[Blick zurück auf August 2025]
Am Anfang steht Gert Jordens. Ein erfolgreicher Hobbybrauer, der 2002 mit seinem Tripel TRPL die Limburger Hobbybraumeisterschaft gewinnt und sich entschließt, eine professionelle Brauerei zu gründen: Die Brouwerij Jessenhofke. Benannt nach der Jessenhofstraat, wo alles anfängt. 2010 ist es soweit, das erste „offizielle“ Bier kommt auf den Markt – auch wenn es 2009 auf dem einen oder anderen Bierfestival schon erste, vermutlich noch von Hand abgefüllte Flaschen gab. Als Logo wählt Gert ein Eichhörnchen. Seelenverwandtschaft. Wie das Eichhörnchen ist auch Gert den Sommer über fleißig, sammelt Ideen, Zutaten und Rezepte, wuselt mal hier, mal dort herum. Im Winter jedoch ist es Zeit, sich zurückzuziehen und ein gutes Glas Bier zu genießen.
Markenzeichen seiner Biere sind Bezeichnungen aus Versalien ohne Vokale. Jedenfalls meistens. RGLR, TRPL, PMPRNL, BRWN, RSRV und WNTR heißen sie, und mit etwas Fantasie kann man sich die Stilbezeichnungen zusammenreimen: Regular, Tripel, Pimpernelle, Brown, Reserva und Winter. Und dann gibt es noch, etwas aus dem Rahmen fallend, MAYA und OLAF.
Ein buntes Portfolio, und vor allem: Von Anfang an Bio. Zum Start 2010 ist Jessenhofke eine von nur vier belgischen Bio-Brauereien; bis heute braut Gert ausschließlich organisch, und seine Biere tragen das Organic Logo der Europäischen Union – zwölf Sterne in Blattform auf lindgrünem Hintergrund. Mit Ausnahme des Brauwassers stammen alle Zutaten seiner Biere, selbst des Kräuterbiers PMPRNL, aus zertifiziertem organischem Anbau.

Brouwerij Jessenhofke
Leider sind Besichtigungen nur im Rahmen von organisierten Führungen möglich, insofern stehen wir am 1. August 2025, als wir an Hasselt vorbeikommen und spontan einen kleinen Abstecher machen, vor verschlossenen Türen. Vorsichtig spähen wir durch die Fenster, lugen auch um die Ecke, aber: Niemand ist zu sehen, alles ist dunkel, verriegelt, verschlossen.
Und auch der direkt am Ufer des gegenüber verlaufenden Kanals gelegene Biergarten ist zur frühen Mittagszeit noch geschlossen – hier hätte es theoretisch immerhin das eine oder andere Jessenhofke-Bier zum Verkosten oder vielleicht sogar zum Mitnehmen gegeben.
Die Brouwerij Jessenhofke ist nur im Rahmen von gebuchten Gruppenführungen oder auf der Website angekündigten Events zu besichtigen; zu erreichen ist sie am besten mit dem Auto oder – von Hasselt aus – mit dem Fahrrad.
Brouwerij Jessenhofke
Simpernelstraat 17
3511 Hasselt
Belgien

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