{"id":46520,"date":"2024-04-20T17:03:00","date_gmt":"2024-04-20T15:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=46520"},"modified":"2025-03-13T16:22:01","modified_gmt":"2025-03-13T15:22:01","slug":"probierpaketvon-one-pint","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=46520","title":{"rendered":"Probierpaket<br>von One Pint"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wenn der Paketbote einmal v\u00f6llig \u00fcberraschend klingelt \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Morgens um zehn klingelt es. \u201eKannst Du mal gehen? Ich bin noch im Bad \u2026\u201c, h\u00f6re ich und dackele brav zur T\u00fcr. \u201eWer wei\u00df, was da wieder f\u00fcr ein Paket kommt\u201c, muffele ich in Gedanken in mich hinein, aber sowie ich auf den Absender sehe, hellt sich mein Blick auf:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/onepint.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">One Pint<\/a>, einer der besten Craftbier-Importeure in Deutschland!<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00dcberraschungspaket mit elf spannenden Bieren (und einem Cider), die es nun zu verkosten gilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein herzliches Dankesch\u00f6n geht raus an <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/joern.stoll\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">J\u00f6rn<\/a>, der mit diese Auswahl hat zukommen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben14\/ProbierpaketOnePint\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"400\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Probierpaket-von-OnePint-Mini-1-1024x400.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46521\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Probierpaket-von-OnePint-Mini-1-1024x400.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Probierpaket-von-OnePint-Mini-1-300x117.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Probierpaket-von-OnePint-Mini-1-150x59.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Probierpaket-von-OnePint-Mini-1-768x300.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Probierpaket-von-OnePint-Mini-1.jpg 1089w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Samuel Adams \u2013 Boston Lager; Browar Stu Most\u00f3w \u2013 Pale Ale; Tennent\u2019s \u2013 India Pale Ale; Green Gold Brewing \u2013 Povodni Mo\u017e \u2013 West Coast IPA; Reset Brewery \u2013 Blurry \u2013 DDH Hazy Pale Ale; Henry Westons \u2013 Herefordshire Vintage Cider \u2013 Medium Vintage Ros\u00e9; Siren Craft Brew \u2013 Just Like Paradise \u2013 Tropical IPA; Fuller\u2019s \u2013 London Porter; Wicklow Wolf \u2013 Sugarloaf Juicy IPA; Duvel \u2013 Tripel Hop Cashmere &#8211; Belgian IPA; Sierra Nevada \u2013 Narwhal \u2013 Imperial Stout 2023; Enigma \u2013 Hopnytized \u2013 New England IPA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Samuel Adams \u2013 Boston Lager (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine ansprechende Kupferfarbe und zeigt, wenn man das Glas gegen das Licht h\u00e4lt, einen Hauch Tr\u00fcbe. Der dezent eierschalenfarbene Schaum entwickelt sich zur\u00fcckhaltend und zeigt dann auch wenig Durchhalteverm\u00f6gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft zeigt ein paar kr\u00e4uterige, fast harzig wirkende Hopfenaromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem weichen Antrunk folgt ein runder, ausgewogener Eindruck auf der Zunge und im Rachen mit einem sch\u00f6nen Malzk\u00f6rper und einer ebenso sch\u00f6nen Hopfenbittere. Retronasal \u00fcberwiegen zu diesem Zeitpunkt auch noch die schon orthonasal pr\u00e4senten Kr\u00e4uter- und Harzaromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck \u00e4ndert sich das ein wenig \u2013 ganz sachte entwickelt sich ein leicht dumpfes, an vorzeitige Alterung erinnerndes Aroma. Da das Mindesthaltbarkeitsdatum noch in weiter Ferne liegt, dr\u00e4ngt sich mir die Vermutung auf, dass die Flasche vielleicht beim Transport zu warm geworden ist und dadurch der Alterungsprozess beschleunigt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Browar Stu Most\u00f3w \u2013 Pale Ale (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hm, also die Optik spricht mich nicht unmittelbar an. Das Bier ist dunkelgelb und kr\u00e4ftig und gleichm\u00e4\u00dfig getr\u00fcbt, aber es hat einen Graustich, der mir nicht wirklich gef\u00e4llt. Da hilft dann auch der sch\u00f6ne, feinporige und altwei\u00dfe Schaum nicht, der sich ziemlich lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist angenehm frisch, aber zur\u00fcckhaltend. Feine Quittenaromen gefallen gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist fruchtig-frisch, spritzig und sehr schlank. Auf der Zunge setzt sich dieser schlanke Eindruck fort. Das Bier hat nur wenig K\u00f6rper, aber sch\u00f6ne Fruchtaromen, die sich spielerisch-leicht pr\u00e4sentieren. Erst nach dem Schluck wird die Bittere stiltypisch pr\u00e4gnant; gleichzeitig zeigen sich die Quitten-Aromen noch einmal in voller Pracht. Sehr gef\u00e4llig!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Tennent\u2019s \u2013 India Pale Ale (6,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr ein niedliches kleines Fl\u00e4schchen, denke ich im ersten Moment, stelle dann aber fest, dass es doch 330 ml sind. Die gedrungene Form und das geringe Gewicht der Einwegflasche haben mich get\u00e4uscht \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine kr\u00e4ftige, leuchtende Kupferfarbe und ist nur ganz leicht tr\u00fcb. Der sch\u00f6ne, altwei\u00dfe Schaum ist zwar nicht sehr \u00fcppig, daf\u00fcr aber lange haltbar und hinterl\u00e4sst sch\u00f6ne, gleichm\u00e4\u00dfige Ringe im Glas \u2013 jeder Schluck ein Ring. So darf das sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist hopfengepr\u00e4gt und geht in eine kr\u00e4uterige, dezent harzige Richtung. Sehr ansprechend.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, ohne spritzig zu sein, und auf der Zunge zeigt sich ein angenehmer, runder Malzk\u00f6rper, der von einer kernigen Bittere begleitet wird. Beides befindet sich in sehr sch\u00f6ner Balance und macht das Trinken zur Freude. Auch retronasal identifiziere ich kr\u00e4uterige und harzige Aromen, hinzu kommt ein Hauch Biskuit, der vermutlich vom Malz stammt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck ist sehr ausgewogen. Auf eine harmonische Weise verschafft sich die Bittere gegen\u00fcber dem eher s\u00fc\u00dflichen Malzk\u00f6rper die Oberhand; die Schleimh\u00e4ute im Rachen werden angenehm trocken und machen Durst auf den n\u00e4chsten Schluck.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine hohe Durchtrinkbarkeit!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Green Gold Brewing \u2013 Povodni Mo\u017e \u2013 West Coast IPA (5,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr eine sch\u00f6ne, leuchtende, strohgelbe Farbe! Dazu eine leichte, gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbung und ein bombenfester und ewig haltbarer, \u00fcppiger Schaum, der sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder im Glas hinterl\u00e4sst. Eine Eins-A-Optik!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist dezent fruchtig (Bitterorangen) und geht dann schon nach kurzer Zeit ins intensiv harzige, \u00e4therische \u00fcber \u2013 Terpene, wie sie in einem Nadelwald zur Sommerzeit zu finden sind. Sehr sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem frischen und spritzigen Antrunk folgt eine sch\u00f6n ausgewogene Harmonie im Mundraum: Ein nicht zu voller, aber doch schon sch\u00f6n runder Malzk\u00f6rper wird von einer kr\u00e4ftigen, aber weichen Bittere begleitet, die f\u00fcr meinen pers\u00f6nlichen Geschmack noch einen Hauch kerniger sein k\u00f6nnte, aber auch so schon sehr gut gef\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Retronasal \u00fcberwiegen die Terpen-Aromen, und nach dem Schluck wird die Bittere etwas pr\u00e4gnanter und macht angenehm trockene Schleimh\u00e4ute.<\/p>\n\n\n\n<p>Erneut eine hohe Durchtrinkbarkeit!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Reset Brewery \u2013 Blurry \u2013 DDH Hazy Pale Ale (5,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim Einschenken entwickelt sich zun\u00e4chst mal viel Schaum. Zu viel, eigentlich. So viel, dass ich drei, vier Mal nachschenken muss, bis das Glas endlich angemessen gef\u00fcllt ist. Aber es ist sch\u00f6ner Schaum. Immerhin! Und er h\u00e4lt sehr lange, wobei er dann beim Trinken auch ansprechende Schaumreste, sogenannte \u201eBr\u00fcsseler Spitzen\u201c, im Glas hinterl\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein kr\u00e4ftiges Gelb, das Bier ist ebenso kr\u00e4ftig, aber gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist weich und fruchtig, ich sp\u00fcre Andeutungen von Maracuja (aber nur ganz dezent), Mango, Papaya und Ananas.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist seidenweich, und auf der Zunge entwickelt sich ein Gef\u00fchl hervorragender Harmonie. Hopfenbittere und -aromatik sowie Malzs\u00fc\u00dfe halten eine perfekte Balance; keine der beiden Seiten \u00fcberwiegt oder dominiert gar. Retronasal bleiben die spielerischen Fruchtnoten erhalten, und nach dem Schluck klingt die Bittere in unver\u00e4nderter Harmonie sanft und gleichm\u00e4\u00dfig ab.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Henry Westons \u2013 Herefordshire Vintage Cider \u2013 Medium Vintage Ros\u00e9 (5,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>War zwar in dem Paket mit drin, ist aber kein Bier. L\u00e4uft also au\u00dfer Konkurrenz ohne Bewertung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Siren Craft Brew \u2013 Just Like Paradise \u2013 Tropical IPA (4,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Glas sieht das Bier zun\u00e4chst mal ganz toll aus \u2013 eine hellgelbe Farbe, eine sehr kr\u00e4ftige, gleichm\u00e4\u00dfig milchige Tr\u00fcbung und ein schneewei\u00dfer, lange haltbarer Schaum. F\u00fcr ein Milkshake IPA oder Hazy IPA perfekt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ach, beim ersten Schnuppern am Glas l\u00f6st sich der gute erste Eindruck in Wohlgefallen auf. Eine kr\u00e4ftige Schwefelnote \u00fcberdeckt die dahinter gerade noch zu erahnenden Fruchtnoten und l\u00e4sst mich die Nase r\u00fcmpfen. Soll ich das jetzt wirklich trinken?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich tu\u2019s!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist noch so weit in Ordnung. Er ist weich und rund. Aber in dem Moment, wo das Bier sich auf der Zunge verteilt, kommt erstens der Schwefel retronasal sofort und sehr pr\u00e4sent zur\u00fcck und zeigt sich zweitens das Frucht-Flavour nur noch sehr, sehr flach und eindimensional. Kein gro\u00dfes Trinkvergn\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck bessert sich da nix. Der Schwefel bleibt pr\u00e4sent und die Fruchtigkeit langweilig, aber wenigstens klingen alle Eindr\u00fccke rasch und gleichm\u00e4\u00dfig ab und hinterlassen weder eine unangenehme Bittere noch einen schwefligen Nachgeschmack aus der H\u00f6lle.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin \u2026<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Fuller\u2019s \u2013 London Porter (5,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon beim Einschenken bereitet dieses Bier Freude \u2013 tief dunkel-rubinrot zeigt es sich im Glas, ist klar, und der Schaum bildet sich aus winzigen Bl\u00e4schen, die nur langsam aufsteigen und eine dicke, kremige und beigefarbene Schicht bilden, die dann ewig lang h\u00e4lt und beim Trinken sehr sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder im Glas hinterl\u00e4sst. Ein Tr\u00e4umchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist dezent r\u00f6stig mit feinen Mokkaaromen und einer ganz leichten Kakaonote im Hintergrund \u2013 sehr sch\u00f6n ausgewogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem weichen, fast schon samtigen Antrunk folgt ein mindestens genauso samtiges Mundgef\u00fchl, das allen Schleimh\u00e4uten in Mund- und Rachenraum schmeichelt. Weiche Malzaromen, eine zur\u00fcckhaltende S\u00fc\u00dfe und eine feine R\u00f6stbittere paaren sich in nahezu vollendeter Harmonie.<\/p>\n\n\n\n<p>Retronasal bleiben die Mokka- und Kakao- beziehungsweise Bitterschokoladenaromen erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck klingt die R\u00f6stbittere sanft ab, erh\u00e4lt noch f\u00fcr einen Moment die Erinnerung an dieses Bier aufrecht und verblasst dann, ohne auch nur im geringsten kratzig zu wirken. Seidenweich!<\/p>\n\n\n\n<p>Die bei Fuller\u2019s, die k\u00f6nnen\u2019s halt \u2026<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wicklow Wolf \u2013 Sugarloaf Juicy IPA (4,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Dose sieht ja witzig aus \u2013 einerseits zeigt sie einen Wolf gleich mehrfach als Bestandteil des Logos, andererseits ist sie in kindlich wirkenden t\u00fcrkisen und hellgr\u00fcnen Farbt\u00f6nen gehalten. Sowohl die wei\u00dfe Silhouette eines Wolfs vor t\u00fcrkisem Hintergrund als auch der hellgr\u00fcne, stilisierte Wolf vor den hellblauen Anteilen des Farbverlaufs wirken daher etwas eigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier selbst hingegen ist gut. Es hat eine hellgelbe Farbe und eine sehr intensive, gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbung. Der Schaum entwickelt sich \u00fcppig und ist schneewei\u00df; die Pracht ist aber nicht von Dauer \u2013 er zerf\u00e4llt recht rasch wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nase erfreut sich an kr\u00e4ftigen, herb-fruchtigen Aromen, die an Bitterorangen und gelbe Pampelmusen erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und ganz leicht pfeffrig-scharf. Auf der Zunge breitet sich eine angenehme und kernige Bittere aus, eine Rests\u00fc\u00dfe ist nicht zu sp\u00fcren. Das Bier wirkt knochentrocken. Retronasal sind die herb-fruchtigen Aromen erneut sehr intensiv zu sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck bleiben die retronasalen Eindr\u00fccke ein ganzes Weilchen erhalten, und auch die Bittere klingt nur langsam ab. Sie bleibt dabei aber stets sauber \u2013 kernig, aber nicht kratzig oder breit.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Duvel \u2013 Tripel Hop Cashmere &#8211; Belgian IPA (9,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Wolf im Schafspelz \u2026 Das immer wieder wunderbar durchtrinkbare und gleichzeitig hammerstarke Duvel \u00fcberzeugt auch in der Version des Tripel Hop Cashmere, bei dem in Abweichung vom Standardrezept des Duvel auch Cashmere-Hopfen verwendet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Glas pr\u00e4sentiert sich das Bier hellgelb und sch\u00f6n gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb. Der Schaum ist \u00fcppig, schneewei\u00df und sehr stabil, und wie es sich f\u00fcr ein belgisches Blond geh\u00f6rt, hinterl\u00e4sst er auch sehr sch\u00f6ne \u201eBr\u00fcsseler Spitzen\u201c an der Innenseite des Glases.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist dezent fruchtig und erinnert ein wenig an gelbe Stachelbeeren, Honigmelone und Quitten, hat aber auch eine feine Kokosnote ganz im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist angenehm spritzig. Auf der Zunge breitet sich eine knackige Herbe aus, gleichzeitig sp\u00fcre ich aber auch eine kr\u00e4ftige phenolische Note, wie sie vielen belgischen Bieren, insbesondere den Saison-Bieren, eigen ist. Retronasal ist diese Note ebenfalls sehr pr\u00e4sent, und fast \u00fcberdeckt sie die fruchtigen Noten, die ich orthonasal schon ersp\u00fcrt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck sp\u00fcre ich den Alkohol intensiv. Zum einen macht er sich jetzt retronasal bemerkbar, ohne dabei jedoch spritig zu werden, zum anderen erzeugt er eine angenehme W\u00e4rme im Rachen und im Hals.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr sch\u00f6nes Genussbier, das seinen Namen nicht zu Unrecht tr\u00e4gt \u2013 wer es n\u00e4mlich ob seiner hohen Durchtrinkbarkeit unbedacht und unbedarft in gro\u00dfen Schlucken weglenzt und vielleicht sogar noch nach einem zweiten oder gar dritten Glas verlangt, wird die neuneinhalb Volumenprozente mit kurzer Verz\u00f6gerung sehr deutlich sp\u00fcren \u2026<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Sierra Nevada \u2013 Narwhal \u2013 Imperial Stout 2023 (10,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Langsam und fast schon \u00f6lig flie\u00dft das pechschwarze Bier ins Glas. Es scheint ganz leicht tr\u00fcb zu sein, aber sicher bin ich mir nicht. M\u00fchsam arbeiten sich die Kohlens\u00e4urebl\u00e4schen gegen die Viskosit\u00e4t des Biers nach oben und bilden einen hellbraunen, sehr kremigen Schaum, der auch \u00fcberraschend lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist dezent r\u00f6stig, hat ganz leichte Mokkaaromen und ein paar S\u00fc\u00dfholznoten, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und s\u00e4mig, aber durch die Kohlens\u00e4ure dann doch nicht klebrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Zunge pr\u00e4sentiert sich im ersten Moment eine deutliche S\u00fc\u00dfe, gepaart mit einer feinen Bizzeligkeit und einem Hauch pfeffriger Sch\u00e4rfe. Nur wenige Augenblicke sp\u00e4ter bricht sich aber eine Brachial-R\u00f6stbittere Bahn, die zun\u00e4chst mal alles dominiert. Das h\u00f6rt sich aber schlimmer an, als es ist, denn die Bittere ist zwar brachial, aber samtig-weich verpackt. Eine eiserne Faust im weichen Wollhandschuh, gewisserma\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Retronasal sp\u00fcre ich ein komplexes Zusammenspiel von brenzligen R\u00f6staromen, lakritzigem S\u00fc\u00dfholz und herben Mokka- und Kakaoaromen. Gleichzeitig breitet sich nach dem Schluck die Bittere \u00fcberall im Rachenraum aus, und ganz am Ende kommt noch eine sp\u00fcrbare, aber nicht spritig werdende alkoholische W\u00e4rme im Hals dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr komplexes Bier, das fast schon von allem zu viel hat.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Enigma \u2013 Hopnytized \u2013 New England IPA (8,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die bunten Etiketten von Enigma machen es manchmal etwas schwer, die wichtigen Informationen auf einen Blick zu erfassen, aber sie sehen schon irgendwie geil aus und fallen im Regal auch sofort auf. Insofern wei\u00df ich nicht recht, ob ich sie toll oder doof finden soll \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das strohgoldene Bier ist nach vorsichtigem Einschenken fast klar im Glas, und es entwickelt einen total \u00fcppigen Schaum. Kein Gushing, aber der Schaum steigt wunderbar im Glas auf und l\u00e4sst sich sogar weit \u00fcber den Glasrand auft\u00fcrmen. Und dort bleibt er dann auch stehen. Ich mache das obligatorische Foto, trage das Bierglas zum Rechner, \u00f6ffne die Datei mit den Verkostungsnotizen, schreibe erstmal die technischen Daten auf und lasse mich \u00fcber das Etikett aus, und der Schaum steht immer noch. Und steht \u2026 Und steht \u2026 Und steht \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich st\u00fcnde er heute noch, h\u00e4tte ich mich nicht irgendwann einmal dazu durchgerungen, das Bier anzutrinken!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist blumig und fruchtig zugleich. S\u00fc\u00dfe Rosend\u00fcfte (Geraniol?) wabern \u00fcber dem Schaum und werden von sehr s\u00fc\u00dfen Tropenfruchtaromen (vorrangig Maracuja und Papaya) begleitet. Im Hintergrund entdecke ich aber auch noch eine dezent phenolische Note, wie sie in so vielen belgischen Bieren zu finden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist durchaus spritzig und frisch, auch wenn ich schon die ersten herben und phenolischen Eindr\u00fccke zu sp\u00fcren bekomme. Auf der Zunge zeigt sich eine feine S\u00fc\u00dfe, gleichzeitig aber auch eine kr\u00e4ftige Hopfenbittere und ein etwas harsches, adstringierendes Mundgef\u00fchl. Zusammen mit den retronasal jetzt st\u00e4rker werdenden Phenolen und den sachte abklingenden Rosen- und Fruchtaromen pr\u00e4sentiert das Bier eine beachtliche Komplexit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schluck bringt Bittere und Phenole weiter nach vorne, und w\u00e4hrend das leicht raue, adstringierende Mundgef\u00fchl nur langsam nachl\u00e4sst, sp\u00fcre ich im Hals eine feine, alkoholische W\u00e4rme und eine dezente Spritigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier mit Ecken und Kanten, in dem es viel zu entdecken, viel zu lieben, aber auch einiges nicht zu m\u00f6gen gibt. Spannend!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben14\/ProbierpaketOnePint\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wenn der Paketbote einmal v\u00f6llig \u00fcberraschend klingelt \u2026 Morgens um zehn klingelt es. \u201eKannst Du mal gehen? Ich bin noch im Bad \u2026\u201c, h\u00f6re ich und dackele brav zur T\u00fcr. \u201eWer wei\u00df, was da wieder f\u00fcr ein Paket kommt\u201c, muffele ich in Gedanken in mich hinein, aber sowie ich auf <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=46520\" title=\"Probierpaketvon One Pint\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":46521,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3,189],"tags":[],"class_list":{"0":"post-46520","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen","10":"category-unboxing"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46520","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46520"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46520\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46659,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46520\/revisions\/46659"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/46521"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46520"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46520"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}