da Babba & s‘ Mandal
Feichten
DEU

der Hopfenkopf und der Dietrachinger Martin machen ein paar spannende Biere

Reklame?*

Was gibt es schöneres, als nach dem Urlaub heimzukommen und vor der Haustür unerwaret ein Bierpaket zu finden?

Die Antwort ist ganz einfach:

Zwei unerwartete Bierpakete vorzufinden!

Neben dem großen Karton der Genossenschaftsbrauerei NORDSTADT braut! eG stand am 16. Juni 2019 nämlich noch ein zweites Paket vor der Haustür. Ein bisschen kleiner, aber nicht weniger gehaltvoll. Im ersten Moment bekam ich einen Schreck. Giordano Piemonte stand auf dem Karton, und das ist Wein.

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ein Wein-Paket???

Ich und Wein? Wer kommt auf die Idee, mir Wein zu schicken? Soll das eine Provokation sein? Oder ein verklausulierter Hilferuf?

Nein, ich schaue auf den Adressaufkleber, und dort steht Hopfenkopf Bräu GbR. Und das ist eindeutig eine Brauerei, kein Weingut. Puh! Glück gehabt.

Vorsichtig schneide ich die Pappe auf und finde ein paar Flaschen Collab-Bräu, in Kollaboration zwischen der Hopfenkopf Bräu GbR und der Dietrachinger Brauerei hergestellt. Aha, jetzt fällt der Groschen. Ich weiß nun, warum der Dietrachinger Martin Seidl mich letztens unauffällig nach meiner Adresse gefragt hat!

Was finden wir denn im Karton?

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Unboxing

Zum einen das „da Babba“. Ein klassisches Helles. 5,0% Alkohol. Uih, ein schwieriger Stil. Wer sich daran versucht, der hat Vertrauen in seine oder ihre Braukunst. Ein milder Bierstil mit feinen Malzaromen und dezenter Hopfung, bei dem es auf sorgfältige Balance ankommt und der, vor allem, keine Braufehler verzeiht. Jedes Fehlaroma würde angesichts des delikaten Zusammenspiels der Zutaten sofort und gnadenlos zum Vorschein kommen. Keine kernige Hopfenbittere, keine spielerischen Fruchtaromen, kein mächtiger Malzkörper, hinter dem sich ungewünschte Gerüche oder Geschmäcker verbergen könnten. Der kleinste Brau- oder Gärfehler wird sofort offensichtlich.

Und zum anderen das „s‘ Mandal“. Mit dem Apostroph auf der falschen Seite. Das „da“, das beim „das“ fehlt, steht links vom „s“, und da müsste dann der Apostroph dann auch stehen. „‘s Mandal“, also. Aber geschenkt. Hier geht es nicht um Grammatik und Interpunktion, hier geht es um Bier. Und zwar um ein Weißbier. 5,3% verspricht das Flaschenetikett, ein klassisches bayerisches Weißbier also.

Beide Etiketten sind ansprechend humorig gestaltet. Sowohl der „Babba“ als auch das „Mandal“ sind als Hopfendolden mit Hut und Bart dargestellt. Sehr nett.

Neben diesen beiden Bieren hat der gute Martin noch eine Flasche seiner Schwarzen Tinte mit reingepackt – sein Signature-Bier, mit dem er in Westösterreich und Süddeutschland bekannt ist. Kenne ich zwar schon, liebe ich aber auch, insofern freue ich mich über jede weitere Flasche dieses wunderbaren schwarzen Biers.

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s‘ Mandal in seiner natürlichen Umgebung

Doch zurück zu den beiden Collab-Bieren. Vorsichtig verstaue ich sie im Kühlschrank und lasse sie ein paar Tage zu Ruhe kommen. Am 19. Juni wird die erste Flasche geöffnet – das Weißbier. Ah, es ist sehr gut gelungen. Eine schöne Farbe, überraschenderweise nicht allzu viel Schaum, ein feines, fruchtiges und leicht phenolisches Aroma. Im Antrunk schön fruchtig, leicht süßlich, dann aber auch durchaus eine ordentliche Vollmundigkeit. Nicht zu stark gespundet, so dass es ein Bier zum Anbeißen wird. Sehr schön auch im Abgang, der mild, leicht hefig und bananig ist und Lust auf den nächsten Schluck macht. Ein gelungenes Bier. Vor allem hat es auch den Transport gut überstanden.

Einen Tag später dann das Helle. Nun ja, was als Verkostung gedacht war, fand leider schnell sein Ende. Vorsichtig eingeschenkt, ein bisschen geschnuppert und feines Malz gerochen, angesetzt, den ersten Schluck über die Zunge rinnen lassen, und dann … ja, dann … dann konnte ich einfach nicht absetzen. Nach zehn Sekunden war das Glas leer. Eigentlich das Beste, was man über ein Helles sagen kann.

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da Babba? … schon weg!

Zwei wirklich gelungene Biere – Glückwunsch nach Feichten genauso wie nach Dietraching. Auch diese Alltagsbierstile sind Craftbier. Handwerklich in einer winzigen Brauerei hergestellt. Mit Liebe zum Produkt, Detailverliebtheit, Sorgfalt und Hingabe. Hoffe ich jedenfalls. Herausgekommen sind zwei wunderbar trinkbare Biere – sowohl für den Genuss als auch gegen den großen Durst. Von beiden könnte ich jederzeit ein paar Halbe hintereinander trinken, ohne geschmacklich daran zu ermüden.

So muss das sein!

Auspacken und Verkostung

Hopfenkopf Bräu GbR
Schregl 1
84 550 Feichten an der Alz
Bayern
Deutschland

* Reklame? Es gibt immer wieder Diskussionen, ob die Beschreibung von Artikeln, die ich kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen habe, Reklame ist. Im Zweifelsfall sollte ein Blogbeitrag daher entsprechend gekennzeichnet werden. Ich habe die Probierflachen vom Martin Seidl als Kostprobe gratis bekommen. Bei der Rezension habe ich versucht, mich davon nicht beeinflussen zu lassen.

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