{"id":47363,"date":"2024-10-15T15:24:00","date_gmt":"2024-10-15T13:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47363"},"modified":"2025-08-17T12:40:59","modified_gmt":"2025-08-17T10:40:59","slug":"verkostungspaketoktober-festbiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47363","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br>(Oktober-) Festbiere"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Oktoberfest und mehr!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sechs \u201eM\u00fcnchner\u201c Brauereien haben ein seit vielen Jahrzehnten funktionierendes Kartell gebildet und teilen das gr\u00f6\u00dfte Volksfest der Welt, das <a href=\"https:\/\/www.oktoberfest.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">M\u00fcnchner Oktoberfest<\/a>, unter sich auf. Den bayerischen Politfilz interessiert dieses Gemauschel nicht \u2013 ganz im Gegenteil, flei\u00dfig mischen sie in dieser Korruptionsgemengelage mit, und ich m\u00f6chte nicht wissen, wieviel Geld dort von einer schwarzen Kasse in die andere flie\u00dft. Und das alles, obwohl vier der sechs Brauereien zu gro\u00dfen Konzernen geh\u00f6ren, die mit M\u00fcnchen gar nichts zu tun haben \u2013 au\u00dfer, dass sie die Stadt und die Herkunft ihrer vor Ort gebrauten Biere mit dem Image der Stadt bewerben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Kartell hat sich, und das ist jetzt nicht ganz so verwerflich, wie die Existenz des Kartells an sich, den Namen \u201eOktoberfestbier\u201c sch\u00fctzen lassen. Insofern gibt es jedes Jahr genau sechs <a href=\"https:\/\/www.hopfenhelden.de\/beer-style-guide-oktoberfestbier-maerzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Oktoberfestbiere<\/a> zu verkosten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es gibt auch eine Reihe weiterer Brauereien, die \u201ezuf\u00e4lligerweise\u201c zur selben Zeit ebenfalls Festbiere auf den Markt bringen \u2013 mit mehr oder weniger ebenso \u201ezuf\u00e4llig\u201c an das Oktoberfest erinnernden Markennamen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"219\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Verkostungspaket-Oktober-Festbiere-Mini-1-1024x219.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47365\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Verkostungspaket-Oktober-Festbiere-Mini-1-1024x219.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Verkostungspaket-Oktober-Festbiere-Mini-1-300x64.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Verkostungspaket-Oktober-Festbiere-Mini-1-150x32.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Verkostungspaket-Oktober-Festbiere-Mini-1-768x165.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Verkostungspaket-Oktober-Festbiere-Mini-1-1536x329.jpg 1536w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Verkostungspaket-Oktober-Festbiere-Mini-1.jpg 1983w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>neunzehn Bierspezialit\u00e4ten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Alle sechs <a href=\"https:\/\/www.hopfenhelden.de\/beer-style-guide-oktoberfestbier-maerzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Oktoberfestbiere<\/a> und eine ganze Reihe weiterer Festbiere zur Oktoberzeit (plus sogar noch ein paar weitere Kostproben anderer Biere \u2013 insgesamt neunzehn St\u00fcck! \u2013 und ein paar Gl\u00e4ser selbstgemachter Marmelade, wow!) finden sich in einem riesigen Verkostungspaket, das mich heute erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Na klasse! Da habe ich was zu tun, auf das ich mich von ganzem Herzen freue!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben16\/VerkostungFestbiere\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hofbr\u00e4u \u2013 Oktoberfestbier (6,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein kr\u00e4ftiges Goldgelb. Das Bier ist blank filtriert und tr\u00e4gt einen \u00fcppigen, sehr kremigen und lange haltbaren Schaum, der beim Trinken auch feine R\u00e4nder hinterl\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist intensiv malzig mit Kuchenteignoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und rund. Auf der Zunge dominiert von Anfang an der runde, malzige Charakter. Die dezenten Kuchenteig- oder vielleicht eher Biskuitaromen sind deutlich; eine ganz fein blumige Note f\u00e4llt demgegen\u00fcber deutlich in den Hintergrund zur\u00fcck. Erst nach dem Schluck wird eine feine, zur\u00fcckhaltende Bittere sp\u00fcrbar; der Malzcharakter bleibt trotzdem dominant.<\/p>\n\n\n\n<p>Retronasal gesellen sich zu den Biskuitnoten ganz kurz ein paar h\u00f6here Alkohole, und zwar ohne dass sie spritig wirken. Der Eindruck verfliegt auch recht rasch wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz seiner F\u00fclle nicht allzu saturierend.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>L\u00f6wenbr\u00e4u \u2013 Oktoberfestbier (6,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist strahlend gelb und blitzblank filtriert; es tr\u00e4gt einen schneewei\u00dfen, ziemlich fest wirkenden Schaum, der auch lange h\u00e4lt und sch\u00f6ne Trinkr\u00e4nder im Glas hinterl\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig und pr\u00e4sentiert ein paar leicht brotige Noten \u2013 aber nicht Brotkruste, sondern das weiche Innere eines frisch aufgeschnittenen Mischbrots.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und fast schon ein wenig pfeffrig, bevor der Eindruck auf der Zunge dann etwas malziger wird. Die Malz- und Brotteigaromen halten sich einen Moment im Mund, und retronasal werden sie angenehm rund. Die etwas scharfe Spritzigkeit bleibt allerdings auch erhalten und bremst zumindest zu Beginn die Trinkgeschwindigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck erst wird das Bier etwas runder und voller, so, wie ich es eigentlich von Anfang an erwartet h\u00e4tte. Gleichzeitig warte ich quasi ungeduldig auf eine wie auch immer sp\u00fcrbare Hopfenbittere, aber erst ganz am Ende wird diese Geduld belohnt: F\u00fcr einen kurzen Moment gibt der Hopfen ein kleines Lebenszeichen von sich, best\u00e4tigt kurz, dass er nicht vergessen wurde, sondern in diesem Bier doch alle vier Grundstoffe mit verbraut wurden, meldet sich dann aber auch rasch wieder ab, nicht ohne die Malznoten mitzunehmen und mit ihnen gemeinsam von der B\u00fchne abzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hm, habe ich etwas Kr\u00e4ftigeres erwartet? Oder doch nur etwas Runderes, Weicheres? Ich bin mir nicht ganz sicher \u2026<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Augustinerbr\u00e4u \u2013 Oktoberfest Bier (6,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein sch\u00f6nes Goldgelb. Das Bier ist blank gefiltert, der Schaum ist reichlich, schneewei\u00df, vielleicht ein bisschen zu grobporig, aber sch\u00f6n lange haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist aus meiner ganz pers\u00f6nlichen Sicht Augustiner-untypisch \u2013 es fehlt n\u00e4mlich die den Augustiner-Lagerbieren sonst meistens eigene, leichte Schwefelnote.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist mild, und auf der Zunge dominiert ein weicher, runder Malzcharakter, der nur von einer ganz schwachen Hopfenherbe erg\u00e4nzt wird. Retronasal sp\u00fcre ich klassische Malznoten mit feinen Biskuitaromen. Auch nach dem Schluck bleibt das Bier weich, malzig und rund. Und schwefelfrei!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Paulaner \u2013 Oktoberfest Bier (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier pr\u00e4sentiert sich blitzblank filtriert in goldgelber Farbe und mit schneewei\u00dfer Schaumkrone, die sich allerdings recht fix verd\u00fcnnisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist eher zur\u00fcckhaltend mit dezenten Malznoten und einem Hauch Biskuit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich, fast schon ein bisschen s\u00e4mig. Auf der Zunge macht das Bier einen runden, f\u00fclligen Eindruck, ist sehr malzbetont und nur sehr, sehr zur\u00fcckhaltend in der Hopfenherbe. Retronasal sind die Malz- und Biskuitnoten angenehm, aber nur schwach zu sp\u00fcren. Nach dem Schluck warte ich und hoffe ich auf ein wenig mehr Bittere, um den Malzcharakter ein bisschen zu erg\u00e4nzen, aber stattdessen sp\u00fcre ich nur eine fein viskose Textur auf den Schleimh\u00e4uten, die im weitesten Sinne als seifig empfunden werden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzteres ist nicht wirklich mein Fall und regt jetzt nicht zum Weitertrinken in gro\u00dfen Schlucken an.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hacker Pschorr \u2013 Oktoberfest Bier (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe dieses Oktoberfestbiers ist dunkelgelb, fast schon rotgolden. Es ist blank filtriert, entwickelt durchschnittlich viel, schneewei\u00dfen Schaum \u2013 der verschwindet aber blitzschnell, so dass es schwierig ist, ihn \u00fcberhaupt zu fotografieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist, nun ja, extrem zur\u00fcckhaltend. Ein ganz feiner Malzduft, nur ein Hauch, und gleich dahinter eine zarte Brotteignote, ganz fl\u00fcchtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist durchaus scharf, fast schon ein bisschen pfeffrig. Auf der Zunge verschwindet diese Sch\u00e4rfe rasch und macht einem milden Malzcharakter Platz. Eine feine Herbe ist zu sp\u00fcren, und retronasal werden die Brotteignoten ein bisschen st\u00e4rker sp\u00fcrbar, w\u00e4hrend das eher getreidige Malzaroma verblasst. Nach ein paar Schlucken kommt retronasal auch eine leicht metallische, rostige Note hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck kommt eine feine Hopfenherbe zum Vorschein, sie bleibt aber sehr dezent.<\/p>\n\n\n\n<p>Die metallische Note und das blitzartige Verschwinden des Schaums gefallen nicht wirklich; abgesehen davon ist das Bier sch\u00f6n ausbalanciert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Spaten \u2013 Oktoberfestbier (5,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eins steht schon vor dem Einschenken fest: Das Spaten Oktoberfestbier hat das Etikett, das mich am ehesten anspricht. Ich mag retro!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Glas ist das Bier dann goldgelb und blank filtriert. Es entwickelt nur wenig, und dann auch noch sehr fl\u00fcchtigen Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig mit feinen Brotteignoten \u2013 es wirkt einen Hauch w\u00fcrziger als die vorherigen Oktoberfestbiere, was nicht hei\u00dft, dass der Geruch intensiver sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist malzig und pr\u00e4sentiert sogar eine leichte Herbe. Auf der Zunge ist das Bier recht trocken und schlank, und es wirkt ein bisschen mineralisch. Der Malzcharakter ist zwar sp\u00fcrbar, aber nur zur\u00fcckhaltend. Retronasal sp\u00fcre ich die w\u00fcrzigen Brotteignoten nur dezent, aber sie sind vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck klingt das Malzaroma langsam ab; eine feine Herbe bleibt f\u00fcr einen Moment l\u00e4nger pr\u00e4sent. Nicht genug, um auf klassische Art die Schleimh\u00e4ute trocken zu machen und nach dem n\u00e4chsten Schluck lechzen zu lassen, aber immerhin: Es ist von den sechs Oktoberfestbieren aus meiner Sicht das herbste. Und das alkoholschw\u00e4chste.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Giesinger \u2013 Festbier (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine kr\u00e4ftig dunkelgelbe Farbe, ist blank filtriert und tr\u00e4gt einen sch\u00f6nen, wei\u00dfen Schaum, der allerdings nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig, wie es sich f\u00fcr ein Festbier geh\u00f6rt. Feine und dezente Brotkrustennoten im Hintergrund runden das olfaktorische Erlebnis ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Der angenehm runde und volle Antrunk gef\u00e4llt, ebenso das weiche Mundgef\u00fchl. Satt und malzig breitet sich das Bier im Mundraum aus, ohne dabei zu mastig zu werden und an Durchtrinkbarkeit zu verlieren. Retronasal sp\u00fcre ich die Malznoten mit leichten Biskuitaromen und einem jetzt weiter in den Hintergrund tretenden Brotkrustenaroma. Bittere ist kaum zu sp\u00fcren, und auch nach dem Schluck bleibt das volle, runde Malz dominierend.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr ansprechend und trotz der Malzf\u00fclle nicht saturierend.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bergfeldbr\u00e4u \u2013 Festbier (5,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein Festbier ist dieses Bier relativ hell. Es ist blank filtriert und bildet nur wenig, nicht sehr haltbaren Schaum aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig mit keksteigigen Noten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist malzig mild, und auf der Zunge offeriert das Bier eine mittelstarke Malzf\u00fclle, bleibt weich und leicht kremig und zeigt retronasal wieder die Keksteig-Malzaromen. Die Hopfenbittere ist sehr zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Abgang bleibt es beim malzigen Charakter, der durch seine dezent kremige Textur doch ein bisschen s\u00e4ttigend wirkt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Weiherer \u2013 Festbier (5,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine kr\u00e4ftige, dunkel-strohgoldene Farbe, ist blank filtriert und tr\u00e4gt nur eine Mini-Schaumschicht, die auch nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzbetont, etwas brotig und mit sp\u00fcrbaren Melanoidinmalz-Noten, die eine ausgepr\u00e4gte Vollmundigkeit erwarten lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk zeigt: Genau so ist es dann auch. Ein nicht zu weicher, aber trotzdem sehr voller Eindruck, eine fast sch\u00f6n s\u00e4mige F\u00fclle, die sich schwer auf die Schleimh\u00e4ute im Mundraum legt, eine runde Malzs\u00fc\u00dfe und eine recht zur\u00fcckhaltende Hopfung, die es nicht wagt, so viel Bittere aufzubieten, als dass sie die Malzf\u00fclle in Schach halten k\u00f6nnte. Im Abgang wird der brotige Charakter des Biers noch ein bisschen deutlicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bier wie eine Mahlzeit. Wenige Schlucke gen\u00fcgen, um sich satt zu f\u00fchlen. Obwohl die Ger\u00fcche und Geschm\u00e4cker alle sehr sch\u00f6n sind, fehlt mir eine Leichtigkeit, die das Bier durchtrinkbar machen w\u00fcrde. Ein Bier f\u00fcr Messer und Gabel; f\u00fcr mich pers\u00f6nlich zu saturierend.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauhaus Garmisch \u2013 Olympiator \u2013 Dunkler Doppelbock (8,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Achtkommadrei Prozent? Das ist doch mal eine solide Ansage! Das Bier erf\u00fcllt optisch mal die Erwartungen: Dunkelbraune, im Licht leicht ins Rubinrote changierende Farbe, eine leichte Tr\u00fcbung und ein beigefarbener, kremiger und feinporiger Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Duft passt: Dick und feist wie ein Malzbonbon mit feinen Kr\u00e4uternoten. Ein Schelm, wer dabei an Ricola denkt \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist kr\u00e4ftig, leicht viskos, und auf der Zunge macht sich eine dicke Malzs\u00fc\u00dfe breit. Die Malzbonbon-Assoziationen passen immer noch. Zus\u00e4tzlich zur Malzs\u00fc\u00dfe sp\u00fcre ich aber auch einen feinen R\u00f6stcharakter mit einer leichten Bittere. Retronasal erfreuen mich die Kr\u00e4uter, die ich beim Schnuppern am Glas schon in der Nase hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist nicht so klebrig s\u00fc\u00df wie erwartet, sondern durchaus angenehm. Schlank kann man ihn nicht gerade nennen, aber durch eine feine Bittere wird die Mastigkeit gekontert und das Bier bleibt trinkbar.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Munich Brew Mafia \u2013 Mordsgaudi \u2013 Festbier (5,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig strohgelb sowie leicht und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb. Der Schaum ist schneewei\u00df, nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig \u00fcppig, aber recht lange haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist festbiertypisch \u2013 sch\u00f6ne, kr\u00e4ftige Malznoten, die ein leicht brotiges Aroma aufbieten. Nach einem Moment im Glas macht sich aber ein ganz leicht s\u00e4uerlicher Hauch bemerkbar \u2013 wie bei einem Sauerteig und durchaus nicht unangenehm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und spritzig und spiegelt die eben gerochene S\u00e4ure dezent wider.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Zunge ist das Bier rund, nicht ganz so mundf\u00fcllend wie das eine oder andere vorher schon verkostete Festbier, und es offeriert sogar eine leichte Bittere. Der Blick auf das Etikett verr\u00e4t, dass es mit Ariana und Saphir gebraut wurde, die beiden Hopfen bringen eine von mir als leicht grasig wirkend empfundene Aromatik ins Bier. Retronasal kommen ein paar kr\u00e4uterige Noten hinzu; der Eindruck von frisch geschnittenem Gras bleibt aber ebenfalls erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck bleibt eine viskose Textur auf den Schleimh\u00e4uten haften, die ich pers\u00f6nlich nicht als begeisternd empfinde und die die Durchtrinkbarkeit des Biers leider reduziert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brauhaus Herrsching \u2013 Herrschinger Hell (4,9%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig gelb und bei vorsichtigem Einschenken zun\u00e4chst ganz klar. Der Schaum ist kremig, wirkt fast schon ein bisschen viskos und h\u00e4lt ganz sch\u00f6n lang. Beim Nachschenken dann die \u00dcberraschung: Das Bier ist gar nicht filtriert, sondern naturtr\u00fcb. Und das ganz sch\u00f6n kr\u00e4ftig. Ist allerdings nicht stiltypisch f\u00fcr ein klassisches Helles.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzig mit feinen Keksteignoten. Harmonisch!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, nicht zu spritzig, und auf der Zunge ist das Bier rund, fast schon samtweich. Eine Hopfenbittere ist zun\u00e4chst gar nicht zu sp\u00fcren, stattdessen ist die Malzs\u00fc\u00dfe auf eine sehr ausgewogene Art pr\u00e4sent. Retronasal kommen zu den Keksteignoten ein paar warm-estrige Noten hinzu \u2013 Pfirsich und Honigmelone.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck wird erstmals eine ganz schwache Hopfenbittere sp\u00fcrbar \u2013 gerade so viel, dass sie in der Lage ist, zu verhindern, dass das Bier s\u00fc\u00dflich klebrig wird und der Nachklang vom Weitertrinken abh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Yankee &amp; Kraut x BrewAge \u2013 Raging Heisl \u2013 Double NEIPA (7,7%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man muss schon das Kleingedruckte auf der Dose lesen, um herauszubekommen, um was f\u00fcr einen Bierstil es sich hier handelt \u2013 der Name \u201eRaging Heisl\u201c sagt ja nix aus. Aber das hat dann auch den Vorteil, dass man auch die anderen kleingedruckten Informationen zur Kenntnis nimmt: \u201eDrink fresh, buy more! Don\u2019t forget to rate it 5\/5 on untappd, because we love you too!\u201c Fehlendes Komma inklusive.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist hellgelb und milchig tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine dichte, wei\u00dfe, \u00fcppige Schaumkrone, die auch relativ lang h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist s\u00fc\u00dflich und fruchtig mit Papaya- und Maracujanoten \u2013 ziemlich intensiv tropisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk setzt diesen Eindruck harmonisch und stetig fort. Zart schmeichelt eine kremige S\u00fc\u00dfe der Zungenspitze. Dann breitet sich das Bier im Mundraum aus. Retronasale Tropenfruchtaromen steigen auf, gleichzeitig wird es aber auf der Zunge pelzig und rau, fast schon bekomme ich das Gef\u00fchl, als ob sich dort die oberste Schleimhautschicht beginnt, abzul\u00f6sen. Merkw\u00fcrdig.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck verst\u00e4rkt sich dieses Gef\u00fchl f\u00fcr einen Moment, macht dann aber einer klassischen Bittere in Kombination mit einer leicht viskosen Textur Platz. Auch merkw\u00fcrdig.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein schlechtes Bier, aber die Merkw\u00fcrdigkeiten verhindern eine Spitzennote.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Crew Republic \u2013 Roundhouse Kick \u2013 Imperial Stout [2021 \u2013 3 Jahre alt] (9,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tiefschwarz wie die Seele eines armen S\u00fcnders, der in der H\u00f6lle schmort \u2013 so steht das Bier im Glas. Leicht tr\u00fcb ist es, und es tr\u00e4gt einen sch\u00f6nen, beigefarbenen und sich sehr \u00fcppig entwickelnden Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist vielschichtig \u2013 kr\u00e4ftige R\u00f6staromen paaren sich mit Kaffee und Mokka sowie intensiven Kakao- und Bitterschokoladenoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und rund, fast schon ein wenig viskos, und eine deutliche S\u00fc\u00dfe ist sp\u00fcrbar. Auf der Zunge kommt zu dieser S\u00fc\u00dfe eine kr\u00e4ftige R\u00f6stbittere hinzu. Gleichzeitig brennt ein retronasales Schoko-, Kakao- und Mokka-Feuerwerk ab, wie ich es selten erlebt habe. Zarte Vanillenoten geben diesem Feuerwerk einen verspielten Charakter. Ganz wunderbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck wird die R\u00f6stbittere noch dominanter, aber \u2013 oh Wunder! \u2013 sie bleibt samtig weich, wird auch nicht f\u00fcr den kleinsten Moment rau oder kratzig, und im Nachklang entwickelt sich eine feine, alkoholische W\u00e4rme.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Crew Republic \u2013 Rest in Peace \u2013 Barley Wine [2021 \u2013 3 Jahre alt] (10,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein seit mindestens drei Jahren gelagerter Barley Wine \u2013 das klingt au\u00dferordentlich vielversprechend!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Glas leuchtet das Bier dunkelrotbraun. Es ist dezent und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb, und es pr\u00e4sentiert sich mit einem \u00fcppigen, feinporigen und leicht gelblichen Schaum, der allerdings nicht lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist intensiv malzig und gepr\u00e4gt von dunklen, reifen Fr\u00fcchten \u2013 Pflaumen, \u00fcberreife Erdbeeren, Cranberries.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist rund und s\u00fc\u00dflich, die Spundung ist nicht sehr hoch. Rasch macht sich auf der Zunge eine runde, fast schon warm wirkende Malzigkeit breit, die sch\u00f6ne, weinige Fruchtnoten mit sich bringt. Rosinenaromen, etwas schweren Madeira-Wein, in Rum eingelegte Trockenpflaumen \u2013 all das ist zu sp\u00fcren, wird aber, und das ist f\u00fcr einen Barley Wine jetzt etwas untypisch, begleitet von einer feinen R\u00f6stnote, die die S\u00fc\u00dfe kontrastiert, ihr die Klebrigkeit nimmt, gleichzeitig aber auch die runde W\u00e4rme etwas reduziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck wird die R\u00f6stnote etwas intensiver. Eine kr\u00e4ftige Bittere macht sich breit, die aber auch vom Hopfen getrieben zu sein scheint. Sie bleibt aber angenehm sanft, wird nicht rau oder gar kratzig.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz am Ende schwebt noch eine leichte Kakaonote als letzter Hauch im Rachenraum, bevor sich das Bier sensorisch endg\u00fcltig verabschiedet.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Yankee &amp; Kraut \u2013 Lumberjack Snack \u2013 West Coast IPA (7,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ist es noch ein Dunkelgelb oder schon ein Hellorange? Auf alle F\u00e4lle leuchtet das Bier sch\u00f6n, ist gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine schneewei\u00dfe, nicht allzu \u00fcppige Schaumdecke.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist sehr angenehm hopfig mit kr\u00e4ftigen, harzigen Noten, die genau die Aromen widerspiegeln, die das Label impliziert: Kiefernnadeln und -zapfen. Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und l\u00e4sst schon im allerersten Moment eine intensive Harzigkeit sp\u00fcren \u2013 die Schleimh\u00e4ute an der Zungenspitze werden leicht rau, als w\u00fcrde ich an einem St\u00fcckchen Kolophonium lutschen. Einmal auf der Zunge und an den Mundschleimh\u00e4uten angekommen, unterstreicht das Bier diesen Eindruck \u2013 kr\u00e4ftige Harze und, vorrangig retronasal, dazu kr\u00e4ftige Terpenaromen.So was mag ich.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck werden diese harzigen Eindr\u00fccke und der raue Charakter auf den Schleimh\u00e4uten noch intensiver und kerniger \u2013 jetzt wird es fast des Guten zu viel, und das Bier verliert auf der Zielgeraden leider noch die H\u00f6chstwertung.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem: Ein sehr gelungenes Bier!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Brewdog x Giesinger \u2013 Giesinger Erhellung (5,3%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWie haben das Helle von Giesinger Br\u00e4u M\u00fcnchen neu interpretiert\u201c, steht auf der Dose, und mein erster Gedanke ist: Ein Helles ist das aber nicht mehr!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine sch\u00f6ne, gelbe Farbe und einen stabilen, schneewei\u00dfen Schaum. Beides ist stiltypisch. Das war es dann aber auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die kr\u00e4ftige, gleichm\u00e4\u00dfige Tr\u00fcbung passt schon nicht mehr \u2013 auch wenn sie gut aussieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist ausgepr\u00e4gt hopfig, mit vorwiegend harzigen und kr\u00e4uterigen Noten, aber auch einer feinherben Fruchtaromatik im Hintergrund. Gef\u00e4llt mir, passt aber auch nicht zum Stil.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist spritzig und herb, und auf der Zunge dominiert vom ersten Moment an eine kr\u00e4ftig ausgepr\u00e4gte Hopfenherbe nebst dazu passender Hopfenaromatik. Die harzigen und kr\u00e4uterigen Noten machen sich retronasal gut bemerkbar; die herbfruchtigen Aromen kommen jetzt etwas deutlicher hinzu. Macht einem Pale Ale oder einem India Pale Lager alle Ehre \u2013 soll aber ein Helles sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Nachtrunk ist eher helles-untypisch: Knackige Herbe, harzig-fruchtige Aromen, leicht trockene Schleimh\u00e4ute, die zum Weitertrinken anregen. Kann man als Pale Ale oder Hopfenlager oder was auch immer gut machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr sch\u00f6nes Bier, aber: Definitiv kein Helles. Das ist keine Interpretation eines Hellen mehr, sondern ein v\u00f6llig anderes (gutes!) Bier.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bitburger \u2013 Winterbock [2021 \u2013 3 Jahre alt] (7,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist dunkelgoldgelb, fast schon orange und weist eine leichte, etwas flockig wirkende Tr\u00fcbung auf. Der dezent beigefarbene Schaum entwickelt sich recht \u00fcppig, ist aber nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig lange haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist fruchtig mit Noten von \u00fcberreifen, roten Stachelbeeren, Brombeeren und Rumtopf-Pflaumen, weist aber auch Honigaromen auf, die auf seine Alterung hindeuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist weich und ein wenig s\u00fc\u00dflich. Einmal auf der Zunge angekommen, f\u00fcllt das Bier den Mund- und Rachenraum mit s\u00fc\u00dflichen Honignoten und einer feinen Biskuitmalzsensorik gut aus. Eine Hopfenbittere ist zwar sp\u00fcrbar, bleibt aber zur\u00fcckhaltend. Retronasal sind jetzt die Honignoten im Vordergrund, dicht gefolgt von Pfirsicharomen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck kommt eine dezent oxidiert wirkende Bittere hinzu \u2013 ein leichtes, adstringierendes Gef\u00fchl von nassem Karton macht sich auf den Schleimh\u00e4uten breit.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier bleibt trotzdem sympathisch.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Fl\u00f6tzinger \u2013 Wies\u2019n-M\u00e4rzen (5,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist kr\u00e4ftig gelb bis strohgelb, blank filtriert und tr\u00e4gt einen sch\u00f6nen, schneewei\u00dfen Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist malzbetont mit feinen Keksteigaromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem weichen und fast schon samtig wirkenden Antrunk folgt ein runder, malziger Eindruck auf der Zunge. Die Malzs\u00fc\u00dfe ist deutlich zu sp\u00fcren, sie wirkt aber nicht zuckrig oder gar klebrig. Die s\u00fc\u00dflichen Keksteigaromen sind auch retronasal das pr\u00e4gende Element.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck wird eine sehr zur\u00fcckhaltende Hopfennote sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl kaum Herbe vorhanden ist und die S\u00fc\u00dfe dominiert, bleibt das Bier gleichwohl gut durchtrinkbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben16\/VerkostungFestbiere\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Oktoberfest und mehr! Sechs \u201eM\u00fcnchner\u201c Brauereien haben ein seit vielen Jahrzehnten funktionierendes Kartell gebildet und teilen das gr\u00f6\u00dfte Volksfest der Welt, das M\u00fcnchner Oktoberfest, unter sich auf. Den bayerischen Politfilz interessiert dieses Gemauschel nicht \u2013 ganz im Gegenteil, flei\u00dfig mischen sie in dieser Korruptionsgemengelage mit, und ich m\u00f6chte nicht wissen, <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47363\" title=\"Verkostungspaket(Oktober-) Festbiere\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":47365,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[160,2,3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-47363","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-beer-nuggets","8":"category-bier-erleben","9":"category-bierverkostungen"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47363"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47508,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47363\/revisions\/47508"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/47365"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}