Privatbrauerei Schnitzlbaumer
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Traunstein
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Wenn Arbeitskollegen in ihrem Urlaub an mich denken …

„Ich hab‘ Ihnen da mal was mitgebracht“, sagt der freundliche Arbeitskollege vom gleichen Flur, wuchtet mir einen Karton auf meinen Schreibtisch und verschwindet schneller, als ich reagieren kann.

Privatbrauerei Schnitzlbaumer steht auf dem Paket, und ich frage mich, wie ich zu dieser Ehre komme. „Sie hatten doch neulich mal Geburtstag …“, heißt es auf Nachfrage, „auch wenn es jetzt schon ein Weilchen her ist: Herzlichen Glückwunsch!“

Vorsicht. Zerbrechlich.

Nun, so freue ich mich also ganz unschuldig, transportiere den Karton vorsichtig nachhause und inspizierte sorgfältig den Inhalt. Achtzehn Flaschen Bier, fünf verschiedene Sorten, und zwei Probiergläser lachen mich an. Das ist ja wirklich eine schöne Überraschung!

Die Biere kommen in der noch verhältnismäßig neuen 0,33-l-Euroflasche daher, im handlichen Format, Retrodesign. Auf angenehme Art altmodisch wirkend. Aber der Inhalt ist alles andere als nur altmodisch. Zwar finden sich ein Helles und ein Zwickl im Karton, aber ich entdecke auch ein India Pale Ale – wer hätte so etwas von einer jahrhundertealten oberbayerischen Brauerei auf Anhieb erwartet?

fünf verschiedene Biere und zwei dazu passende Gläser

So verbringe ich diesen Tag und die folgenden mit einer Verkostung der fünf Biere – jedes natürlich immer ins passende Schnitzlbaumer-Glas eingeschenkt.

Das Hell mit 4,9% Alkohol wirkt vielleicht einen Hauch zu dünn. Auch wenn ein echtes bayerisches Hell mit seinen Aromen sehr zurückhaltend sein sollte, dieses hier findet darin aber zu einer gewissen Übertreibung. Fast schon wässrig wirkt es. Zum Glück aber ohne jedes Fehlaroma, so dass es ein unauffälliger Begleiter zum Essen, ein Bier für den großen Schluck wird. Ein großer Schluck aus kleiner Flasche.

Single Hop Centennial India Pale Ale

Ganz anders das India Pale Ale, genauer gesagt das Single Hop Centennial IPA. Mit seinen 6,4% Alkohol, den fruchtigen und trotzdem auch etwas harzig-kräftigen Noten des Centennial Hopfens und seinem robusten Malzkörper wirkt es sehr solide, kompakt und ansprechend. Ein handfestes Bier mit Charakter, das es in keine Richtung übertreibt. Sehr schön!

Das Edel-Pils (4,9%) kommt trocken, nicht übermäßig bitter und dezent hopfenaromatisch daher – ein sehr schöner Vertreter seines Stils. Bayern ist nicht das Kernland für elegante und schlanke Pilsener, der Privatbrauerei Schnitzlbaumer ist hier aber ein sehr schönes Exemplar gelungen.

Der 6,2%ige Bock ist klassisch. Dunkelbraun, mit leicht bräunlichem Schaum und einem kräftigen Malzkörper, den man schon beim ersten Schnuppern anhand der kräftigen Malznote ahnen kann, ist er so typisch, wie er nur sein kann. Fein!

Bock. Einfach nur: Bock.

Und schließlich das Traunsteiner Zwickl, 5,2% Alkohol. Mild, süßlich und süffig im frei verwendeten Wortsinne, einschließlich all der mit diesem Begriff verknüpften Assoziationen bezüglich wenig Bittere, süßlicher Malzigkeit, weichem Charakter. Hier scheiden sich die Geister. Es ist ein geschmacksfehlerfreies Bier, aber nach nur wenigen Schlucken verliere ich die Lust am Weitertrinken. Mein Mittrinker hingegen ist begeistert und verlangt rasch nach mehr. Ein zwiespältiger Eindruck. Süffig? Vielleicht. Durchtrinkbar? Für mich nicht.

Die schlanken Gläser, die die Brauerei mitgeliefert hat, harmonieren schön mit den Bieren und bieten das exakt passende Volumen für eine kleine Euro-Flasche. Passt und macht Spaß.

Ein schönes Geburtstagsgeschenk also, und ein nettes Versandangebot der Privatbrauerei Schnitzlbaumer.

Bilder

Privatbrauerei Schnitzlbaumer
Online-Service
Mühlenstraße 8
83 278 Traunstein
Bayern
Deutschland

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