Braugasthof Falkenstein
Pfronten
DEU

Direkt gegenüber vom Bahnhof in Pfronten befindet sich der im Jahr 2002 gegründete Braugasthof Falkenstein, eine klassische Gasthausbrauerei. Ein großer, aber unterteilter Saal, und am Ende stehen die gewaltigen, auf Hochglanz polierten Kupferkessel eines Zwei-Geräte-Sudwerks der Firma Kaspar Schulz.

Bereits beim Betreten werden wir vom freundlichen Servicepersonal fröhlich begrüßt: „Herzlich Willkommen! Schade, dass Ihr nicht vorgestern schon da wart, da hatten wir unseren Bockbieranstich – da war was los!“

Man kann gemütlich im Wintergarten sitzen, oder urig in einer der kleineren Stuben, oder im großen Saal mit Blick auf die Sudkessel. Oder natürlich – bei gutem Wetter – im ziemlich großen Biergarten. Wir wählten den Wintergarten, der von den ersten zaghaften Sonnenstrahlen nach ein paar Regentagen gemütlich erwärmt wurde.

Drei Standard-Biersorten gibt es hier – Hell, Dunkel, Weizen. Wer hätte das gedacht? Und daneben ein regelmäßig wechselndes Saisonbier – heute, am 4. Mai 2014, ein Bockbier. Vitalis-Bock.

Das Helle war ein wenig einfallslos. Süffig zwar, und ohne Mängel, aber es ließ ein wenig den Pepp vermissen. Hätte es ein wenig länger gelagert werden können, ein wenig spritziger? Vielleicht. Das Dunkle nur leicht röstig, recht angenehm, weil nicht so mastig, wie es sonst in Gasthausbrauereien oft der Fall ist. Süffig also. Ganz lecker. Und nun das Weizen. Sorgenkind der meisten Gasthausbrauereien – meistens schmeckt’s mir nicht. Hier aber eine Offenbarung. Herrlich intensive Bananenaromen, leckere, spritzige Fruchtigkeit, und trotzdem mit einem kraftvollen Körper. So muss ein frisches Hefeweizen schmecken. Große Klasse.

Den Vitalis-Bock nahmen wir uns dann in einer Flasche mit heim, der wäre heute zu viel geworden. Die Beschreibung liest sich allerdings merkwürdig, ist er doch mit „vitalisiertem“ Wasser gebraut. Man wirbt mit wunderlicher Esoterik. Kleines Zitat gefällig? Bitte sehr: „Jedes Wasser lagert Stunden bzw. Tage in Behältern, bevor es an den Verbraucher kommt. Somit ist es „abgestanden“ oder „gestresst“. Durch das Einbringen von Bergkristallen wird der Zustand von quellfrischem Wasser wieder hergestellt.“ So weit die Homepage der Brauerei.

Großer Quatsch, und durch keine ernstzunehmende Studie jemals nachgewiesen. Gestresstes Wasser… Wohl eher gestresster Gast, der das ernst nehmen soll. Aber, bleiben wir entspannt: Einen Bergkristall ins Brauwasser zu legen, nützt zwar nix, schadet aber ganz gewiss auch nix. Wenn der Brauer Spaß dran hat… Und wenn die Feriengäste es glauben und dann das eine oder andere Bier mehr trinken…

Wichtig ist: Insbesondere das Weißbier hat super geschmeckt. Und das Essen ebenfalls. Regionale Küche, aber mit Pfiff. Sehr lecker, und angemessene Preise.

Der Braugasthof Falkenstein ist täglich ab 09:30 Uhr zum Frühschoppen geöffnet, warme Küche gibt es ab 11:00 Uhr. Parken ist kein Problem, es gibt einen eigenen Parkplatz, aber durch die Lage direkt am Bahnhof empfiehlt sich natürlich eine Anreise mit der Bahn.

Bilder

Braugasthof Falkenstein
Allgäuer Straße 28
87 459 Pfronten
Bayern
Deutschland

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