{"id":48580,"date":"2025-11-24T11:17:00","date_gmt":"2025-11-24T10:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=48580"},"modified":"2026-03-12T17:16:19","modified_gmt":"2026-03-12T16:16:19","slug":"verkostungspaketaus-betzigau-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=48580","title":{"rendered":"Verkostungspaket<br>aus Betzigau"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Unverhoffte Adventsgr\u00fc\u00dfe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nur noch ein paar Tage sind\u2019s bis zum 1. Advent. Da bricht dann \u00fcber die Paketboten wieder die H\u00f6lle los, wenn alle Welt beginnt, Weihnachtspakete zu verschicken. Heute, am 24. November 2025, aber eigentlich noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Tiefenentspannt und gut gelaunt zeigt sich also unser Bote und dr\u00fcckt mir ein Paket in die Hand.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Inhalt? Ein fl\u00fcssiger und herzlicher Gru\u00df aus dem Allg\u00e4u, wo mein mir zum lieben Freund gewordener Mitarbeiter Thomas G. wohnt. Er war wohl unl\u00e4ngst in \u00d6sterreich im Urlaub, und ein paar Biere der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=28004\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zillertaler Brauerei<\/a> haben in seinem Kofferraum den Weg \u00fcber die Grenze gefunden. Und ein sch\u00f6nes Alkoholfreies aus M\u00fcnchen, in den Superm\u00e4rkten nach wie vor stets ausverkauft, findet sich ebenfalls zwischen den Papppolstern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"823\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Verkostungspaket-aus-Betzigau-Mini-1-1024x823.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-48581\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Verkostungspaket-aus-Betzigau-Mini-1-1024x823.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Verkostungspaket-aus-Betzigau-Mini-1-300x241.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Verkostungspaket-aus-Betzigau-Mini-1-150x121.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Verkostungspaket-aus-Betzigau-Mini-1-768x617.jpg 768w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Verkostungspaket-aus-Betzigau-Mini-1.jpg 1063w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben18\/VerkostungspaketBetzigau4\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich sende ein herzliches Dankesch\u00f6n in den S\u00fcden und belohne den edlen Spender mit meinen \u2026<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><strong>Verkostungsnotizen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Augustinerbr\u00e4u \u2013 Alkoholfrei Hell (&lt;0,5%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Glas \u00fcberrascht das Bier mit einer sehr hellgelben Farbe. Es ist blitzblank filtriert und tr\u00e4gt einen sch\u00f6nen, schneewei\u00dfen Schaum.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist, vorsichtig gesagt, recht neutral. Soll hei\u00dfen, man riecht fast gar nichts. Nur bei genauem Hinschnuppern sind feine Malznoten zu ersp\u00fcren, und ganz, ganz fein im Hintergrund kann man einen Hauch von frischem Getreide erahnen \u2013 aber um Gr\u00f6\u00dfenordnungen weniger als bei nahezu allen anderen alkoholfreien Bieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch, der Eindruck im Mund und auf der Zunge \u00e4hnlich, wie der Duft: Sehr zur\u00fcckhaltend, sehr neutral. Sp\u00f6tter w\u00fcrden an \u201ew\u00e4ssrig\u201c denken, aber das trifft es nicht wirklich. Es ist von allem ein bisschen da. Malz, Hefe, Hopfen \u2013 aber von allem auch ganz, ganz wenig. Nicht einmal die augustinertypische Schwefelnote, die sonst im Hellen recht penetrant werden kann, ist zu sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Frisch und klar der Abgang, und auch sehr kurz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sch\u00f6nes Alkoholfreies zum Wegzischen, das den Vergleich mit einem alkoholhaltigen, ebenso zur\u00fcckhaltend neutralen Hellen nicht zu scheuen braucht.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Zillertal \u2013 M\u00e4rzen (5,1%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00f6sterreichisches M\u00e4rzen, nicht vergleichbar mit einem bayerischen, sondern ein v\u00f6llig anderer Bierstil.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz hellgelb und blank filtriert zeigt es sich im Glas, gekr\u00f6nt von einer feinen, schneewei\u00dfen Schaumkrone, die \u00fcberraschend lang h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft wird dominiert von einem recht ausdrucksvollen Licht-\u201egeschmack\u201c. Manche lieben ihn und w\u00fcrden ihn vermissen, w\u00e4re er nicht da, andere hassen ihn. Ich stehe ihm neutral gegen\u00fcber. Es ist da, und er ist recht intensiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist frisch und spritzig, im ersten Moment fast schon ein bisschen kohlens\u00e4urescharf. Die hohe Spundung erkl\u00e4rt vermutlich auch die Dauerhaftigkeit der Schaumkrone \u2013 sie wird durch die stetig aufsteigenden Kohlens\u00e4urebl\u00e4schen gen\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Zunge und am Gaumen zeigt sich das Bier dezent s\u00fc\u00dflich, aber trotzdem schlank. Eine nur zur\u00fcckhaltende Bittere ist zu sp\u00fcren, und w\u00e4hrend (insbesondere retronasal) der Licht-\u201egeschmack\u201c abklingt, kommen feine Aromen von gr\u00fcnen \u00c4pfeln hervor, begleitet von einer sehr zur\u00fcckhaltenden, an Biskuitteig erinnernden Malznote.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang ist frisch, dezent hopfig-herb und sehr kurz.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Zillertal \u2013 517 \u2013 Dinkel-Weizen Spezialit\u00e4t (7,4%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Art Weizenbock mit Dinkel? Ein hoher Alkoholgehalt und insgesamt drei Malzsorten (Dinkel, Weizen und Gerste) klingen interessant.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bier hat eine kr\u00e4ftige Kupferfarbe, ist intensiv, aber gleichm\u00e4\u00dfig tr\u00fcb und tr\u00e4gt eine nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig dicke, aber kremige, leicht beigefarbene Schaumschicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist interessant. Es dominieren eher hopfige Aromen \u2013 Beerenfr\u00fcchte, ein bisschen Pampelmuse, aber auch etwas Mango. Die f\u00fcr ein Weizen- und meistens auch f\u00fcr Dinkelbiere typischen, estrigen und von der Hefe stammenden Fruchtaromen wie Banane oder Aprikose spielen hier keine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk ist im ersten Moment weich und s\u00fc\u00dflich, aber sowie das Bier in ganzer Breite auf die Zunge trifft, zeigt sich eine leicht pelzige Bittere. Die Schleimh\u00e4ute werden ein bisschen rau; das Bier wirkt adstringierend. Nach dem Schluck kommen retronasal Aromen von frischer B\u00e4ckerhefe hervor, die sich mit den hopfigen Fruchtaromen vermischen, aber mit diesen nicht zwingend harmonieren. Ein spannendes Wechselspiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abgang ist gepr\u00e4gt von der leichten Adstringenz und von einer feinen alkoholischen W\u00e4rme.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Zillertal \u2013 Schwarzes (5,2%)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Na, liebe Zillertaler \u2013 so richtig schwarz ist das Schwarze jetzt nicht. Dunkelbraun ist es, ziemlich dunkelbraun, aber bis zum richtigen Schwarz ist es noch lange hin \u2026 Ich erwarte ja kein Vantablack, aber ein bisschen Schwarz darf es doch sein, oder? Es ist immerhin so hell, dass ich ohne Probleme erkennen kann, dass es blank ist, ohne Tr\u00fcbung. Der Schaum ist leicht beigefarben, aber da er ohnehin nur schwach ausgepr\u00e4gt ist und rasch verschwindet, spielt das eigentlich keine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Duft ist eher dezent, aber angenehm. Ein paar ganz leichte R\u00f6stmalzaromen, ein Hauch von Kaffee. Alles aber sparsam, fl\u00fcchtig geradezu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrunk \u00fcberrascht mit etwas S\u00fc\u00dfe, auf der Zunge wird es dann ein bisschen r\u00f6stiger, aber die Bittere bleibt sehr zur\u00fcckhaltend. Nach dem Schluck wird das Bier trockener, die S\u00fc\u00dfe klingt rasch ab, jetzt kommt doch noch eine leichte Bittere. Retronasal ist es weniger Kaffee als eher Kakao, den ich sp\u00fcre \u2013 die Aromatik bleibt aber zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt ist das Bier sch\u00f6n komponiert, trinkt sich sehr fein, gerne zum bewussten Genie\u00dfen, genauso gerne aber auch f\u00fcr den gro\u00dfen Schluck. Gutes Bier \u2013 nur die Erwartungshaltung \u201eschwarz\u201c wird entt\u00e4uscht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/vquante.jalbum.net\/Alben18\/VerkostungspaketBetzigau4\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Unverhoffte Adventsgr\u00fc\u00dfe Nur noch ein paar Tage sind\u2019s bis zum 1. Advent. Da bricht dann \u00fcber die Paketboten wieder die H\u00f6lle los, wenn alle Welt beginnt, Weihnachtspakete zu verschicken. Heute, am 24. November 2025, aber eigentlich noch nicht. 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