme, kr\u00e4ftige alkoholische W\u00e4rme im Hals.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Lahnsteiner Craftbiere \u2013 Caramba Caracho Mega IPA (9,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier wieder viel Text auf dem Etikett: \u201eNaturtr\u00fcbes oberg\u00e4riges Starkbier nach dem Vorbild eines American Double IPA. \u201aWir brauen jetzt ein Bier, so wie ich das mag!\u2018 Mit dieser klaren Zielsetzung begaben sich unser Chef Dr. Markus Fohr und unser Brauer Ulli Hastenplug daran ein Mega IPA mit paradiesischem Malzk\u00f6rper, exorbitantem Hopfenaroma und wuchtiger Bittere zu brauen. Ein Bier f\u00fcr bekennende Hopheads!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier entwickelt unendlich viel Schaum, aber erst beim Einschenken \u2013 zum Gl\u00fcck nicht direkt nach dem \u00d6ffnen der Flasche. Es hat eine mittelbraune Farbe und ist kr\u00e4ftig gleichm\u00e4\u00dfig hefetr\u00fcb.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft weist ein paar intensive Honignoten und dahinter ein paar leichte phenolische, medizinische wirkende Akzente auf. Ein wenig sp\u00e4ter, als das Bier sich ein wenig erw\u00e4rmt hat, kommen noch estrige Fruchtnoten und ein Hauch Mandelaroma hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist s\u00e4mig und weich \u2013 die Malzs\u00fc\u00dfe ist vom ersten Moment an deutlich zu sp\u00fcren. Auf der Zunge wirkt das Bier dadurch ein wenig klebrig. Gleichzeitig macht sich eine deutliche Hopfenbittere breit, und retronasal pr\u00e4sentieren sich leicht stechende Bittermandelaromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck wird dominiert von einer spritigen Sch\u00e4rfe, die sich die ganze Speiser\u00f6hre hinunterzieht und auf unausgewogene Art und Weise w\u00e4rmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt ein von Disharmonie gepr\u00e4gtes Bier. Leider.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Lahnsteiner Craftbiere \u2013 Porter RC (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der obligatorische erl\u00e4uternde Text vom Etikett: \u201eDunkles oberg\u00e4riges Vollbier. Mit seiner dunklen Mahagonifarbe und seinem Aroma von Karamell-, R\u00f6st- und Kaffeenoten kombiniert mit muskul\u00f6ser Hopfenbittere ist Lahnsteiner Porter ein Muss f\u00fcr Liebhaber dunkler Biere. Porter RC ist die auf Holzchips aus Rumf\u00e4ssern gereifte Variante dieses Bieres. Es setzt aromatisch noch mal \u201aeinen drauf\u2018 und zeigt: Man braucht nicht viel Alkohol um ein Konzert f\u00fcr alle Sinne mit gro\u00dfem Orchester auf die B\u00fchne zu bringen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist ganz dunkelbraun und hat, wenn man es gegen das Licht h\u00e4lt, einen rubinroten Schimmer, der insbesondere nach vorsichtigem Einschenken deutlich wird, weil da das Bier noch fast blank ist. Der Schaum ist beigefarben und ansonsten nicht der Rede wert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nase identifiziert sofort ein paar holzige Aromen, dahinter ein Hauch Vanille und ein paar sehr dezente Rumnoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk l\u00e4sst schon eine feine, holzige Bittere sp\u00fcren, die sich auf der Zunge auch rasch ausbreitet. Ein fein adstringierendes Gef\u00fchl erzeugt eine angenehme Trockenheit auf den Schleimh\u00e4uten, und auf diesem Fundament entwickeln sich die insgesamt alle recht zur\u00fcckhaltenden R\u00f6st-, Kaffee-, Holz- und Vanillenoten ungest\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Duft mit dem Warmwerden des Biers immer kr\u00e4ftiger wird, ist dies mit den sonstigen sensorischen Komponenten im Mund (auch den retronasalen Aromen) nicht der Fall. Sie bleiben durch die Bank bescheiden im Hintergrund, so dass die holzige Trockenheit auf den Schleimh\u00e4uten der dominierende Eindruck bleibt. Aber das ist nicht schlecht \u2013 mir gef\u00e4llt\u2019s gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch nach dem Schluck bleibt dies unver\u00e4ndert, so dass eine gewisse Gier nach dem n\u00e4chsten Schluck entsteht, um der Schleimhauttrockenheit etwas entgegenzusetzen. Daf\u00fcr ist dann aber die Flasche zu klein \u2013 330 ml sind recht schnell weg. Und das, obwohl dieses Bier einen langsameren Genuss verdient h\u00e4tte!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Lahnsteiner Craftbiere \u2013 Honigbier BC (10,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was sagt uns das Etiektt? Das hier: \u201eHelles oberg\u00e4riges Starkbier. Honig, Whisky und Bier. Auf den ersten Blick drei Welten \u2013 auf den ersten Schluck eine unglaublich gelungene Kombination aus en Aromen von Honig, Whisky, Malz und Hopfen mit hoher Trinkfreude. Honigbier BC ist die auf Holzchips aus Bourbon Whisky F\u00e4ssern gereifte Variante des beliebten Lahnsteiner Honigbiers. Kann das Kind seine Eltern \u00fcbertrumpfen? ProBIERt es aus!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sch\u00f6ne goldene Farbe und nur eine ganz leichte Tr\u00fcbung, und es tr\u00e4gt eine feine, nicht zu dicke, wei\u00dfe Schaumschicht, die allerdings nicht lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist kr\u00e4uterig-herb, etwas holzig und bringt im Hintergrund weiche, warme Honigaromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist aromatisch weich, und auf der Zunge machen sich gleicherma\u00dfen warme, nicht zu s\u00fc\u00dfe Honignoten und ein paar ganz dezent adstringierende Holznoten breit. Was sich wie eine Dissonanz liest, harmoniert im Mund aber ganz vorz\u00fcglich. Und sp\u00fcre ich da im Hintergrund nicht auch noch einen Hauch Whisky?<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, aber so richtig eindeutig wird er erst nach dem Schluck. Dann wird er deutlicher und verm\u00e4hlt sich mit den Honigaromen, w\u00e4hrend der holzige Charakter etwas in den Hintergrund tritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier also, dass sich auf der Zeitachse vom Antrunk bis nach dem Schluck \u00fcberraschend intensiv wandelt \u2013 Grund genug, es behutsam und in kleinen Schlucken zu genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Lahnsteiner Craftbiere \u2013 Ullis Dubbel (9,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier mit eigener Geschichte: \u201eNaturtr\u00fcbes oberg\u00e4riges Starkbier nach dem Vorbild eines Belgischen Dubbel. Neuland im Nachbarland f\u00fcr Lahnsteins Bierbrauer. Ulli Hastenplug und Donka Fohr brauten erstmals ein Dubbel nach belgischer Art in Lahnstein \u2013 nach deutscher Diktion ein tiefdunkler, naturtr\u00fcber, oberg\u00e4riger Doppelbock mit herrlichem Malzk\u00f6rper, typisch belgischer Hefenote und muskul\u00f6ser Bittere. Tipp am Rande: Das Dubbel hat noch einen hellen Bruder: Ullis Tripel. Trinkt sich teuflisch gut! Den Kollegen Teufel trefft Ihr \u00fcbrigens sp\u00e4testens nach dem Dritten Dubbel \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine mittelbraune Farbe (auch wenn das auf dem Bild eher orange leuchtend aussieht, aber das liegt am Lichteinfall \u2026), ist gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und bildet eine d\u00fcnne, beigefarbene und kremige Schaumschicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist eher zur\u00fcckhaltend. Feine phenolische Noten, ein Hauch Kakao und im Hintergrund noch eine feine Malznote ersp\u00fcre ich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich, allerdings nicht so viskos und rund, wie ich ihn \u2013 warum auch immer \u2026 &#8211; unterbewusst erwartet habe. Auf der Zunge pr\u00e4sentiert das Bier eine deftige, kernige Bittere und eine ausgepr\u00e4gt phenolische Hefenote, wie sie beispielsweise in manchen belgischen Saisonbieren zu finden ist. Kenner lieben letztere, andere m\u00f6gen sie \u00fcberhaupt nicht, insbesondere, weil sie auch ein leicht pelziges Gef\u00fchl auf der Zunge hinterlassen kann. Und das im Falle des vorliegenden Biers auch tut. Ich geh\u00f6re leider zur zweiten Fraktion und bin daher nicht gl\u00fccklich, obwohl es sich nicht um einen sensorischen Fehler handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck manifestiert sich diese Hefenote noch, und auch die Kakao-Aromen werden jetzt noch einmal deutlich. Gleichzeitig sp\u00fcre ich eine dezente alkoholische W\u00e4rme im Hals \u2013 so ganz spurlos rauschen die 9,2% Alkohol dann doch nicht durch die Kehle \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben10\/LahnsteinerCraftbiere\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Lahnsteiner Brauerei<br>Sandgasse 1<br>56 112 Lahnstein<br>Rheinland-Pfalz<br>Deutschland<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Eine Traditionsbrauerei wird cool! \u201eLiebe Bierfreunde, in den letzten Monaten und Jahren haben wir immer einmal wieder auf unserer 50 l Kreativbrauerei gebraut: Im Rahmen von Braukursen, Schulungen, Veranstaltungen, oder wenn wir einfach Lust drauf hatten. 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