{"id":45169,"date":"2023-04-01T22:54:00","date_gmt":"2023-04-01T20:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45169"},"modified":"2024-04-14T17:33:48","modified_gmt":"2024-04-14T15:33:48","slug":"kolumnebierige-bemerkungenvom-brunnenbraeu-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45169","title":{"rendered":"Kolumne:<br \/>Bierige Bemerkungen<br \/>vom Brunnenbr\u00e4u"},"content":{"rendered":"\n<p>Fr\u00fchling wird\u2019s, und die Zeit der schweren Winterbiere ist vorbei. Die Bierg\u00e4rten locken mit warmem Sonnenschein, und allein schon bei der Vorstellung w\u00e4chst unser Durst auf ein erfrischendes Helles. Leuchtend gelb, nicht zu spritzig, nur zur\u00fcckhaltend gehopft, sehr durchtrinkbar. Und derzeit wieder in Mode \u2013 es ist der am schnellsten wachsende Bierstil in Deutschland; \u00fcberall findet man die typischen hellblauen Etiketten in den Gastwirtschaften und Getr\u00e4nkem\u00e4rkten.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon geht die Diskussion wieder los: Welches ist denn das beste? Eines von den gro\u00dfen, bundesweit operierenden Bierkonzernen? Oder doch eher eines der kleinen, regionalen Brauereien? Ist die gleichm\u00e4\u00dfige Qualit\u00e4t der Gro\u00dfbetriebe ein Gewinn, oder ist der Mangel an Individualit\u00e4t jedes einzelnen Suds ein Verlust?<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt eine Reihe preiswert gebrauter, bundesweit vermarkteter Heller auf dem Markt. Manche schmecken uns besser, manche schlechter. Gleiches gilt f\u00fcr die regional gebrauten Hellen \u2013 teils gut, teils eher m\u00e4\u00dfig. Viele Helle werden aus Markentreue getrunken, weil sie gerade \u201ein\u201c sind. Gerne auch trotz gewisser objektiver Geschmacksfehler, wie beispielsweise einem leichten Schwefelaroma.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbsternannte Bierexperten zeigen sich dann schnell mal schn\u00f6selig und schimpfen \u00fcber die Bierbanausen, verunglimpfen das Helle als Saufbier und seine Liebhaber als Volumentrinker, die solche Geschmacksfehler gar nicht bemerken. Mag sein \u2013 denn auch, wenn die Einsicht weh tut: Helles ist ein sehr zur\u00fcckhaltender, geradezu zarter Bierstil, und viele von uns m\u00f6gen wirklich nicht sensibel genug schmecken und riechen, um die Unterschiede zwischen verschiedenen Hellen zu identifizieren. Da bleiben manchmal nur Markentreue oder Preissensibilit\u00e4t als Auswahlkriterium.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Helle herabzuw\u00fcrdigen, mit Wasser zu vergleichen oder den uns\u00e4glich platten Spruch \u201eich denke, wir sprechen \u00fcber Bier\u201c anzubringen, w\u00e4re trotzdem schade. Es gibt gen\u00fcgend Trinkgelegenheiten, bei denen ein subtiles Helles eher angebracht ist als ein brachialbitteres IPA oder ein knochentrockenes, norddeutsches Pilsner. Ganz zu schweigen von Rauch-, Sauer- oder sonstigen Anspruchsbieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Lust also, ein Helles einmal selbst zu brauen? Obacht, das ist nicht einfach! Sondern eher sauschwer, weil die kleinste Unaufmerksamkeit im Brauprozess sofort zu im Endprodukt identifizierbaren Fehlern f\u00fchrt. Man kann halt nix mit gro\u00dfen Hopfenmengen oder einem gewaltigen Malzk\u00f6rper \u00fcberdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz wichtig sind knallfrische Rohstoffe. Also bitte nicht das \u00fcberlagerte Restmalz vom Vorjahr oder den schon k\u00e4sig riechenden Hopfen aus der offenen Packung verwenden. Auch nicht irgendeine Hefe, die man aus dem Bodensatz einer alten Flasche wieder hochgezogen hat. Vor allem aber: Gerade beim Hellen ist das Brauen nicht mit dem Anstellen der Hefe erledigt, sondern da beginnt die Herausforderung erst. Peinlich genaue Temperaturkontrolle w\u00e4hrend der Hauptg\u00e4rung und der Reifung sind genauso gefragt wie das sorgf\u00e4ltige Vermeiden von Sauerstoffeintrag insbesondere beim Abf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Wochen M\u00fche und Sorgfalt \u2013 aber sie zahlen sich aus. Sp\u00e4testens, wenn die Freunde am ersten Fr\u00fchlingstag lieber zu uns auf die Terrasse kommen als in den Biergarten zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"814\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Kolumne-\u2013-Brauerlebnis-April-2023-Mini-1-814x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45170\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Kolumne-\u2013-Brauerlebnis-April-2023-Mini-1-814x1024.jpg 814w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Kolumne-\u2013-Brauerlebnis-April-2023-Mini-1-239x300.jpg 239w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Kolumne-\u2013-Brauerlebnis-April-2023-Mini-1-119x150.jpg 119w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Kolumne-\u2013-Brauerlebnis-April-2023-Mini-1-768x966.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Kolumne-\u2013-Brauerlebnis-April-2023-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 814px) 100vw, 814px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Dieser Text ist im April 2023 im\u00a0<a href=\"https:\/\/www.hobbybrauerversand.de\/Brauerlebnis\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kundenmagazin<\/a>\u00a0\u201eBrauerlebnis \u2013 Das Magazin f\u00fcr Hobbybrauer\u201c von\u00a0<a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=32929\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hopfen und mehr<\/a>\u00a0erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Fr\u00fchling wird\u2019s, und die Zeit der schweren Winterbiere ist vorbei. 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