Suberg‘s bei Boente
Recklinghausen
DEU

[ein aus meiner zerschossenen Website rekonstruierter Beitrag aus dem Jahr 2014]

Eine kurze Mittagsrast nur, mehr sollte der Kurzbesuch im Boente am 24. August 2014 gar nicht werden. Wir waren nicht weit von Recklinghausen entfernt auf der Autobahn und hatten Lust auf eine kurze Rast – ein kurzer Blick ins Navi, und die Entscheidung war getroffen: Gasthausbrauerei, durchgehend geöffnet, Parkhaus direkt gegenüber. Alles passte.

der Biergarten

Das Boente erwies sich als gute Idee. Ein großer, recht eng möblierter Biergarten, der bei dem leicht regnerischen Wetter allerdings völlig verwaist war. Mit ein wenig Phantasie konnte man sich aber vorstellen, wie hier im Sonnenschein eine Bombenstimmung herrscht. Dann, durch einen kleinen Korridor, in die Gaststube. Überraschend groß, auf mehreren Ebenen, alles ist rund um die beiden kupfern glänzenden Braukessel arrangiert. Leuchtendes Rot, die Farbe der Gasthausbrauerei Boente, setzt schöne und interessante Akzente, sei es in Form der knallig roten Leuchten über jedem Tisch, sei es in Form der nicht minder leuchtenden Sitzbezüge.

Blick durch die Gaststube

Blitzschnell kam der freundliche junge Kellner auf uns zu geflitzt, und im Nu war klar, dass wir von jedem der hier angebotenen vier Biere selbstverständlich auch ein kleines Probiergläschen in 0,1-l-Größe haben konnten. Also auf geht’s, her damit!

Das Pils: Klar und schön herb, knackig und erfrischend.

Das Zwickel: Viel zu süßlich und dazu noch ein wenig jung, unausgegoren wirkend. Nicht so überzeugend.

Das Spezial: Dunkel, malzig, süßlich, ohne klebrig zu wirken, aber auch ohne echten eigenen Charakter. Eher ein Allerweltsbier, als eine geschmackliche Offenbarung.

Und schließlich das Weißbier, als Saisonbier eingebraut und somit nicht das ganze Jahr über erhältlich. Kräftig in Aroma und Geschmack, mit einer deutlich spürbaren Aprikosennote – sehr schön, wenn auch ein wenig zu hefig und etwas die Zunge pelzig belegend.

vier Bier

Neben diesen vier Biersorten (die vierte wechselt gelegentlich durch – für den September und Oktober war schon ein [Oktober-] Festbier angekündigt) gibt es rustikale und bodenständige Brauhausküche – von der einfachen Kartoffelsuppe bis zum kräftigen Fleischgericht. Serviert von schnellem und freundlichem Personal. Prima!

In der Summe: Ein netter Brauereibesuch in einer netten Gasthausbrauerei. Nichts wirklich Besonderes, Exotisches, eher konservativ klassisch, aber doch sehr nett.

Und als uns der junge Kellner um 14:00 Uhr fröhlich mit einem „Einen schönen Abend noch!“ verabschiedete, nur um dann entschuldigend anzumerken, sonst habe er immer die Nachtschicht, da käme das automatisch, da rundete er einen wirklich angenehmen Aufenthalt noch humorvoll ab.

die Sudpfanne

Die Geschichte der Brauerei geht letztendlich bis ins Jahr 1830 zurück, als die Kornbrennerei in Recklinghausen gegründet wurde. Nach mehr als hundert Jahren wurde sie zur Hausbrauerei umgewidmet und heißt nach einem Eigentümerwechsel im Jahr 2011 nicht mehr nur Boente, sondern nach ihrem neuen Besitzer Uwe Suberg nun Suberg’s bei Boente.

Die Brauerei Boente hat täglich ab 12:00 Uhr durchgehend geöffnet, es gibt keinen Ruhetag. Die Anreise ist problemlos, in fünf Minuten ist man von der Autobahn bis vor die Tür gefahren. Und direkt gegenüber ist ein großes, nicht allzu teures Parkhaus. Perfekt!

Bilder

Suberg‘s bei Boente
Augustinessenstraße 4
45 657 Recklinghausen
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

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