Es wird mal wieder Zeit für eine Buchbesprechung:
„Bier vor Ort“ von Volker Quante

Liebe Bierfreunde! Es wird mal wieder Zeit für eine Buchbesprechung: „Bier vor Ort“ von Volker Quante.

Miniatur (1)Volker Quante ist einer der intensivsten Bierreisenden, die ich kenne. Permanent unterwegs in der Weltgeschichte, um neue Biere und Brauereien zu entdecken. Als ich letztes Jahr einen Gastautoren suchte, um in meinem Buch „So braut Deutschland“ etwas über Düsseldorf zu schreiben, da fiel mir kein anderer Name ein, und das war sein Debut als Buchautor.

Ich kenne Volker Quante seit etwa sechs Jahren, seit er damals, als erster Blogger überhaupt, bei mir in der Bierzauberei auftauchte, ein paar Biere probierte und nachher in seinem Blog „Brunnenbräu“ darüber berichtete. Seither habe ich das Schreiben und Treiben dieses supernetten, fanatischen Bierfreundes mitverfolgt und mich immer wieder gefragt, warum er aus seinem tollen Blog kein Buch macht. Nun, das ist jetzt geschehen.

„Bier vor Ort“ ist ein Reiseführer, aber dann doch wieder nicht. Die persönliche Sichtweise Quantes macht den Charme der Texte aus. Er versucht erst gar nicht, objektiv zu sein, will er nicht, kann er nicht. Wenn ihm was gefällt, ist es gut, wenn nicht, schreibt er es auch. Gleichzeitig kann man seine Kritik an Locations, Bier oder Personal aber auch als Einladung betrachten, seine eigenen Erfahrungen dort zu sammeln. Ich mag seine Art zu schreiben sehr, sehr persönliche, fast schon intime Einblicke in die Seele des Bierfans gibt er preis.

Die Länder, die er für dieses Buch bereist hat, sind Deutschland, Österreich, Belgien, Tschechien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Lettland, Niederlande, Polen, Schweden, die Schweiz und die Ukraine. Beileibe natürlich nicht vollständig, das ginge gar nicht. Quante pickt in jedem Land ein paar bierige Rosinen raus und präsentiert sie dem Leser.

Auch ein paar Shops und Restaurants kommen zu Ehren.

Zu jeder Location gibt es einen kleinen Infoteil.

Einziges Manko: Ein bisschen Kartenmaterial wäre bei einem Reiseführer nicht schlecht. Und etwas besseres Papier, dies hier wirkt wie billiges Umweltpapier, auf dem sogar die S/W-Fotos schlecht rüberkommen.

Ansonsten ein rundum lesenswertes Buch.

„Bier vor Ort“ von Volker Quante, Oktober Verlag, 228 Seiten, 16,90 Euro 🍺😎

Miniatur (2)Autor: Günther Thömmes
wiederveröffentlicht von Günther Thömmes Bierbrauer
mit freundlicher Genehmigung des Autors

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