{"id":47595,"date":"2025-03-03T16:23:00","date_gmt":"2025-03-03T15:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47595"},"modified":"2025-10-10T16:33:12","modified_gmt":"2025-10-10T14:33:12","slug":"verkostungspaketaus-traubing-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47595","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br>aus Traubing"},"content":{"rendered":"\n<p>Ach, herrjeh, eigentlich habe ich mich auf dieses Verkostungspaket schon gefreut, seit mir DHL die erste Info-eMail hat zukommen lassen, dass es unterwegs sei. Uneigentlich ist es jetzt aber traurig, auf das noch unge\u00f6ffnete Paket zu schauen \u2013 es ist n\u00e4mlich ein wiederverwendeter Karton von BrewHeart. Und die haben Ende letzten Jahres, vor gerade einmal drei Monaten, ihren Braubetrieb eingestellt. Ein quasi historischer Karton, also.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"690\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-1024x690.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47596\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-1024x690.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-300x202.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-150x101.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1-768x517.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Verkostungspaket-aus-Traubing-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\"><strong>f\u00fcnf sorgf\u00e4ltig ausgesuchte Biere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Nach dem \u00d6ffnen ist die Trauer aber rasch verflogen. Neben ein paar Gl\u00e4schen selbstgemachter Marmelade (hmmm \u2026 lecker!) tauchen f\u00fcnf sorgf\u00e4ltig ausgesuchte Biere auf \u2013 vom klassischen Wei\u00dfbier \u00fcber Weizen-IPA bis zum Weizenbock. Toll!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben16\/VerkostungspaketTraubing5\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Das verspricht spannende \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Starnberg Br\u00e4u \u2013 Winterbier (5,6%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBei einem Winterbier h\u00e4tte ich jetzt eine etwas kr\u00e4ftigere Farbe erwartet\u201c, denke ich mir, als ich das eher hell- als dunkelgelbe, blank gefilterte und von schneewei\u00dfem Schaum bedeckte Bier betrachte und zusehe, wie die Schaumkrone verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig rasch zerf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist intensiv malzig mit an Keksteig erinnernden Aromen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon beim Einschenken fiel es auf, und der Antrunk best\u00e4tigt es: Das Bier ist relativ s\u00e4mig. Auf der Zunge zeigt es sich konsequenterweise weich und vollmundig, sehr malzbetont mit einer nur sehr zur\u00fcckhaltenden Hopfenherbe. Retronasal sp\u00fcre ich die teigigen Malzaromen sehr intensiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang entwickelt den Eindruck stetig weiter. S\u00e4mig und voll, malzig und kaum hopfig. Insgesamt recht s\u00e4ttigend.<\/p>\n\n\n\n<p>Stilistisch in der N\u00e4he der Oktoberfestbiere einzuordnen \u2013 etwas zu hell f\u00fcr ein M\u00e4rzen, aber kr\u00e4ftiger und saturierender als ein Helles.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Maisel &amp; Friends \u2013 Wheeepa! \u2013 Cloudworks Weizen IPA (7,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pascal Wolke hat mit seiner Cloudworks Heimbrauerei den 6. Hobbybrauerwettbewerb von Maisel &amp; Friends und BrauBeviale gewonnen, und auf Basis seines Rezepts ist dieses Bier entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe ist ein helles Gelb mit einer sch\u00f6nen und gleichm\u00e4\u00dfigen Tr\u00fcbung und einem ganz leichten Stich ins Orangene. Die Schaumkrone ist schneewei\u00df und recht stabil.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft erinnert an einen bunten Obstkorb voller tropischer Fr\u00fcchte \u2013 Maracuja, Papaya, Ananas und Mango, und dahinter scheint eine ganz feine Note von Petersilie und Korianderbl\u00e4ttern auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der milde, geradezu kremige Antrunk gef\u00e4llt gut. Auf der Zunge ist das Bier angenehm weich, etwas s\u00fc\u00dflich, mit seidiger Textur und einer sehr gut maskierten Hopfenbittere \u2013 all dies korrespondiert sehr sch\u00f6n mit den retronasalen Fruchtaromen, die wieder das ganze olfaktorische Spektrum aufgreifen, das orthonasal schon aufgeboten wurde. Einschlie\u00dflich des feinen Kr\u00e4uteraromas.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang legt die feine Bittere nun offen, dadurch wird verhindert, dass die Fruchtaromen das Biere zu s\u00fc\u00dflich und klebrig wirken lassen. Gleichzeitig wird eine ganz zarte alkoholische W\u00e4rme sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Dachsbr\u00e4u \u2013 Weizenbock (7,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine dunkelkupferne Farbe, ist milchig tr\u00fcb und entwickelt nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist fruchtig-estrig, was f\u00fcr einen Weizenbock durchaus typisch ist. Bananige und aprikosige Aromen spielen die erste Geige. Dahinter aber verbirgt sich eine s\u00e4uerlich-dumpfe Note mit einem extrem feinen Hauch Butters\u00e4ure \u2013 beides von den Fruchtaromen nicht v\u00f6llig maskiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk best\u00e4tigt bereits: Hier liegt irgendeine Infektion vor. Es schmeckt deutlich s\u00e4uerlich, hinzu kommt eine etwas dumpfe Note, und als das Bier die Zunge und den Gaumen erreicht, machen sich auch die \u2013 zugegebenerma\u00dfen (und gl\u00fccklicherweise) sehr zaghaften \u2013 Butters\u00e4urearomen wieder bemerkbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck wird es nicht besser. Eine feine alkoholische W\u00e4rme, die einer gewissen Sch\u00e4rfe nicht entbehrt, kommt noch hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Nee, da ist irgendwas im Bier. Das ist schon leicht gekippt. Man k\u00f6nnte es zwar noch austrinken, aber ein Vergn\u00fcgen ist es nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt noch drei Wochen in der Zukunft. Nicht viel, aber immerhin!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Maisel &amp; Friends \u2013 Mariana White \u2013 Dry-Hopped Weizenbock( 7,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier ist mit Mariana gehopft, nicht mit Mandarina. Aber die Farbe, die ist trotzdem ein sch\u00f6nes Mandarin, also ein leuchtendes, helles Orange. Zusammen mit der sch\u00f6nen, gleichm\u00e4\u00dfigen Tr\u00fcbung und dem schneewei\u00dfen Schaum sieht das Bier richtig schick aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist komplex. Im ersten Moment dominieren Tropenfruchtaromen \u2013 Mango, Papaya und Aprikose. Dann kommen aber auch kr\u00e4uterige Aromen hinzu, die mit dem W\u00e4rmerwerden des Biers auch intensiver werden, bis sich irgendwann ein recht deutliches Liebst\u00f6ckelaroma bemerkbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist s\u00fc\u00dflich und etwas kremig, aber sowie das Bier den Zungengrund und den Gaumen erreicht, schl\u00e4gt die Hopfenbittere schonungslos zu. Die Frucht- und Kr\u00e4uteraromen sind zwar immer noch da, besonders retronasal, aber die Bittere dominiert den Gesamteindruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist es auch, die im Abgang bestimmend bleibt. Nach dem Schluck klingen die Fruchtaromen rasch ab, die Liebst\u00f6ckelaromen erweisen sich als standhaft, aber am ausdauerndsten zeigt sich die Hopfenbittere. Sie sorgt f\u00fcr trockene Schleimh\u00e4ute und einen deftig-kernigen Gesamteindruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Spannend.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Karg \u2013 Bio Hefewei\u00dfbier (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine sehr sch\u00f6ne und kr\u00e4ftige Farbe \u2013 f\u00fcr ein klassisches Hefewei\u00dfbier schon sehr dunkel, sehr weit in Richtung Kupfer gehend. Die Tr\u00fcbung ist intensiv, Teile der Hefe schwimmen in dickeren Plocken im Bier herum, und ein erklecklicher Anteil bleibt als dicker Bodensatz in der Flasche kleben. \u00dcber dem Bier bildet sich eine \u00fcppige, leicht gelblich wirkende Schaumdecke aus, die sehr fest wirkt und sehr lange h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist eher zur\u00fcckhaltend. Er geht in die Gew\u00fcrznelkenrichtung mit feinen Noten von K\u00fcmmel, aber auch etwas Banane im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch mit einem feinen, s\u00e4uerlich-erfrischenden Touch. Auf der Zunge wird das Bier dann vollmundig-kremig, die Hefe wird ebenfalls gut sp\u00fcrbar. Auch retronasal bleibt das Aroma sehr zur\u00fcckhaltend und geht nun ein wenig in eine allgemein hefige Richtung \u2013 die Gew\u00fcrznelken- und Fruchtaromen verblassen langsam.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schluck werden die Schleimh\u00e4ute am Gaumen und im Rachen ein wenig rau, was die Harmonie des Biers etwas st\u00f6rt, aber bei weitem noch nicht unangenehm ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Man merkt, dass das Bier knapp \u00fcber dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt, aber es ist bei weitem noch nicht umgeschlagen oder gar untrinkbar. Im Gegenteil: Solide und ordentlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben16\/VerkostungspaketTraubing5\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ach, herrjeh, eigentlich habe ich mich auf dieses Verkostungspaket schon gefreut, seit mir DHL die erste Info-eMail hat zukommen lassen, dass es unterwegs sei. Uneigentlich ist es jetzt aber traurig, auf das noch unge\u00f6ffnete Paket zu schauen \u2013 es ist n\u00e4mlich ein wiederverwendeter Karton von BrewHeart. 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