{"id":47500,"date":"2025-07-28T15:26:00","date_gmt":"2025-07-28T13:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47500"},"modified":"2025-09-27T20:05:35","modified_gmt":"2025-09-27T18:05:35","slug":"brouwerij-westmallewestmallebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47500","title":{"rendered":"Brouwerij Westmalle<br>Westmalle<br>BEL"},"content":{"rendered":"\n<p>Gro\u00df und rot ragen die Ziegelmauern der <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Abtei Westmalle<\/a> vor uns auf. Das gro\u00dfe Tor, das ins Innere f\u00fchrt, ist geschlossen, eine Kamera \u00fcberwacht die Zufahrt, und \u00fcber dem Tor prangt gro\u00df das <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Westmalle<\/a>-Logo, die ineinander verwobenen Buchstaben A und W. Besucher sind hier nicht erw\u00fcnscht. Zumindest keine, die kein Interesse am Klosterleben haben und nur die <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/trappistenbieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brauerei<\/a> sehen wollen. Angesichts der hier andernfalls einfallenden Horden, die hunnengleich alles \u00fcberrennen w\u00fcrden, nur um einen Blick auf die Braukessel werfen zu d\u00fcrfen, ist das verst\u00e4ndlich \u2013 die Zisterzienser haben ihren Orden unter anderem deshalb gegr\u00fcndet, um sich von der lauten Hektik der weltlichen Gesellschaft abschotten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"964\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-1-1024x964.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47503\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-1-1024x964.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-1-300x283.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-1-150x141.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-1-768x723.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>das Tor ist zu<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Insofern ist uns schon klar: Wir k\u00f6nnen von au\u00dfen die Klostermauern betrachten, wir k\u00f6nnen einmal im Rechteck um das Kloster herumwandern (immerhin etwas \u00fcber zwei Kilometer misst der Weg), und wir k\u00f6nnen auf der einen Seite zumindest die gewaltigen Leergutberge sehen, die vom erfolgreichen Brauen zeugen. Und wir k\u00f6nnen was lernen \u2013 entlang des Weges stehen n\u00e4mlich alle paar Dutzend Meter Informationstafeln, die uns Interna aus dem Klosterleben verraten, unter anderem, wie man M\u00f6nch werden kann. Aber die <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/trappistenbieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brauerei<\/a> k\u00f6nnen auch wir nicht sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wetter ist sch\u00f6n. Die Natur rund um das Kloster auch. Insofern ist es klar, dass wir den Weg entlangwandern, immer brav an der Mauer entlang. Auch wenn wir keinen Blick auf die Braukessel erhaschen k\u00f6nnen \u2013 riechen k\u00f6nnen wir die <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/trappistenbieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brauerei<\/a> dennoch. Und zwar sehr intensiv. Frische, warme Schwaden wehen am Kloster entlang, der Maischegeruch ist unverkennbar. Die M\u00f6nche haben, wie fast jeden Tag, erst mit dem Brauen begonnen, als sie sich zum gemeinsamen Gebet vorbereitet und dieses absolviert haben. Der Rhythmus der <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/trappistenbieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brauerei<\/a> folgt dem Rhythmus der <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Abtei<\/a>. Nicht umgekehrt. Kein Schichtbetrieb, kein ununterbrochenes, auch n\u00e4chtliches Brauen. Der Maischeduft: Immer um die Mittagszeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"680\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-2-1024x680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47504\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-2-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-2-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-2-150x100.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-2-768x510.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-2-391x260.jpg 391w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Brouwerij-Westmalle-Mini-2.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>der Maischeduft ist stets pr\u00e4sent, wenn auch nicht zu sehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend wir begeistert schnuppern, gehen unsere Gedanken auf Reisen, vollziehen die Geschichte des Klosters nach:<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 1797 siedelten sich die ersten Zisterzienserm\u00f6nche in Malle an. Ihr streng reguliertes Klosterleben sieht unter anderem vor, dass sie zu ihren kargen Mahlzeiten nur das \u00f6rtliche Volksgetr\u00e4nk zu sich nehmen d\u00fcrfen. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck in diesem Fall, denn in Flandern trinken die Einheimischen traditionell \u2026 Bier! So wundert es nicht, dass, als das Kloster 1836 offiziell zur <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Abtei<\/a> erhoben wird, noch im selben Jahr eine Brauerei errichtet wird. Zun\u00e4chst produziert sie nur f\u00fcr den Eigenbedarf, aber nur wenige Jahre sp\u00e4ter beginnen die M\u00f6nche, das Bier auch an der Klosterpforte zu verkaufen. In schweren Zeiten ist jeder Groschen, der zum Erhalt des Klosters beitragen kann, gern gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die M\u00f6nche keine Kaufleute sind oder sein wollen, aber wenn sie etwas machen, machen sie es mit Bedacht und Sorgfalt, so dass der Erfolg sich quasi von selbst einstellt. 1865 muss die <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/trappistenbieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brauerei<\/a> zum ersten Mal vergr\u00f6\u00dfert werden, 1897 zum zweiten Mal, und 1921 entscheiden sich die M\u00f6nche, ihr Bier kommerziell zu verkaufen. Fortan ist die <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Abtei<\/a> finanziell abgesichert. Als in den Drei\u00dfiger Jahren ein neues Sudhaus und ein neuer G\u00e4rkeller errichtet werden, entscheiden sich die M\u00f6nche, angesichts dieses Anlasses auch ein neues Bier zu kreieren. Aufgrund des rund drei Mal h\u00f6heren Alkoholgehalts gegen\u00fcber ihrem Alltagsbier w\u00e4hlen sie den Namen Tripel \u2013 und wer wei\u00df, ob den M\u00f6nchen in dem Moment bewusst war, dass damit ein neuer Bierstil geboren wurde, der bis heute Bestand hat. Und mehr noch: Das Westmalle Tripel als Original gilt unver\u00e4ndert als Benchmark.<\/p>\n\n\n\n<p>Langsam, ganz langsam stellt sich Bierdurst ein. Man kann ja nicht nur trocken \u00fcber die hier gebrauten Biere nachdenken. Wie gut, dass uns ein kleines, bescheidenes Hinweisschild auf das <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47514\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Caf\u00e9 Trappisten<\/a> verweist \u2013 gerade einmal 300 m Luftlinie von den Klostermauern entfernt am Rand der Hauptstra\u00dfe gelegen. Das wird gleich unser n\u00e4chster Zwischenstopp! Wie von selbst lenken sich unsere Schritte in Pfeilrichtung \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/trappistenbieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brouwerij Westmalle<\/a> kann nur zu ganz seltenen Gelegenheiten besichtigt werden, und dann auch nur f\u00fcr einen begrenzten Personenkreis. Man kann aber im Abteiladen Produkte aus dem Kloster kaufen \u2013 Bier und K\u00e4se. Die \u00d6ffnungszeiten sind montags bis sonnabends von acht bis siebzehn Uhr, sonntags von halb zw\u00f6lf bis viertel vor vier. Zu erreichen ist die <a href=\"https:\/\/www.trappistwestmalle.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Abtei<\/a> mit dem Bus der Linie 40, Haltestelle Westmalle Abdij, und von dort aus sind es 300 Meter bis zu den Klostermauern. Oder man f\u00e4hrt mit dem Auto, kann direkt vor dem Kloster parken und einmal ums Kloster herumlaufen. Gerne auch viel weiter, denn hinter dem Kloster erstreckt sich ein herrliches Naturschutzgebiet mit zahlreichen Wanderwegen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben16\/Westmalle\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Brouwerij Westmalle<br>Antwerpsesteenweg 496<br>2390 Westmalle<br>Belgien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Gro\u00df und rot ragen die Ziegelmauern der Abtei Westmalle vor uns auf. Das gro\u00dfe Tor, das ins Innere f\u00fchrt, ist geschlossen, eine Kamera \u00fcberwacht die Zufahrt, und \u00fcber dem Tor prangt gro\u00df das Westmalle-Logo, die ineinander verwobenen Buchstaben A und W. Besucher sind hier nicht erw\u00fcnscht. 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