{"id":47864,"date":"2025-04-11T17:03:00","date_gmt":"2025-04-11T15:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47864"},"modified":"2025-11-16T16:25:20","modified_gmt":"2025-11-16T15:25:20","slug":"verkostungspaeckchenaus-limburg-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=47864","title":{"rendered":"Verkostungsp\u00e4ckchen<br>aus Limburg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eBis ans Ende der Welt \u2026\u201c, sangen einst die Puhdys, wenn auch nicht \u00fcber diese Biere.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kleines, aber sehr feines Verkostungsp\u00e4ckchen erreicht mich aus Limburg. Bierdosen aus dem fernen Argentinien! Bis ans Ende der der Welt ist der liebe Herr E. gereist und hat mir diese Biere mitgebracht. Was f\u00fcr ein Aufwand, was f\u00fcr ein Freundschaftsdienst.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"714\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Verkostungspaeckchen-aus-Limburg-Mini-1-1024x714.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47865\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Verkostungspaeckchen-aus-Limburg-Mini-1-1024x714.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Verkostungspaeckchen-aus-Limburg-Mini-1-300x209.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Verkostungspaeckchen-aus-Limburg-Mini-1-150x105.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Verkostungspaeckchen-aus-Limburg-Mini-1-768x535.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Verkostungspaeckchen-aus-Limburg-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und da er kurz danach auch noch eine Reise nach Portugal machen durfte, sind auch von dort Dosen mit ins P\u00e4ckchen gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist das nicht wunderbar?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben17\/VerkostungspaeckchenLimburg3\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Patagonia \u2013 Lager del Sur (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Farbe ist dunkelgelb bis strohgelb, und das Bier ist blank filtriert. Der Schaum ist sch\u00f6n wei\u00df und mittellang haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist floral mit feinen, eher ins spielerisch leichte gehenden Honignoten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist sehr gef\u00e4llig, nicht zu spritzig und eher weich. Auf der Zunge zeigt sich das Bier malzbetont mit einer sp\u00fcrbaren, aber nicht zuckrigen Rests\u00fc\u00dfe, ohne gleich einen kr\u00e4ftigen K\u00f6rper zu haben. Die Hopfenbittere ist sehr zur\u00fcckhaltend. Retronasal glaube ich, einen feinen Zitrushauch zu sp\u00fcren, der ein wenig in Richtung Mandarine geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Schluck klingen alle Wahrnehmungen recht rasch und gleichm\u00e4\u00dfig ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bier ist ein unauff\u00e4lliger und gut durchtrinkbarer Begleiter des Alltags, ohne H\u00f6hen, aber auch ohne Tiefen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Dois Corvos \u2013 Nepo Baby \u2013 Brett Saison w\/ Rosehips (5,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine robuste, richtig schwere Flasche, verschlossen mit einem Kronkorken und dann mit wei\u00dfem Wachs versiegelt. Soll edel aussehen, tut das irgendwie auch, ist aber eine \u00fcble Plackerei und Kr\u00fcmelei, das Wachs wieder abzukriegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Belohnt werde ich aber mit einem richtig interessanten Bier:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Glas pr\u00e4sentiert es einen dunklen Orangeton, eine intensive Tr\u00fcbe und einen dezent gelblich schimmernden, kremigen Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist zwar von ledrigen Brettanomyces-Aromen gepr\u00e4gt, aber bei weitem nicht so intensiv, so ausgepr\u00e4gt, wie bef\u00fcrchtet. Stattdessen spielen angenehme, weinige Noten mit hinein und eine kr\u00e4ftige, so gar nicht an die auf dem Etikett erw\u00e4hnten Lactobazillen erinnernde, sondern eher in Richtung Aceto Balsamico tendierende S\u00e4ure.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die S\u00e4ure ist auch das, was den Antrunk und den Eindruck auf der Zunge und am Gaumen pr\u00e4gt. Eine kr\u00e4ftige, aber sehr sympathisch auftretende S\u00e4ure mit weicher, geradezu kremiger Textur. Dahinter verbirgt sich eine gleichzeitig malzige und weinige S\u00fc\u00dfe, und nach dem Schluck kommen dezent adstringierende, holzige Effekte hinzu \u2013 feine Tannine aus den portugiesischen F\u00e4ssern, in denen dieses Bier zwei Jahre lang reifen durfte. Retronasal sp\u00fcre ich noch ein zartes, florales Aroma.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles in allem ein Bier, das trotz seiner sehr starken S\u00e4ure harmonisch und weich wirkt und mit in kleinen Schlucken genossen einen ganzen Abend Spa\u00df machen kann.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Fermentage \u2013 Sidamo &#8211; Coffee Stout (6,0%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die quietschbunte Dose f\u00e4llt sofort ins Auge \u2013 die schreiend bunte Grafiken stehen allerdings im krassen Gegensatz zum tiefschwarzen, nahezu blickdichten, aber wohl blanken Inhalt. So schwarz muss ein Coffee Stout sein! Und gekr\u00f6nt von einem br\u00e4unlichen, \u00fcppigen Schaum darf es, muss es auch sein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist pr\u00e4gnant. Intensive Kaffeearomen, die ganz im Hintergrund auch eine mokkaartig-schokoladige Note aufweisen und einen Hauch S\u00e4ure, einen Hauch Frucht mitbringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weicher Antrunk. Intensiv kaffeeartig auf der Zunge. Mokka retronasal. Die orthonasal schon identifizierte S\u00e4ure blitzsauber hinten im Rachen \u2013 wahrscheinlich aus dem R\u00f6stmalz stammend. Eine angenehme R\u00f6stigkeit mit feiner Bittere, noch mehr Kaffee, ein bisschen mehr Mokka, etwas mehr Bitterschokolade. Bis zum Abgang hin wird das Bier immer komplexer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Fuegian Brewery \/ Cerveza Beagle \u2013 Prison Train \u2013 Amber (4,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was f\u00fcr eine wundersch\u00f6ne Optik! Leuchtend rot, kristallklar und mit einem \u00fcppigen, leicht r\u00f6tlich-beigefarbenen, festen Schaum, der lange h\u00e4lt. Sooo sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist malzig, leicht brotig und ganz leicht melanoidinig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der weiche Antrunk ist sehr rund, der Eindruck auf der Zunge zun\u00e4chst malzig, dann aber an den Zungenr\u00e4ndern auch schon dezent hopfig-bitter. W\u00e4hrend retronasal die leichten Brotaromen sich mit feinfruchtigen Estern vergn\u00fcgen, ist der Abgang eher trocken und f\u00fcr ein Rotbier oder Amber Ale verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schlank.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir gef\u00e4llt das, bleibt das Bier doch so deutlich durchtrinkbarer als so manches mastiges und sehr saturierendes Rotbier aus dem N\u00fcrnberger Raum.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Patagonia \u2013 Vera IPA \u2013 New England IPA (5,8%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">India Pale Ale \u2013 das war mal eine Stilbezeichnung. Mittlerweile ist es ein ganzer Katalog von Substilen, an die sich die Brauer halten k\u00f6nnen. Oder auch nicht. Auf dieser Dose steht jetzt New England IPA drauf, die Sensorik geht aber eher in Richtung klassisches britisches IPA \u2013 die relativ niedrige Bittere (20 IBU), die mittelbraune Farbe und der harzige Duft insbesondere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also, mittelbraun ist es, leicht und gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb, und einen dicken, stabilen Schaum hat es auch, das Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft ist, wie schon gesagt, harzig. Hopfig harzig. Intensiv harzig, mit sch\u00f6nen Nadelwaldaromen im Hintergrund. Der von mir so geliebte Kiefernwald im Sommersonnenschein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Antrunk ist frisch, spritzig und weist einen Hauch von S\u00e4ure auf. Ob die beabsichtigt ist, wei\u00df ich nicht, aber sie ist nur sehr dezent, durchaus angenehm und erfrischend, und sollte sie nicht Absicht sein, so sei sie aus zwei Gr\u00fcnden entschuldigt: Erstens, weil sie wirklich nur ganz schwach ist und gut ins Bier passt, und zweitens, weil das Bier einen Transport fast rund um die Welt hinter sich hat und das Mindesthaltbarkeitsdatum vor drei Tagen abgelaufen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sei\u2019s drum. Auf der Zunge ist das Bier malzig, durchaus sp\u00fcrbar herb (ich h\u00e4tte auch deutlich mehr als 20 IBU getippt), und retronasal erfreut es erneut mit harzigen Aromen. Letztere verstetigen sich auch nach dem Schluck, w\u00e4hrend gleichzeitig die Schleimh\u00e4ute ein wenig trocken werden und Lust auf den n\u00e4chsten machen. Den n\u00e4chsten Schluck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr durchtrinkbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben17\/VerkostungspaeckchenLimburg3\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>\u201eBis ans Ende der Welt \u2026\u201c, sangen einst die Puhdys, wenn auch nicht \u00fcber diese Biere. Ein kleines, aber sehr feines Verkostungsp\u00e4ckchen erreicht mich aus Limburg. Bierdosen aus dem fernen Argentinien! Bis ans Ende der der Welt ist der liebe Herr E. gereist und hat mir diese Biere mitgebracht. 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