{"id":45342,"date":"2023-09-11T18:15:00","date_gmt":"2023-09-11T16:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45342"},"modified":"2024-07-11T16:09:49","modified_gmt":"2024-07-11T14:09:49","slug":"tauschpaket-aus-roedermark-roedermark-deu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45342","title":{"rendered":"Tauschpaket aus R\u00f6dermark, R\u00f6dermark, DEU"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eEin kleines, aber feines P\u00e4ckchen ist auf dem Weg zu Dir.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>So hie\u00df es in einer kurzen Textnachricht. Ein paar Urlaubsmitbringsel werden es sein.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Tat: Das P\u00e4ckchen ist etwas kleiner als sonst. Aber \u2026 ganz sch\u00f6n schwer!<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich auf dem Balkon stehe und den Inhalt sichte, wei\u00df ich warum: Der nette Herr K. hat sich beim Packen selbst \u00fcbertroffen und Flaschen, Dosen und sch\u00fctzende Pappe so effizient in das kleine P\u00e4ckchen hineingepfriemelt, dass zehn verschiedene Biere darin Platz gefunden haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Beeindruckend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"827\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-1024x827.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45343\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-1024x827.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-300x242.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-150x121.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1-768x620.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>zehn verschiedene Biere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und wieder ist es dem Absender gelungen, ausschlie\u00dflich Biere dabei zu haben, die ich noch nicht kenne. Bei den von Hobbybrauern stammenden Proben ist das klar, aber auch die kommerziellen Biere sind mir neu.<\/p>\n\n\n\n<p>Tolle Sache!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben11\/TauschpaketRoedermark7\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"686\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-1024x686.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45345\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-300x201.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2-768x514.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Tauschpaket-aus-Roedermark-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Mendelbier \u2013 Season; Sportplatzgold \u2013 Pils; L\u00fc\u00dfbacher Hobbybrauerei \u2013 Kamikaze \u2013 Sour Pale Ale; Die Biermacherinnen \u2013 Inser Helles; Uszit \u2013 Lagerbier; Chopfab \u2013 Draft; Reichenauer Inselbier \u2013 Inselgold; Vagamundo \u2013 American Pale; Constanzer Wirtshaus \u2013 Constanzer Bockbier; B\u00fcchlbr\u00e4u \u2013 Stoabial \u2013 Croatian Summer Breeze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Mendelbier \u2013 Season (4,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellgelb und ganz gleichm\u00e4\u00dfig blickdicht getr\u00fcbt \u2013 wie ein belgisches Wit. Auch der \u00fcppige und schneewei\u00dfe Schaum passt dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft weist ein paar blumige und ein paar dezent phenolische Akzente auf, dahinter sp\u00fcre ich einen leicht s\u00e4uerlichen Hauch.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem frischen und spritzigen Antrunk folgt eine fruchtig-frische, ganz dezent s\u00e4uerliche und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig bizzelige erste Empfindung auf der Zunge. Nach einem Moment legt sich dieser recht aktive Eindruck, und ich sp\u00fcre feine Mandarinenaromen, eine dezente Bittere und einen Hauch Phenol, so wie ihn viele belgische Hefen erzeugen. Nach dem Schluck treten die Phenole ein bisschen deutlicher hervor, ohne jedoch unangenehm zu werden. Gleichzeitig verwandelt sich die Bittere in einen etwas die Schleimh\u00e4ute belegenden Eindruck, der von einer viskosen Textur gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Sportplatzgold \u2013 Pils (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich hab irgendwie immer so meine Probleme mit Biernamen und -bezeichnungen, die auf Volumentrinker und deren unreflektiertes Flaschenleeren abzielen. P\u00fclleken, B\u00f6lkstoff, Fu\u00dfpils \u2013 das gef\u00e4llt mir alles nicht so richtig. Egal, wie originell die Bezeichnung manchmal ist. Der Name \u201eSportplatzgold\u201c f\u00e4llt leider auch in diese Kategorie. Gedankenloses nebenbei Weg-exen auf dem Fu\u00dfballplatz, gerne auch schon am Sonntagvormittag bei den Alten Herren in gr\u00f6\u00dferen Mengen. Eher nix f\u00fcr mich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist dieses Bier gar nicht schlecht. Im Gegenteil. Es ist sogar richtig gut:<\/p>\n\n\n\n<p>Eine sch\u00f6ne, goldene Farbe, blank filtriert, schneewei\u00dfer, stabiler und lange haltbarer Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Dezent kr\u00e4uterige und heuartige Hopfenaromen, sch\u00f6n ausbalanciert. Nicht zu blumig-bl\u00fcmerant.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein frischer, spritziger und schlanker Antrunk.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine nicht zu kr\u00e4ftige, aber doch pr\u00e4sente und saubere Hopfenbittere, ein schlanker K\u00f6rper, kaum Rests\u00fc\u00dfe, ein feines Malzaroma im Hintergrund, eine angenehme Frische und retronasal sch\u00f6ne Hopfenakzente.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sauberer Abgang, keine nachh\u00e4ngende Bittere und angenehm trockene Schleimh\u00e4ute, die Lust auf den n\u00e4chsten Schluck machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein grundsolides Pils, das vielleicht einen Hauch bitterer sein k\u00f6nnte (ich habe das Biertrinken vor weit \u00fcber vierzig Jahren in Norddeutschland gelernt, also bitte sehr!), sonst aber sehr sch\u00f6n und stiltypisch daherkommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn nur der Name nicht w\u00e4re. Dickb\u00e4uchige Bewegungsminimalisten, die Bierflasche in der Hand, stehen am Spielfeldrand und gr\u00f6len kurzatmig und mit vom hohen Blutdruck ger\u00f6teten Gesichtern: \u201eBeweg Dich, Du faule Sau!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sagt es die Website dieses Biers? \u201eEine Hommage an den Amateurfu\u00dfball.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Leider.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>L\u00fc\u00dfbacher Hobbybrauerei \u2013 Kamikaze \u2013 Sour Pale Ale (6,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine lr\u00e4ftig goldene Farbe und ist bei vorsichtigem Einschenken fast klar. Der Schaum ist sehr \u00fcppig, h\u00e4lt auch eine ganze Weile, und so dauert es, bis ich das Glas richtig eingeschenkt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist s\u00e4uerlich mit ledrigen, etwas erdigen Noten, so, als ob man im Sp\u00e4therbst das Laub unter einem Zwetschgenbaum zusammenkehrt \u2013 s\u00e4uerliche Fruchtnoten vom Fallobst, etwas Erde, etwas frische F\u00e4ulnis. Nicht unangenehm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist \u2026 sauer. Nicht s\u00e4uerlich, sondern sauer. Auf der Zunge angekommen, sorgt diese intensive S\u00e4ure sofort f\u00fcr einen kr\u00e4ftigen Speichelfluss. Aromen von angeditschtem Fallobst kommen hinzu, ein bisschen altes Leder sp\u00fcre ich auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck bringt die S\u00e4ure und die Fallobstaromen retronasal noch einmal deutlich zur Geltung. Eine Bittere sp\u00fcre ich eigentlich nicht. Stattdessen breitet sich nach dem Schluck eine feine, dezent spritige W\u00e4rme im Hals aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Die Biermacherinnen \u2013 Inser Helles (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine dunkle Kupferfarbe, ist leicht tr\u00fcb und entwickelt einen sch\u00f6nen, leicht beigefarbenen Schaum, der nach ein paar Minuten zusammenf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist brotig mit einer leicht s\u00e4uerlichen Note.<\/p>\n\n\n\n<p>Der weiche Antrunk best\u00e4tigt den dezent brotigen Charakter \u2013 die s\u00e4uerliche Note zum Gl\u00fcck nicht. Auf der Zunge ist das Bier sehr voll, fast schon mastig wirkend. Die brotigen Malzaromen dominieren; eine Hopfenherbe sp\u00fcre ich nur dezent im Hintergrund. Nach dem Schluck bleibt der brotige Charakter noch einen Moment im Nachhall erhalten. Ein Bier wie ein frisch gebackenes Mischbrot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Uszit \u2013 Lagerbier (4,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein eher anonymes Bier, aber wenigstens f\u00fcr einen guten Zweck \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Goldgelb und klar ist\u2019s im Glas, tr\u00e4gt einen sch\u00f6nen, schneewei\u00dfen Schaum und duftet dezent hopfig-pilsig, also eher neutral bis heuartig mit einem leichten metallischen Einschlag und einer sehr, sehr leichten Schwefelnote.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist ziemlich neutral, und ebenso geht\u2019s auf der Zunge weiter. Allen wohl und niemand weh. Ein bisschen Malz ist zu sp\u00fcren, ein bisschen Hopfen, ein bisschen Rezens, aber von allem nur ein bisschen \u2013 man m\u00f6chte nicht anecken, sondern Spenden sammeln \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der neutrale Abgang ist kurz, ein bisschen Herbe ist zu sp\u00fcren, ein Hauch Biskuit vom Malz, und dann ist auch schon wieder alles vor\u00fcber \u2026 bis auf die Einsicht, Gutes getan zu haben: Vom Verkaufspreis jeder Dose gehen f\u00fcnf Rappen, also 0,05 CHF, als Spende f\u00fcr den Schutz des Schweizer Waldes. Erkaufen tut man sich das gute Gewissen mit der Unsicherheit, wer dieses Bier denn gebraut hat \u2013 denn die Dose verr\u00e4t nur den Vertrieb, n\u00e4mlich Swiss Beverages aus Rheinfelden, und stellt fest: \u201eHergestellt in der Schweiz.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Chopfab \u2013 Draft (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine goldgelbe Farbe, glanzfeine Klarheit und ein schneewei\u00dfer, etwas k\u00fcnstlich wirkender und lange haltbarer Schaum zeichnen die Optik dieses Biers ebenso aus, wie die schlichte, schwarze Dose mit dem wei\u00dfen Schriftzug Chopfab.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat keinen sehr ausgepr\u00e4gten Duft \u2013 lediglich eine sehr zur\u00fcckhaltende, leicht heuartige und etwas metallische Hopfennote l\u00e4sst sich identifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist sehr spritzig, fast schon kohlens\u00e4urescharf. Auf der Zunge zeigt das Bier eine leichte Malzs\u00fc\u00dfe bei grunds\u00e4tzlich aber schlankem K\u00f6rper. Eine leichte Note nach gr\u00fcnen, grietschigen \u00c4pfeln weist auf etwas Acetaldehyd hin. Hopfenbittere ist nur ganz leicht zu sp\u00fcren, aber selbst dieser Hauch hat einen etwas adstringierenden Charakter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck bleibt der adstringierende Eindruck erhalten, und ich frage mich, ob das wirklich vom Hopfen kommt oder nicht vielmehr von einer leichten Oxidation des Biers \u2013 letztere w\u00fcrde auch das Acetaldehyd erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein eher uninteressantes Bier zum achtlosen Nebenhertrinken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Reichenauer Inselbier \u2013 Inselgold (5,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sehr sch\u00f6ne dunkle Kupferfarbe, und da es nach vorsichtigem Einschenken fast klar ist, leuchtet es regelrecht. Der recht \u00fcppige Schaum ist leicht beigefarben, sehr kremig und unendlich lange haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzbetont mit feinen, brotigen Aromen und einem Hauch karamellisierten Zucker.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich, und auf der Zunge zeigt sich das Bier zwar malzbetont, aber dabei durchaus trocken. Die Malzs\u00fc\u00dfe ist sehr zur\u00fcckhaltend und wird von einer angenehmen und sehr pr\u00e4senten Herbe mit Leichtigkeit in Schach gehalten. Die Bittere ist kernig, hat einen Hauch von R\u00f6stcharakter und zeigt sich frei von Kratzb\u00fcrstigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzteres beweist auch der Schluck: Die Bittere macht einen angenehm trockenen Gaumen, ist dabei aber nicht rau oder kratzig, sondern eher seidig. Die Malzaromen kommen retronasal noch einmal sch\u00f6n zur Geltung und erinnern noch einmal an frisch gebackenes Brot.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sch\u00f6nes und gehaltvolles Bier, an dem man sich trotzdem nicht zu schnell satttrinkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Vagamundo \u2013 American Pale (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier von den Kanarischen Inseln, genauer gesagt, von der Insel Teneriffa! Das ist mal etwas eher Seltenes!<\/p>\n\n\n\n<p>Neugierig schenke ich ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Also, \u00fcberspundet ist das Bier ja schon irgendwie. Nicht in dem Sinne, dass es beim \u00d6ffnen der Flasche gleich herausschie\u00dft und alles vollspritzt, aber doch so, dass sich beim Einschenken eine schier unendliche Menge Schaum bildet. Ein sch\u00f6ner, wei\u00dfer Schaum, der zu allem \u00dcberfluss auch noch sehr stabil ist und das Einschenken somit zum Geduldsspiel macht. Irgendwann ist das Glas dann aber doch trinkfertig, und vor dem ersten Schluck kann ich noch die sch\u00f6ne Kupferfarbe und die Klarheit des Biers bewundern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist einerseits dezent fruchtig-herb vom Hopfen \u2013 die typischen Pampelmusenaromen sind gut zu identifizieren. Daneben zeigt sich aber auch eine k\u00fcnstlich wirkende, estrige Fruchtigkeit wie von Gummib\u00e4rchen, die an zu warm vergorenes Bier erinnert und hart an der Grenze zum l\u00f6sungsmittelartigen Charakter entlang balanciert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zu spritzige und kohlens\u00e4urescharfe Antrunk leitet \u00fcber zu einem bizzeligen, schaumigen Mundgef\u00fchl, hinter dem ich sowohl die herb-fruchtigen als auch die jetzt an g\u00e4renden Apfelsaft erinnernden estrigen Aromen erneut entdecke. Begleitet wird dieses Aromenspiel von einer deutlich sp\u00fcrbaren, aber nicht zu kernigen Hopfenbittere.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang nach dem Schluck betont diese Hopfenbittere sehr deutlich (jetzt wird sie doch recht kernig \u2026) und ist ansonsten von spritigen Eindr\u00fccken gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Constanzer Wirtshaus \u2013 Constanzer Bockbier (6,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Vermerk \u201eMarke\u201c macht es schon deutlich: Das Bier firmiert zwar unter der Marke Constanzer und verantwortlicher Inverkehrbringer ist das Constanzer Wirtshaus, aber dort gebraut wird es nicht. Zu schade, dass der Deutsche Brauerbund die Konsumenten hier immer noch nicht ernst nimmt und nicht nachdr\u00fccklich auf eine \u00c4nderung des geltenden Rechts dr\u00e4ngt, so dass man als Verbraucher wenigstens erf\u00e4hrt, wo das Bier denn hergestellt worden ist \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck tut dies im vorliegenden Fall der Qualit\u00e4t des Biers aber keinen Abbruch:<\/p>\n\n\n\n<p>Die helle Kupferfarbe, die leichte Tr\u00fcbung und der feine, kremig und leicht beigefarbene Schaum erfreuen das Auge.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist klassisch malzig mit einer feinen, warmen Honignote.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist sch\u00f6n weich und rund. Ich sp\u00fcre zwar die Spundung, aber sie ist nicht zu hoch, sondern h\u00e4lt sich gerade so weit zur\u00fcck, dass sie zwar noch die kr\u00e4ftige F\u00fclle ausbalanciert, aber das Bier nicht spritzig macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Zunge gibt sich das Bier vollmundig, geradezu kremig. Der weiche Malzk\u00f6rper schmeichelt der Zunge und dem Gaumen, und eine sp\u00fcrbare, jedoch nicht dominierende Herbe sorgt daf\u00fcr, dass das Ganze nicht mastig wird. Leichte Karamell- und Honignoten gefallen und pr\u00e4sentieren sich auch retronasal sehr angenehm.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck wird die Hopfenherbe ein wenig deutlicher, gleichzeitig macht sich auch eine leichte alkoholische W\u00e4rme im Hals bemerkbar und verleiht dem Bier einen sehr leicht spritigen Charakter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>B\u00fcchlbr\u00e4u \u2013 Stoabial \u2013 Croatian Summer Breeze (6,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine dunkelgelbe, ins Orangene changierende Farbe und leuchtet zun\u00e4chst sehr sch\u00f6n, nach Hinzugie\u00dfen eines Teils des Hefebodensatzes bekommt es aber einen (leichten) tr\u00fcben Graustich. Der \u00fcppige Schaum ist leicht gelblich, feinporig und kremig, und er h\u00e4lt ewig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist fruchtig mit deutlichen Aprikosennoten \u2013 sehr angenehm und vielversprechend.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig, ebenfalls leicht fruchtig mit einer kurz aufblitzenden, angenehmen Malzs\u00fc\u00dfe. Auf der Zunge und im Rachen hingegen zeigt sich das Bier adstringierend und kratzig mit intensiven Noten von nassem Karton \u2013 offensichtlich kr\u00e4ftig durchoxidiert. Nach dem Schluck intensiviert sich dieses Kartonaroma leider noch und wird von einer feinen, alkoholischen W\u00e4rme begleitet, die allerdings nicht spritig wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einiger Zeit im Glas werden die Aromen von feuchtem Karton auch in der Nase deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Schade, denn das Mindesthaltbarkeitsdatum ist noch eine ganze Weile entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben11\/TauschpaketRoedermark7\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>\u201eEin kleines, aber feines P\u00e4ckchen ist auf dem Weg zu Dir.\u201c So hie\u00df es in einer kurzen Textnachricht. Ein paar Urlaubsmitbringsel werden es sein. In der Tat: Das P\u00e4ckchen ist etwas kleiner als sonst. Aber \u2026 ganz sch\u00f6n schwer! Als ich auf dem Balkon stehe und den Inhalt sichte, wei\u00df <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=45342\" title=\"Tauschpaket aus R\u00f6dermark, R\u00f6dermark, DEU\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":45343,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3,189],"tags":[],"class_list":{"0":"post-45342","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen","10":"category-unboxing"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45342","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45342"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45342\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45441,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45342\/revisions\/45441"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/45343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}