1. Altstadtbrauhaus Zum Stadtkrug Schwerin
Schwerin
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Schwerin war am 14. April 2004 von vorne bis hinten durch Baustellen, temporäre Einbahnstraßen und Umleitungen blockiert, und es dauerte schier ewig, bis wir das Altstadtbrauhaus gefunden hatten. Aber es war die lange Suche wert. Urgemütlich eingerichtet verwöhnte uns das Brauhaus mit guter, reichhaltiger Küche.

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nette und ansprechende Atmosphäre

Leider konnten wir – weil wir noch einige hundert Kilometer zu fahren hatten – dem Bier nicht so frönen, wie wir es gerne gewollt hätten, aber es reichte, um die beiden Sorten „Frühlingsbier“ zu verkosten. Das Helle war zwar nicht schlecht, aber vielleicht ein wenig dumpf, fast schon muffelig, das Dunkle hingegen mundete uns ausgezeichnet. Mild und süffig, malzig mit einem Hauch von Karamell. Fein!

Gerne wären wir noch länger sitzen geblieben und hätten die anheimelnde Gaststube mit ihren warmen Farben, netten Wandmalereien und bequemen Sofas für ein paar Stunden zu unserem Wohnzimmer gemacht, allein, die ehrgeizige Reiseplanung war dagegen – der Autoschlüssel mitten auf dem Tisch war uns beständige Mahnung, nicht zu lange herum zu trödeln.

Nachtrag 1. Februar 2011: Sieben Jahre später kehrten wir erneut im Altstadtbrauhaus „Zum Stadtkrug“ ein. Gemütlich setzten wir uns an einen Tisch am Fenster und freuten uns auf ein frisches Bier und eine leckere, auf der Tageskarte beworbene Mecklenburger Kartoffelsuppe. Wir wurden auch nicht enttäuscht, die Suppe schmeckte prima, und auch das Bier war zwar nichts Besonderes, aber doch gut.

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Blick auf das Sudwerk des 1. Altstadtbrauhaus Zum Stadtkrug Schwerin

Enttäuscht wurden wir vielmehr vom mittlerweile geänderten Gebaren dieses Hauses, in dem Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinander liegen. Schlägt man nämlich die Speisekarte auf, so liest man als allererstes die stolzen Worte, die ich auch an den Anfang dieser Internetseite gestellt habe, und die eigentlich als Maßstab für jeden Gastronomiebetrieb dienen sollten: „Der Gast ist der wichtigste Mensch in unserem Hause. (…) er tut uns einen Gefallen, wenn wir für ihn arbeiten dürfen.“ Der junge Mann, der uns bediente, erweckte aber nicht gerade diese Begeisterung. Wortkarg verrichtete er seine Arbeit und schockierte uns gegen Ende unseres Besuchs, als er darauf hinwies, dass das Zahlen mit Kreditkarte in diesem Restaurant den Gast einen Aufschlag von drei Prozent kosten würde. Oho! Und damit nicht genug, wie wir erfuhren, als wir erneut in der Speisekarte blätterten. Auf demselben Blatt, auf dem die Rolle des Gastes so hervorgehoben wird, findet man auf der Rückseite Aufpreise für Beilagenänderung, Extragebühren für einen zusätzlichen Teller oder zusätzliches Besteck, Gebühren für Kreditkartenzahlung und Mindestbeträge für Bankkartenzahlung. Ein starkes Stück!

So sieht Dienst am Gast also im Altstadtbrauhaus in Schwerin aus. Für uns Grund genug, hier definitiv nicht wieder herzukommen!

Bilder

1. Altstadtbrauhaus Zum Stadtkrug
Wismarsche Straße 126
19 053 Schwerin
Mecklenburg Vorpommern
Deutschland

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