{"id":45120,"date":"2024-02-24T22:57:00","date_gmt":"2024-02-24T21:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45120"},"modified":"2024-04-04T08:39:10","modified_gmt":"2024-04-04T06:39:10","slug":"waldbierverkostungmuenchingendeu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45120","title":{"rendered":"Waldbierverkostung<br \/>M\u00fcnchingen<br \/>DEU"},"content":{"rendered":"\n<p>2011 war das Internationale Jahr des Waldes. F\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/axel.kiesbye\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Axel Kiesbye<\/a> war es der Anlass, ein <a href=\"https:\/\/kiesbye.at\/biere-der-wildnis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Waldbier<\/a> zu brauen, also ein Bier, in dem Zutaten aus der Natur, aus dem Wald mit verbraut werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste Bier enthielt neben den klassischen Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe junge Triebe von Tannen, sogenannte Maiwipferl.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem ersten 2011er Waldbier war eine neue Idee geboren, und fortan brachte <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/axel.kiesbye\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Axel<\/a> jedes Jahr ein neues <a href=\"https:\/\/kiesbye.at\/biere-der-wildnis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Waldbier<\/a> auf den Markt. Immer mit einer besonderen Zutat aus dem Wald, immer in Zusammenarbeit mit den <a href=\"https:\/\/www.bundesforste.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00f6sterreichischen Bundesforsten<\/a>. Ob Bl\u00e4tter, Fr\u00fcchte, Rinde oder Triebe \u2013 immer waren es besondere, aromatische Zutaten, die dem Bier einen ganz eigenen Charakter verleihen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man m\u00fcsste diese Biere alle mal parallel verkosten, um die individuellen Eigenheiten und die Unterschiede ganz konkret zu erfahren, dachte sich vermutlich nicht nur der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/frankdersommelier\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Biersommelier Frank Di Marco<\/a>. Aber er war es, der diesen Gedanken auch in die Tat umgesetzt hat und heute, am 24. Februar 2024, zu einer Parallelverkostung von zehn verschiedenen Jahrg\u00e4ngen des <a href=\"https:\/\/kiesbye.at\/biere-der-wildnis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Waldbier<\/a> (plus einer Sonderedition eines Sauerbiers) einl\u00e4dt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"418\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-1-1024x418.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45124\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-1-1024x418.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-1-300x122.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-1-150x61.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-1-768x314.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>zehn plus eins spannende Biere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Nach Jahreszahlen sortiert und fein s\u00e4uberlich aufgereiht stehen zehn Kartons und zehn Flaschen der Jahrg\u00e4nge 2014 bis 2023 auf der Anrichte in <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/frankdersommelier\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Franks<\/a> Wohnzimmer, daneben noch eine Flasche eines Sauerbiers von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/axel.kiesbye\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Axel Kiesbye<\/a>, und auf dem sch\u00f6n gedeckten Esstisch serviert uns Franks Frau ein dreig\u00e4ngiges Men\u00fc, das nicht nur auf die Aromen der Waldbiere abgestimmt, sondern zum Teil auch mit Waldbier als Zutat zubereitet worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In kleiner Runde verkosten wir uns nun durch die Biere. Wir, das sind neben <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/claudia.dimarco.902\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Claudia<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/frankdersommelier\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Frank Di Marco<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Brunnenbraeu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">meiner Wenigkeit<\/a> noch zwei weitere Biersommeliere. Um die Biere mit dem Essen noch besser matchen zu lassen, weichen wir allerdings von der klassischen Reihenfolge 2023 r\u00fcckw\u00e4rts bis 2014 ab und beginnen mit dem 2022er als Aperitif, gehen dann fast korrekt chronologisch r\u00fcckw\u00e4rts, schieben das Sauerbier zur Auflockerung mittendrin rein und variieren ganz am Ende noch einmal, indem wir das mit Wildkirsche gebraute Waldbier parallel zum Dessert \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf geht\u2019s also zu einer kulinarischen Reise durch die W\u00e4lder \u00d6sterreichs.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45125\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Biere Nr. 1 bis 6<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2022 \u2013 Wachauer Auwald [mit M\u00e4des\u00fc\u00df und Silberweide] (6,2%): Als Aperitif hervorragend geeignet. S\u00fc\u00dflich-kremige M\u00e4des\u00fc\u00dfaromen schmeicheln schon der Nase vor dem ersten Schluck. Die Silberweide f\u00fcgt ein paar w\u00fcrzigere Akzente hinzu und nimmt dem Bier die zu kr\u00e4ftige S\u00fc\u00dfe. Eine niedrige Spundung macht das Bier weich und geradezu kremig. Ein hervorragender Auftakt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2023 \u2013 Ausseer Mischwald [mit Vogelbeere und Tanne] (6,5%): Ein bisschen w\u00fcrziger, ein bisschen kr\u00e4ftiger, ein bisschen spritziger \u2026 und somit insgesamt etwas weniger harmonisch, sondern eher fordernd im Vergleich zum ersten Bier pr\u00e4sentiert sich der j\u00fcngste auf dem Markt verf\u00fcgbare Jahrgang \u2013 obwohl viele \u00c4hnlichkeiten in der grundlegenden Sensorik bestehen. Ein ganz leicht adstringierender, rauer Effekt auf der hinteren Zunge und am Gaumen st\u00f6rt den insgesamt ebenfalls hervorragenden Eindruck \u00fcberhaupt nicht. Die kremige und aromatisch-kr\u00e4ftige Champignonkreme-Suppe passt vorz\u00fcglich dazu: Champignons, Sahne, Milch, Gem\u00fcsebr\u00fche, Zwiebel, Petersilie, Schnittlauch, Zitrone.<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2021 \u2013 Tiroler Bergwald [mit Zirbe und Schwarzbeere] (5,9%): Noch ein bisschen w\u00fcrziger, noch ein bisschen kr\u00e4uteriger, noch ein bisschen rauer und kantiger und noch ein bisschen st\u00e4rker adstringierend pr\u00e4sentiert sich das dritte Bier f\u00fcr heute, das ansonsten den beiden Vorg\u00e4ngern aber recht nahe steht. Eine gewisse famili\u00e4re Zugeh\u00f6rigkeit aller drei Biere l\u00e4sst sich nicht verleugnen, auch wenn nat\u00fcrlich trotzdem jedes der Biere f\u00fcr sich h\u00f6chst individuell riecht und schmeckt. Die Pilzsuppe ist noch nicht alle, und auch dieses Bier harmoniert ganz vorz\u00fcglich dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2022 \u2013 Eiche Barrique [mit Eichenholz gereift] (6,2%): Der Jahrgang 2022 ist der erste, der ein bisschen aus der Art schl\u00e4gt und die Familienzugeh\u00f6rigkeit nicht sofort erkennen l\u00e4sst. Ein rauer, etwas ungest\u00fcmer Charakter l\u00e4sst uns im ersten Moment an belgische Saisonhefe denken, auch wenn dann eigentlich mehr Phenole in der Nase und nach dem Schluck retronasal zu sp\u00fcren sein m\u00fcssten. Sch\u00f6n, wie der holzige Charakter sehr pr\u00e4gnant, aber nicht zu dominierend ist. Auch ohne Beschreibung auf dem Etikett w\u00e4ren wir hier ohne Probleme darauf gekommen, dass hier unbehandeltes und nicht mit anderen Spirituosen vorbelegtes Holz verwendet worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeit f\u00fcr ein neues Bier-Food-Pairing \u2013 Rinderrouladen mit Speckkn\u00f6deln, in deren So\u00dfe das Waldbier ebenfalls verarbeitet ist: Hauchd\u00fcnn geschnittene Rinderrouladen, Rosmarin, Pinienkerne, Pesto, Parmaschinken, Scarmozza, Zwiebeln. Die Kn\u00f6del aus Laugengeb\u00e4ck, Milch, Butter, Schnittlauch, Zwiebeln, gew\u00fcrfeltem Speck, Champignons, Semmelbr\u00f6seln, Salz, Pfeffer und Muskat. Dazu ein einfacher, gr\u00fcner Blattsalat. Passt!<\/p>\n\n\n\n<p>Bierm\u00e4\u00dfig gibt es jetzt eine kleine Unterbrechung. Nach deftigem Essen ist es angebracht, die Geschmackspapillen mal etwas zu \u00fcberraschen und f\u00fcr Neues zu \u00f6ffnen. Insofern \u00f6ffnen wir jetzt die Flasche mit dem gar nicht so sauren Sauerbier:<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier (S)our Edition waldgereift (7,0%): Haben wir uns beim \u00d6ffnen der Flasche noch gefragt, warum das \u201es\u201c in Klammern steht, stellen wir beim Schnuppern und sp\u00e4testens beim ersten Schluck fest: Hier geht es nicht nur um das Wortspiel mit Sour-Edition und Our Edition, sondern es ist auch ein Hinweis darauf, dass das Bier zwar ein Sauerbier ist, seine S\u00e4ure aber so dezent bleibt, dass sie auch diejenigen nicht abschreckt, die mit Sauerbieren nicht so viel am Hut haben. Wie ich zum Beispiel. Ein w\u00fcrziger und akzentuierter Geschmack mit vielen, in ihrer Komplexit\u00e4t gar nicht so einfach zu identifizierenden, eher im kr\u00e4uterig-w\u00fcrzigen Bereich angesiedelten Aromen. Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Etikett verr\u00e4t uns noch ein wenig \u00fcber die Entstehungsgeschichte dieses Biers: \u201eDieses Spezialbier wurde in einem historischen Holzbottich inmitten des Waldes vergoren. Durch die nat\u00fcrliche Flora des Salzburger Seelandes bekommt dieses feinmilde Sauerbier seine Weichheit und subtile S\u00e4ure. erfrischend, facettenreich, au\u00dfergew\u00f6hnlich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2019 \u2013 Fruchtiges Rotbier \u2013 Elsbeere (6,0%): Mit frisch gesp\u00fclter Zunge und wieder aufnahmef\u00e4higen Sinnen geht es an das n\u00e4chste Waldbier, das mittlerweile schon f\u00fcnfte. Es wirkt wieder kremig, hat dezente Fruchtaromen, weist aber im Hintergrund schon erste, ganz leichte Alterungsaromen auf. Wir ahnen sie mehr, als dass wir sie schmecken, insofern wirken sie sich noch nicht negativ aus, sind aber schon bei genauem Hinsensorieren erkennbar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-3-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45126\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-3-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-3-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Waldbierverkostung-Mini-3.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Biere Nr. 7 bis 11<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2018 \u2013 Holzgereiftes Ale \u2013 Holzbirne (6,7%): Ganz langsam tasten wir uns an die Welt der gereiften Biere heran und identifizieren schon den einen oder anderen, dezenten Fehlgeschmack. Ein Hauch S\u00e4ure, ein Hauch Karton auf der hinteren Zunge, gepaart mit den durchaus spannenden und wohlschmeckenden Aromen des Birnenholzes machen dieses Bier zu einem noch sch\u00f6nen Erlebnis, aber es gibt keinen Wow-Effekt mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2016 \u2013 Wacholder (7,2%): Wer jetzt aber gedacht haben sollte, dass zwei Jahre \u00e4lter auch zwei Jahre kr\u00e4ftigere Alterungsaromen bedeutet, sieht sich jetzt get\u00e4uscht. Ja, bei ganz genauem Hinschmecken und -riechen merkt man das Alter des Biers schon, insbesondere eine feine, sehr angenehm aromatische Note von Waldhonig. Aber die herrlichen, leicht rauen und holzigen Wacholderaromen, die in ihrer Intensit\u00e4t gerade perfekt herauskommen, machen alles wett. Nicht zu viel, nicht zu wenig \u2013 wer Wacholder mag (so wie ich), wird diesem Bier ohne zu z\u00f6gern die H\u00f6chstwertung geben. F\u00fcr mich das beste Bier des Abends!<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2017 \u2013 Wilde Kirsche (7,2%): Den Jahrgang 2017 haben wir kurzerhand mit dem 2016er getauscht, um uns die Kirscharomen, die wir uns in diesem Bier erhoffen, zeitgerecht zum Dessert zu g\u00f6nnen. Es gibt Honig-Bier-Pannacotta und Whisky-Melone mit Bier, Honig, Vanillezucker, Sahne, Speisest\u00e4rke, Gelatine, Melone, Zucker, Whisky und dunklem Bier. Die Whisky-Melone schmeckt vorz\u00fcglich und aromatisch, die Panacotta ebenfalls gut, aber sie w\u00fcrde in der Geschmacksintensit\u00e4t ein wenig abfallen, w\u00e4re da nicht das Waldbier. Die darin enthaltenen, leicht holzigen und wildkirsch-fruchtigen Aromen erg\u00e4nzen die Honig-Bier-Panacotta auf ideale Weise. Beide Komponenten verst\u00e4rken sich in ihrer Sensorik zum Allerfeinsten. Eine tolle Kombination!<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2015 \u2013 Fichte (7,2%): Wir gehen in den Endspurt, und das merkt man den Bieren nun auch an. Das neun Jahre alte Bier mit Fichte hat leicht s\u00e4uerliche Noten. Man kann es noch mit Appetit trinken, sp\u00fcrt aber, dass es kurz vor dem Umkippen ist. Die dezenten Terpenaromen sind hinter der S\u00e4ure noch zu erahnen, aber meine Erinnerung sagt mir, dass dieses Bier seinerzeit frisch ganz anders und viel besser geschmeckt hat. Intensive Terpene, mit geradezu fruchtigem Charakter lie\u00dfen mich seinerzeit an einen Nadelwald in der hei\u00dfen Sommersonne denken \u2013 eine Assoziation, die ich heute mit dem vor mir stehenden Bier definitiv nicht mehr habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Kiesbye Waldbier 2014 \u2013 Schwarzkiefer (8,7%): Zum Abschluss kommt leider noch eine echte Entt\u00e4uschung. Trotz des recht hohen Alkoholgehalts ist das \u00e4lteste Bier der heutigen Verkostung gekippt und richtig sauer geworden. Leider ungenie\u00dfbar. Schade. Aber das ist ein Risiko, mit dem man bei derartigen Veranstaltungen rechnen muss. Dezent entsorgen wir die Reste in unseren Gl\u00e4sern in eine Sch\u00fcssel, nat\u00fcrlich nicht ohne zu l\u00e4stern, ob man aus den Resten mit ein paar Orangenscheiben, Zimtstangen und Gew\u00fcrznelken nicht noch ein Gl\u00fchbier machen k\u00f6nne \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Zehn plus eins spannende Biere \u2013 die offizielle Verkostung ist vorbei. <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/frankdersommelier\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Frank<\/a> holt zwar noch eine zw\u00f6lfte Bierspezialit\u00e4t aus dem Keller, um das Dutzend voll zu machen, aber die l\u00e4uft au\u00dfer Konkurrenz. Insofern Zeit und Raum f\u00fcr ein Fazit:<\/p>\n\n\n\n<p>Eine extrem hochwertige Verkostung. Spannend und kurzweilig zu jeder einzelnen Sekunde. Und durch den extrem kleinen Kreis \u2013 vom Gastgeber \u201eDie fantastischen (B)Vier\u201c genannt \u2013 auch kochkonzentriert und auf\u2019s Bier fokussiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Zehn Stunden mit Auto und Zug von Szczecin nach M\u00fcnchingen und am Folgetag noch einmal zehn Stunden in umgekehrter Richtung sind gut investiert!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben10\/Waldbierverkostung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>2011 war das Internationale Jahr des Waldes. F\u00fcr Axel Kiesbye war es der Anlass, ein Waldbier zu brauen, also ein Bier, in dem Zutaten aus der Natur, aus dem Wald mit verbraut werden sollten. Das erste Bier enthielt neben den klassischen Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe junge Triebe von <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45120\" title=\"WaldbierverkostungM\u00fcnchingenDEU\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":45124,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-45120","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45120"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45120\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45133,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45120\/revisions\/45133"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/45124"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}