{"id":5448,"date":"2016-07-07T23:00:20","date_gmt":"2016-07-07T21:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=5448"},"modified":"2022-04-14T06:25:30","modified_gmt":"2022-04-14T04:25:30","slug":"50-lahnsteiner-bierseminarbierkeller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=5448","title":{"rendered":"50. Lahnsteiner Bierseminar<br \/>\u201eBierkeller\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Schon lange \u2013 genau genommen 854 Tage seit dem 6. M\u00e4rz 2014 \u2013 hatte der Stammtisch des Lahnsteiner Bierseminars auf eine weitere Bierkellerf\u00fchrung gehofft. Eine Hoffnung, die bei den j\u00fcngsten Veranstaltungen bedingt durch die hohen Teilnehmerzahlen nicht erf\u00fcllt werden konnte \u2013 an diesem 50 \u201eJubil\u00e4umsseminar\u201c war es nun so weit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40583\" width=\"841\" height=\"563\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-1.jpg 200w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-1-150x101.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 841px) 100vw, 841px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Vor dem Bierkeller gab es noch drei interessante \u201eMitbringsel\u201c aus Ostdeutschland und aus \u00d6sterreich zu probieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den Namen \u201eSchwarzer Abt\u201c h\u00f6rt ein Bier aus der <a href=\"https:\/\/www.klosterbrauerei.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klosterbrauerei Neuzelle<\/a>, das, wie kaum ein anderes, deutsche Biergeschichte geschrieben hat. Es berief sich als erstes Bier \u00fcberhaupt auf den \u00a7 7a des vorl\u00e4ufigen Biergesetzes, wonach Ausnahmen vom <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?page_id=369\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">deutschen Reinheitsgebot<\/a> zul\u00e4ssig sind, wenn die fragliche Rezeptur in der jeweiligen Region nachweislich schon im Einsatz war bevor das Reinheitsgebot erlassen wurde. Dies ist beim \u201eSchwarzer Abt\u201c der Fall \u2013 in Ostdeutschland braute man schon im Mittelalter Schwarzbiere, die man mit Invertzuckersirup abschmeckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Exotisch klingt der \u201eMauritius Bock Dunkel\u201c \u2013 hergestellt wird er jedoch nicht im fernen Mauritius im indischen Ozean sondern in der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=3564\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mauritius Brauerei<\/a> in Zwickau als klassischer dunkler Bock.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40584\" width=\"843\" height=\"743\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-2.jpg 354w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-2-300x264.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-2-150x132.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 843px) 100vw, 843px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Exotisch zumindest in seiner Herstellung ist Kiesbyes Waldbier 2015 Sour Edition. Das Bier ist nicht nur mit Fichtenharz als Zutat gebraut, es erfuhr auch seine Nachg\u00e4rung und Reifung in einem Holzbottich im Wald des Salzburger Seenlands. Resultat ist ein echtes Craftbier mit harmonischen fruchtig-holzigen Noten. Wohl dem, der sich einige der 3.200 Flaschen sichern konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr zu Axel Kiesbye, seinem Bierkulturhaus und seinen Waldbieren unter <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.bierkulturhaus.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bierkulturhaus.com<\/a><\/span><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bierkeller ist so etwas \u00c4hnliches wie ein Weinkeller, nur, dass man dort eben Bier einkellert. In einem idealen ist es Bierkeller dunkel, m\u00f6glichst konstant um die 10 \u00b0C temperiert und von mittlerer Luftfeuchtigkeit um 65 %. Alle Biere bilden bei l\u00e4ngerer Lagerung einen Bodensatz. Daher sollten die Flaschen stehend gelagert und beim Einschenken dekantiert werden. Ausnahme: Flaschen mit Naturkork sollten liegend lagern, damit der Naturkorken nicht austrocknet und rei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Biere bev\u00f6lkern einen Bierkeller in Lahnstein wie anderswo:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Biere mit einem Alkoholgehalt von 6,5 \u2013 7,0 % oder mehr konservieren sich fast von selbst. Sie enthalten au\u00dferdem viele G\u00e4rungsnebenprodukte, die im Verlauf der Lagerung interessante Geschmacksvariationen bieten.<\/li><li>Spontan vergorene Biere sind unabh\u00e4ngig von ihrem Alkoholgehalt lagerf\u00e4hig, da sie relativ sauer sind und da alle Zucker vergoren sind.<\/li><li>Dunkle Biere sind lagerf\u00e4higer als helle.<\/li><li>Filtrierte Biere sind lagerf\u00e4higer als tr\u00fcbe Biere.<\/li><li>Pasteurisierte Biere sind lagerf\u00e4higer als nicht pasteurisierte Biere.<\/li><li>Biere in m\u00f6glichst gro\u00dfen Flaschen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Folgende Ver\u00e4nderungen laufen w\u00e4hrend der Lagerung ab:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Hopfenbittere baut sich ab.<\/li><li>Der alkoholische Eindruck nimmt zu.<\/li><li>Aromen von Sherry, Cognac und Vanille nehmen zu.<\/li><li>Das geschmackliche Optimum ist h\u00e4ufig nach etwa drei bis f\u00fcnf Jahren erreicht. Im Einzelfall kann dies ganz anders sein.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Soweit zur Theorie. Praktisch begaben sich die Bierseminariten nun einige Treppen hinab in den Bierkeller, der im alten Stadtgraben Oberlahnsteins liegt. Dort finden sich neben zahlreichen internationalen Starkbierspezialit\u00e4ten auch die Jahrg\u00e4nge der Starkbiere \u201eSchnee Bock\u201c und \u201eMartinator\u201c der Lahnsteiner Brauerei. Seit November 2010 finden von jeder Abf\u00fcllung einige K\u00e4sten den Weg in den Bierkeller. Die \u00e4ltesten Biere sind nun also \u00fcber sechs Jahre gereift.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-40585\" width=\"842\" height=\"628\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-3.jpg 354w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-3-300x224.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-3-150x112.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/50.-Lahnsteiner-Bierseminar-3-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 842px) 100vw, 842px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Jahrg\u00e4nge von Schnee Bock und Martinator<br>(Foto: Volker R. Quante auf <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/\">https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu<\/a>)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle stellt automatisch ein Teilnehmer die Frage: \u201eDie Biere sind aber doch abgelaufen!\u201c Das sind sie auch, doch das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eben kein Wegwerfdatum, wie die fr\u00fchere Bundes-Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner so treffend formulierte. Gerade ein Starkbier h\u00e4lt sich durch den hohen Alkoholgehalt endlos lange.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies hat mittlerweile auch der Gesetzgeber erkannt und entschieden, dass Starkbiere mit einem Alkoholgehalt \u00fcber 10 Vol.-% nicht mehr mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum ausgezeichnet werden m\u00fcssen, da ein Verderb ausgeschlossen ist. Gesundheitsgef\u00e4hrdend kann auch ein normal starkes \u201eabgelaufenes\u201c Bier durch den niedrigen pH-Wert von Bier niemals sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verkostung der beiden gereiften Starkbiere best\u00e4tigte die trockene Theorie in vollem Umfang \u2013 und dies auf f\u00fcr alle Sinne genussvolle Weise. Die Hopfenbittere ist nach sechs Jahren verschwunden. Malzige und s\u00fc\u00dfliche Noten nahmen erkennbar zu, der Geschmackseindruck wird insgesamt intensiver und die Farbe insbesondere beim hellen Bock kr\u00e4ftiger. Dieser zeigt auch in Duft und Geschmack Noten beginnender alkoholischer Sch\u00e4rfe und Ankl\u00e4nge getrockneten D\u00f6rrobsts, von Portwein und Sherry.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor:<\/strong> Markus Fohr<br>(Pressemitteilung der <a href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=4348\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lahnsteiner Brauerei GmbH &amp; Co. KG<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Schon lange \u2013 genau genommen 854 Tage seit dem 6. M\u00e4rz 2014 \u2013 hatte der Stammtisch des Lahnsteiner Bierseminars auf eine weitere Bierkellerf\u00fchrung gehofft. Eine Hoffnung, die bei den j\u00fcngsten Veranstaltungen bedingt durch die hohen Teilnehmerzahlen nicht erf\u00fcllt werden konnte \u2013 an diesem 50 \u201eJubil\u00e4umsseminar\u201c war es nun so weit. <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=5448\" title=\"50. 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