{"id":6723,"date":"2017-01-12T23:00:25","date_gmt":"2017-01-12T22:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=6723"},"modified":"2025-11-30T06:47:20","modified_gmt":"2025-11-30T05:47:20","slug":"55-lahnsteiner-bierseminar350-jahre-und-zehn-generationen-brautradition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=6723","title":{"rendered":"55. Lahnsteiner Bierseminar<br \/>\u201e350 Jahre und zehn Generationen Brautradition\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>2017 wird definitiv als ein Jubil\u00e4umsjahr in die Geschichte der Lahnsteiner Brauerei eingehen. Sie selbst feierte am 1. Januar 2017 ihren zehnten Geburtstag. Doch ihre Tradition reicht viel weiter zur\u00fcck. Es war einmal, vor langer Zeit \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 im Jahre 1667, da erwarb Jacob Fohr, direkter Urahn der heutigen Inhaber der Lahnsteiner Brauerei, in Ransbach im Westerwald den Bannzapf, wie das Braurecht damals hie\u00df. Zuvor besa\u00df er schon eine H\u00e4lfte dieses Bannzapfs, war also bereits als Bierbrauer t\u00e4tig. Der Brauer Jacob Foor, so die damalige Schreibweise, stammte wahrscheinlich aus der Gegend von L\u00fcttich im heutigen Belgien. Viele seiner Landsleute kamen damals in den Westerwald, das \u201eKannenba\u0308ckerland\u201d, um in den Tongruben zu arbeiten. Ihrer Furcht, in dieser Gegend kein ad\u00e4quates Bier vorzufinden, verdankt die Familie Fohr den Beginn ihrer nun 350-j\u00e4hrigen Brautradition. Viele weitere Details und auch noch historischere Daten in der Lahnsteiner Braugeschichte finden sich im Buch \u201eBesser leben mit Bier\u201c oder online unter <a href=\"http:\/\/www.lahnsteiner-brauerei.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.lahnsteiner-brauerei.de<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz oder gerade wegen aller Tradition \u2013 es gilt sie immer wieder aufs Neue mit Leben zu erf\u00fcllen. Dies vollzog Braumeister Rohmann mit einem kleinen Testsud \u201eBritish Style Ale\u201c. Eine original englische Alehefe und ein Sch\u00fcsschen R\u00f6st-Karamellmalz verleihen dem Bier eine Note, die Fans englischer Biere in der Tat als \u201every british\u201c werten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"583\" height=\"213\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6728\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-3.jpg 583w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-3-150x55.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-3-300x110.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:12px\"><strong>Donka und Dr. Markus Fohr bei der Pr\u00e4sentation des Innis &amp; Gunn Original<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und man blieb auf dem britischen Weg. Donka Fohr pr\u00e4sentierte ein Bier aus einer Brauerei, in der Holz das zentrale Programm ist \u2013 Innis &amp; Gunn. Dieser schottische Craftbrauer begr\u00fc\u00dft den Besucher auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/innisandgunn.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">innisandgunn.com<\/a> mit den Worten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Wir sind ein kleiner Brauer und ein wenig ungew\u00f6hnlich. Wir reifen unser Bier mit Eichenholz und erreichen einzigartige Flavours und ein Sortiment von Bieren die in aller Welt Freunde finden (Holzanklopfen).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Alles begann mit einem Unfall. 2002 bat eine ber\u00fchmte Whisky Destillerie Braumeister Dougal Sharp um Hilfe. Sie waren auf der Suche nach einem s\u00fc\u00dfen, malzigen und aromatischen Bier, um einige ihrer Eichenholzf\u00e4sser geschmacklich abzurunden. An der Idee eines \u201eale-finished Whisky\u201c hatten sich schon viele Brauer und Brenner versucht \u2013 leider ohne Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p>Sharp kreierte ein f\u00fcr diesen Zweck ma\u00dfgeschneidertes Rezept und das resultierende Bier wanderte in die F\u00e4sser. Nach 30 Tagen lie\u00df man das Bier ab und f\u00fcllte die F\u00e4sser mit Whisky. W\u00e4hrend seiner Reifung erlangte der Scotch besondere Eigenschaften aus dem mit Bier getr\u00e4nkten Holz. Das Ergebnis war ein wahrhaft bewundernswerter Tropfen, dem viele Wiederholungen dieses erfolgreichen Experiments folgten. Das Bier floss dabei jeweils in den Kanal.<\/p>\n\n\n\n<p>Monate sp\u00e4ter und v\u00f6llig unerwartet erhielt Braumeister Dougal Sharp einen aufregenden Anruf \u2013 diesmal war es nicht der Whisky, der sich Bestnoten verdiente. Einige Neugierige in der Destillerie hatten das Bier nach seiner Reifung in den F\u00e4ssern probiert. Sharp folgte diesem Beispiel \u2013 und der Geschmack war bemerkenswert. Das Eichenholz hatte das Aroma des Bieres ungew\u00f6hnlich verfeinert. Und nicht nur der Braumeister selbst war begeistert. Alle Verkoster in der Brauerei teilten seine Begeisterung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dougal Sharp glaubte so sehr an dieses Bier, dass er seine Stelle aufgab. Ein ganzes Jahr langer Abende und kurzer N\u00e4chte investierte er, um den Reifungsprozess in den Whiskyf\u00e4ssern zu perfektionieren und Innis &amp; Gunn auf den Markt zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit diesem Tag hat sich Innis &amp; Gunn der Aufgabe verschrieben, die einzigartigen Flavours im Eichenholzfass gereifter Biere mit der Welt zu teilen und damit bewiesen, dass ein kleines Gl\u00fcck eine ganze Weile anhalten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der mittlerweile breiten Palette der Innis &amp; Gunn Biere verkosteten die Teilnehmer das \u201eOriginal\u201c und das \u201eToasted Oak IPA\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Fortgang des Abends bot ein besonderes Bier, das als limitierte Edition jedes Jahr in einer neuen Variante entsteht: Kiesbyes Waldbier \u2013 2016 als Wacholder. Die Flaschen nahm Dr. Markus Fohr pers\u00f6nlich vom Brauer Axel Kiesbye im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Biersommelierverbandes in Kulmbach entgegen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"373\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6729\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-4.jpg 213w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-4-86x150.jpg 86w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-4-171x300.jpg 171w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Kiesbye \u0301s Bierkulturhaus ist ein Name in der Branche \u2013 wenn nicht der Name! Axel Kiesbye ist Begr\u00fcnder des Biersommeliers und bietet Ausbildungen rund ums Bier an. Und er braut seit 2011 jedes Jahr eine neue Variante seines Waldbiers in streng limitierter Menge und mit sehr viel Handarbeit in Zusammenarbeit mit den \u00d6sterreichischen Bundesforsten. 2016 bietet der Wacholder die spezielle Zutat aus dem Wald.<\/p>\n\n\n\n<p>Alpen-Wacholderzweige und -beeren stammen zu 100% aus \u00d6sterreich. Die Ernte erfolgte erstmalig in der Geschichte der Waldbier-Reihe zu zwei verschiedenen Zeitpunkten in Bundesforste-W\u00e4ldern im Salzburger Lungau in der N\u00e4he von Zederhaus: Im Fr\u00fchsommer sammelte man rund 15 kg junge Wacholder-Zweige ein, um bereits im Sudhaus die holzigen Aromen und die goldene Bierfarbe zu gewinnen. Im Sp\u00e4tsommer wurden dann rund f\u00fcnf Kilogramm Beeren vom Strauch gesch\u00fcttelt, gereinigt, aufgebrochen und dem Bier zugef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.bierkulturhaus.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bierkulturhaus.com<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Finale des Abends bot zun\u00e4chst der Megabock Rohminator \u2013 schon f\u00fcr sich ein fulminanter Genuss. Und auch hier ereignete sich ein h\u00f6lzerner \u201eUnfall\u201c. Braumeister Rohmann hatte vor, eine neue Charge des hellen Doppelbocks Martinator in der Variante \u201eauf Sandelholz gereift\u201c anzusetzen. Als Goldmedaillengewinner beim International Craft Beer Award 2015 z\u00e4hlt dieses Bier zum Stammpersonal der Lahnsteiner Craftbiere. Mehr aus Versehen erwischte der Braumeister statt dem Martinator den Rohminator \u2013 und fertig war der \u201eRohminator Sandelholz\u201c. Nach dem Urteil aller Teilnehmer wird dieser 2017 den Weg zum International Craft Beer Award finden \u2013 Holz und Bock harmonieren perfekt!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"237\" height=\"354\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6730\" style=\"width:416px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-5.jpg 237w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-5-100x150.jpg 100w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-5-201x300.jpg 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"237\" height=\"354\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6727\" style=\"width:416px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-2.jpg 237w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-2-100x150.jpg 100w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Seminar-55-2-201x300.jpg 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Noch fulminanter trumpft der Rohminator als Eisbock auf, der sich live vor den Augen der Besucher Tropfen f\u00fcr Tropfen aus dem Eis schlich. Und dieser Rohminator-Eisbock war nur einmal ausgefroren. In den tiefen Kellern der Lahnsteiner Brauerei reift noch ein viermal ausgefrorener Rohminator-Eisbock heran. Wann er ausgereift ist? Diese Frage werden die Teilnehmer eines der folgenden Lahnsteiner Bierseminare als erste beantworten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor:<\/strong> Markus Fohr<br>(Pressemitteilung der Lahnsteiner Brauerei GmbH &amp; Co. KG)<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c  no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>2017 wird definitiv als ein Jubil\u00e4umsjahr in die Geschichte der Lahnsteiner Brauerei eingehen. Sie selbst feierte am 1. 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