Hildesheimer Braumanufaktur
Tap Takeover im Craft Beer Kontor

Die Hildesheimer Braumanufaktur zu Gast im Craft Beer Kontor – und alle vier Zapfhähne gehören den Hildesheimern!

Die Hildesheimer Braumanufaktur – das sind Malte Feldmann und Jan Pfeiffer, die in der über 1000 Jahre alten Stadt unlängst angefangen haben, gute und kreative Biere zu brauen. Malte steht heute auch persönlich an der Theke, zapft und erklärt seine Biere.

Wobei … Viel Worte benötigen sie nicht, die Biere, denn alle vier sind so ausdrucksstark, dass sie es locker schaffen, sich selbst zu erklären!

Kellerpils; Coffee Ale; Special English Style Bitter; CHop Suey BA Imperial India Pale Ale

Den Anfang macht das Kellerpils. 5,3%, leuchtend gelb, kernig bitter und enorm durchtrinkbar. Genau das richtige Bier, um nach einem anstrengenden Tag mit den Handwerkern in der Wohnung in einen entspannenden Abend überzugehen. Da darf es gerne gleich ein größeres Glas sein!

Bei Bier Nummer 2 sind wir erstmal etwas zurückhaltender – das 4,5%ige Coffee Ale verspricht zwar interessante Geschmackserlebnisse, aber manchmal sind solche Biere auch rasch saturierend. Wir tasten uns also mit einem 100 ml Glas vorsichtig ran. Die helle Kupferfarbe gefällt gut, auch wenn wir sie natürlich nicht sofort mit Kaffee assoziieren mögen. Da rechnet man doch eher bei einem Stout oder Porter mit kräftigen Kaffeearomen. Aber … es passt! Ein weicher Malzkörper umschmeichelt Zunge und Gaumen, während der Kaffee kräftig, aber nicht zu bitter angenehme Aromen verbreitet – und zwar sowohl ortho- als auch retronasal. Schön, interessant und … naja, in der Tat ein wenig saturierend. Das ist wie mit einer mächtigen Buttercremetorte: Es schmeckt wunderbar, aber sattessen kann man sich daran nicht.

Das dritte Bier ist ein Stil, der in Deutschland extrem selten zu bekommen ist: Ein English Bitter. Genauer gesagt, ein 4,8%iges Special English Style Bitter. Trotz des Namens nicht überbordend bitter, sondern bitter eigentlich nur im Vergleich zu einem „normalen“ Ale. Gleichwohl aber schön trocken, hopfenherb und eher kernig im Charakter. Fast schon ein wenig an das eine oder andere Düsseldorfer Alt erinnernd, wenn auch in Details schon noch sehr individuell. Das ist jetzt wieder sehr durchtrinkbar!

Beim vierten und letzten Bier für heute kann von Durchtrinkbarkeit allerdings keine Rede mehr sein. Es handelt sich um das CHop Suey, ein im Whiskyfass ausgebautes Imperial India Pale Ale mit 10,1% Alkohol. Kräftig kupferfarben steht es im Glas, hat eine leicht viskose Textur und zeigt sich vielschichtig. In der Nase dominieren bittere und fruchtige Hopfennoten (deswegen heißt es auch CHop Suey und nicht Chop Suey – es sind sogenannte C-Hops, C-Hopfen, verbraut worden: Callista und Citra), werden aber auch von dezenten Vanille- und Holznoten ergänzt. Auf der Zunge schiebt sich dann der Whisky in den Vordergrund – schöne warme Whiskynoten harmonieren aufs Beste mit dem kräftigen Malzkörper des Biers. Ein Bier für den Genuss in winzigen Schlucken. Ein Bier, bei dem ein Glas für viele lange Gespräche ausreicht. Ein Bier, das seinen Charakter langsam und sachte wandelt, je wärmer es im Glas wird. Definitiv nicht durchtrinkbar, aber ein großes, ein sehr großes Bier!

Schön, dass bei einem Tap Takeover auch ein so forderndes Bier mal vom Fass zu bekommen ist!

Fein! Und die bekannt gemütliche Atmosphäre im Craft Beer Kontor mit vielen vertrauten Gesichtern tut das Ihrige dazu, das der heutige Abend als gelungener im Gedächtnis bleiben wird.

Bildergalerie

Craft Beer Kontor
Schlägerstraße 17
30 171 Hannover
Niedersachsen
Deutschland

Hildesheimer Braumanufaktur
Goslarsche Landstraße 15
31 135 Hildesheim
Niedersachsen
Deutschland

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