Ach, herrjeh, vielleicht hätte ich doch ein Uber nehmen sollen … Der Weg zur Trema Cervejaria ist zwar grundsätzlich gut zu laufen und von der Innenstadt aus auch nicht zu weit, aber die Bauarbeiten an der Kanalisation und das überschwappende Abwasser nach dem Starkregen vorhin malträtieren nicht nur meine Nase, sondern zwingen mich auch zum Zickzack um tiefe und stinkende Pfützen herum. Puh!
Einmal angekommen ist aber alles in bester Ordnung. Zwar hat die Trema Cervejaria, der Ausschank der gleichnamigen Wanderbrauerei, vor zehn Minuten erst geöffnet und ich bin der erste und noch einzige Gast, dafür komme ich aber auch mit den beiden hinter der Theke schnell ins Gespräch. Rasch haben sie mich davon überzeugt, drei Tasting-Flights zu je vier Gläsern zu bestellen – immerhin gibt es elf verschiedene Biere am Hahn.
„Und bis Du beim dritten Flight angekommen bist, hast Du mit Sicherheit ein Bier gefunden, das Du noch ein zweites Mal bestellen und trinken möchtest“, lachen sie, und – sie haben recht!

Flight für Flight arbeite ich mich langsam durch die Biere
Ich setze mich auf die Terrasse und arbeite mich langsam durch die Biere. Nach und nach treffen auch meine Fellow Judges ein (oder wenigstens einige davon), mit denen ich die kommenden Tage in der Jury des Concurso Brasileiro de Cervejas Brasil 2026 sitzen werde.
Die Stimmung steigt rasch, und es wird kompliziert, angesichts der vielen Gespräche, der kreuz und quer über den Tisch gereichten Gläser und auch der Schüsseln mit den feinen gebratenen und frittierten Snacks die Übersicht zu behalten, aber irgendwie gelingt es mir trotzdem, und stolz kann ich auf die Bierliste mit elf Positionen blicken:
- Pilsen (5,0%
- Festbier (5,5%)
- Inimigos do Fim – Hop Lager (5,5%) (Collab Trema x Guará)
- Mogiana Hop Trem – American IPA (5,7%)
- Mistaken – Double Juicy IPA (8,2%)
- Red IPA (6,5%)
- Baseline – Barley Wine (11,5%)
- Yuma – Session IPA (4,5%)
- Kesselgeist – Triple Bock Barrel Aged (13,0%)
- Ondas de Caju – Gose (6,3%)
- Nevoa Negra – Oatmeal Stout (6,1%)
Was war nun für mich das beste Bier? Das Rennen war ganz knapp zwischen dem Barley Wine namens Baseline und dem fassgelagerten Tripelbock namens Kellergeist. Letzterer gewinnt das Rennen ganz knapp, aber da er erst im letzten Flight auftauchte, habe ich den Barley Wine zweimal getrunken.

eine offene, aber überdachte Terrasse – gemütlich!
Eine gemütliche Atmosphäre, eine offene, aber überdachte Terrasse, eine große Bierauswahl und eine riesige Auswahl an frittierten und gebratenen Snacks in kleine und großen Portionen machen diese nette Bierbar aus. Der Weg an der Kloake vorbei ist lang vergessen, stattdessen bleibt nur die Erinnerung an gutes Bier und nette Menschen.
So soll es sein, oder?
Die Trema Cervejaria ist mittwochs bis freitags ab 18:00 Uhr, samstags ab 16:00 Uhr und sonntags ab 17:00 Uhr geöffnet. Montags und dienstags ist zu. Zu erreichen ist sie in einer Viertelstunde zu Fuß vom Stadtzentrum oder aber, wie fast alles in Uberlândia, mit einem Uber-Taxi. Wobei die Namensgleichheit zwischen Stadt und Transportmittel rein zufällig ist.
Trema Cervejaria
R. Aniceto Pereira, 135
Loja 6
Tubalina
Uberlândia MG, 38412-036
Brasilien

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