Der Biertester
Trier
DEU

Hat es ein guter Youtube-Channel nötig, zu schnorren?

Da erreicht mich doch eine freundliche eMail der Cum Tempore GbR, einer Gesellschaft aus Trier. Um Biertests geht es, und in einem einleitenden Text macht mich die eMail freundlich auf einen Youtube-Channel aufmerksam, auf Der Biertester. Neugierig klicke ich auf den Link, und siehe da, die dort veröffentlichten Clips sind professionell gemacht. Nicht mal eben mit dem Mobiltelefon aus der freien Hand runtergedreht, sondern gut ausgeleuchtet, in guter (sehr guter!) Bild- und Tonqualität, informativ und unterhaltsam. Kurzweilig wird ein Bier präsentiert – die irgendwo so um die sechs bis acht Minuten eines jeden Clips verfliegen rasch.

Gefällt mir irgendwie, auch wenn es leider aber nichts für mich ist. Serielle Medien, also Videoclips und Podcasts liegen mir nicht. Ich kann sie nicht diagonal überfliegen, wie ich es mit einem Text mache, dann nur dort Halt machen, wo mich der Inhalt anspricht, und den Rest überspringen. Kostet mich also zu viel Zeit. Aber andere sehen das anders, die mögen gemütlich am Abend auf dem Sofa sitzen (oder in Zeiten geringen Arbeitsanfalls im Büro herumlungern, wer weiß…), und die Clips oder Podcasts genießen.

Also, wem es von Euch gefällt, der schaue gerne mal bei Der Biertester rein.

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Der Biertester

Aaaber, und jetzt kommt’s: Die eMail an mich geht ja noch weiter. Sie bewirbt nicht nur den Youtube-Channel, sondern erbittet auch Hinweise auf neue Biere, die zwar gerne irgendwo gekauft werden könnten, aber noch viel lieber ist es den Absendern der eMail, wenn die Proben gratis zugesandt werden würden. Bitte sehr, vier Flaschen Bier für einen Clip: „Wir würden uns natürlich ggf. auch über entsprechende Bierproben neuer Biere freuen, dann ersparen wir uns die Suche nach einer entsprechenden Verkaufsstelle. Gerne können Sie diese Proben an folgende Adresse senden (…)“

Bin ich jetzt der einzige, der das als Schnorren empfindet?

Mir stößt’s sauer auf.

Zwar habe ich auch nichts dagegen, wenn mich eine Brauerei auf ein oder mehrere Biere einlädt, aber ich käme nie auf den Gedanken, aktiv nach Freibier zu fragen. Das überlasse ich lieber den Freibiergesichtern und … den Schnorrern. Das ist meine Auffassung. Alles eine Frage der Ehre und Selbstachtung.

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