{"id":8184,"date":"2017-03-25T23:05:00","date_gmt":"2017-03-25T22:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=8184"},"modified":"2017-04-01T08:49:36","modified_gmt":"2017-04-01T06:49:36","slug":"koliba-u-tri-kraluprostejovcze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=8184","title":{"rendered":"Koliba U T\u0159\u00ed Kr\u00e1l\u016f<br \/>Prost\u011bjov<br \/>CZE"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich verlasse die Stadt Prost\u011bjov in Richtung Westen und w\u00e4hrend ich bei sch\u00f6nem Sonnenschein langsam dahinrolle, merke ich, wie sie langsam ein wenig auszufransen beginnt. Verbliebene Ackerfl\u00e4chen, gro\u00dfe Wohneinheiten, Industriebetriebe und Einfamilienh\u00e4user beginnen sich bunt zu mischen, und ich stelle mir die Frage, ob es hier eigentlich keine Bebauungs- oder Entwicklungspl\u00e4ne gibt? Darf hier jeder machen, was es will?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offensichtlich schon, denn mittendrin findet sich sogar eine Art Blockhaus, ein flaches, aber ausgedehntes Chalet, komplett aus Holz errichtet. Im Voralpenland, bei den G\u00f3ralen in Polen oder weit drau\u00dfen im Altvatergebirge w\u00fcrde es gut aussehen und ins Umfeld passen, aber hier, am Stadtrand Prost\u011bjovs, wirkt es vielleicht trotz seiner einladenden \u00fcberdachten Terrasse ein wenig unpassend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber egal, denn ich bin ja nicht wegen der Architektur hier, sondern wegen dem, was sich im Innern verbirgt: Ein Restaurant mit einer eigenen Brauerei n\u00e4mlich \u2013 die <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.kolibautrikralu.cz\/\" target=\"_blank\">Koliba U T\u0159\u00ed Kr\u00e1l\u016f<\/a><\/span>, das <em>Chalet zu den Drei K\u00f6nigen<\/em>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8187\" aria-describedby=\"caption-attachment-8187\" style=\"width: 755px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/UTriKralu\/album\/index.html\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8187 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-1.jpg\" alt=\"Koliba U T\u0159\u00ed Kr\u00e1l\u016f, Prost\u011bjov\" width=\"755\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-1.jpg 755w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-1-150x84.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8187\" class=\"wp-caption-text\">der helle Schankraum mit dem blauen Kachelofen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich laufe \u00fcber die Terrasse, gehe durch die schwere Holzt\u00fcr und stehe direkt vor der Theke. Links von mir erstreckt sich der gro\u00dfe Schankraum, und mittendrin steht \u2013 nein, nicht die Brauerei, sondern ein riesiger blauer Kachelofen. Rundherum gruppieren sich kleinere, meistens aber gr\u00f6\u00dfere Tische aus hellem Holz. Robust gezimmert \u2013 eine stimmige Fortsetzung des Blockhausstils. Und hinter der Theke, bevor es in einem Nebenraum geht, steht dann doch die Brauerei. Nicht gerade in der Mitte des Schankraums, aber doch un\u00fcbersehbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei kupferne Ger\u00e4te. Hinter einer kleinen Ziegelmauer, schmuck mit Deko-Artikeln verziert, machen sie durchaus was her, und ich bin nicht der einzige, der seine Kamera z\u00fcckt und ein paar Bilder macht. Ein paar alte Werkzeuge liegen herum, ein paar Gl\u00e4schen mit verschiedenen Malzsorten, ein kleiner gl\u00e4serner Schaukasten mit Malz der Firma Soufflet. Nett!<\/p>\n<figure id=\"attachment_8188\" aria-describedby=\"caption-attachment-8188\" style=\"width: 755px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/UTriKralu\/album\/index.html\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8188 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-2.jpg\" alt=\"Koliba U T\u0159\u00ed Kr\u00e1l\u016f, Prost\u011bjov\" width=\"755\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-2.jpg 755w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-2-150x84.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-2-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8188\" class=\"wp-caption-text\">das Sudwerk<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich suche mir einen Platz, von dem aus ich sowohl den Kachelofen als auch das Sudwerk im Blick habe und bl\u00e4ttere durch die Speisekarte. Liest sich nicht schlecht. Klassische regionale Kost. Viel Fleisch, Berge von Kartoffeln oder Brot dazu, und \u2013 wenn es der Gast denn ausdr\u00fccklich will \u2013 durchaus auch ein wenig Gem\u00fcse oder Salat als Farbtupfer. Gesunde Ern\u00e4hrung? Vegetarisch oder vegan, gar? Ach, es ist doch viel wichtiger, dass es schmeckt!<\/p>\n<figure id=\"attachment_8189\" aria-describedby=\"caption-attachment-8189\" style=\"width: 286px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/UTriKralu\/album\/index.html\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8189 \" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-3.jpg\" alt=\"Koliba U T\u0159\u00ed Kr\u00e1l\u016f, Prost\u011bjov\" width=\"286\" height=\"577\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-3.jpg 425w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-3-74x150.jpg 74w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/Koliba-3-149x300.jpg 149w\" sizes=\"auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8189\" class=\"wp-caption-text\">das helle Desitk\u00e1 mit 10\u00b0 Stammw\u00fcrze<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bekomme ein gro\u00dfes Holzbrett mit einem Berg frisch gebratener H\u00fchnerfl\u00fcgel, dazu eine leckere scharfe So\u00dfe (allerdings nicht selbstgemacht) und frisches Brot so viel ich will. Mit dem Bier dazu muss ich mich zur\u00fcckhalten, es ist noch fr\u00fch am Tag, ich habe noch zu tun, und so belasse ich es bei einem kleinen Gl\u00e4schen des hellen <em>Desitka<\/em>, einem leichten Bier mit gerademal 10\u00b0 Stammw\u00fcrze. Sch\u00f6n gezapft, mit einer perfekten Schaumkrone, steht es vor mir. Die regional \u00fcbliche Diacetyl-Wolke fehlt, es riecht sauber, ein bisschen malzig. Als simples Begleitbier zum Essen ist es in Ordnung. Es ist nicht mehr allzu hoch gespundet \u2013 beim kunstvollen Auft\u00fcrmen der Schaumkrone ist viel Kohlens\u00e4ure verloren gegangen, und es fehlt die Frische. Kann man gut trinken, aber eine Offenbarung ist es nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die H\u00fchnerfl\u00fcgel sind da um so leckerer, und blitzschnell ist das Holzbrett leergefuttert und nur noch eine Handvoll Knochen \u00fcbrig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die freundliche und sehr aufmerksame Bedienung bietet mir auch die anderen Biersorten an, es gebe noch einige Weitere. <em>Weizen<\/em> gebe es, ein etwas kr\u00e4ftigeres <em>Helles<\/em>, ein <em>Halbdunkles<\/em>, und momentan h\u00e4tten sie, als Spezialit\u00e4t, ein Bier mit Kaktusfeigen aromatisiert. Lachend winke ich ab. Geht leider nicht, aber wenn es etwas in Flaschen zum Mitnehmen g\u00e4be, w\u00fcrde ich gerne von jeder Sorte etwas in den Rucksack packen. \u2013 Ja, zwei Sorten habe sie, hei\u00dft es, und zwar das <em>Weizen<\/em> und das normale <em>Helle<\/em> mit 12\u00b0 Stammw\u00fcrze. Die anderen Sorten seien leider im Moment nicht auf Flaschen verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich packe mir also zwei gro\u00dfe PET-Flaschen in den Rucksack und mache mich wieder auf den Weg. Mittlerweile hat sich der Schankraum gut gef\u00fcllt \u2013 ich war wieder einmal gegen den Strom unterwegs. Habe hier gesessen und gegessen, ganz allein, und kaum mache ich mich auf den Weg, scheint halb Prost\u011bjov Hunger zu bekommen und hierher zu kommen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber ich bin nicht unzufrieden \u2013 der Moment der Ruhe hat gut getan. Das Essen war lecker, die Atmosph\u00e4re sch\u00f6n, die Bedienung sehr freundlich \u2013 auch wenn das Bier jetzt nicht so begeistert hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/www.kolibautrikralu.cz\/\" target=\"_blank\">Koliba U T\u0159\u00ed Kr\u00e1l\u016f<\/a><\/span> ist t\u00e4glich ab 11:00 Uhr durchgehend ge\u00f6ffnet, kein Ruhetag. Das Chalet liegt an der Stra\u00dfe nach Mostkovice und verf\u00fcgt \u00fcber reichlich geb\u00fchrenfreie Parkpl\u00e4tze direkt neben dem Restaurant. Mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln ist es etwas umst\u00e4ndlich: Der Bahnhof liegt am anderen Ende der Stadt, und mit den Stadtbussen dauert es dann ein Weilchen bis hierher \u2013 aber es ist machbar!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Vollst\u00e4ndigkeit halber:<\/strong> Das <em>Weizen<\/em> aus der PET-Flasche erwies sich als recht ordentlich; in Geruch und Geschmack dominierten phenolische Gew\u00fcrznelken-Aromen. Das helle <em>Zw\u00f6lfer<\/em> hingegen konnte nicht begeistern, es hatte ein leicht ammoniakartiges Aroma, das nicht wirklich zum Genie\u00dfen einlud.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Alben\/UTriKralu\/album\/index.html\" target=\"_blank\">Bilder<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Koliba U T\u0159\u00ed Kr\u00e1l\u016f<br \/>\nFinsk\u00e1 4592\/8<br \/>\n796 04 Prost\u011bjov<br \/>\nTschechien<\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c  no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ich verlasse die Stadt Prost\u011bjov in Richtung Westen und w\u00e4hrend ich bei sch\u00f6nem Sonnenschein langsam dahinrolle, merke ich, wie sie langsam ein wenig auszufransen beginnt. 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