{"id":947,"date":"2015-04-13T23:00:09","date_gmt":"2015-04-13T21:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=947"},"modified":"2020-01-11T08:20:27","modified_gmt":"2020-01-11T07:20:27","slug":"moritz-gretzscheldas-reinheitsgebot-ist-tot-lang-lebe-das-reinheitsgebot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=947","title":{"rendered":"Moritz Gretzschel:<br \/>Das Reinheitsgebot ist tot \u2013 lang lebe das Reinheitsgebot"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im kommenden Jahr, 2016, wird ein h\u00e4ssliches Monstrum, das in Ingolstadt erschaffen wurde, ein rundes Jubil\u00e4um feiern. Was damit gemeint ist?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich denke ich nur an den Schauerroman \u201eFrankenstein\u201d, den Mary Shelley 1816 schrieb, im Jahr ohne Sommer, und laut dessen Handlung das ber\u00fchmte Monster tats\u00e4chlich in Ingolstadt zusammengest\u00fcckelt wurde [1]. Allerdings werden wir vermutlich von diesem Jubil\u00e4um kaum etwas mitbekommen, d\u00fcrfte doch die \u00f6ffentliche Wahrnehmung vom Jubil\u00e4um einer ganz anderen Ingolst\u00e4dter Sch\u00f6pfung dominiert werden: Des \u201ebayerischen Reinheitsgebots von 1516\u201c, das n\u00e4chstes Jahr gro\u00dfes Jubil\u00e4um begeht. Aber hat das, was heutzutage als Reinheitsgebot beworben wird, wirklich noch etwas mit dem damaligen herzoglichen Erlass zu tun?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was besagt es wirklich?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um zu verstehen, was die Vorschrift in der Landesordnung von 1516 eigentlich bezweckte, m\u00fcssen wir ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Schauen wir uns den entscheidenden Absatz im Originaltext an:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eWir wollen auch sonderlichhen dass f\u00fcran allenthalben in unsern stetten m\u00e4rckthen un auf dem lannde zu kainem pier merer st\u00fcckh dan allain gersten, hopfen un wasser genommen un gepraucht solle werdn\u201d.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_29195\" aria-describedby=\"caption-attachment-29195\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-29195 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-1.jpg\" alt=\"Moritz Gretzschel: Das Reinheitsgebot ist tot \u2013 lang lebe das Reinheitsgebot, Bier vor Ort, Bierreisen, Craft Beer, Reinheitsgebot\" width=\"709\" height=\"930\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-1.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-1-229x300.jpg 229w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-1-114x150.jpg 114w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-29195\" class=\"wp-caption-text\">Her\u00adzog Wil\u00adhelm IV. beklem\u00admend rea\u00adlis\u00adtisch auf dem Toten\u00adbett. Ist sein heute bekann\u00adtes\u00adtes Werk, das Rein\u00adheits\u00adge\u00adbot, genauso tot? [2]<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als einzige erlaubte Zutaten werden also genannt: <strong>Gerste<\/strong>,<strong> Hopfen <\/strong>und<strong> Wasser<\/strong>. Entgegen der vielfach verbreiteten Ansicht ist also von Malz gar keine Rede, und es fehlt auch die Hefe. Das m\u00fcssen wir uns n\u00e4her anschauen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum keine Hefe?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Fehlen der Hefe in der Landesordnung von 1516 hat schon vielfach f\u00fcr Verwirrung und Missverst\u00e4ndnisse gesorgt. Oft h\u00f6rt man das Argument, die Hefe sei damals noch gar nicht bekannt gewesen. Das ist aber nachweislich falsch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar wurde erst im 19. Jahrhundert die Hefe als einzelliger Pilz identifiziert und die genaue Wirkung der alkoholischen G\u00e4rung durch Louis Pasteur entschl\u00fcsselt [3], doch bekannt war die Hefe schon viel, viel fr\u00fcher. Man war ja nicht blind und bemerkte nat\u00fcrlich, dass sich nach der G\u00e4rung eine beige Paste unten im Bottich abzusetzen pflegte. Und aus Erfahrung lernte man bald, dass mit Zugabe von etwas dieses \u201eZeugs\u201d der folgende Sud schneller und in konstanterer Qualit\u00e4t ankam. Bester Beweis f\u00fcr die Bekanntheit der Hefe ist jedoch der urkundlich belegte M\u00fcnchner B\u00e4cker- und Brauerstreit von 1481 (35 Jahre vor dem Reinheitsgebot), in dem Herzog Albrecht IV. \u201eder Weise\u201d schlichtend kl\u00e4ren musste, ob die B\u00e4cker den Brauern deren bei der G\u00e4rung gebildete \u00dcberschusshefe nach altem Brauch abkaufen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum wird die Hefe dann aber nicht im Reinheitsgebot erw\u00e4hnt? Ganz einfach: weil man sie nicht als Zutat, sondern als Neben- oder Abfallprodukt der Bierherstellung ansah, das nicht hinzugef\u00fcgt werden m\u00fcsse, sondern vielmehr bei der G\u00e4rung unvermeidlicherweise entstehe: <em>\u201eNur ein gutes Bier kann auch eine gute Hefe hervorbringen.\u201d<\/em> Schlie\u00dflich war noch bis weit ins 18. Jahrhundert hinein (und zum Teil dar\u00fcber hinaus) der kuriose Irrglaube der \u201eUrzeugung\u201d wissenschaftlich weit verbreitet: Bestimmte Tiere (insbesondere Ungeziefer wie M\u00e4use, Maden und dergleichen) w\u00fcrden sich nicht durch geschlechtliche Vermehrung verbreiten, sondern aus verrottender Materie quasi \u201evon selber\u201d entstehen. Erst Louis Pasteur (ja, genau der, der schlie\u00dflich auch das wahre Wesen der Hefe erkannte) konnte endg\u00fcltig diesen Irrtum widerlegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum aber sollte man in einer Zutatenliste etwas reglementieren, das man nicht hinzuf\u00fcgen muss, sondern das vielmehr unweigerlich entsteht? Nachdem die Hefe aber deshalb nicht einmal genannt ist, ist offensichtlich, dass es auch \u00fcberhaupt nichts mit dem Gebot von 1516 zu tun hat, wenn heute im Biersteuergesetz ausgerechnet anhand des Hefetyps (ober- oder unterg\u00e4rig) unterschieden wird, ob Malze weiterer Getreidesorten au\u00dfer Gerste zul\u00e4ssig sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum kein Malz?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Beispiel der Hefe haben wir gesehen, dass die Landesordnung von 1516 nur diejenigen Stoffe reglementiert, die in die Brauerei von au\u00dfen eingebracht werden. Neben- und Zwischenprodukte beziehungsweise interne Verarbeitungsschritte werden nicht betrachtet. Nun gab es damals keine industriellen M\u00e4lzereien, sondern jeder Brauer m\u00e4lzte selber, was in der Berufsbezeichnung \u201eBrauer und M\u00e4lzer\u201d noch nachhallt. Vom Brauer erworben und eingebracht wurde das Getreide, das dann schon im ureigensten Interesse des Brauers, n\u00e4mlich um es \u00fcberhaupt verzuckern zu k\u00f6nnen, selbstredend verm\u00e4lzt wurde. Und selbst wenn jemand nur einen Teil seines Getreides verm\u00e4lzt h\u00e4tte, wen h\u00e4tte es interessiert? Ging es doch prim\u00e4r darum, die verwendeten Getreidesorten zu reglementieren, nicht aber, einen bestimmten Herstellungsprozess vorzuschreiben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_29196\" aria-describedby=\"caption-attachment-29196\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-29196 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-2.jpg\" alt=\"Moritz Gretzschel: Das Reinheitsgebot ist tot \u2013 lang lebe das Reinheitsgebot, Bier vor Ort, Bierreisen, Craft Beer, Reinheitsgebot\" width=\"709\" height=\"472\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-2.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-2-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-29196\" class=\"wp-caption-text\">Die vier klas\u00adsi\u00adschen Zuta\u00adten Gers\u00adten\u00admalz, Hop\u00adfen, Was\u00adser, Hefe<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also zeigt sich auch hier keinerlei Kontinuit\u00e4t zwischen der Landesordnung von 1516 und heutiger Gesetzgebung. Laut 1516 w\u00e4re etwa ein Stout mit Gerstenflocken und R\u00f6stgerste zul\u00e4ssig (weil nur aus Gerste hergestellt), nach dem Biersteuergesetz von 1993 jedoch nicht (weil zum Teil unverm\u00e4lzt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum nur Gerste?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Beschr\u00e4nkung auf Gerste als Braugetreide bedeutet vor allem eines: <strong>kein Weizen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerste eignet sich haupts\u00e4chlich als Braugetreide und kaum zum Backen. Roggen wiederum taugt besser zum Backen als zum Brauen. Nur Weizen eignet sich f\u00fcr beides gleicherma\u00dfen gut. Und hier wurde von den Wittelsbachern Regelungsbedarf gesehen, um in Zeiten von Getreideknappheit das wertvolle Brotgetreide Weizen der Ern\u00e4hrung vorzubehalten. Gleichzeitig aber sicherten sie sich in den eigenen \u201ewei\u00dfen Brauh\u00e4usern\u201d das Monopol, Wei\u00dfbier zu brauen, was insbesondere w\u00e4hrend der (nur ein Jahr sp\u00e4ter festgelegten) sommerlichen Sudpause unterg\u00e4rigen Braunbiers \u00e4u\u00dferst lukrativ war [4].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr alle anderen aber war das Gebot von 1516 vor allem ein Anti-Wei\u00dfbier-Gesetz! F\u00fcr b\u00fcrgerliche Brauer <em>\u201ein den St\u00e4dten, M\u00e4rkten und auf dem Lande\u201d<\/em> wurde damals das sogenannte Braunbier, ein gehopftes Gerstenbier, festgeschrieben. \u00dcber den Unsinn, heute auch ausgerechnet auf Wei\u00dfbier-Etiketten das 1516-Spr\u00fcchlein zu drucken, werden wir weiter unten noch reden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum nur Hopfen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Durchbruch von Gerste als Braugetreide fiel mit dem des haltbarmachenden und (im Gegensatz zu fr\u00fcheren Grutkr\u00e4utern) kultivierbaren Hopfens zusammen. Mit der zuvor vorherrschenden Konservierung durch Milchs\u00e4ureg\u00e4rung vertrug sich der Hopfen ebenso wenig wie mit dem bisher h\u00e4ufig verbrauten Hafer [5]. Das Gebot von 1516 ist umgeben von einer ganzen Anzahl \u00e4hnlicher, zum Teil deutlich \u00e4lterer, lokal g\u00fcltiger Vorschriften (zum Beispiel N\u00fcrnberg 1303, Bamberg 1315, Weimar 1348, Wei\u00dfensee 1434), die den allm\u00e4hlichen Umstieg von milchsauren Grutbieren auf Braunbier, also gehopftes Gerstenbier, dokumentieren. Neben wirtschaftlichen Interessen der Herrschenden liegt ihnen die Sicherstellung der Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit einem erschwinglichen Getr\u00e4nk zugrunde. Weder war die Ingolst\u00e4dter Landesordnung von 1516 die erste noch die dauerhafteste derartiger Vorschriften. Und schon gar nicht war sie 500 Jahre lang unver\u00e4ndert g\u00fcltig!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn schon 35 Jahre danach waren auch in Bayern laut einem herzoglichen Erlass zum Beispiel wieder Koriander und Lorbeer als weitere Zutaten bayerischer Biere erlaubt. Und 1616 werden Salz, Wacholder und K\u00fcmmel gestattet. Erst 1868 wurde in Bayern die Beschr\u00e4nkung auf Hopfen und Malz aus rein fiskalischen Interessen wieder gesetzlich verankert, denn nach Einf\u00fchrung einer Malzbesteuerung wollte man die Verwendung von Malzersatzstoffen vermeiden [6]. Von den behaupteten 500 Jahren war das \u00fcbrigens erst im 20. Jahrhundert so genannte Reinheitsgebot also \u00fcber weite Strecken gar nicht g\u00fcltig [7]! Und jedenfalls diente es nicht, wie heute oft behauptet, ausschlie\u00dflich dem edlen Zweck, die Bev\u00f6lkerung vor krankmachenden Bierzus\u00e4tzen von Bilsenkraut bis Tollkirsche zu sch\u00fctzen, sondern haupts\u00e4chlich wirtschaftlichen Interessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das bayerische Reinheitsgebot von 1516 als \u00e4ltestes unver\u00e4ndert g\u00fcltiges Lebensmittelgesetz der Welt zu bezeichnen, gewisserma\u00dfen als Urknall des Verbraucherschutzes mit 500-\u200bj\u00e4hriger Kontinuit\u00e4t, ist nicht haltbar und nichts weiter als ziemlicher Marketingschwindel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was ist es dann?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben also gesehen, dass weder inhaltlich noch historisch irgendeine Kontinuit\u00e4t zwischen der Landesordnung von 1516 und neuzeitlichen Vorschriften besteht. Der Begriff \u201eReinheitsgebot\u201d wird ohnehin erstmals im 20. Jahrhundert verwendet. Und allenfalls seit der Reichsgr\u00fcndung 1871 besteht eine Kontinuit\u00e4t in der Biersteuergesetzgebung, wonach f\u00fcr unterg\u00e4riges Bier nur Gerstenmalz, f\u00fcr oberg\u00e4riges Bier auch andere Malze und Zucker zul\u00e4ssig sind. Sinn dieser Vorschriften d\u00fcrfte vor allem der Marktausschluss englischen Bieres gewesen sein [8].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend fast des gesamten 20. Jahrhunderts haben die deutschen Brauereien hervorragend von und in dieser selbstgew\u00e4hlten \u201esplendid isolation\u201d gelebt. 2013 hat der Bayerische Brauerbund sogar die Anerkennung des Reinheitsgebots als UNESCO-Weltkulturerbe gefordert, und die von diesem Werbepopanz weichgeklopften Verbraucher glauben offenbar tats\u00e4chlich, dass es sich hierbei um ein 500 Jahre altes, weltweit einmaliges Kulturgut handelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was mich daran besonders aufregt, ist die dumpfe Borniertheit vieler deutscher Biertrinker, die inzwischen selber der festen \u00dcberzeugung zu sein scheinen, dass wir in Deutschland nur aufgrund des Reinheitsgebots schon per definitionem das beste Bier der Welt h\u00e4tten, w\u00e4hrend man ausl\u00e4ndisches Bier nicht einmal mit dem Allerwertesten anzuschauen brauche. <em>\u201eChemiebr\u00fche? Belgische Kirschbrause? Pfui Teufel.\u201d<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt scheint das Reinheitsgebot eher den Gro\u00dfbrauereien zu n\u00fctzen, k\u00f6nnen diese doch international mit einem vermeintlichen Alleinstellungsmerkmal werben und im Inland dem Kunden suggerieren, stets ein qualitativ bestm\u00f6gliches Produkt zu erwerben. Das Schlimme ist daran, dass das Reinheitsgebot damit vielen Kleinbrauereien die M\u00f6glichkeit nimmt, sich von den Gro\u00dfen zu differenzieren. Nicht nur dadurch, dass sie im Gegensatz zu vielen unserer Nachbarn zum Beispiel keine saisonal gew\u00fcrzten Sonderbiere brauen d\u00fcrfen. Oder bestimmte traditionelle ausl\u00e4ndische Bierstile wie Wit und Stout. Auch qualitativ k\u00f6nnen sie sich kaum noch abgrenzen, besteht doch die F\u00fcnf-Euro-Kiste vom Discounter, so denken viele Verbraucher, auch nur aus dem gleichen Malz, Hopfen und Wasser. Wo soll da schon ein Unterschied herkommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist fast schon ein Wunder, wie gut diese Gehirnw\u00e4sche funktioniert hat. Dabei taugt das sogenannte Reinheitsgebot nicht einmal als Qualit\u00e4tsmerkmal: Nat\u00fcrlich gibt es sowohl streng nach dem Reinheitsgebot gebraute, ganz abscheuliche Biere als auch gesuchte und gefeierte Spezialit\u00e4ten, die mit dem Reinheitsgebot \u00fcberhaupt nichts zu tun haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum l\u00fcgen die Etiketten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass es eindrucksvoller klingt, auf das Etikett <em>\u201egebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516\u2033<\/em> zu schreiben anstatt <em>\u201egebraut nach dem vorl\u00e4ufigen Biersteuergesetz von 1993\u2033<\/em>, auch wenn die \u00c4hnlichkeiten sehr begrenzt sind, daran haben wir uns schon gew\u00f6hnt. Als besonders \u00e4rgerlich empfinde ich es aber, wenn das 1516-Spr\u00fcchlein ausgerechnet auf Wei\u00dfbierflaschen auftaucht. Wird dabei doch grob die Tatsache verkannt, dass das Gebot von 1516 prim\u00e4r ein Anti-Wei\u00dfbier-Gesetz war, indem es nur Gerste erlaubte!<\/p>\n<figure id=\"attachment_29197\" aria-describedby=\"caption-attachment-29197\" style=\"width: 1421px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-29197 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-3.jpg\" alt=\"Moritz Gretzschel: Das Reinheitsgebot ist tot \u2013 lang lebe das Reinheitsgebot, Bier vor Ort, Bierreisen, Craft Beer, Reinheitsgebot\" width=\"1421\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-3.jpg 1421w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-3-300x90.jpg 300w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-3-1024x306.jpg 1024w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-3-150x45.jpg 150w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-3-768x230.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1421px) 100vw, 1421px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-29197\" class=\"wp-caption-text\">So etwas sollte eigent\u00adlich als irre\u00adf\u00fch\u00adrend ver\u00adbo\u00adten geh\u00f6\u00adren: Das 1516-\u200bSpr\u00fcchlein aus\u00adge\u00adrech\u00adnet auf einem Wei\u00dfbier<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich ist Weizenbier nicht schlechter als Gerstenbier, aber darauf ausgerechnet mit 1516 zu werben ist vollkommen absurd und eigentlich eine Irref\u00fchrung des Verbrauchers. Die deswegen angerufene Verbraucherzentrale forderte den Marktf\u00fchrer daher zu einer Stellungnahme auf [9]. Vorhersehbar und v\u00f6llig am Thema vorbei fiel freilich dessen Antwort aus. Zun\u00e4chst schwadroniert man reflexartig in gewohnter Weise \u00fcber die \u201efehlende Hefe\u201d, dabei war das gar nicht Inhalt der Verbraucherbeschwerde. Und zum Weizen hat man sich eine besonders drollige Argumentation ausgedacht: Der edle Weizen sei damals den Adligen vorbehalten gewesen, deshalb erhalte der Verbraucher jetzt auch ungefragt sogar etwas noch viel Besseres!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn diese Argumentation gelten sollte, warum ist dann nicht auch ein weihnachtliches Gew\u00fcrzbier <em>\u201egetreu 1516\u2033<\/em>, denn Gew\u00fcrze wurden bis ins 16. Jahrhundert mit Gold aufgewogen und w\u00e4ren daher noch viel edler als jegliches Getreide.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Und wie soll es weitergehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele der neuzeitlichen Regelungen erscheinen willk\u00fcrlich und absurd und haben nichts mit dem Wortlaut von 1516 zu tun. Dass ausgerechnet die damals als irrelevantes Nebenprodukt erachtete Hefe dar\u00fcber entscheidet, ob man andere Malze als Gerste verwenden darf, wurde als solche Absurdit\u00e4t schon genannt. Es gibt F\u00e4lle, in denen Brauer aufgrund der Verwendung von Weizen in unterg\u00e4rigem Bier verurteilt wurden. Zur Flascheng\u00e4rung von oberg\u00e4rigem Wei\u00dfbier darf aber unterg\u00e4rige Hefe verwendet werden. Ebenso d\u00fcrfen oberg\u00e4riges Weizenbier und unterg\u00e4riges Gerstenbier verschnitten werden. Was hat das alles mit 1516 zu tun?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich albern wirkende Workarounds gibt es zum Beispiel auch f\u00fcr die Verwendung von Milchs\u00e4ure (als Sauergut aus Malz hergestellt statthaft, zugekauft verboten), Kohlens\u00e4ure (G\u00e4rungskohlens\u00e4ure statthaft, fossile Quellkohlens\u00e4ure verboten) und Kl\u00e4rungsmitteln (Polyvinylpolypyrrolidon statthaft, Hausenblase und Gelatine verboten). Ohnehin haben Gro\u00dfbrauereien stets Mittel und Wege gefunden, sich um das Reinheitsgebot herumzuwursteln, wenn es zweckm\u00e4\u00dfig erschien, w\u00e4hrend Kleinbrauereien meist gar nicht die technologischen M\u00f6glichkeiten dazu haben. Die Liste nicht deklarierungspflichtiger Zusatzstoffe ist lang [10].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber eigentlich gibt es das irref\u00fchrend mit dem \u201eReinheitsgebot\u201d gleichgesetzte Biersteuergesetz gar nicht mehr. 1987 wurde seine Anwendung auf ausl\u00e4ndische Biere f\u00fcr unvereinbar mit EU-Recht erkl\u00e4rt, wobei sich die deutschen Brauer dennoch verpflichteten, weiterhin danach zu brauen. 2005 wurde schlie\u00dflich das vorl\u00e4ufige Biersteuergesetz von 1993 im Rahmen der Neuordnung des Lebensmittelrechts aufgehoben, nur die zugeh\u00f6rige Durchf\u00fchrungsverordnung ist einstweilen weiterhin g\u00fcltig. Ebenfalls 2005 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass die Beschr\u00e4nkung deutscher Brauer aufs Reinheitsgebot als Inl\u00e4nderdiskriminierung deren Berufsfreiheit unzul\u00e4ssig einschr\u00e4nke, sodass f\u00fcr \u201ebesondere Biere\u201d mit weiteren aromatisierenden Zutaten, solange diese keine Malzersatzstoffe sind, eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur in Bayern scheint man diese h\u00f6chstrichterliche Rechtsprechung weiterhin zu ignorieren. Die j\u00fcngsten Beschl\u00fcsse des Bayerischen Brauerbundes [11],<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><em>\u201esich daf\u00fcr einzusetzen, dass das (engere) Bayerische Reinheitsgebot erhalten und die Herstellung sog. \u201abesonderer\u2018, also vom Reinheitsgebot abweichender Biere in Bayern auch weiterhin unzul\u00e4ssig bleibt,<\/em><\/li>\n<li><em>die Lebensmittel\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden der L\u00e4nder aufzufordern, sich verbindlich und bundeseinheitlich darauf zu verst\u00e4ndigen, welche Produkte als \u201abesondere Biere\u2018 \u00fcberhaupt genehmigungsf\u00e4hig sind. Ziel ist dabei eine Beschr\u00e4nkung auf solche Biere, die nachweislich auf eine deutsche Brautradition vor 1906 verweisen k\u00f6nnen,<\/em><\/li>\n<li><em>sich dagegen auszusprechen, durch die Verwendung anderer Bezeichnungen f\u00fcr Produkte, bei denen es sich augenscheinlich um Bier handelt, einer beliebigen Umgehung des Reinheitsgebotes T\u00fcr und Tor zu \u00f6ffnen\u201d,<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">erscheinen zunehmend wie das verzweifelte Reiten eines toten Pferdes. Wahrscheinlich versucht man krampfhaft, den liebgewonnenen 1516-Werbepopanz noch irgendwie bis zum 500-Jahre-Jubil\u00e4um \u00fcber die Runden zu retten. Wie mir schon vor n\u00e4chstem Jahr graut!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4re es nicht ehrlicher, statt sich weiter an diesen Zombie zu klammern, das sogenannte Reinheitsgebot sp\u00e4testens nach der 500-Jahr-Feier sterben zu lassen und noch einmal neu aufzusetzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wenn schon 1516, dann richtig!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann aber bitte im Originalwortlaut und als freiwilliges, unabh\u00e4ngig zertifiziertes Qualit\u00e4tssiegel und keinesfalls verpflichtend. Die Erfolgsgeschichte der <em>Campaign for Real Ale (CAMRA)<\/em> in England beweist, dass die R\u00fcckbesinnung auf traditionelle Herstellungsweisen einen echten Mehrwert und die M\u00f6glichkeit zur Differenzierung gegen\u00fcber Branchenriesen bieten kann [12].<\/p>\n<figure id=\"attachment_29198\" aria-describedby=\"caption-attachment-29198\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-29198 size-full\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-4.jpg\" alt=\"Moritz Gretzschel: Das Reinheitsgebot ist tot \u2013 lang lebe das Reinheitsgebot, Bier vor Ort, Bierreisen, Craft Beer, Reinheitsgebot\" width=\"709\" height=\"723\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-4.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-4-294x300.jpg 294w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-4-147x150.jpg 147w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-29198\" class=\"wp-caption-text\">Wie auch immer es aus\u00adse\u00adhen oder hei\u00ad\u00dfen mag \u2014 es w\u00e4re Zeit f\u00fcr ein neues, frei\u00adwil\u00adli\u00adges Reinheitsgebots-\u200bSiegel ohne Hintert\u00fcrchen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie k\u00f6nnte so ein freiwilliges <strong>\u201e1516 Original\u201d<\/strong> oder \u00c4hnliches aussehen? Dann sollte wirklich nur mit Gerste (aber egal ob verm\u00e4lzt oder nicht), Hopfen (kein Extrakt), Hefe und Wasser gebraut werden. Genmanipulierte Rohstoffe k\u00f6nnten ausgeschlossen oder vielleicht sogar Bio-Anbau vorgeschrieben werden. Ganz im Ursprungssinn, die von au\u00dfen zuzuf\u00fchrenden Stoffe zu beschr\u00e4nken. Ob dann etwa eine Wasseraufbereitung durch Aufsalzen noch m\u00f6glich w\u00e4re, sollte noch diskutiert werden. Warum eigentlich keine R\u00fcckbesinnung auf die mit lokalem Wasser m\u00f6glichen Stile? Und Stabilisation und Filtration w\u00e4ren dann mangels Hilfsstoffen auch nicht mehr m\u00f6glich. Was dank lebender Hefe in der Flasche sogar f\u00fcr mehr Geschmacksstabilit\u00e4t sorgen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Biere, die sich nicht an diese sehr engen Regeln hielten, w\u00e4ren dann legal, sollten aber s\u00e4mtliche eingesetzte Hilfsstoffe, auch die wieder abfiltrierten, strikt deklarieren m\u00fcssen. Der Verbraucher h\u00e4tte dann die freie Auswahl, wobei nicht unerw\u00e4hnt werden sollte, dass ein Gro\u00dfteil sogenannter Craftbiere ohnehin schon innerhalb der \u201eechten\u201d 1516-Regeln gebraut wird oder problemlos gebraut werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bliebe die Frage, welches Gremium solch ein Siegel vergeben sollte, die Regeln definiert, durchsetzt und \u00fcberwacht. Am schwierigsten d\u00fcrfte es sein, eine Lobby aufzubauen, die es wagt, notfalls auch die Konfrontation mit dem \u00fcberm\u00e4chtigen Brauerbund einzugehen, ein Mindestma\u00df an \u00f6ffentlicher Wahrnehmung zu erzielen (wof\u00fcr aber das Jubil\u00e4um n\u00e4chstes Jahr eine perfekte Chance w\u00e4re, die man nicht missen sollte!) und eine gewisse kritische Menge an hinreichend motivierten Brauereien zu versammeln, die mitspielen und das Siegel auf ihr Etikett zu drucken bereit w\u00e4ren. Ich bin gespannt, was die Zukunft noch bringt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Reinheitsgebot ist tot, lang lebe das Reinheitsgebot!<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-29199 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-5.jpg\" alt=\"\" width=\"155\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-5.jpg 709w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-5-275x300.jpg 275w, https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Das-Reinheitsgebot-ist-tot-5-138x150.jpg 138w\" sizes=\"auto, (max-width: 155px) 100vw, 155px\" \/>Autor Moritz Gretzschel kam, obwohl geb\u00fcrtiger M\u00fcnchner, erst durch seinen Schwiegervater ausgerechnet in einer badischen Weinregion mit dem Hobbybrauen in Ber\u00fchrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein dreij\u00e4hriger beruflicher Aufenthalt in Michigan tat das \u00dcbrige, ihn f\u00fcr die Craft-Brew-Bewegung zu begeistern. Seither braut er regelm\u00e4\u00dfig daheim, bevorzugt per Dekoktion. Er arbeitet als Hochschulprofessor f\u00fcr Maschinenbau und Elektromobilit\u00e4t in Aalen in W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quellen:<br \/>\n[1] Mary Shelley: Frankenstein. Fischer Taschenbuch, 2009<br \/>\n[2] Hans Mielich: Herzog Wilhelm IV. von Bayern auf dem Totenbett. Bayerisches Nationalmuseum, M\u00fcnchen, 1550<br \/>\n[3] Louis Pasteur: \u00c9tudes sur la bi\u00e8re. 1876<br \/>\n[4] Heinrich Letzing: Das Wei\u00dfbierprivileg Herzog Wilhelms IV. von Bayern f\u00fcr Hans VI. von Degenberg. In: Jahrbuch der Gesellschaft f\u00fcr Geschichte und Bibliographie des Brauwesens 1994\/95, S. 343\u2013346<br \/>\n[5] Franz Meu\u00dfdoerffer \/ Martin Zarnkow: Das Bier. Eine Geschichte von Hopfen und Malz. C. H. Beck, 2014<br \/>\n[6] Hans-Georg Hermann: Das Reinheitsgebot 1516. Vorl\u00e4ufer, Konflikte, Bedeutung und Auswirkungen. Wissenschaftliches Kolloquium \u201eBier und Repr\u00e4sentation\u201d, 2015<br \/>\n[7] Conrad Seidl: Das Bier feiert Geburtstag. In: Falstaff 03\/2010<br \/>\n[8] G\u00fcnther Th\u00f6mmes: Jetzt gibt es kein Bier, sondern K\u00f6lsch. Das etwas andere Lexikon vom Bier. Selbstverlag, 2005<br \/>\n[9] Astrid Becker: Angst vor Exotik. S\u00fcddeutsche Zeitung, 18.4.2012<br \/>\n[10] Markus Metzger: Das darf rein! Roh\u2013 und Zusatzstoffe des Bieres. Bundesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung, 2010<br \/>\n[11] Brauwelt 44\/2014, S. 1294 f.<br \/>\n[12] http:\/\/www.camra.org.uk<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Autor:<\/strong> Moritz Gretzschel<br \/>\nwiederver\u00f6ffentlicht von <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/braumagazin.de\/article\/reinheitsgebot-ist-tot\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brau!Magazin<\/a><\/span><\/span><br \/>\nmit freundlicher Genehmigung des <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Dokumente\/Meinung%20-%20Permission%20-%20Moritz.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Autors<\/a><\/span><\/span> und des <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.brunnenbraeu.org\/Dokumente\/Meinung%20-%20Permission%20-%20Joerg.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Herausgebers<\/a><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Im kommenden Jahr, 2016, wird ein h\u00e4ssliches Monstrum, das in Ingolstadt erschaffen wurde, ein rundes Jubil\u00e4um feiern. Was damit gemeint ist? Nat\u00fcrlich denke ich nur an den Schauerroman \u201eFrankenstein\u201d, den Mary Shelley 1816 schrieb, im Jahr ohne Sommer, und laut dessen Handlung das ber\u00fchmte Monster tats\u00e4chlich in Ingolstadt zusammengest\u00fcckelt wurde <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/?p=947\" title=\"Moritz Gretzschel:Das Reinheitsgebot ist tot \u2013 lang lebe das Reinheitsgebot\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":29195,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,52,22],"tags":[],"class_list":{"0":"post-947","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-meinungen-und-gastbeitraege","8":"category-moritz-gretzschel","9":"category-reinheitsgebot"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/947","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=947"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/947\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/29195"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=947"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.brunnenbraeu.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}